Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Guaidó geht aufs Ganze
Rafael Hernandez/ DPA

Auf die Generäle kommt es an - halten sie Venezuelas Präsident Maduro die Treue? Oder laufen sie zu Herausforderer Guaidó über? Läuft es schlecht, endet dessen "Operation Freiheit" in einem Blutbad.

Seite 1 von 6
World goes crazy 30.04.2019, 18:53
1. Schwarzmalerei

Im schlimmsten Fall Blutbad, im besten Fall "Revolution"? Vermutlich wird das ganze einfach verpuffen. Die Militärs stehen weiterhin zu Maduro, da sie eh diejenigen sind die die wirkliche Macht haben. "Operation Freiheit / Freedom" kommt mir übrigens sehr bekannt vor der Name... und Freiheit hat der nicht wirklich gebracht. Man kann auf einen Schei*haufen auch ein Schild mit "Schokocreme" stecken, aber am Ende bleibt es immer noch ein Schei*haufen. Hoffentlich bleibt es friedlich und es verläuft im Sande, nicht dass wir wieder in ein paar Jahren erfahren, dass die US ihre Finger drinnen hatten und ein paar arme Venezoelaner dafür sterben mussten...

Beitrag melden
egonv 30.04.2019, 18:54
2.

Wenn beide Seiten sich im Recht glauben und von ihrer Beliebtheit/Stärke überzeugt sind, wäre die logische Konsequenz Wahlen für das Präsidentenamt und das Parlament abzuhalten. Dies sollte unter internationaler Aufsicht erfolgen. Gemäßigte Politiker beider Lager sollten eine Übergangsregierung bilden.
Das wäre vernünftig. Ich verstehe diese ganze Sache mit dem Militär nicht. Das Militär ist dazu da ein Land und sein Volk zu schützen.

Beitrag melden
rolandjulius 30.04.2019, 18:57
3. Guaido ohne Chance

Sein Vorstoß ist bereits gescheitert. Hier gibt es nichts mehr zu
berichten. Die Frage ist nur, wie lange er noch frei herumläuft.

Beitrag melden
LeonLanis 30.04.2019, 18:59
4. Die Bilder

aus Caracas sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt weder Massendemonstrationen für Guaido noch nennenswerte Unterstützung durch das Militär. Zu deutlich ist in den letzten Wochen geworden, dass Venezuela unter Guaido zu einem US-Protektorat werden würde. Dafür gibt es aber in Venezuela keine Mehrheit.

Beitrag melden
gokahe 30.04.2019, 19:00
5. Ich wünsche mir?

Ich(hier Jens Glüsing) wünsche mir es mögen die Generale überlaufen, auf das ganz Südamerika eine trumpsche Demokratie nach Brasilien als das Vorbild. Ach Spieglein das Geld für Recherche scheint immer knapper zu werden. Dieser Beitrag konnte das hier https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/norwegen-fischer-finden-beluga-wal-mit-gopro-gurt-spionageverdacht-a-1265023.html (wenn auch nur ausgeschmückte Übernahme) nicht toppen aber die Richtung scheint eindeutig.

Beitrag melden
colonium 30.04.2019, 19:01
6.

Zur Einordnung wäre zunächst einmal hilfreich darauf zu verweisen, dass Guaidós "Vorbild" Lopez, bevor er angeblich zum Demokraten konvertierte, ein Verehrer des Klu Klux Clan war, auch gerne mal in seinen jüngeren Jahren in deren Montur posierte und bis vor 6 Jahren noch diverse rechtsextreme Gruppierungen in Venezuela unterstützte.

Der Autor hat zwei Szenarien beschrieben, wie dieser Konflikt ausgehen könnte. Aber ich halte ein drittes Szenario für eher wahrscheinlich. Guaidó, dessen Partei bei den letzten Parlamentswahlen lediglich 9% der Stimmen errang, verfügt, außer in interessierten Medien- und Politiker Zirkeln, in der Realität über weitaus weniger Rückhalt in der Bevölkerung als suggeriert. Deshalb ist seine wöchentliche Ankündigung Millionen zu mobilisieren in den letzten 3 Monaten regelmäßig verpufft. Ich vermute dies wird dieses Mal wieder so ablaufen und die einzige Hoffnung die er noch hat ist, dass die USA oder sein rechtsextremer Verbündeter, der brasilianische Präsident, doch noch eingreifen, wenn er die Lage mit der relativ kleinen Schar seiner Anhänger eskaliert.

In jedem Fall hat Guaidó heute klargemacht, dass er alles dafür tut, mit Billigung der USA, eine gewaltsame Eskalation zu provozieren. Ich hoffe das die Medien diesen Ursprungspunkt der Eskalation nicht übersehen, wenn sie in den nächsten Tagen über mögliche Verhaftungen oder Gewalt berichten

Beitrag melden
pnegi 30.04.2019, 19:04
7. Übel...

Übel, wie hier für Krieg getrommelt wird. Zitat: "Sollte es Guaidó nicht gelingen, die Mehrheit der Soldaten auf seine Seite zu ziehen und sich die Pattsituation verlängern, wächst der Druck auf die internationale Gemeinschaft, in der Venezuelakrise aktiv zu werden." Der Mainstream lässt alle Hüllen fallen. Und JA, es wird random guy Guaido nicht gelingen, auch nur 5% des Militärs auf seine Seite zu ziehen. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=Cg5ucvz4Ivg und auch hier: https://www.youtube.com/watch?v=b-sUUDUrkcs

Beitrag melden
spon_8165353 30.04.2019, 19:05
8. Jens Glüssing ist ja direkt vor Ort

Jens Glüsing ist ja direkt vor Ort um seine Eindrücke zu schildern.
Die Entfernung von Mexiko-Stadt nach Caracas entspricht etwa der Distanz zwischen Hamburg und Bagdad - ob da nicht einige Informationen auf der Strecke bleiben ? Das nennt man auch investigative Berichterstattung.

Beitrag melden
Ecki_HH 30.04.2019, 19:16
9. Typischer Glüsing - ahnungslos

Erst ist die Euphorie verflogen, dann könnte sie verfliegen, Glüsing eben. Selbst in D sind die Leute besser informiert, ohne SPON.
Auch will Glüsing eine Pattsituation erkannt haben. Das trifft das Kräfteverhältnis nicht annähernd. Guaidos letzte Zuckungen.
Der Brüller: „Es ist nicht klar, ob er seinen Vorstoß mit Washington abgesprochen hat.“
Jeder weiß, dass er das getan hat.
Glüsing ist ein Kandidat für den Valentin Orden!

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!