Forum: Politik
Machtkampf in Venezuela: Jetzt oder nie
Miguel Gutierrez/EPA-EFE/REX

Mehr als hunderttausend Menschen drängten sich allein in Caracas: Im Kampf um die Macht in Venezuela mobilisierten Herrscher Maduro und sein Widersacher Guaidó am Samstag die Massen. Entscheidet sich ihr Machtkampf auf der Straße?

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maynard_k. 03.02.2019, 10:41
40. Ohne Sozialismus haben sie noch weniger

Dass es in Venezuela so nicht weitergehen kann steht außer Frage. Was auch immer geändert wird darf aber nicht dazu führen, dass es einfach nur "Wahlen" gibt, die Rechte zur Ausbeutung der Ölfelder bei amerikanischen Unternehmen landen und es der Bevölkerung noch schlechter geht. Der Weg die Einnahmen aus Ölvorkommen an die Bevölkerung umzuverteilen ist richtig. Das ist Sozialismus und das ist leider nicht das was in Venezuela passiert. Norwegen zeigt wie man das richtig macht!

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latimer 03.02.2019, 10:44
41. ¡ Maduro kann nur verlieren !

Den Militärs müsste es eigentlich klar sein, dass Maduros Zeit vorübergehen wird, denn dem Land geht es immer schlechter und die Isolation des Landes wirft jedes Jahr dunklere Schatten.
Sollte die Bewegung mit Guaidó scheitern, wird es in 2 Jahren mit einer neuen Führung wieder einen Veränderungsversuch geben. Und mit jedem Jahr, das ins Land geht, wird dieses Land schwächer und chaotischer werden, die Gewalt wird zunehmen, mehr Menschen werden fliehen und mit ihr die Bereitschaft zunehmen, auch sehr blutige Szenen zu akzeptieren.
Armes Venezuela...

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cum infamia 03.02.2019, 11:14
42. 90 % der Foristen

...mir geht es wie ca. 90 % der Foristen: Vor kurzem wusste ich noch nicht, wie man Venezuela schreibt und wo es liegt, aber heute kann ich eine genaue Analyse der Politik abgeben und weiß genau, wer die "Guten" sind. Danke.

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wiseguyno1 03.02.2019, 11:23
43. Zur Eingangsfrage des Artikels

Hier vollzieht sich leider das Drehbuch des rigorosen Machtspiels zwischen ZWEI Despoten um die Macht, die Köpfe und (viel wichtiger) das Vermögen des Landes zum jeweils eigenen persönlichen Vorteil.
Insofern kann ich auch das jew. "guter-böser Maduro/Guaido" Geschrei des Forums nicht unbedingt verstehen.
Keiner der beiden Kontrahenten ist "Heilsbringer", der nur altruistisch das "Wohl des Volkes" im Auge hat. Hier streiten sich zwei Potentaten (Pest gegen Cholera) um Macht und ziehen dabei ihre Fäden (wiederum gerne unterstützt/behindert durch interessierte Drittstaaten).
Das Volk ist dabei (frei nach Kant gesprochen) nur noch "Mittel" und schon lange nicht mehr "Zweck" des Ganzen.

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OhMyGosh 03.02.2019, 11:43
44.

---Luisana Santamaría fürchtet, dass das Ringen um Demokratie in Venezuela noch länger dauern wird: "Eine Diktatur wird man nicht über Nacht los", sagt sie. "Wir brauchen dafür die Unterstützung aller Länder, selbst die der USA." ---

Damit hat sie vermutlich recht, aber diese Unterstützung ist leider in nicht wenigen Fällen wohlkalkuliert: es geht um die riesigen Ölvorkommen Venezuelas, hinter denen manche ausländische Politiker wie Wirtschaftsführer her sind...

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musiú39 03.02.2019, 11:49
45. eyet Nr 19 und 22

meinen Beifall zu Ihren beiden Beiträgen, weil sie die Lage in Venezuela genau widergeben. Seit 45 Jahren kenne ich das Land, habe dort sehr lange gelebt und gearbeitet und habe heute noch täglich Kontakt zu meinen venezolanischen Freunden dort und im Ausland.Fast alle Venezolaner haben die Lage gründlich satt und brauchen die Hilfe von außen, woher sie auch kommen mag. Maduro und seine Leute haben bisher Hilfslieferungen abgelehnt. Nicht mal China und Russland konnten helfen.

