Forum: Politik
Machtkampf in der CDU: Merkel lässt Merz abblitzen
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Friedrich Merz hält sich nach eigener Aussage geeignet für einen Ministerposten. Angela Merkel reagiert kühl und lässt ihren Sprecher ausrichten: Das Kabinett wird nicht umgebildet.

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Rationator 19.12.2018, 16:08
50. Chance vertan!

Merkels Ziehtochter AKK hat sehr knapp den Parteivorsitz gewonnen, obwohl Friedrich Merz lange Zeit in der Wirtschaft tätig war und fern vom Parteien- und Politzirkus. Er ist einer der brillantesten Köpfe der Union und auf ihn zu verzichten, ist unklug. In Wahrheit fürchten Merkel und AKK, Merz könnte sich zu sehr profilieren und auch als Kanzlerkandidat ins Gespräch gebracht werden. SPD, Linke und Grüne freuen sich. Sie sind doch diejenigen, die scheinheilig AKK über den grünen Klee loben. Kein Wunder, sie ist auch die schwächere Konkurrentin und daher leichter zu schlagen.

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johannes-kh 19.12.2018, 16:08
51. Ziel erreicht...

hier im Forum glauben einige, Merz wäre gern Minister unter Merkel geworden. Merz ist nicht Schulz, Freunde.
AKK hat jetzt ein Problem mit weit mehr als 50% der Partei-Basis. Bei den Wahlen im Osten wird die CDU eine denkwürdige Klatsche einfahren. Gewinnt die AfD deutlich vor der CDU sind Merkel und AKK weg. Versprochen.
Dann kommt die Stunde von Merz. Chapeau.

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ludwig49 19.12.2018, 16:08
52. Merz als Chef-Lobbyist...

...in vorderster Reihe käme schon gelegen. Er hält sich geeignet für einen Ministerposten, aber was besagt das schon. Frau von der Leyen hält sich auch für geeignet, und es gibt Minister/innen, die wegen ihrer Unauffälligkeit dem Volk eher unbekannt sind. Ein solcher wäre Merz natürlich nicht, dafür drängt er sich zu arg auf. Penetrant gewissermaßen.

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vera gehlkiel 19.12.2018, 16:13
53.

Dass Merz nicht "erhört" werden würde, war doch wohl so klar wie Klossbrühe. Worum konnte es dann also bestenfalls gehen? Einfach wiederum nur "Schlechtes Design" im Kommunikationsstil von Merz? Eine gezielte Unverschämtheit, bewusst so flach kolportiert, dass es auch ganz unbezweifelbar als Unverschämtheit zutage trat? Seht mal, wir können uns als "Wertkonservative" alles erlauben, auch so etwas, gegen den linksgewirkten "Kompromissflügel", stand dann wohl auf dem Rezept des Spindoktors, der sich diese Strategie für den in der Politik schon wieder frisch gescheiterten "Topmanager" ausgedacht hat. Also, ich vermute ja, das muss jetzt einen "neuen" aggressiven Stil verkörpern, von dem vornehmlich die gar nicht ganz so neoliberal durchdrungenen älteren CDU/CSU-Getreuen annehmen sollen, dass es in den Führungsetagen der grossen weiten Welt heute einfach so zugeht. Merz wollte nie ein Minister werden! Bewahre, dieser ganze Stress in Echtzeit, diese vergleichsweise kärgliche Entlohnung, so viel handfeste Verantwortung, dazu Krisenszenarios in Permanenz ohne irgend eine vernünftige Relation der Vorhersehbarkeit...hier geht es im Nachbearbeiten der grossen Schlappe nur noch um die gängige populistische "Rotzigkeit" nach Fernvorbild Trump, aber vorgetragen im kreidefressenden Sprachgebrauch des konsensualen Stils, der sich mit Merkel längst an breiter Front in den wirkmächtigen Teilen der bundesrepublikanischen Politik festgesetzt hat. Schätze, Merz wird jetzt einen ähnlichen Film fahren wie Lindner, und wie dieser in so eine Art von angeblich "ganz gelassener" Metaposition abdriften. Irgendwie am Ende dann, so hoffen jedenfalls die Progressiven mit "politischer Seele" statt ausgefeilten Taktiken, als teurer politischer Weltraumschrott mit Restleben an Bord am Horizont verschwinden. Noch für eine Weile verbleibend In der sich notwendig zunehmend abschwächenden Hoffnung, dass diverse Andockversuche von der Heimbasis aus rein rationalen Gründen nicht ganz eingestellt werden.

