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Machtkampf in der CDU: "Nerven blank"
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Es brodelt zwischen den Bewerbern um den CDU-Parteivorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz: Nun warnt der parteinahe Wirtschaftsrat, die Kandidaten könnten die Einheit der Union gefährden.

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dirkcoe 26.11.2018, 07:39
1. Ich habe den Eindruck

das alle drei Kandidaten durch ihre Auftritte bereite verbrannt sind für den Vorsitz der CDU - ganz zu Schweigen von einer möglichen Kanzlerkandidatur. Aber da waren doch auch noch andere Kandidaten? Warum vergessen wir jetzt nicht diese drei Büttenredner - und schauen uns die anderen Kandidaten an?

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claus7447 26.11.2018, 07:43
2. So anstrengend ist Demokratie

Was lächelten CDU Mitglieder früher über interne wahlkämpfe und Abstimmungen bei den Grünen. Was wird über die aktuelle SPD gelästert. Jetzt merkt die CDU wie anstrengend es sein kann wenn Basis Demokratie umgesetzt wird.

Ungewohntes Terrain. Ob der/die bessere siegt wird sich noch herausstellen, das altersspektrum der Partei ist entscheidend.

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fatherted98 26.11.2018, 07:43
3. Einheit der Union?

....es gilt eine Wahl zu treffen...da müssen sich die Kandidaten schon mal unterscheiden.....und Kontroversen sollten die Demokratie anregen und nicht gefährden. Wenn die Union noch nicht mal so mäßig unterschiedliche Meinungen aushalten kann....sollten sie sich halt einen König/in auf Lebenszeit wählen....dann hat es sich mit den lästigen Wahlen.

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s.l.bln 26.11.2018, 07:44
4. Sieh an

Der Wirtschaftsrat(!) sorgt sich also um die Chancen seines Berwerbers Merz und beklagt, daß man den absichtlich falsch verstehen wolle.
Vielleicht hätten sie ihren Wunschkanzler instruieren sollen, daß er bis zur nächsten Wahl unablässig weiter Kreide nascht. Das hatte ja anfangs ganz gut funktioniert.
Jetzt ist er blöderweise in seinen alten Talkshowmodus verfallen und redet sich um Kopf und Kragen.
Fragt sich, wessen Nerven hier blank liegen.
Die von AKK, wie behauptet, eher nicht, denn sie ist im Aufwind und kann gelassen auf den nächsten Fettnapf warten, den Merz sich sucht.

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unaufgeregter 26.11.2018, 07:45
5. Dampf im Kessel

Es brodelt doch schon viel länger in der CDU. Ein großes Thema ist die Flüchtlingspolitik. Der sog. Bewerberstreit ist nur noch die Show, die das Fass zum Überlaufen bringt. Eine Einheit gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Die Gräben werden immer tiefer. Über wirklich wichtige Themen nicht offen zu diskutieren und Leute mit abweichenden Meinungen mundtot zu machen, ist keine Lösung.

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meinungsforscher 26.11.2018, 08:17
6. klar

Der linken Fraktion würde ein Merz als CDU Vorsitzender gut gefallen, da lässt es sich schön polarisieren... Nun wird AKK wird "klein" geschrieben... Zu durchsichtig!

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priemer 26.11.2018, 08:22
7. Demokratie ...

ist manchmal halt schwierig auszuhalten. Frei nach Winston Churchill: Demokratie ist eine schlechte Herrschaftsform, sie ist nur wesentlich besser, als alle anderen die wir kennen. Zu akzeptieren, dass Vernunft aus dem Widerstreit von Argumenten entsteht, fällt dem Vertreter des CDU-Wirtschaftsflügels offenbar schwer, aber wäre es besser, wenn man Widerspruch unausgesprochen ließe? Nein, die CDU zeigt uns gerade ein Lehrstück demokratischer Selbsterneuerung zum Nutzen unserer gesamten Gesellschaft.

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mantrid 26.11.2018, 08:36
8. Wegweisende Wahl

Es geht um die künftige Ausrichtung der CDU und natürlich wird dabei heftig gestritten. Kramp-Karrenbauer steht für einen eher gemäßigten Kurs à la Merkel, Merz ist ganz klar ein Konservativer und würde versuchen die CDU dort deutlich stärker zu repräsentieren. Linker und rechter Flügel der CDU versuchen ihre Position durchzusetzen. Es geht um die Grundsatzentscheidung über die Ausrichtung der CDU für die nächsten Jahre. Wenn bei einem solchen demokratischen Prozess tatsächlich Nerven blank liegen würden, wäre das ein geistiges Armutszeugnis.

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lschulz 26.11.2018, 08:38
9.

Der CDU Wirtschaftsrat und andere Kommentatoren kritisieren die sich verschärfende Diskussion zwischen den Kandidaten zum CDU Vorsitz. Und versuchen zu suggerieren das die Nerven "blank" liegen würden, bei Frau Kramp-Karrenbauer. Mitnichten! Gerade AKK verhält sich in der bisherigen Diskussion souverän. Und was soll die Unkerei des CDU Wirtschaftsrates? Bei den Präsentationen der Kandidaten erwartet man doch dass Unterschiede herausgearbeitet werden um zu erkennen, wer bessere oder einleuchtendere Argumente hat, die sie oder ihn für das Parteiamt qualifizieren.

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