Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Jetzt oder nie
Miguel Gutierrez/EPA-EFE/REX

Mehr als hunderttausend Menschen drängten sich allein in Caracas: Im Kampf um die Macht in Venezuela mobilisierten Herrscher Maduro und sein Widersacher Guaidó am Samstag die Massen. Entscheidet sich ihr Machtkampf auf der Straße?

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LDaniel 02.02.2019, 23:39
1. Alles Gute

Man kann den Menschen dort nur alles Gute wünschen, um ihr Land aus dem Griff einer Diktatur wieder hin zu einer Demokratie zu führen.
Ich glaube daran und die Unterstützung der Demokratien dieser Welt ist den Menschen sicher, auch wenn die russische Propaganda aus allen Rohren feuert - schließlich hat Russland ein großes Interesse daran, dass die Diktatur unter Maduro bleibt. Leider versuchen die Trolle hier und in den sozialen Medien die Diskussion an sich zu reißen. Doch darauf sollte man nicht hereinfallen.

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garfield 02.02.2019, 23:57
2.

Was musste ich grinsen bei diesem Artikel. Ich behaupte jetzt mal, dass Maduro mindestens so viele Anhänger "zusammengekarrt" hat (das macht natürlich nur er, bei dem "das Hemd über dem mächtigen Bauch spannt" - echt Klasse, unser Mainstream-Journalismus), wie die in sich zerstrittene Opposition. Denn wäre es anders, würde der Jubel aus jeder Zeile tropfen.

Zitat von
Luisana Santamaría fürchtet, dass das Ringen um Demokratie in Venezuela noch länger dauern wird: "Eine Diktatur wird man nicht über Nacht los", sagt sie. "Wir brauchen dafür die Unterstützung aller Länder, selbst die der USA."
Ich glaube, nicht mal die Armen in ihren Vierteln sind so dumm, dass sie nicht all die zahlreichen Aktionen der Gringos zur "Unterstützung" in Latein- und Südamerika kennen und wie sie ausgingen. Es mag sicher viele Venezolaner geben, die Maduro nicht mehr wollen, aber noch weniger wollen sie vom Regen in die Traufe kommen.

Zitat von
Denn, so drückt es Luisana Santamaría aus: "Wenn wir Maduro jetzt nicht loswerden, dann schaffen wir es nie mehr".
Ich glaube, es war etwas dumm, dass die USA, die - inzwischen nachgewiesen - den Putsch mit Guiadó geplant und vorbereitet hatten, ihn schneller als "Präsidenten" anerkannt haben, als er selbst seine eigene Inthronisierungsrede beenden konnte.

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nickellodeon 03.02.2019, 00:08
3. Drei vereitelte

Putsche innerhalb 14 Jahren Reichen wohl nicht? Hunderttausend für Maduro, zweitausend für Guaido? Wow, was für eine überzeugende Opposition.
Und man würde sich wünschen, die Machthaber in einer europäischen Hauptstadt würden mit so viel Augenmaß auf Demonstranten reagieren.

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ezet 03.02.2019, 01:12
4. Ziemlich sicher jetzt

Nicht nur in Caracas! Habe von Freunden in Bocono (ein Städtchen in den Anden) Videos erhalten. Tausende ziehen Fahnen schwenkend und tanzend durch die Strassen und rufen "Befreiung". Manche zerreissen oder verbrennen Chavez-Bilder. Es sieht aus wie ein Karneval. Weit und breit keine Ordnungskräfte mehr zu sehen.
Die Pro-Maduro Manifestanten in Caracas rekrutieren sich aus Militär in Zivil und direkten Günstlingen aus der Partei der Kommunisten. Es sind nicht viele. Einige in den Medien verbreiteten Videos mit vollen Strassen von Maduro Befürwortern sind alte Aufnahmen aus alten Chavez-Zeiten.

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r.wassmann 03.02.2019, 01:38
5. Keine Einmischung in die Inneren Angelegenheiten anderer Länder

Deutschland und auch alle anderen Länder der Welt haben nicht das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten von anderen Ländern einzumischen. Die USA haben sich in den vergangenen 60 Jahren in so vielen Ländern, die meistens einen demokratisch gewählten Staatschef hatten (siehe Chile) eingemischt und meistens ein Chaos hinterlassen. Die Europäer sollten endlich damit aufhören, sich zum Handlanger der USA zu degradieren!

Reinhold Waßmann

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orge 03.02.2019, 02:21
6. Sehr einseitiger und tendenziöser Artikel.

Ich muss sich schon sehr über das Demokratieverständnis beim Spiegel und in Deutschland wundern. Maduro hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Was sich in Venezuela und in ganz Südamerika seit mindestens 2014 abspielt sind Umsturzversuche der USA. Argentinien, Braslien, Paraguay, überall wurden demokratisch gewählte sozialdemokratische Regierungen nach massiven wirtschaftlichen Druck und Propaganda in den gleichgeschalteten us-freundlichen Medien parlamentarisch geputscht um amerika- und wallstreetfreundliche Mitterechtsregierugen zu installieren. Denken sie mal darüber nach, warum sich die Amerikaner immer dann für das funktionieren der Demokratie in anderen Ländern interessieren, sobald diese selbstbestimmt über ihre Ölvorkommen verfügen möchten.

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mig68 03.02.2019, 02:32
7. Venezuelas Botschafter in Irak

bekennt sich auch zum neuen Interims-Präsidenten. Tag für Tag verliert die Regierung Funktionäre, die es sich nicht mehr weiter anschauen wollen, wie das Land in den Abgrund stürzt. Jeder venezolanische Funktionär hat Familie, die leidet, keine Nahrungsmittel, keine Medizin, noch nicht mal die kubanische, da sich die kubanischen "Ärzte" über Kolumbien in die USA absetzen. Das einzige was leider bleibt, sind kubanische Militärs. Unabhängigkeit? Kubanische, Russische und Chinesische Invasion seit Jahren...

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mig68 03.02.2019, 02:45
8. Keine Unterdrückung durch die Polizei

Im ganzen Land haben sich Staatspolizei und Nationalgarde von den Demonstrationen zurückgezogen und sich geweigert den Befehl zu unterdrücken auszuführen. Das Ende der Diktatur ist greifbar. Für die Ignoranten, das Land besteht auch aus anderen Städten als Caracas, u.a. Maracaibo, Valencia, Barquisimeto, Puerto La Cruz, Merida, San Cristobal, Barinas und weiteren kleineren Städten in denen insgesamt Millionen auf die Strasse gingen.

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thinking_about 03.02.2019, 03:05
9. Maduro ruft zu vorgezogenen Neuwahlen auf

DAS genau war doch von uns so gewünscht, denn sonst würde man Guaidó anerkennen.
Währenddessen rufen die USA das Militär Venezuelas auf, Guaido zu unterstützen. ( alles entnommen dem n-tv Laufband)

Dann wollen wir mal sehen, wie das ausgeht und ob das nicht noch in eine blutige Auseinandersetzung mündet. Was ist Plan B, sollte Maduro dennoch wiedergewählt werden?

SPON schrieb: Mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, haben dem bedrängten Linksnationalisten bis Sonntag Zeit gegeben, um Neuwahlen zur Präsidentschaft anzusetzen. Andernfalls wollen sie Guaidó als Interimsstaatschef anerkennen - so wie bereits die USA und die Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten.

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