Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Jetzt oder nie
Miguel Gutierrez/EPA-EFE/REX

Mehr als hunderttausend Menschen drängten sich allein in Caracas: Im Kampf um die Macht in Venezuela mobilisierten Herrscher Maduro und sein Widersacher Guaidó am Samstag die Massen. Entscheidet sich ihr Machtkampf auf der Straße?

Seite 4 von 11
korrekturen 03.02.2019, 09:54
30.

Dass Europa Gaido unterstützt wundert mich sehr. Hat man keine Ahnung was in Venezuela los ist? Max Blumenthal und Dan Cohen erzählen mit Details in einem grossartgem Artikel, wer Gaido ist : The making of Juan Gaido. https://consortiumnews.com/2019/01/29/the-making-of-juan-guaido-us-regime-change-laboratory-created-venezuelas-coup-leader/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harronal 03.02.2019, 09:56
31. Nein

Zitat von orge
Ich muss sich schon sehr über das Demokratieverständnis beim Spiegel und in Deutschland wundern. Maduro hat die Präsidentschaftswahl gewonnen.
Maduro hat sich den Wahlsieg mit Lügen, Verhaftung von Oppositionellen und Drohungen erschlichen. Wer das im Gegensatz zu allen anderen Demokratien leugnet, hat mit Demokratie selbst nicht viel am Hut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kanuto 03.02.2019, 09:59
32. Immer für das Volk und die Demokratie

Es sollte für alle Linken in der Welt selbstverständlich sein, die Opposition zu unterstützen und für freie Wahlen einzutreten. Was Maduro da macht hat mit Sozialismus nichts zu tun, es ist eine Diktatur.
Und ob die USA diesmal angeblich auf der Seite der Opposition steht ist mir völlig Wurscht. Die werden sich schon abwenden, wenn nach Neuwahlen liberale Kräfte gewählt werden.
Alle Macht dem Volk!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Melanthes 03.02.2019, 10:01
33. Fake News

Zitat von PeaceNow
Der Brüller des Tages Ihr Bejamern der sehr schweren ökonomischen und sozialen Lage in Venezuela, aber OHNE zu erwähnen das das Land seit nun 10! Jahren massiv von USA/EU und deren südamerikanischen Vasallen sanktioniert wird DAS ist der Hauptgrund für die prekäre Lage, natürlich neben der üblichen Korruption und sozialistischer Misswirtschaft.
Die EU verbietet den Verkauf Waffen an Venezuela und gegen Regimevertreter.
https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/Aktueller-Stand-der-Sanktionen-gegen-Venezuela-.html
Die USA verbieten den Handel mit bestimmten Anleihen und sie verhängt ebenfalls Sanktionen gegen Regimevertreter
https://www.state.gov/e/eb/tfs/spi/venezuela/

Von umfassenden Wirtschaftssanktionen konnte also bis vor kurzem nicht annähernd die Rede sein. Das Regime hat das Land heruntergewirtschaftet und versucht, die Verantwortung auf andere zu schieben.. Aus den Angaben zu den Sanktiionen lässt sich erkennen, dass Sie die Intention von Regimemitgliedern unterstützen, geraubtes Vermögen ins zu Ausland schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 03.02.2019, 10:14
34. Schuldige finden sich leicht

Es gibt viele Möglichkeiten, Ein Land in Die Krise zu stürzen. Neben Der Korruption im Eigenen Land sind Sanktionen von außen sehr hilfreich (Irak laesst gruessen). Ein anderes Mittel sind gezielte Verknappung von Kraftstoff, Strom und Lebensmitteln durch Die alten Eliten an Den richtigen Schaltstellen: so geschehen in Aegypten. Und schon war Der Weg frei für Den Putsch ( Da kam dann wieder Ein "guter" Diktator an Die Macht )!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kajoter 03.02.2019, 10:20
35. @ #6

