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Machtkampf zwischen Regierung und Präsident: Rumänien schlittert in die Krise
DPA

Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen die Regierung - seine Gegner werfen ihm Putschpläne vor. Das Land steuert auf eine Staatskrise zu.

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sven2016 18.11.2018, 08:13
1.

Nach dem, was man anderswo so liest, ist ein Großteil der herrschenden Gruppe, parteiübergreifend, bestechlich und korrupt und benutzt Korruptionsvorwürfe, um die politischen Gegner zu erledigen.

Gute alte russische Manier.

Mit EU-Geld inzwischen nur auf höherem finanziellen Niveau.

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pv51 18.11.2018, 08:19
2. können Sie einmal einen Vergleich anstellen

wie es den durchschnits-Rumänen heute im Vergleich zu kommunistischen Zeiten geht? irgendetwas muss die eu dem Land doch, ausser die Mitgliedschaft in der Nato, doch gebracht haben.
Sie berichten immer über Politiker. wichtiger aber wäre: wie geht es den Menschen?

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frageniemals 18.11.2018, 08:48
3. Iohannis kämpfte

monatelang gegen die Absetzung der DNA-Chefin Kövesi und versuchte sie vor Regierungsangriffen zu schützen. Wie Sie das darstellen ist es schlichtweg falsch.

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PeaceNow 18.11.2018, 09:11
4. Rumänien ist ein Failed State

der weder heute geschweige denn 2007 politisch, gesellschaftlich wie rechtsstaatlich EU beitrittsreif ist und war und bis heute das ärmste und unterentwickelten Land der EU ist.
Selbiges gilt auch für Bulgarien, wenn auch etwas abgeschwächter.
Und das trotz 11 Jahren EU Zugehörigkeit und zweistelliger Milliardenbeträge die aus der EU flossen und weiter fließen.
Eine EU Aufnahme die man vor allem auf Druck der USA und EU Erweiterungsfanatiker überhastet durchzog, um vermeintlich die Südostflanke Europas gegen Russland zu schließen.
Ein wesentlicher Beitrag zur EU Unregierbarkeit, Aufblähung und weiter sinkendem Rückhalt der EU bei den Bürgern Europas.
Und weil man daraus offenbar trotzdem nichts gelernt hat, plant man nun Selbiges mit den Aufnahmeplänen noch kaputter Staaten wie Serbiens, Mazedoniens, Bosniens und Albanien.

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Kater Bolle 18.11.2018, 09:12
5. Wer hat ein Land in diesem Zustand bloss in die EU gelassen

Die Verantwortlichen haben da grob Fahrlässig gehandelt.
Jetzt haben wir den Salat.
EU-Ratspräsidentschaft?
Dazu hat man scheinbar keine Zeit.
Korruption und Bereicherung sind den Akteuren wohl wichtiger.
Warum hat man in den EU Verträgen nicht einen Rausschmiss geregelt.
Nichts ist für ewig.
Schon gar nicht die EU

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PeaceNow 18.11.2018, 09:22
6. @2

Unter Chaucescu war neben Überwachung, Repression, Hungern und Frieren weit verbreitet, somit ein schlechter Vergleich zu heute, wo dies viel weniger geworden ist.
Dafür sind Vetternwirtschaft, Korruption und Kriminalität explodiert und ausserhalb der Großstädte sieht man von den vielen EU Fördermilliarden nichts, da weite Teile der Landbevölkerung bei Infrastruktur wie Lebensqualität noch immer im Mittelalter leben und Unsummen veruntreut werden und versickern.

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sf60 18.11.2018, 09:28
7. Ähnlich wie in Bulgareien...

...begegnet einem die Korruption in Rumänien auf Schritt und Tritt. Beide Länder haben seit Jahren weitestgehend Unfähige Regierungen. Die vielen Milliarden Euro, die von der EU seit der Osterweiterung in diese Länder geflossen sind, haben zu keiner strukturell besseren Entwicklung geführt. Viele dieser Gelder sind wohl auch -mehr oder weniger direkt- in dunkle Kanäle geflossen. Die kriminellen Strukturen, sprich Mafia, sind stark und mächtig. Ich war in der Zeit, als Johannis gewählt wurde im Land. Viele, insbesondere junge Menschen, haben sich von dem Mann mit deutschen Wurzeln viel erhofft, insbesondere was den Kampf gegen die Korrution angeht. Nichts davon ist eingetreten. Das Land ist bereits jetzt ein Failed-State, der EU-Beitritt hat nichts zum Guten gewendet. Bei Bulgarien ist es ähnlich, wenn nicht sogar schlimmer. Und man liest so gut wie nichts darüber, von diesem Artikel einmal abgesehen.

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Ezechiel 18.11.2018, 09:29
8. Ein weiteres EU-Problemland.

Ein weiteres EU-Problem Land. Deshalb verstehe ich es überhaupt nicht, dass in Brüssel nur der Ansatz eines Gedankens aufkommt, die West-Balkanstaaten in die EU aufzunehmen, in denen es ähnlich aussieht.

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walter_born 18.11.2018, 09:31
9. Falscher Mann am falschen Platz

Johannis hat in seiner Heimatstadt bewiesen, das er ein guter Verwalter der öffentlichen Hand ist. Hermannstadt gehört zu den am besten entwickelten Städten mit hohem Lebensniveau in Rumänien dank ihm.

Das Amt des Präsidenten als repräsentative Aufgabe ist für ihn nicht geeignet. Johannis würde eine perfekte Figur machen als Premierminister, wo er tatsächlich etwas bewegen könnte. Dazu ist fehlt der Opposition aber leider der Rückhalt in der Bevölkerung, von der mindestens die Hälfte noch unter der Armutsgrenze oder hart daran lebt.

Ich lebe seit 25 Jahren in Rumänien. Was diesem Land fehlt, ist eine echte sozial und grün ausgerichtete Partei die zukunftsgerichtet die Fehlentwicklung in der Bevölkerung und Umwelt aufhält.
Aus Rumänien wandern immer noch und immer mehr Menschen aus als aus dem Kriegsgebiet Syrien. Die unsichere politische Lage, die teils prekären Arbeitsbedingungen durch Inexistenz von Arbeitnehmervertretungen, die unfähige Administration, das schlechte und unterfinazierte Bildungsystem und das von Korruption durchsetzte Gesundheitssystem sind nur einige der Punkte die eine echet Integration im EU-Raum ermöglichen.

Ein rumänisches Sprichwort sagt: "Rumänien ist ein wunderschönes Land, schade, das es bewohnt ist" Deshalb geht die Abstimmung mit den Füßen ungehemmt weiter und zurück bleibt eine mit Wahlgeschenken manipulierte Unterschicht, der jegliche Perspektive abhanden kommt. Ausgeraubt von einer Politmafia wie man sie wohl nur noch in in Südamerika oder auf dem afrikanischen Kontinent in einigen Ländern finden kann.

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