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Machtkampf in der Ukraine: Janukowitsch zeigt erstmals Nerven
REUTERS

Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.

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galeano 26.01.2014, 06:00
10. Die Unheilbarkeit des EU-Krisenkapitalismus muß erst erlitten werden....

Es dürfte dem Westkapitalistischen Rambo Klitschko mit finanzieller Unterstützung der neoliberalen westlichen Geldgeber und Machteliten wohl bald gelingen, die Osterweiterung der EU und also der Nato in der Ukraine zu vollenden. Die wachsende Kapitalismuskrise bereitet diesem Imperialismus und vermutlich Faschismus(schon jetzt die faschistische Organisation Svoboda,die die Nazis feiert und Verbündete des Politrambos Klitschko ist) den Weg( siehe 1929 ff. . Der immer mehr zu Staatsterrorismus greífende Janukowitsch hat gegen die finanzielle und goebbelspropagandistische Wohlstandsmärchen verbreitende Westprogaganda des Millionärs K. bei der so verblendeten ukrainischen Mehrheit keine Chance. Diese Mehrheit muß wohl erst die faktische Unheilbarkeit auch des Westkapitalismus, nicht nur des russischen, und womöglich, des "modernen" Faschismus , in den diese gesamte "Osterweiterung" im finalen Kaputtalismus münden wird, in Verelendung und noch einem noch viel schlimmeren Staatsterrorismus als dem des Janukowitsch handfest und bitter erleben : Erst dann ist sie vielleicht offen für einen wirklich menschlichen und modernen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Für kapitalismus-krisenanalytisch Interessierte empfehle fürs erste ich ad hoc die Texte in E x i t -online-Krise der Warengesellschaft- von
Claus Peter Ortlieb: "Gegen die Wand" und "Ende des Spiels".

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spiegelneuronen 26.01.2014, 06:27
11. rätselhaft

Zitat von sysop
Mit dem Angebot von Regierungsposten hat Präsident Janukowitsch versucht, die fragile Koalition um Vitali Klitschko zu spalten. Der Ex-Boxweltmeister lehnte zwar umgehend ab, er sieht sich und seine Anhänger gestärkt. Die Opposition aber steht vor einer schwierigen Bewährungsprobe.
Wenn der Autor dieses Artikels schreibt: "...Ziemlich überraschend bot Präsident Viktor Janukowitsch bei einem Treffen den drei Führern der Opposition die Übernahme der wichtigsten Regierungsposten an, ...", dann ist dies unzutreffend. Diese Angebote gingen, laut allen bekannten Meldungen, an Jazenjuk, den Fraktionsführer der Timoschenko-Partei und an Klitschko mit seiner UDAR. Es ist nicht bekannt, dass irgendein Angebot an Tjangnibok mit seiner rechtsextremen Svoboda-Partei ergangen sei. Wieso im Artikel von Angeboten an die "drei" Führer der Opposition geschrieben wird, bleibt ein Mysterium.

Jazenjuk möchte Timoschenko freipressen und seine EU- und USA-Kontakte, wie zu Timoschenkos Zeiten, nutzen können.

Klitschko möchte als Gallionsfigur der EU und der USA das Präsidentenamt einnehmen. Leider verfügt er durch sein Deutschland und USA-Exil über keinen echten Rückhalt in der ukrainischen Bevölkerung. Das belegte schon sein Kommunalwahlergebnis.

Tjangnibok scheint seinen extremistischen Einfluß beim Weg an die Futtertröge der Macht mehren zu wollen.

Die Darstellung des Autors: "...Auslöser war die Weigerung des Präsidenten, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen. Stattdessen hatte er die Nähe Moskaus gesucht. ..." geht etwas sehr eilig über die Umstände hinweg, dass Janukowitsch im Vorfeld des Assozierungsabkommens um Kredit bei der EU und auch bei der Russischen Förderation ersuchte.
Die EU forderte allerdings die Freilassung der verurteilten Straftäterin Timoschenko und wollte selbst dann nur einen geringeren Betrag gewähren.
Dies forderte Russland nicht und gab den Kredit. Deshalb erfolgte die "Annäherung" an Russland.
Unabhängig davon existiert seit dem 31. Mai 1997 ein Grundlagenvertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen der Russländischen Förderation und der Ukraine.

