Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Guaidó und Maduro beordern ihre Anhänger auf die Straßen
AFP

Im Krisenstaat Venezuela haben Regierung und Opposition zu Massenkundgebungen aufgerufen - nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt. Es werden Zusammenstöße befürchtet.

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colonium 02.02.2019, 09:40
1. Linksnationalist?

4 x wird in dem Artikel die von den USA eingeführte Bezeichnung "Linksnationalist" für Maduro verwendet.

Wenn man sich der Sprachregelung der USA schon anschließen muß, dann wäre es aber zumindestens konsequent die US Regierung als "rechtsnationalistisch" im Artikel zu kennzeichnen, die Präsidenten von Guaidós Hauptunterstützerstaaten, Brasilien und Kolumbien, als "rechtsextrem" und nicht zuletzt weite Teile der venezolanischen Opposition, die Guaidó im Inn- und Ausland unterstützen als "rechtsradikal".

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harms 02.02.2019, 09:54
2. seltsam

Ob man den Maduro mag oder nicht: er ist immerhin rechtmäßig vom Volk gewählt.
Jetzt kommt da ein Guaido und erklärt sich zum "Interimspräsidenten". Das jener von den USA gepampert wird macht die Sache verdächtig.
Man stelle sich vor, irgendwer in Deutschland erklärt sich zum "Interims-Kanzler".....

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syracusa 02.02.2019, 10:21
3.

Zitat von harms
Ob man den Maduro mag oder nicht: er ist immerhin rechtmäßig vom Volk gewählt.
Nein, das ist er ganz und gar nicht. Bei der Wahl wurden willkürlich Kandidaten ausgeschlossen, so dass die Opposition schließlich diese undemokratische Wahl boykottierte. Und davon abgesehen ist ein Diktator auch dann kein legitimer Herrscher, wenn er in auf welche Weise auch immer durchgeführten Wahlen obsiegt.

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westin 02.02.2019, 10:46
4. Humanitäre Hilfe und keine Demos.

Juan Guaidó hat in den USA Ingenieurwesen studiert und ohne Praxis.
Das ist mit unseren qualifizierten Studium nicht zu verglechen,wo die Praxis parallel zum Studium erforderlich ist.
Wieso soll er in der Lage sein ein Land 3 x so gross als Deutschland zu regieren`?
Maduro braucht jetzt internationale humanitäre Hilfe,und keine Demos.

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denkogel 02.02.2019, 11:14
5.

Zitat von colonium
4 x wird in dem Artikel die von den USA eingeführte Bezeichnung "Linksnationalist" für Maduro verwendet. Wenn man sich der Sprachregelung der USA schon anschließen muß, dann wäre es aber zumindestens konsequent die US Regierung als "rechtsnationalistisch" im Artikel zu kennzeichnen, die Präsidenten von Guaidós Hauptunterstützerstaaten, Brasilien und Kolumbien, als "rechtsextrem" und nicht zuletzt weite Teile der venezolanischen Opposition, die Guaidó im Inn- und Ausland unterstützen als "rechtsradikal".
So ist es. Das Bemühen, Maduro in eine Ecke zu stellen und gleich doppelt und dreifach abzustempeln, ist dem Artikel deutlich anzumerken. Dabei ist auch das Etikett selbst fragwürdig, wenn auch nicht komplett verkehrt. Hier wird einmal mehr blindlings ein westlicher Maßstab aufgepropft. Die chavistische Ideologie, die ja auch Maduro dem Anspruch nach vertritt, fußt auf nationaler Souveränität, Einheit und Solidarität. Das muss dabei aus einer antiimperialistischen Perspektive heraus verstanden werden, in Bezug auf den Befreiungskampf gegen Fremdherrschaft und die Macht des internationalen Kapitals (so jedenfalls die ungefähre Konstruktion). Zudem gibt es gleichzeitig eine klar linksINTERnationalistische Orientierung. Davon abgesehen: Man hätte auch Guaidó ein Etikett verpassen können, zum Beispiel 'rechtspopulistisch'. Das trifft es nämlich ganz gut, zumal wenn man das lateinamerikanische Populismus-Verständnis im Hinterkopf hat. Unausgewogen ist der Artikel dann ferner auch hinsichtlich der Darstellung der Unterstützer. Es wird wieder das beliebte Spiel mit der Suggestion gespielt, dass der geschmähte "Diktator" national und international zunehmend isoliert sei, während der "demokratische Oppositionelle" größten Support genieße. Das trifft aber auch in diesem Fall schlichtweg nicht zu, sondern ist vielmehr Ausdruck einer interessegeleiteten Darstellung.

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pecaracas 02.02.2019, 11:14
6.

Zitat von westin
Juan Guaidó hat in den USA Ingenieurwesen studiert und ohne Praxis. Wieso soll er in der Lage sein ein Land 3 x so gross als Deutschland zu regieren`?
Maduro war Busfahrer und ausser "Linkssein" hat er auch keine Erfahrung. Nur in der Korruption hat er sich und seine Familie weiter gebildet. Auch Demokratie ist ihm fremd, schreiben sie also weiter so.

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mlp28 02.02.2019, 11:16
7.

1. Spiegel Redaktion: Guaido hat sich nicht selbst zu Interim-Präsident ernnannt. Lesen Sie bitte die Gerichtsverfassung Venezuelas (Art. 233 und 333).
2. Maduro und seine Kollegen wollen aber keine

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newera2100 02.02.2019, 11:19
8. @colonium: Diktatorapologet

Nein, Maduro ist ganz einfach ein korrupter Autokrat der sich auf Kosten des Volkes bereichert und kritische Landsleute vertreiben, einschüchtern, foltern oder gar liquidieren lässt. Der die venezolanische Wirtschaft in den Ruin getrieben hat und damit für das Hungern und Leiden des gemeinen Volkes verantwortlich ist. Da ist die Bezeichnung "Linksnationalist" noch viel zu beschönigend. Fragen Sie die einfachen Leute dort mal wen sie lieber als Präsidenten hätten, Ihren Despoten oder einen der von Ihnen als "rechtsradikal" bezeichneten rechtmäßig gewählten demokratischen Präsidenten!

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bs71166 02.02.2019, 11:45
9.

Es ist schon erstaunlich, mit wie viel Unwissenheit einige Leserkommentare verfasst werden. Das man in Venezuela nicht von Wahlen nach demokratischen Kriterien reden kann, müsste inzwischen bei jedem angekommen sein. Wer Bekannte oder Freunde in Venezuela hat, kann dies nur bestätigen. Ich halte täglich Kontakt zu meinen venezolanischen Freunden in Venezuela und auch hier in Spanien und glaube deshalb einigermaßen informiert zu sein. Die Zustände unter Maduro kann sich hier in unseren Ländern niemand vorstellen.

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