Forum: Politik
Machtwechsel in Tripolis: Libyens schwierige Stunde Null

Gaddafi scheint geschlagen, doch jetzt droht ein neuer Machtkampf in Libyen. Unter den Rebellen gibt es zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen könnten. Die Gaddafi-Nachfolger stehen vor einer Mammutaufgabe.

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Schwede2 23.08.2011, 06:34
1. Die Stunde Null findet ohne Deutschland statt, ...

Zitat von sysop
Gaddafi scheint geschlagen, doch jetzt droht ein neuer Machtkampf in Libyen. Unter den Rebellen gibt es zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen könnten. Die Gaddafi-Nachfolger stehen vor einer Mammutaufgabe.
dank der "weißen" Politik des Pazifismus und des sich Wegduckens vor den Realitäten. Und dabei ist die ganze deutsche Politik ein einig Verein.

Das Problem für die Zukunft ist einfach: Es ist einfach keiner mehr zum Wählen da.

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rafkuß 23.08.2011, 08:33
2. So wie Sie sich ausdrücken...

Zitat von Schwede2
dank der "weißen" Politik des Pazifismus und des sich Wegduckens vor den Realitäten. Und dabei ist die ganze deutsche Politik ein einig Verein. Das Problem für die Zukunft ist einfach: Es ist einfach keiner mehr zum Wählen da.
...milde gesagt, etwas prekär, muss ich davon ausgehen, dass alle Deutschen am Wahltag aushäusig sind.
Da ich zwar kein Pazifist astreiner coleur bin, dafür meine mehr als drei Gehirnzellen wenigstens normal funktionieren, weiss ich aber auch, dass der "Triumph" des Westentaschennapoleons von sehr kurzer Dauer sein kann.
Sie anscheinend nicht.
Wie sagt der Kaiser: "Schaug`n mer mal..."

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Antaris 23.08.2011, 08:38
3. Die Stunde O findet nicht statt.

Jedenfalls zur Zeit erkennbar nicht. Der Schachzug des Saif Gaddafi hat doch gerade bewiesen, dass wir mit gefälschten Bilden und Filmen unter Mithilfe gleichgeschalteter Medien belogen werden von A - Z.

Wer kann da von Stunde O reden? Noch kann die Nato den Sieg in diesem Krieg nicht verkünden und wird es meiner Hoffnung nach auch nie können.Putin freut sich still. Auch von dieser Seite ein kluger Schachzug kein Veto einzulegen.Die Nato zeigt ihr wahres Gesicht..

Gaddafi ist ein anderes Kaliber als die Herrscher der übrigen maghebinischen Länder. Der gibt nicht auf, es ist seine Revolution gewesen die ihn an die Macht gebracht hat. Ein kluger Fuchs in malerischen Gewändern.

Viel Glück, Colonel.

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roybaer 23.08.2011, 08:41
4. aha

zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen, schwer bewaffnet und das vor den Toren Europas.Tolle Leistung.Wenn zwei sich streiten darf man nicht den einen festhalten damit der andere zuschlägt.Die NATO schafft es ein ganzes Land in Schutt und Asche zu legen, aber die Rebellen und Gadaffi an einen Tisch zu kriegen schaffen sie nicht?und nein ich bin kein Diktatorenfreund.Westliche Demokratie auf dem Vormarsch in Afrika.Als ob die da nicht schon genug Probleme hätten.

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moliebste 23.08.2011, 08:42
5. Piranhas ohne Beute

Kampf ums Bärenfell:
Italiens Berlusconi hat erklärt, dass der italienische Öl-Konzern ENI bei der Ausbeutung des libyschen Öls zukünftig die Nr. 1 spielen wird.

Wenn es so schlecht weitergeht für die Räuberbande, wird ENI überhaupt keine Rolle mehr spielen.

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la borsa 23.08.2011, 09:10
6. Die Presse setzt auf Besetzung durch Nato

Zitat von sysop
Gaddafi scheint geschlagen, doch jetzt droht ein neuer Machtkampf in Libyen. Unter den Rebellen gibt es zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen könnten. Die Gaddafi-Nachfolger stehen vor einer Mammutaufgabe.
Heute Morgen kann man die Zeitungen durchblättern. Derzeit werden die Risiken des Umsturzes in den Vordergrund gestellt. Die Zeitung "Die Welt" warnt vor einem neuen IRAK. Die WZ sieht schon Gruftis unter Denkmälern hervor winken. Alles sehr durchsichtig!

Daraus soll der ängstliche Leser folgern, dass eine Besetzung durch die NATO sinnvoll wäre, um Al Kaida zu verhindern. Ginge es nach der CDU/CSU dann wären wir schon dabei.
Es ist richtig, sich auch in der Nach-Gadaffi-Ära aus diesem Land heraus zu halten. Wir machen das in Ägypten so und mehr kann der Deutschen Linie der Außenpolitik auch nicht zugemutet werden. Sollte die CDU/CSU es anders machen wollen, dann soll die FDP aus der Koalition austreten. Dann werden die Karten innenpolitisch eben neu gemischt.

Mir geht jedenfalls die Willfährigkeit unseres neuen Verteidigungsministers ganz schwer auf die Nerven.

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Maputo 23.08.2011, 09:15
7. Ein einmalige beispiellose Mixtura

Mit zehn Dutzend Clans, mindestens 40 zentrifugalen Interesssenlagen - von reiner Macht- und Geldgier bis Allah, allesamt bis an die Zähne bewaffnet (und bewaffnend bleiben), von außen ölgierige Wölfe, das Ganze nur durch die Pfütze Mittelmeer von Europa getrennt ist das eine einmalige Mixtura von Sprengsätzen in einer Tonne, wie sie nicht nur eine seltene Spezies, sondern wohl in der Geschichte einmalig da steht!

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roybaer 23.08.2011, 09:25
8. aha

Zitat von sysop
Gaddafi scheint geschlagen, doch jetzt droht ein neuer Machtkampf in Libyen. Unter den Rebellen gibt es zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen könnten. Die Gaddafi-Nachfolger stehen vor einer Mammutaufgabe.
monatelang wurde uns von den Rebellen mitgeteilt es gehe um Freiheit und Demokratie.Es wurde ständig wiederholt wenn Gadaffi weg ist gibt es freie wahlen und das Volk soll entscheiden.Wo ist da das Problem?Das Land ist "befreit" das Volk wird wählen und die Rebellen geben die Waffen ab und gehen nach Hause. Oder doch nicht?...

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Kalleblom 23.08.2011, 09:32
9. Hat er das?

Zitat von moliebste
Kampf ums Bärenfell: Italiens Berlusconi hat erklärt, dass der italienische Öl-Konzern ENI bei der Ausbeutung des libyschen Öls zukünftig die Nr. 1 spielen wird. Wenn es so schlecht weitergeht für die Räuberbande, wird ENI überhaupt keine Rolle mehr spielen.
Da ich mich auch gerne auf Seiten rum treibe, wo mal solche Spitzen raus gehauen werden, würde mich interessieren auf welcher Seite Sie diese Aussage gefunden haben.

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