Forum: Politik
Machtkampf in der Ukraine: Janukowitsch zeigt erstmals Nerven
REUTERS

Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.

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bertholdalfredrosswag 26.01.2014, 00:35
1. Machtkampf in der Ukraine

Klitschko und seine Genossen sollten sich auf nichts anderes einlassen als dass Neuwahlen Stattfinden müssen. Der Kampf dreht sich um Demokratie in der das Volk eine Stimme hat oder Diktatur in der Willkür entscheidet. Janukowitsch muss gesagt werden, dass seine Regierung so keine Zukunft haben kann da es ausschließlich um eine neue demokratische Regierungsform gehen muss. Und darüber muss das Volk entscheiden können. In dieser Auseinandersetzung muss die EU mit legalen Mitteln ihre Unterstützung geben. Die Ära der Diktaturen muss überwunden und beendigt werden. Selbst würde ich Russland in Aussicht stellen Partner der EU sein zu können, noch vor der Türkei. Es wäre ein positive Entwicklung für die Menschheit.

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kampfbuckler 26.01.2014, 01:05
2. Lukaschenko ist der Nächste- sehr bald

der Präsident von Weißrußland(Belarus)der schlimmste antidemokratische Machthaber in Europa und Putin muss wohl die olympischen Spiele absagen ,da er jeden einzelnen Polizisten und seine Spezialeinheiten braucht, um die nach Osten fortschreitende demokratische Infektion unter Kontrolle zu halten.

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das_nordlicht 26.01.2014, 01:07
3. Klitschko ..,

Zitat von sysop
Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
dieser vaterlandslose Geselle, ist echt 'ne Lachnummer. Es waren wohl nicht viele. Aber der eine oder andere Wirkungstreffer scheint doch nicht ganz so folgenlos gewesen zu sein.

Genauso wie er nun gerade vom Westen gepuscht wird, wird dieser ihn fallen lassen, wenn's gerade opportun erscheint. Klitschko ist vielleicht populär, was der Westen jetzt im Moment für sich zu nutzen weiss. Aber dass er nicht bemerkt, dass er und seine Popularität"?" auch nur wieder nur benutzt wird ... . Wirklich traurig.

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SokratesII 26.01.2014, 01:39
4. Die Rede der brasilianischen Präsidentin in Davos

Im folgenden möchte ich in diesem Forum die persönlichen Eindrücke bezüglich der wirklichen Verhältnisse in meinem Heimatland Brasilien schildern.
An erster Stelle aller Probleme steht eine korrupte politische Oligarchie, die sich vor allem durch Nepotismus auszeichnet,und es in den letzten 10 Jahren geschafft hat, die Korruption im Lande zu demokratisieren. Die Skandale sind vielzählig und jedem politisch Interessierten in Brasilien hinreichend bekannt. Eine unüberschaubare Bürokratie und ein Steuer und Abgabensystem, dass kaum Fachleute durchschauen, ermöglicht es jedem Amtsträger nach belieben das Recht zu seinem Vorteil zu beugen. Aufgrund einer völlig versagenden Justiz ist es aber kaum möglich, die Täter strafrechtlich zu belangen, zumal auch der politische Wille dazu fehlt. Es gilt das Motto, dass keine Krähe der anderen ein Auge aushakt.
Ein weiteres Manko neben der fehlenden Rechtssicherheit, ist das sehr schlechte Bildungssystem in Brasilien. International wird es höchstens noch von einigen afrikanischen Staaten unterboten. Gute Privatschulen sind teuer und nur der oberen Einkommensschicht zugänglich. Kaum ein Brasilianer beherrscht z.B. wirklich eine Fremdsprache und trotz der Beteuerung aller politischen Lager, dass ihnen Bildung am Herzen liegt, wird in Wirklichkeit alles unternommen, dass jede Verbesserung im Keim erstickt wird. Lehrer gehören zu der schlecht bezahltesten Gruppe im Lande und auf Schulausrüstung werden über 40% an Steuern fällig.
Öffentliche Ausschreibungen werden in schöner Regelmässigkeit überpreist. So kostet die kommende Fussball WM das 5fache als die WM in Deutschland. Dabei ist zu bemerken, dass der Lohn eines brasilianischen Arbeiters nur ca. 10% des deutschen Einkommens beträgt. Trotzdem kostet das Stadion in Manaus (40.000 Plätze) ca. den doppelten Betrag als die Allianz Arena in München. Unabhängig davon, dass kaum eine Ausrichterstadt über eine nach internationalen Standard wirklich gute Infrastruktur verfügt, haben die Stadien auch bei weitem nicht den Standard, denn man in der restlichen Welt gewöhnt ist.
Ein weiteres sehr gravierendes Problem ist die Sicherheitslage im Lande. Die Kriminalität ist extrem angestiegen und hat in ihrer Brutalität noch keinen zeitlichen Vergleichsrahmen gesehen. In Brasilien kommen jährlich durch Gewaltverbrechen mehr Menschen ums Leben als an den Kriegsschauplätzen in Syrien, Afghanistan und Irak zusammen. Die Liste der Probleme könnte noch beliebig ausgedehnt und vertieft werden, was aber wohl den Rahmen dieses Forums sprengen würde. Solange es in diesem Land zu keinen politischen Umbruch kommt, der durch Ethik und Moral und nicht von Eigennutz und familiären Interessen geprägt ist, wird es in diesem Land keinen wirklichen Fortschritt geben. Die idiologische Prägung der momentanen Präsidentin, die sich erst kürzlich bei einem Werbespot ihres Koalitionspartners der PCdoB (Kommunistischen Partei Brasiliens ) als Gastrednerin unter den Gemälden von Karl Marx und Lenin feiern lies und deren direkter Weg nach Davos nach Havanna in Cuba führt, lässt wohl kaum eine Besserung erwarten.