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stammtischschreck 19.12.2018, 16:19
54. Sporen verdienen....

Als Verteidigungsminister könnte er sich mal richtig nützlich machen. Da wird man auch ruhiger.
Andererseits: Ob das mit den exorbitanten Beraterhonoraren dann besser wird, weiß ich ja nicht.

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ditta 19.12.2018, 16:28
55. Die Causa Merz

erinnert in Struktur und Intention der Akteure an den Fall Maasen: viele Pros und viele Cons, und - die bleierne Kanzlerin setztsich mit den treuen Flankenschützern durch, egal, ob fast die Hälfte der CDU-ler lieber den erfolgreichen Banker als die weniger erfolgreiche ehemalige Saarlandverweserin an der Spitze der CDU gehabt hätten.
Wette, den meisten unter uns sind die beiden Protagonisten herzlich egal. Aber nun geht mir nach all den Jahren die Große Nägelkauende gehörig auf den Keks - geistig, akustisch, optisch. Wenigstens eine neue Dekoration in das deutsche Shop window! Es ist ja schließlich bald Weihnachten!

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sober 19.12.2018, 16:30
56. Tragischer Antiheld

Dass Merz sich alles zutraut ist keine Überraschung. Er hätte gut als Bundesminister in Schröders Macho-Regierung gepasst, aber er ist ja dafür in der falschen Partei. Heute ist zwar längst wieder seine Partei am Ruder, dafür aber die Zeit der breitbeinigen Machos vorbei. Es passt einfach nie, das ist die Tragik des Friedrich Merz. Er ist einfach ständig der richtige Mann am falschen Ort oder umgekehrt.

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shaboo 19.12.2018, 16:32
57. So schlecht, wie die ...

... aktuellen GroKo-Minister und -Ministerinnen derzeit kollektiv performen, gäbe es wohl nicht ein einziges Ministerium, in dem Herr Merz eine klare Verschlechterung darstellen würde. Im Übrigen könnte es - unabhängig davon, was man von der Politik, für die Merz steht, persönlich halten mag - strategisch durchaus vernünftig sein, dem Mann, den immerhin 48% der Parteitagsdelegierten gerne als Vorsitzenden gehabt hätten, in ein Ministeramt zu holen und damit auch stärker einzubinden, anstatt ihm dieses zu verweigern und damit eine eventuelle Spaltung zu befördern und vorhandene Fronten gegen AKK unnötig zu verhärten.

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IngoLars 19.12.2018, 16:33
58. alles nur Lippenbekenntnisse und reine Machtpolitik

Da sieht man es wieder. Erst wird Herr Merz dringend gebeten sich in und für die CDU zu engagieren.
Wenn er dann aber ein Ministeramt anstrebt, bekommt er dezent den Stuhl vor die Tür gesetzt. Die Fraktion Merkel/AKK wünscht eben keine Zusammenarbeit mit Personen, die den eigenen Machtanspruch gefährden. Man kann Herrn Merz nur den Austritt aus der CDU nahelegen. Bitte Gründen Sie eine neue konservative Partei!

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mostly_harmless 19.12.2018, 16:33
59.

Zitat von brit_haagna
@Fuscipes: „Da taucht der Merz aus jahrelanger Versenkung auf“. Ja und warum ist er in der Versenkung verschwunden? Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie Merkel damals alle, aber auch wirklich alle abgesägt hat, die ihre hätten gefährlich werden können. Merz war einer davon und schon damals ein Sympathieträger und das sicher nicht zu Unrecht!
Nette Legende. In Wahrheit hat Merkel allerdings - abgesehen von Merz - NIEMAND abgesägt. Und Merz hat dafür bezahlt, dass sein Konzept für die Wirtschaftspolitik fast noch zum Verlust der Wahlen für die Union führte. Und das zu einem Zeitpunkt, wo Schröder so unbeliebt war, wie keiner seiner Vorgänger:
Achja: Merz war noch NIE ein "Sympathieträger". Merz war immer und ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch heute ganz schlicht ein Lobbyist des radikalen Teils der Arbeitgeber.

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