Warum sollte die Bevölkerung der Ukraine ernsthaft glauben, dass sie durch Wahlen eine legitim gewählte Enttäuschung Janukowitsch, durch eine ins Amt geputschte oppositionelle Enttäuschung, ersetzen muss? Fehlt nur noch, dass die Bundeskanzlerin oder Barroso bzw. Ashton eine Rede an die Ukrainer halten und dann von „blühenden Landschaften“ in der Westukraine reden.

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Jay77 26.01.2014, 07:59
12. Kenner der Ukraine

"Kenner der Ukraine" finde ich besonders gut. Muß man anonym bleiben, wenn man die Ukraine kennt? Sorry, aber die einseitige, manipulative Berichterstattung von SPON über den Konflikt in der Ukraine sehe ich als journalistische Bankrotterklärung gegenüber jeder neutralen Berichterstattung. Pro-westlich ist gut, das sind Helden. Janukowitsch böse, Gegner. Das alles hochtrabend verpackt kann die Maske das Gesicht dieser Haltung nur unzureichend verbergen. Das ist Bild-Zeitungsniveau, nur seriöser verpackt und mit mehr Text. Ich habe keine Lust zu nörgeln, aber ich verfolge das seit Tagen und frage mich, ob SPON tatsächlich unreflektiert in Schwarz-Weiß-Berichterstattung verfolgt, oder ob da Kalkül hinter dem Herbeischreiben einer EU-Osterweiterung ist? KEINERLEI, ICH WIEDERHOLE, KEINERLEI RESPEKT vor der demokratischen Wahl des Volkes der Ukrainer. Das ist gefährlich, liebe Leute! und bringt mich langsam aber sicher dazu, mich anderweitig zu informieren.

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RalfHenrichs 26.01.2014, 08:25
13. optional

Es war ja klar, dass die Opposition das vergiftete Angebot ablehnt. Ich bin mal gespannt, was jetzt passiert. Denn offensichtlich ist Janukowitsch Klitschko immer einen Schritt voraus. Mit der Ablehnung wird er also schon gerechnet haben.
Klitschko hat ja auch nicht das Heft des Handelns in der Hand. Was soll die Opposition denn auch tun? Weiter dumm auf dem Maidan herumstehen? Generalstreik funktioniert jedenfalls offensichtlich nicht. Klitschko hat schon mehrmals dazu aufgerufen, aber die Arbeiter machen offensichtlich dabei nicht mit.

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spikes 26.01.2014, 08:30
14. Klitschko und seine Opposition

Die UDAR, die Partei von Vitali Klitschko, wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) finanziell und logistisch unterstützt, die wiederum zu über 90 Prozent vom deutschen Staat finanziert wird. Die KAS hat unter Anderem als Aufgabe die "europäischen Einigung" zu fördern. Das heisst, diese Proteste der "Opposition" in der Ukraine werden vom deutschen Steuerzahler finanziert, damit die Ukraine in die EU einverleibt werden kann.

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Medienkenner 26.01.2014, 08:37
15. optional

"Klitschkos Partner Jazenjuk gab sich offener: 'Wir sind bereit, die Verantwortung zu übernehmen und die Ukraine in die Europäische Union zu führen', sagte er." Vielleicht sollten Jazunek und Klitschko erstmal das deutsche Volk fragen, ob die Ukraine in der EU überhaupt erwünscht ist. Und ob die deutsche Bevölkerung überhaupt die Fortsetzung der undemokratischen Pleite-EUdSSR will.

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joergeschnyder 26.01.2014, 08:42
16. Mitgliedschaft in einem kriminellen Verein abgelehnt

Es war doch klar, dass man Mitgliedschaft in einem kriminellen Verein namens "Regierung" ablehnt. Es werden die Leute erschossen, den Kameraleuten gezielt mit Gummikugeln in die Augen geschossen, nachts auf der Strasse Jugendliche gekapert und nackt im Wald gefoltert, Ärzte verhaftet und geschlagen, Demonstranten mit Wasser bei Frost übergossen, und man will, dass die Opposition da mitmacht? Niemals, die Kriminellen müssen weg! Und zwar für immer!

