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Machtkampf in der Linkspartei: Wagenknecht greift Parteichefs an
AFP

"Kleinkrieg", "Intrigen", "Mobbing": Sahra Wagenknecht erhebt in einem Brief an die neue Bundestagsfraktion der Linken schwere Vorwürfe gegen die Parteivorsitzenden.

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sso 17.10.2017, 14:13
30.

Zitat von StefanXX
Und wie peinlich es wird wenn Linke die Geschicke eines Landes lenken, hat man in 40 Jahren DDR ja gesehen. Diesen Teil Deutschlands in nur 40 Jahren so herunterzuwirtschaften, dass die Bevölkerung selbst heute noch darunter leidet muss man erst mal schaffen.
Ein leider stereotype Darstellung, welche hier gar nicht hingehört und leider auch nicht wirklich im Jahr 28 nach der Wiedervereinigung strukturelle und wirtschaftliche Probleme der jüngeren Bundesländer erklärt. Vermutlich haben die 2 Jahre von 1990 - 1992 genausoviel dazu beigetragen wie die 40 davor.
Wenn sich das Pateivorsitzduo auf der Klausurtagung dahingehend durchsetzt, was z.T. an Öffentlichkeit gelangte - dann gute Nacht.

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berlin1136 17.10.2017, 14:17
31. Meinung als Ossi

Ich würde es begrüßen, wenn Barsch und Wagenknecht mehr Einfluss auf die Politik der LINKEN haben würden und bekommen könnten. Betonköpfe wie Rixinger und Kipping nein Danke.aus Abstellgleis bitte.

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avers 17.10.2017, 14:20
32.

Zitat von StefanXX
Und wie peinlich es wird wenn Linke die Geschicke eines Landes lenken, hat man in 40 Jahren DDR ja gesehen. Diesen Teil Deutschlands in nur 40 Jahren so herunterzuwirtschaften, dass die Bevölkerung selbst heute noch darunter leidet muss man erst mal schaffen.
Sie haben ja eine unglaubliche Gabe geschichtliche Prozesse auf das Profane herunterzubrechen. Da das aber über die letzten 27 Jahre schon so oft ähnlich versucht wurde, kann ich heute schon herzhaft darüber lachen. Danke dafür. Allerdings müssen Sie sich beeilen umzuargumentieren. In spätestens 13 Jahren glaubt kein Mensch mehr an die Schuld der DDR, wenn es immer noch nicht läuft.

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mac4me 17.10.2017, 14:21
33. Parteien mit einer entschiedenen Agenda...

...neigen immer zur Radikalisierung. Das war bei den Grünen so, bei der AfD und ist jetzt bei der Linken so. Radikale Stimmen werden einfach vor allem medial besser wahrgenommen. Dabei dürften gerade Lafontaine und Wagenknecht die außerhalb der Linken am weitesten gesellschaftlich angenommenen Politiker dieser Partei sein, so wie es Petry bei der AfD war.

Dabei hat Wagenknecht mit ihrer vorsichtigen Kritik an der Flüchtlingspolitik die Linke genau an ihrer Achillesferse verwundet: der Unterstützung der unzureichenden Migrationspolitik der Kanzlerin. Die Rache der linientreuen Gegenspieler erfolgt auf dem Fuße. So werden moderate, realistische Kräfte aus den Parteien gedrängt, ich selbst habe es bei den Grünen erlebt (ich war vorher beim Bündnis 90).

Ich kann nur hoffen, dass Sahra Wagenknecht bleibt. Es wäre ein nicht zu tilgender Verlust für die Linke auf dem Weg zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz außerhalb der eigenen Klientel.

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albertwilhelm-s 17.10.2017, 14:26
34.

Die Damen und Herren sollten Frau Wagenknecht unterstützen,statt zu mobben.Es ist die EINZIGE PARTEIANGEHÖRIGE,die keinen Stuss redet.Danach folgt Bartsch,der-bis auf dumme Ideen zur Zuwanderung-durchaus vernünftige Ansichten hat.

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touri 17.10.2017, 14:30
35.