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panzerknacker 51 03.02.2019, 11:58
46. Wagenknecht

Zitat von orge
Ich muss sich schon sehr über das Demokratieverständnis beim Spiegel und in Deutschland wundern. Maduro hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Was sich in Venezuela und in ganz Südamerika seit mindestens 2014 abspielt sind Umsturzversuche der USA. Argentinien, Braslien, Paraguay, überall wurden demokratisch gewählte sozialdemokratische Regierungen nach massiven wirtschaftlichen Druck und Propaganda in den gleichgeschalteten us-freundlichen Medien parlamentarisch geputscht um amerika- und wallstreetfreundliche Mitterechtsregierugen zu installieren. Denken sie mal darüber nach, warum sich die Amerikaner immer dann für das funktionieren der Demokratie in anderen Ländern interessieren, sobald diese selbstbestimmt über ihre Ölvorkommen verfügen möchten.
Sahra Wagenknecht hat es in einer Talk-Runde mal so ausgedrückt: Wenn die USA von Menschenrechten und Demokratie reden, meinen sie Bodenschätze.

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aclk109 03.02.2019, 12:06
47. Zweierlei Maß

Gleiche Entschlossenheit würde man sich bei Staaten wünschen, die keine Großabnehmer für Waffen und Maschinen sind, so wie Saudi Arabien, Ägypten oder das eine oder andere afrikanische Land.

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musiú39 03.02.2019, 12:09
48. seit Tagen lese ich

Zitat von PeaceNow
Der Brüller des Tages Ihr Bejamern der sehr schweren ökonomischen und sozialen Lage in Venezuela, aber OHNE zu erwähnen das das Land seit nun 10! Jahren massiv von USA/EU und deren südamerikanischen Vasallen sanktioniert wird und seit letzter Woche die USA die letzte Lebensader, den Ölsektor, auch noch sanktionieren, was die Not der 30 Millionen Venezuelaner weiter verschlimmert. Ist das der westliche Humanismus? DAS ist der Hauptgrund für die prekäre Lage, natürlich neben der üblichen Korruption und sozialistischer Misswirtschaft.
Ihre Beiträge zur Situation in Venezuela. Einige sind haarsträubend. Das Land wurde nicht seit 10 Jahren von USA/EU sanktioniert, sondern man hat einige aus der korrupten Führungsclique sanktioniert, ihnen die Konten eingefroren. Und Humanismus: da muss wohl Maduro auf die Anklagebank, denn er und seine Leute lassen Hilfslieferungen nicht ins Land, sonst kann er nämlich sein Volk nicht so kontrollieren wie sie es tun. Am 10.01.2019 wurde von der OAS mit 19 Stimmen dafür (nicht alle "Vasallen" der USA) bei 6 Gegenstimmen der Beschluss veröffentlicht, dass Maduros vorab getürkte Wahl im Mai 2018 zum Präsidenten (fixed in advance) "failed completely to comply with international standards" und dass die Regierung "use food as weapon against their own population". Zum Ölsektor schreibe ich noch .

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curious75 03.02.2019, 12:16
49. immer die gleichen Kommentare

Zitat von r.wassmann
Deutschland und auch alle anderen Länder der Welt haben nicht das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten von anderen Ländern einzumischen. Die USA haben sich in den vergangenen 60 Jahren in so vielen Ländern, die meistens einen demokratisch gewählten Staatschef hatten (siehe Chile) eingemischt und meistens ein Chaos hinterlassen. Die Europäer sollten endlich damit aufhören, sich zum Handlanger der USA zu degradieren! Reinhold Waßmann
Deutschland hat jedes Recht, wie andere Länder auch, eine Regierung anzuerkennen oder abzulehnen. DIe Regierung Maduro ist ilegitim, da es keine freien Wahlen gab. So einfach ist das! Daher hat Deutschland jedes Recht dieser Regierung die Anerkennung zu verweigern. Ständig die Keule zu schwingen was die Amerikaner in der Vergangenheit getan oder gelassen haben und uns selbst als deren Handlanger darzustellen ist schlichtweg falsch und geht auch an den Fakten vorbei. Deutschland ist auch nicht blind den Amerikanern in jedes Abenteuer gefolgt (siehe Irak oder Lybien). Wenn nun in diesem Fall die deutsche Haltung mit der amerikanischen deckungsgleich ist dann könnte das vielleicht auch daran liegen, dass diese Haltung in diesem Fall vielleicht die richtige ist. (Einfach mal so als Gedanke in den Raum geworfen)

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