Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Jetzt oder nie
Miguel Gutierrez/EPA-EFE/REX

Mehr als hunderttausend Menschen drängten sich allein in Caracas: Im Kampf um die Macht in Venezuela mobilisierten Herrscher Maduro und sein Widersacher Guaidó am Samstag die Massen. Entscheidet sich ihr Machtkampf auf der Straße?

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swandue 03.02.2019, 20:28
90.

Zitat von rainbow-warrior999
Das ist mir so auch aufgefallen. Erinnert mich an die Präsidentschaftswahl in Frankreich (Zweite Runde) . Ist zwar situationsmäßig nicht mit Venezuela vergleichbar, aber das "Wording" war ähnlich, am Beispiel Melenchon : Linksextremer , Europafeind , Autoritär , will aus der EU austreten , Europazerstörer, Utopist, kommunistischer Spinner etc. und Macron: Lichtgestalt, Hoffnungsträger , Sozialliberal (!) , Reformer, sieht blendend aus, überparteilich etc. Was daraus geworden ist, sehen wir heute...
Melenchon war nicht im Finale.

"Die französische Präsidentschaftswahl 2017 war die elfte Wahl des Staatspräsidenten der Fünften Französischen Republik. Der erste Wahlgang fand am 23. April 2017 statt; die entscheidende Stichwahl zwischen den Siegern des ersten Wahlgangs, Emmanuel Macron und Marine Le Pen, am 7. Mai 2017." (Wikipedia)

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eckawol 03.02.2019, 20:40
91. DIE LINKE meint absurderweise:

„Außenminister Heiko Maas muss bei seinen Gesprächen in Brüssel mit Vertretern der anderen europäischen Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrates eine vermittelnde Rolle zur Lösung des politischen Konflikts in Venezuela einnehmen, statt in Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Staatschefs wie Donald Trump, Jair Bolsonaro und Mauricio Macri nur weiter zu einer Eskalation beizutragen. Einseitige und völkerrechtswidrige Ultimaten einiger Mitgliedsstaaten der EU einschließlich Deutschlands haben in den vergangenen Tagen in unverantwortlicher Weise zu einer weiteren Zuspitzung beigetragen. Dies hat auch der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero beklagt“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Die Außenpolitikerin weiter:

„Die Bundesregierung ignoriert kritische Stimmen aus der venezolanischen Opposition, darunter von der sozialdemokratischen Partei Demokratische Aktion, gegen die Selbstproklamation des amtierenden Parlamentschefs Juan Guaidó zum Präsidenten der Republik, zumal er kein Mandat der Nationalversammlung hat.

Die Bundesregierung unterstützt mit Guaidó einen Politiker, der den Holocaust relativiert, indem er den angestrebten Regierungswechsel in Venezuela mit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gleichsetzt. Ich erwarte von der Bundesregierung eine klare Distanzierung von diesem beschämenden und zynischen Vergleich.“

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denkogel 03.02.2019, 21:20
92.