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Bloomberg 26.01.2014, 08:50
17. Das glaube ich, dass der West möchte Timoschenko mit ihren NATO-Pläne

Aus der Artikel: „Janukowitsch ... Stattdessen hatte er die Nähe Moskaus gesucht.“
Was völlig aus politische/außenpolitische Sicht selbstverständlich.
Russlands Rolle/Positionen in der Frage: Beziehungen zu Ukraine ist in eine falsche Bild gerückt wird, wenn gleichzeitig nicht erwähnt wird der nationale Sicherheit von Russland. Kann man nicht völlig ausblenden, was war nach und mit der Gorbatschow-Jelzin Ära mit Russland in diese Bereich. Durch der Auflösung der früheres SU ist Russland als Staat seine Position wie eine „Ende“ der bipolaren Weltordnung verloren , und musste in Frage nationale Sicherheit neue Rahmenbedingungen für sich zu schaffen m i t dem Gegebenheiten vom russische inländische Militär/Waffenindustrie.
Die engen Beziehungen zwischen der ukrainischen und russischen Verteidigungsindustrie zu verstehen, wichtig ist die Bedeutung einer klaren Bewusstsein, dass beide Länder Mitglieder der ehemaligen Sowjetunion waren.Wenn wir bedenken, dass in der Industrie wurde von der Verteidigungsindustrie alles überschrieben war, vor allem die Sowjet Volkswirtschaft, weil für die Bedürfnisse der „Supermacht„ musste diese zu dienen.
Die Sowjetunion war eine auf hohe Niveau hochintegrierte Bundesstaat, wo der Schutz von nationalen Sicherheit auf allen der 15 Republiken geplant war. (Z.B.: die strategische Atomwaffen waren in vier Mitgliedstaaten, Raketenabwehrsysteme in Lettland, Weißrussland, Ukraine, Aserbaidschan und Kasachstan, die Militärstützpunkte in allen Republiken gegeben. Die Armee wurde entwickelt, auf die 15 Republiken lebende 135 Millionen Arbeiter und mögliche Dienstpersonal und deren Leistungen.
Beim Zerfall der SU der Rüstungsindustrie hatte 750 Unternehmen wo 1,45 Millionen Menschen beschäftigte.Und Timoschenko kokettierte mit der NATO. Und es war selbstverständlich, dass der Russen gegen den ukrainischen NATO-Mitgliedschaft Besorgnisse hatten. Und in den Jahren 2007-2008 wann die Pläne mit der US -Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien in der Vordergrund sich rückten, natürlich haben die Russen stark reagierten. Putin nach 2000 bei Militär eine vertikale , zentrale Führungsstruktur etabliert. Wenn ich gut erinnere 2008/9 hat der Financial Times geschrieben, dass 30% der third of Russia's military procurements stammt aus Ukraine. Und natürlich hat Putin eine High-Power- Rhetorik genützt, und innerhalb zehn Jahren eine Erhöhung um 50 % in der heimischen Militärbeschaffungsverteidigungshaushalthaben versprochen, aber nicht mal der Reduzierung der Streitkräfte wegen den Gegenhalten der Generalstab um 365.000 und weitere 100.000 Menschen in der Zivilstand durchführen könnte bis 2008/9.
Putin könnte der Militär (der „Versicherung“ des nationale Sicherheit von Russland) zentralisieren, aber ohne umfassende Reform . Die Gründe dafür ? Da kann jede selbe die Schlüsse zu ziehen...
(Kleine Hilfe dazu: Putin will nicht die Petrodollar in der Rüstung/Aufrüstung stecken. Diese Geld hat eine innere Stabilität für den Staat gegeben. Er ist eine gute Diplomat. Eben. Und Staatsmann.)

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joergeschnyder 26.01.2014, 08:52
18. Kriminelle

Kein vernünftiger Mensch wird mit dieser kriminellen Vereinigung namens "Regierung" zusammenarbeiten!
Es wird gezielt auf Kameraleute geschossen, unbeteiligte Jugendliche nachts auf offentlichen Strassen aufgegriffen und geschlagen, gezielt aud die Ärzte mit "Rot-Kreuz" Markierung geschossen, Leute mit Wasser bei Frost übergossen, Blendgranaten mit Nägel "getaped" etc, etc. Und mit solchen Banditen soll man noch zusammenarbeiten? Niemals! Janukowitsch kommt vor Gericht, es ist sicher, wie Amen in der Kirche!

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spikes 26.01.2014, 09:08
19. Klitschko´s Opposition

Die UDAR, die Partei von Vitali Klitschko, wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) finanziell und logistisch unterstützt, die wiederum zu über 90 Prozent vom deutschen Staat finanziert wird. Die KAS hat unter Anderem als Aufgabe die "europäischen Einigung" zu fördern. Das heisst, diese Proteste der "Opposition" in der Ukraine werden vom deutschen Steuerzahler finanziert, damit die Ukraine in die EU einverleibt werden kann.

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