Zitat von herbert.huber
Wagenknecht sollte ihre Rolle als beste Wahlkampfhelferin der CDU endlich mal überdenken. Sie bekämpft doch in jedem Redebeitrag, ob in den Talkshows oder im Bundestag eine gemeinsame Linke und unterstützt damit Merkel. Das mag ja für die Auflage ihrer Bücher gut sein, einem sozialeren Deutschland schadet sie nachhaltig. Wann kapiert die Dame das endlich, dumm ist sie ja nicht.
Sie meinen weil Frau Wagenknecht, im Gegesantz zu vielen anderen Linken, es verstanden hat, dass ein Sozialstaat nur finanzierbar bleibt, wenn genügend Leute einbezahlen und nicht wenn man hundertausende Armutsmigranten dauerhaft ins Land holt, die dies wohl in der Masse nie tun werden?

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mwroer 17.10.2017, 14:41
36.

Zitat von Zäsus
...auch die Linken Genossen gerne an den Pranger stellt: Diese Partei ist die einzige, die dem Wirtschafts-Filz im Regierungs-Apparat beikommen kann. Wannimmer eine peinliche Antwort aus dem Bundestag kommt - "...geht auf eine Anfrage der Linken zurück."
Ja der Filz ...

"Zudem sei demnach "bei Redebeiträgen im Plenum des Deutschen Bundestages durch Fraktionsmitglieder (...) grundsätzlich die Mehrheitsauffassung der Fraktion vorzutragen"."

Sieht so aus als ob Fraktionszwang und Schnauze-halten da jetzt auch angekommen sind. Bekämpft wird nur der Filz der anderen - intern arbeiten Sie dran Partei und Fraktionsvorsitz in eine Hand zu bekommen und die Mitglieder der Fraktion haben zu sagen was man will.

Von wegen dem eigenen Gewissen verpflichtet ... war das nicht so das 'Alleinstellungsmerkmal' der Linken? Freie Meinungsäußerunge, die Gedanken sind frei und so ... regt man sich nur auf wenn Kauder bei der Union das macht aber selber führt man es durch die Hintertür ein.

Bin ich froh dass ihr die Guten seit :)

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ohnesorge 17.10.2017, 14:42
37. Das läuft doch nicht nur bei rechts oder links so...

Zitat von butzibart13
Die Parteien, besonders die extremen wie Die Linke oder die AfD scheinen sich an ihren Spitzen zu zerlegen. Dieses Phänomen gab es auch schon früher, ......
Natürlich gibt es diese Uneinigkeit in allen Parteien, nur wird anders damit umgegangen: Bei der CDU fliegt man raus, bzw. hat keine Chance auf irgendeinen Posten mehr, und deshalb schweigt mancher lieber oder geht. Daher sind im Moment auch hauptsächlich Abnicker in den höheren Positionen. Die Grünen haben die Devise ausgegeben "Still halten, wir wollen mitregieren" und versuchen alle parteiinternen Unterschiede unter dem Teppich zu halten, aber auch das wird nicht gut gehen. Denn unterschiedliche Meinungen gibt es immer.

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spontanistin 17.10.2017, 14:49
38. Geübt in Säuberungen!

Sollten diese Machtspielchen stimmen, kann die Ex–SED ja auf bewährte Instrumente der Säuberung zurück greifen. Und sollte sich die SPD von ihrem antiquierten rechts–links Denken lösen und modernisieren können, wäre Wagenknecht dort eh besser beheimatet. Die Linken–Nostalgiker können dann ja in der PDS vermodern.

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Morpheus Nudge 17.10.2017, 14:52
39.

Da m.E. nur noch die Linke bürgerfreundliche Politik will, wäre es schrecklich, wenn diese letzte Bastion an lächerlichen Befindlichkeiten prozentmäßig zugrunde geht.

Steht zu und hinter Wagenknecht und linke Politik in Deutschland bleibt nennenswert.

Macht weiter so und linke Politik endet, denn uns Menschen interessieren nicht Eure Befindlichkeiten und Ideologien, sondern (zur Not auch pragmatische) bürgerfreundliche Politik.

"Bürger", versteht Ihr? Das sind die Menschen, die Euch wählen und für die Ihr Politik machen sollt. Erinnert Ihr Euch?

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