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Machtoption Große Koalition: SPD stellt sich stur
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Kommt jetzt die Große Koalition? Die SPD-Spitze bremst Spekulationen über ein Bündnis mit der Union. In der Partei will man nach dem schwachen Abschneiden bei der Wahl Streit über das ungeliebte Bündnis vermeiden. Führende Genossen hoffen auf einen Verbleib von Peer Steinbrück.

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Ylex 23.09.2013, 06:30
1. Alles klar auf der Angela Doria

Von 62 Millionen Wahlberechtigten haben 44 Millionen gewählt, und von diesen 44 Millionen haben über 18 Millionen die CDU gewählt – frei, geheim, demokratisch. Die SPD, die Grünen und die FDP wurden zusammen von 17 Millionen Deutschen gewählt, und damit haben sich 35 von 44 Millonen für die bürgerliche Mitte entschieden, das sind knapp 80 Prozent aller Wähler... wenn man die ebenfalls tief bürgerliche AfD hinzurechnet, dann sind es sogar noch mehr.

Wer in Deutschland die politische Landschaft grundlegend verändern will, der muss bekennen, dass er demokratisch widerlegt wurde: Es funktioniert nicht, keine Chance. Alle Widersprüche, alle gesellschaftlichen Verwerfungen, alle bedenklichen Krisensymptome prallen an den Deutschen ab. Angela Merkel wird im nächsten Juli erst 60 Jahre alt, die Frau ist nicht nur putzmunter, sondern auch robust und geistig noch überraschend rege - wenn sie nicht aus Versehen unters Auto kommt oder irgendetwas wirklich Schlimmes in der Welt passiert, dann wette ich darauf, dass sie 2017 wieder zur Kanzlerin gewählt werden wird, woraus ich haarscharf schließe, dass sie uns wahrscheinlich bis zum Jahr 2021 erhalten bleibt... wenn nicht noch länger. Ja, das sind Aussichten.

Die Wahl ist also aus bürgerlicher Sicht wieder einmal sehr erfolgreich verlaufen, es gibt nur einen kleinen Schönheitsfehler: Das demokratische Bühnenbild hat unangenehm gelitten – die große Einigkeit der Parteien kann mit dem Wegfall der FDP kaum noch mit vermeintlichen Meinungsverschiedenheiten dekoriert werden. Für Schwarz/Rot nimmt der bleierne Konsens nun bedrohliche Züge an: Es bleibt gar nichts anderes als die Große Koalition, in der besonders die SPD auch noch die letzten Reste von eigenem Profil zu verlieren droht. Wenn sie aber ihr Profil schärfen will, dann muss sie ihr hohles Wahlversprechen, mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen, gegenüber der CDU durchsetzen, zumindest teilweise und merklich. Das wird der SPD nicht gelingen, denn wie soll einem auch etwas gelingen, von dem man nicht überzeugt ist? Im letzten Akt der Wahlshow hat Steinbrück ziemlich unverblümt den Robin Hood der kleinen Leute gegeben – das vergessen die kleinen Leute nicht. Steinbrück kann ins Privatleben abtauchen, die SPD nicht, sie hat kein Privatleben.

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Monty Python 23.09.2013, 06:30
2. Gut überlegen!

Die SPD sollte es sich sehr gut überlegen, in eine Koalition mit Merkels CDU zu gehen. Das kann nicht gut gehen! Bei der CDU wird man wohl erst langsam begreifen, wie bitter ein Triumph sein kann! Trotz des fulminanten Ergebnisses gibts keine Mehrheit. Zudem ist der Koaltionspartner, mit dem man beliebig umspringen konnte auch nicht mehr da. Das gibt spannende Tage.
Mal sehen, was letztlich für eine Konstellation aus dieser Wahl hervorgeht?

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awoth 23.09.2013, 06:30
3. Geht

Einfach alle nach Hause! Der Letzte - egal ob von CDU oder SPD macht das Licht aus!
Wir sind einfach zu einer Lachnummer verkommen!
Zurück ins Mittelalter, Deutschland....

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rationalism 23.09.2013, 06:31
4. optional

In Italien hat Beppe Grillo Protestpartei aus dem stand 25 Prozent erreicht, die Deutschen schaffen es nicht mal ein kleines Zeichen des Unmuts gegen EEG-Umverteilung, GEZ- Zwangsgebühr und ruinöser Euroretterei zu setzen indem sie die AfD über die 5 Prozent haben.

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77fun 23.09.2013, 06:32
5. Keine große Koalition

Wenn die SPD sich nicht selbst zerstören will, verzichtet sie dankend auf eine Koalition mit der Union.

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2-karl 23.09.2013, 06:33
6. JA Sager SPD

Da braucht man nicht mit koalieren.

Die können doch wie in den letzten 8 Jahren JA zu allem sagen,

was die sich die CDU ausdenkt.

Vielleicht bleiben die SPD Abgeordneten auch einfach "ausser Haus", wenn Abstimmungen sind ?!

Ist auch kein Unterschied.

Schliesslich sind die Gruenen auch JA Sager gewesen in den letzten 4 Jahren.

Irgendwer wird da schon Ja sagen, wenn von der CDU einer mal Blau macht.

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oliver.lohrenz 23.09.2013, 06:33
7. Lasst sie doch.

Eine Duldung würde doch völlig reichen. Die Seeheimer werden eh mit der CDU stimmen und dann und wann würde es vielleicht reichen, ein paar Größenwahnsinnigkeiten zu stoppen.
Sobald wir eine große Koalition haben, wird es Zeit, das Wort "Opposition" zu vergessen - es kommt dann schlicht nicht vor.

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PyrrhonVonElis 23.09.2013, 06:34
8. Endergebnis: Schwarz 311 Sitze - Rot-Rot-Grün 319 Sitze

Scheint ein klarer Wählerauftrag zu sein, oder?

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stefan_sts 23.09.2013, 06:35
9. Die SPD braucht keine Koalition eingehen ,

es gibt ein nicht offizielles Rot Rot Grünes Bündnis in der Opposition mit Stimmenmehrheit und dazu noch eine Mehrheit im Bundesrat , da gibt es eigentlich nichts mehr zu überlegen . Die CDU/CSU kann ja , wie die SPD in den letzten vier Jahren , jeweils bei den Rettungspaketen die Händchen heben aus europäischer Sicht , dafür darf sie auch die ...zahnlose ...Regierung stellen , während eigentlich die SPD als größte Oppositionspartei den Laden lenkt ohne ein Wahlversprechen zu brechen , genialer Schachzug !

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