Zitat von orge
Ich muss sich schon sehr über das Demokratieverständnis beim Spiegel und in Deutschland wundern. Maduro hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Was sich in Venezuela und in ganz Südamerika seit mindestens 2014 abspielt sind Umsturzversuche der USA. Argentinien, Braslien, Paraguay, überall wurden demokratisch gewählte sozialdemokratische Regierungen nach massiven wirtschaftlichen Druck und Propaganda in den gleichgeschalteten us-freundlichen Medien parlamentarisch geputscht um amerika- und wallstreetfreundliche Mitterechtsregierugen zu installieren. Denken sie mal darüber nach, warum sich die Amerikaner immer dann für das funktionieren der Demokratie in anderen Ländern interessieren, sobald diese selbstbestimmt über ihre Ölvorkommen verfügen möchten.
Und "denken Sie einmal darüber nach", warum Russland einen Diktator unterstützt, obwohl er und sein Vorgänger das Land in einen Sozialfall verwandelt haben.
Man könnte angesichts der Tanker des russischen Rosneft-Konzerns, die fleißig venezuelanisches Öl in ihre Heimat importieren, fast auf den Gedanken kommen, dass Russland von den gleichen Intentionen getrieben wird wie die ach so pösen Amerikaner. Zusätzlich gibt es noch einen Bonuspunkt: Was könnte Putin gelegener kommen, als vor der amerikanischen Haustür ein Land in Chaos und Auflösung zu wissen.
Natürlich hat die amerikanische Außenpolitik viele Jahre lang ihre eigenen Interessen durchzusetzen versucht und dabei vor allem im Kalten Krieg Mittel eingesetzt, die einer Demokratie unwürdig sind - wie es Trump in seiner tollpatschigen Art übrigens wieder und dieses Mal sehr offen tut. Die Sowjetunion hätte selbiges mit Sicherheit genauso veranstaltet, wenn sie dazu die Mittel gehabt hätte. Nur die besaß sie eben nicht in dem Umfang. Und dieses "Spiel" wiederholt sich spätestens seit dem Zeitpunkt, an dem Putin den Zerfall der Sowjetunion als größte politische Tragödie des 20. Jahrhunderts erklärt hat.
Hier und jetzt aber geht es um die Menschen in Venezuela, nicht um die USA und auch nicht um Russland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
acitapple 03.02.2019, 10:27
36.

Zitat von nickellodeon
Putsche innerhalb 14 Jahren Reichen wohl nicht? Hunderttausend für Maduro, zweitausend für Guaido? Wow, was für eine überzeugende Opposition. Und man würde sich wünschen, die Machthaber in einer europäischen Hauptstadt würden mit so viel Augenmaß auf Demonstranten reagieren.
Es waren über hunderttausend für Guaido, nicht für Maduro. WIeviele gehen wohl freiwillig für Maduro auf die Straße, der das Land ausplündert und das Volk hungern lässt ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
acitapple 03.02.2019, 10:32
37.

Zitat von thequickeningishappening
Es gibt viele Möglichkeiten, Ein Land in Die Krise zu stürzen. Neben Der Korruption im Eigenen Land sind Sanktionen von außen sehr hilfreich (Irak laesst gruessen). Ein anderes Mittel sind gezielte Verknappung von Kraftstoff, Strom und Lebensmitteln durch Die alten Eliten an Den richtigen Schaltstellen: so geschehen in Aegypten. Und schon war Der Weg frei für Den Putsch ( Da kam dann wieder Ein "guter" Diktator an Die Macht )!
Inwiefern sorgend die US-Sanktionen in Venezuela für Lebensmittelknappheit ? Soweit ich weiß treibt Venezuela regen Handel mit Kuba, Russland und China. Leider kommt das meiste Geld bei Maduro an (Gold), nicht beim Volk. Aber um das Volk geht es ja auch nicht, stimmts ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andneu 03.02.2019, 10:33
38. @harronal

Zitat von harronal
Wer das im Gegensatz zu allen anderen Demokratien leugnet, hat mit Demokratie selbst nicht viel am Hut.
Wer sich in andere Länder einmischt, nur weil ihm die Politik dieses Landes nicht passt, allerdings auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Emderfriese 03.02.2019, 10:40
39. Oppositionelle Opposition

Zitat von garfield
Was musste ich grinsen bei diesem Artikel. Ich behaupte jetzt mal, dass Maduro mindestens so viele Anhänger "zusammengekarrt" hat (das macht natürlich nur er, bei dem "das Hemd über dem mächtigen Bauch spannt" - echt Klasse, unser Mainstream-Journalismus), wie die in sich zerstrittene Opposition. Denn wäre es anders, würde der Jubel aus jeder Zeile tropfen. Ich glaube, nicht mal die Armen in ihren Vierteln sind so dumm, dass sie nicht all die zahlreichen Aktionen der Gringos zur "Unterstützung" in Latein- und Südamerika kennen und wie sie ausgingen. Es mag sicher viele Venezolaner geben, die Maduro nicht mehr wollen, aber noch weniger wollen sie vom Regen in die Traufe kommen. Ich glaube, es war etwas dumm, dass die USA, die - inzwischen nachgewiesen - den Putsch mit Guiadó geplant und vorbereitet hatten, ihn schneller als "Präsidenten" anerkannt haben, als er selbst seine eigene Inthronisierungsrede beenden konnte.
Zumal ja SPON selbst schreibt, dass die Mehrheitsverhältnisse keineswegs so klar für Guiadó sprechen:
"...Das Kräftemessen zwischen den beiden Machthabern endete am Samstag unentschieden..."
Wenn das so ist, könnten sich die Blütenträume der sogenannten Opposition schnell in alle Winde zerstreuen. Vor allem, wenn man bedenkt, wie uneins die Kräfte gegen Maduro sind. Es bleibt abzuwarten, wie letztlich die Sozialisten und Sozialdemokraten, die ja ebenso Teil dieser Opposition sind, ihre Politik einer Nach-Maduro-Zeit gestalten werden. So die überhaupt in naher Zukunft kommen wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 11