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Machtkampf bei den Briten: Johnson-Rivale Stewart fliegt aus Tory-Wettbewerb
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Er war Hoffnungsträger der Proeuropäer im Kampf um das Amt des britischen Premiers: Jetzt ist Rory-Stewart in der nächsten Abstimmungsrunde bei den Tories ausgeschieden. Auf Platz eins bleibt Boris Johnson.

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jotha58 20.06.2019, 08:56
40. okay

der letzte Bewerber mit einer realistischen Einschätzung der Lage ist draußen. Nach meinem dafürhalten ist es besser so. Dann hat er die Chance nach den Großsprechern das Amt des Premierministers zu übernehmen und das UK wieder in eine bessere Zukunft zu führen. Dass die EU nochmal nach verhandelt schließe ich ziemlich aus, dann würde sich die EU unglaubwürdig machen. Bleibt noch das Restrisiko des 31. Oktobers diesen Jahres. Da weiß ich nicht, ob sich Herr Macron oder Frau Merkel durchsetzen wird. Nach meinem dafürhalten wäre ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorzuziehen. Sollte es im UK nach einem Austritt besser gehen, ist es gut. Wenn nicht, ist die EU Schuld, egal wie der Austritt zustande kam.

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vielflieger_1970 20.06.2019, 09:35
41.

Zitat von andtimestoodstill1
Für die Briten ist Johnson genau der richtige Mann. Die Deutschen Medien und deren meist leicht beeinflussbaren Leser werden nie begreifen wie Engländer und Amis ticken. Sie verstehen es einfach nicht. Johnson und Trump waren und sind für Kenner dieser beiden Länder keine Überraschung. Beide interessiert der Rest der Welt herzlich wenig und das gefällt den Menschen.
Hm, ich behaupte mal, beide Länder gut zu kennen und mir ist nicht aufgefallen, dass beide Herren jeweils eine satte Mehrheit hätten. Und wieso sollen deutsche Leser leichter beeinflussbar sein als andere?

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cobaea 20.06.2019, 10:35
42.

Zitat von 123rumpel123
Alles Nonsens , was Sie sich da zusammen basteln. Zumal der Vergleich EU und Nationalstaat hier sowie konstruiert ist. "ONE MAN ONE VOTE" gilt auch im VK. Die stärkste Fraktion stellt auch in DE den Kanzler, und der Parteichef hat auch in DE i.d.R. Zugriff auf das Kanzleramt, und ach oh Schreck, der Parteivorsitz wird durch Abstimmung des Parteitages oder gar durch Mitgliederabstimmung ermittelt.
Der/die BundeskanzlerIn muss aber - im Unterschied zum PM des UK - vom Bundestag gewählt werden. Das setzt voraus, dass entweder die grösste Partei die absolute Parlamentsmehrheit hat oder, dass sie sie für ihren Kandidaten/ihre Kandidatin MitwählerInnen aus anderen Fraktionen findet. Im UK wird der PM aber nicht vom Parlament gewählt, sondern "nur" von der Queen (auf Vorschlag der Partei) ernannt.

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cohiba 20.06.2019, 10:38
43. Harter Brexit

Johnson kalkuliert auf den harten Brexit. Dieser würde dann auch die harte Grenze zwischen Nord-Irland und Irland bringen. Und davor wird die EU einknicken und sich wieder an den Verhandlungstisch zwingen lassen. Dann hätte Johnson gewonnen und wäre der Held in UK. Und die EU hätte endgültig ihr Gesicht und jegliche Glaubwürdigkeit verloren...

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kumi-ori 20.06.2019, 10:47
44. Muss nicht!

Zitat von 123rumpel123
Alles Nonsens , was Sie sich da zusammen basteln. Zumal der Vergleich EU und Nationalstaat hier sowie konstruiert ist. "ONE MAN ONE VOTE" gilt auch im VK. Die stärkste Fraktion stellt auch in DE den Kanzler, und der Parteichef hat auch in DE i.d.R. Zugriff auf das Kanzleramt, und ach oh Schreck, der Parteivorsitz wird durch Abstimmung des Parteitages oder gar durch Mitgliederabstimmung ermittelt.
Die stärkste Fraktion muss keines Wegs in Deutschland den Kanzler stellen. Ich erinnere zum Beispiel an Helmut Schmidt, der zusammen mit der F. D. P. von einer Koalition der 2.- und 3.-größten Fraktionen gewählt wurde. Und auch das mit dem Parteivorsitz stimmt nicht. Oder glauben Sie, dass Frau Kramp-Karrenbauer jemals Kanzlerin wird?

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kumi-ori 20.06.2019, 11:14
45. Glaub ich nicht

Zitat von cohiba
Johnson kalkuliert auf den harten Brexit. Dieser würde dann auch die harte Grenze zwischen Nord-Irland und Irland bringen. Und davor wird die EU einknicken und sich wieder an den Verhandlungstisch zwingen lassen. Dann hätte Johnson gewonnen und wäre der Held in UK. Und die EU hätte endgültig ihr Gesicht und jegliche Glaubwürdigkeit verloren...
Die letzten Meinungsumfragen zeigten, dass den Briten der Brexit wichtiger ist, als der Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs. Da in England die Politik rechtlich an Meinungsumfragen gebunden ist (siehe Brexit), gibt es für Johnson keine andere Möglichkeit, als Nordirland vom Vereinigten Königreich abzutrennen. Das wäre meines Erachtes sowieso die einzige gescheite Lösung. Nordirland kann mit der Republik vereinigt werden, analog der 12+1-Gespräche bei der deutschen Wiedervereinigung, und einem harten Brexit steht rechtlich nichts mehr im Wege.

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Trevor Philips 20.06.2019, 11:47
46.