Zitat von eckawol
„Außenminister Heiko Maas muss bei seinen Gesprächen in Brüssel mit Vertretern der anderen europäischen Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrates eine vermittelnde Rolle zur Lösung des politischen Konflikts in Venezuela einnehmen, statt in Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Staatschefs wie Donald Trump, Jair Bolsonaro und Mauricio Macri nur weiter zu einer Eskalation beizutragen. Einseitige und völkerrechtswidrige Ultimaten einiger Mitgliedsstaaten der EU einschließlich Deutschlands haben in den vergangenen Tagen in unverantwortlicher Weise zu einer weiteren Zuspitzung beigetragen. Dies hat auch der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero beklagt“, sagt Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Die Außenpolitikerin weiter: „Die Bundesregierung ignoriert kritische Stimmen aus der venezolanischen Opposition, darunter von der sozialdemokratischen Partei Demokratische Aktion, gegen die Selbstproklamation des amtierenden Parlamentschefs Juan Guaidó zum Präsidenten der Republik, zumal er kein Mandat der Nationalversammlung hat. Die Bundesregierung unterstützt mit Guaidó einen Politiker, der den Holocaust relativiert, indem er den angestrebten Regierungswechsel in Venezuela mit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gleichsetzt. Ich erwarte von der Bundesregierung eine klare Distanzierung von diesem beschämenden und zynischen Vergleich.“
Das gehört eben zur politischen Rhetorik des Regime Changes. Luisa Ortega Díaz, ehemalige Chavista, die nun als Kronzeugin gegen Maduro gilt, hat diesen bereits mit Hitler verglichen (https://www.efe.com/efe/america/politica/luisa-ortega-diaz-denuncia-practicas-de-hitler-y-stalin-del-gobierno-venezolano/20000035-3351901). Siehe zu dieser Rhetorik auch Serbien, Libyen oder Syrien (den "Putler" gibt's freilich auch schon). Immer ging es um einen neuen Hitler und ein neues Auschwitz. Und da hat ja die Bundesregierung selber z. T. mitgemacht. Dabei denke ich eigentlich nicht, dass Guaidó sich das selbst ausgedacht hat. Das kommt vielleicht aus den Trainingsprogrammen von CANVAS/Otpor/Stratfor (https://consortiumnews.com/2019/01/29/the-making-of-juan-guaido-us-regime-change-laboratory-created-venezuelas-coup-leader/).Btw: Ich will nicht sagen, dass es sich jeweils um Chorknaben handelt(e). Es geht mir nur das politische Framing.

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hugahuga 03.02.2019, 21:54
93.

Yankee go home - sollte immer und überall gültig sein und auch durchgesetzt werden. Keine regime changes durch US Oligarchen, keine Unterwanderung durch US think tanks, keine US Waffen und Soldaten auf fremdem Boden.
SChön wär's - vielleicht erleben wir es noch.

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albatross507 04.02.2019, 01:22
94. Nicht verstanden

Zitat von thinking_about
"9. Maduro ruft zu vorgezogenen Neuwahlen auf DAS genau war doch von uns so gewünscht, denn sonst würde man Guaidó anerkennen. Währenddessen rufen die USA das Militär Venezuelas auf, Guaido zu unterstützen. "
Noch einer, der den Unterschied zwischen Präsidentschaftswahlen (die in 2018 gefälscht und boykottiert wurden) und Parlamentswahlen (an denen die Regierungspartei teilnahm, verlor, und sich dann die auf Zuruf ernannte constituyente ausgedacht hat) nicht verstanden hat. Sterben die Honecker-Fans denn nie aus?

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Oliver Sprenger de Montes 04.02.2019, 05:04
95.

Zitat von denkogel
Maduro: […] mächtiger Bauch
Ist ja auch obszön, so eine wogende Wampe, In Zeiten, wenn alle anderen schon keine Löcher mehr am Gürtel zum engerschnallen haben - so sie überhaupt noch einen besitzen.

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chris.ponte6422 04.02.2019, 08:13
96.

Zitat von Urban Spaceman
... wie viel Sympathie für einen Diktator manche hier zeigen. Hauptsache antikapitalistisch. Ob er Wahlen fälscht, das Volk hungert oder seine Mordbanden wüten, ist dann vollkommen unerheblich. Diese Apologeten ignorieren auch, dass Maduro und seine Entourage vollkommen korrupt und unfähig sind.
Es ist schon mehr als blosse Sympathie, was hier einige an den Tag legen. Es ist die hilflose Verteidigung einer immer und überall gescheiterten, menschenverachtenden Ideologie, der Ideologie willen. Wie Sie schon richtig sagten: "Hauptsache antikapitalistisch."

Dumm nur, dass keiner dieser Besserwisser bereit wäre, die Vorzüge eines "sozialistischen Paradieses" in einem der letzten verbliebenen Refugien vor Ort zu geniessen. Aus Kuba, Venezuela oder Nordkorea würden gerne so viele Menschen fliehen, dass die "Führerverehrer" sicherlich herzlich willkommen wären. Vom Schreibtisch im deutschen, kapitalistischen Wohlsfahrtsstaat aus den von Armut und Unterdrückung betroffenen Menschen vorschreiben zu wollen, was sie glücklich zu machen hat, ist einfach nur peinlich und unglaubwürdig.