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SysLevel 26.01.2014, 01:49
5.

Zitat von sysop
Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
Zitat: "Damit ist nicht völlig klar, ob er sich wie Klitschko der harten Ablehnung der Offerte verweigert"
..
Der Satz ist missverständlich, da er zu viele Negationen enthält.

Klitschko hat sich eben _nicht_ "der harten Ablehnung der Offerte verweigert", sondern entweder die Offerte abgelehnt, oder alternativ der Offerte seine Zustimmung verweigert.

Aufgrund der bei den letzten Wahlen durch die Opposition erzielten mickrigen "Marktanteile" ist die (vergiftete) Offerte für die bei regulären Wahlen chancenlosen Oppositionellen durchaus verlockend.

Insofern wirkt das Gift bereits. Eine Auflösung der Opposition ist nun durchaus möglich.

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braveman 26.01.2014, 01:53
6. Es ist zu hoffen

dass Vitali Klitschko diese Auseinandersetzung mit der Mörderbande Janukowitschs überlebt und Präsident wird. Er ist fähig sowohl mit Russland als auch mit der Eu zu verhandeln. Und er wäre der Mann, der die Ukraine zu einem Wohlstand führt, wie sie ihn noch nie erlebt hat!

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MatthiasSchweiz 26.01.2014, 02:59
7.

Zitat von sysop
Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
Janukowitsch hat jetzt schon genug gute Angebote an die Opposition gemacht, wenn sie sie jetzt nicht annimmt, zeigt sie nur, dass sie gar nicht an einer friedlichen Lösung interessiert ist, und es ihr gar nicht um die Ukraine geht, sondern nur um sie selber. Sie sollte das Angebot annehmen, und dafür sorgen, dass die Swoboda und ihre radikalen Anhänger zurückgebunden werden (wenn die nicht schon überhaupt heimlich die Führung in der Opposition haben), bevor es noch mehr Tote gibt. Aber dann ist ja sicher wieder der böse Janukowitsch an allem schuld. Klitschko, steh endlich zu Deiner Verantwortung und zeige auch, dass Du Selbstkritik üben kannst und nicht alles auf andere abschiebst!

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mail-sms 26.01.2014, 04:29
8. Der Druck aus Europa

muss wohl geholfen haben. Durchhalten. Klitschko mit Konrad-Adenauer-Stiftung im Rücken ist mit Abstand das beste was Ukraine geschehen kann.
Ich weiss nicht woher diese vorherrschende Anti Klitschko Haltung in den Kommentaren kommt. Der Mann hat sich schon in Deutschland für Wohlstand und soziale Ausgeglichenheit eingesetzt. Er ist ein fähiger Ökonom und braucht sich nicht auf kosten der anderen zu bereichern, da er schon Vermögend ist. Viel Erfolg.

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washington.mayfair 26.01.2014, 04:58
9.

Zitat von sysop
Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
Klar, Opposition ist ja immer leichter als Verantwortung zu übernehmen. Also geht es nicht darum an verantwortlicher Stelle etwas zu verändern, sondern eine gewählte Regierung zu "eigenen" Konditionen zu stürzen. Sehr rechtsstaatlich und sehr demokratisch. Ironie aus.
Mir gefällt das nicht. Bin gespannt, ob ihr das freigebt, liebe SPON.

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