Zitat von as@hbx.de
die EU ist ja auch, wie Sie immer prophezeit haben, schon jedesmal in den vergangenen drei Jahren umgekippt.w
Sie hat der handzahmen Remainerin May zum Beispiel die Austrittsfrist verlängert, wohl in der Hoffnung das Diktat welches den Brexit zu einem BRINO machen würde durchzubekommen oder sogar den Brexit durch Wühlarbeit ganz absägen zu können.

Nun ist aber wahrscheinlich Johnson zukünftiger PM ein total anderes Kaliber als May welche ja mit großer Kunst die fünfte Kolonne der EU gegeben hat. Man wird sich in Brüssel noch warm anziehen dürfen.

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Trevor Philips 20.06.2019, 11:59
47.

Zitat von Wmeinberg
BJ ist ein Maulheld. Sonst nichts. Brüssel wird mit diesem unangenehmen Menschen nichts neu verhandeln, falls Johnson wirklich PM wird. Ich wünsche diesem Aufschneider den selben Spießrutenlauf im eigenen Unterhaus, wie May es lange ertragen mußte. Insgeheim hoffe ich sogar, dass Johnson PM wird und anschließend diesem Zampano Stück für Stück seine Flügel gestutzt werden. Zum Schluß verraten Sie mir bitte noch, was dieses Theater in GB mit Italiens Minibots zu tun hat?
Sie scheinen immer noch nicht verstanden zu haben das egal was passiert am 31.10.2019 das UK aus der EU austritt, egal was das Parlament dazu zu sagen hat. Das Parlament kann die Regierung nicht zwingen über eine weitere Verlängerung zu verhandeln. Johnson könnte Liz sogar um Prorogation bitten, das liegt durchaus in seiner Macht wenn er PM ist und Liz macht in aller Regel das worum sie der PM bittet.
Hier wird also gar nichts gestutzt und die EU wird nach dem 31.10. als die dumme, überheblichen und hässliche Organisation die sie ist dastehen.
Die Minibots bezogen sich auf des Vorposters Sorgen um die Existenz der EU, die liegen aber nicht im Brexit sondern ganz woanders. Ich persönlich wäre mächtig um die Existenz der EU besorgt wenn die dann drittgrößte Wirtschaftsnation der EU eine Parallelwährung einführt und damit dem Euro praktisch den Finger zeigt. Aber jeder wie er will.

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derjoey 20.06.2019, 15:45
48. Die EU war eher viel zu kooperativ

Zitat von Trevor Philips
Hier wird also gar nichts gestutzt und die EU wird nach dem 31.10. als die dumme, überheblichen und hässliche Organisation die sie ist dastehen.
Ach Gott, nicht gleich austicken, nur weil die von dem lügnerischen Mr. Johnson (https://www.focus.de/politik/ausland/brexit-im-news-ticker-brexit-luegen-boris-johnson-muss-sich-vor-gericht-verantworten_id_10773047.html) versprochene Erpressung der EU (https://www.welt.de/politik/ausland/article194985211/Brexit-Abkommen-Austrittsrechnung-nicht-bezahlen-Boris-Johnson-will-EU-erpressen.html) bislang nicht funktioniert hat und sehr voraussichtlich auch nicht funktionieren wird.

Anscheinend haben Sie die Verhandlungen zwischen GB und der EU über die letzten Jahre nicht ganz mitbekommen. Die "überhebliche und hässliche" EU hat zahlreiche Angebote gemacht, die aber allesamt abgelehnt wurden. Und als sich die britische Regierung und die EU dann endlich auf einen Vertrag geeinigt hatten, konnte einzig und allein die britische Regierung nicht liefern. Die EU wollte aber auch jetzt nicht Spielverderber sein und hat sich, obwohl GB nun wirklich weit mehr Zeit als nötig zur Verfügung gehabt hatte, trotzdem zu einer Verlängerung breitschlagen lassen. Eine derartige Kooperationsbereitschaft "hässlich und überheblich" zu nennen bedarf schon einer extremen Realitätsverweigerung.

Die EU ist für das britische Hühnerhaufen-Parlament, das sich einzig darin einig ist, sich bei fast nichts einig zu sein, absolut nicht verantwortlich. Eine derart beschlussunfähige Institution habe ich noch nie erlebt, da arbeiten Kleinkinder im Sandkasten besser zusammen. Es ist schon sehr erstaunlich, wie 27 Länder an einem Strang ziehen können, und ein einziges einen Totalausfall erlebt.

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decathlone 20.06.2019, 17:13
49. Schade eigentlich...

Zitat von Trevor Philips
Das stimmt nicht: https://www.ft.com/content/9c112cb6-3924-372c-bd42-95ed8e988708 Johnson hat übrigens mehrere Möglichkeiten den harten Brexit ohne Parlamentsbeteiligung durchzuziehen. Das will er aber nicht, er wird noch mal versuchen zu verhandeln und die EU wird umkippen.
Der einzige Plan für den Brexit scheint zu sein, sich darauf zu verlassen, dass die EU 'umkippt' und die Briten dann als - am Besten privilegierte Trittbrettfahrer - ohne einen eigenen Beitrag weiterhin von den Segnungen der EU profitieren. Die Segnungen, die es ja angeblich nicht gibt. Warum aber gehen die Briten dann nicht einfach, sondern bescheren uns diesen bizarren Eiertanz? Weil es ohne die EU doch nicht geht? Weil man selbst keinerlei Vorkehrungen für den Brexit getroffen hat und /oder feststellen muss, dass die Welt nicht gerade Schlange steht, um Handelsverträge mit UK zu schliessen? (Bis auf Trump: der hat ja schon mal die Abschaffung des NHS als Voraussetzung genannt...)

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