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el_flo 04.02.2019, 08:24
97. Zu Nr. 64

Na, dass der Kapitalimus NICHT funktioniert, wird ja langsam offensichtlich. Ihnen hoffentlich auch irgendwann. Für 10% der Bevölkerung ist alles prima, aber für den Rest und vor allem für unseren Planeten ist dieses System eine Katastrophe!
Warum sind Staaten, die den Sozialismus aufbauen wollten, bisher auf kurz oder lang gescheitert? MMn wegen Verrat von innen und Sabotage von außen. Aber doch nicht, weil der Kapitalismus das überlegene System ist - machen Sie doch Ihre Augen auf!

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Armutsrentner2032 04.02.2019, 08:27
98. Diskreditierung im ...

...des Neoliberalismuses.
Es ist schon irgentwie peinlich mit ansehen zu dürfen, wie Sozialismus durch Neoliberalismus bekämpft werden.
Beide Systeme haben Vor und -Nachteile.
Es geht jedoch eher um Öl, als darum eines angebliches Monster zu stürzen....und eher im Namen der freien Marktwirtschaft als um Demokratie..dass müsste jedem klar sein, seitdem die USA Druck ausübt.
Und als Lakeien der USA macht die EU da mit, obwohl in Europa (Frankreich) selbst die Menschen auf die Straße gehen, und von der Staatsmacht Niedergeknüppelt werden.
Europa hat genug eigene probleme, die gelöst werden müssen.
Zitat: Herrscher Maduro und sein Widersacher Guaidó ... schon diese Rhetorik zeigt mir, dass wir wiedereinmal suggeriert bekommen sollen, dass es um Gut gegen Böse gehen soll, dabei geht es nicht um Gut gegen Böse, sondern um einen gewähleten Präsidenten und einem politischen Verlierer aus der Oppsosition, der ebenfalls sein Land auch nicht Retten wird.

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chris.ponte6422 04.02.2019, 09:08
99.

Zitat von el_flo
Na, dass der Kapitalimus NICHT funktioniert, wird ja langsam offensichtlich. Ihnen hoffentlich auch irgendwann. Für 10% der Bevölkerung ist alles prima, aber für den Rest und vor allem für unseren Planeten ist dieses System eine Katastrophe! Warum sind Staaten, die den Sozialismus aufbauen wollten, bisher auf kurz oder lang gescheitert? MMn wegen Verrat von innen und Sabotage von außen. Aber doch nicht, weil der Kapitalismus das überlegene System ist - machen Sie doch Ihre Augen auf!
Dass der Kapitalismus nicht das perfekte System ist, ist eine Binsenwahrheit. Die Alternative ist aber sicher nicht der von Ihnen propagierte und weltweit gescheiterte Sozialismus. Tatsache ist, dass die Menschen immer nur vom Sozialismus in den Kapitalismus geflohen sind und fliehen und nie umgekehrt.

Mir ist es jedenfalls lieber, wenn mein Nachbar ein tolleres Haus, Auto usw. hat als ich und ich die Möglichkeit habe, mir auch irgendwann etwas mehr leisten zu können. Wenn man dagegen meinen Nachbarn dazu verdammen würde, in der gleichen Bruchbude wie ich zu leben und die gleiche Schrottkutsche wie ich zu fahren, dann hätte ich davon rein gar nichts. Im Sozialismus ist die überwiegende Masse gleich arm, und nur die Parteieliten schwimmen im Geld der gleich Armen.

Diese Nivellierung von unten bringt keinem Normalbürger etwas und führt nur dazu, in die kapitalistischen Länder auswandern zu wollen, wo es Chancen gibt, freie Medien, wo ich die Regierung kritisieren kann, ohne Reppresalien befürchten zu müssen.

Es steht Ihnen frei, in eines der letzten Refugien des gescheiterten Sozialismus auszuwandern. Der Kapitalismus gewährt diese Freiheit. Ganz im Gegensatz zu sozialistischen Systemen. Warum wohl?

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