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Macron nach Ausschreitungen in Frankreich: "Schande über jene, die gewaltsam geworden
AFP

In Frankreich sind die Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Reformen von Macron in Gewalt ausgeartet. Nun äußerte sich der Präsident - und reagierte scharf.

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brux 25.11.2018, 00:14
1. Tja

Etwas weniger gewaltsam als 1. Mai in Hannover und massiv weniger als G20 in Hamburg.
Der Rest ist für die Soziologen. Das ist der Protest der weissen Unterschicht in Frankreich, die mit fast 20 Jahren Verspätung die Folgen der Globalisierung und die Pleite des Wohlfahrtsstaats erlebt.
Es muss umverteilt werden, aber leider dominieren die Vereinfacher. Leute mit Verständnis für die Komplexität wie Macron haben es da schwer.

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Alfred Ahrens 25.11.2018, 00:18
2. Der Präsident irrt offensichtlich, er hat gesehen, dass Platz

existiert. Er ist ja intelligent genug um zu wissen, was alles so in Paris mit Demonstrationen begann. Ob es der Regierung nun passt oder nicht. Und die "Gelbwesten" und andere Akteure kümmern sich herzlich wenig über seine Schande-Kommentare. Willkommen im 21. Jahrhundert !

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lanedas 25.11.2018, 00:18
3. nichts verstanden

Leider hat Macro den Warnschuss nicht verstanden bei der letzten Wahl Le Pen als direkte Gegenkandidatin gehabt zu haben. Es hätte schon bei dieser Wahl nicht viel gefehlt und eine weitere rechte, populistische Partei würde nun Frankreich regieren. Es kam zum Glück anders. Auch weil Macron viel versprochen hat. Wenn er jedoch nicht langsam anfängt, auf sein Volk zu hören, wird die nächste Wahl eindeutiger ausfallen. Und davor graut es mir jetzt schon.

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cautious_analyst 25.11.2018, 00:24
4. Arbeitsschutz, nicht Arbeitsrecht

Macron hat nicht den Arbeitsschutz gelockert. Er hat das Arbeitsrecht etwas gelockert, vor allem, in dem es nun Höchstgrenzen für Abfindungen gibt, so dass das ökonomische Risiko für Arbeitgeber besser kalkulierbar ist.

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go-west 25.11.2018, 00:31
5. Die Franzosen schieben gerne

die Schuld an der Misere auf den jeweiligen Präsidenten. Dabei müssen sie dringend endlich einmal bei sich selbst anfangen. Französische Arbeitnehmer sind schlichtweg zu teuer, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ein Grundgehalt von über 1000 €, üppige Lohnnebenkosten um das äußerst großzügige Sozialsystem Sozialsystem finanzieren zu können, fünf Wochen Urlaub plus 2 bis 3 Wochen Sonderurlaub (RTT), gesetzlich verankerte Beteiligung am Unternehmensgewinn usw. sind in der heutigen Welt einfach nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Die Mondialisation ist ein irreversibles Faktum, ob man will oder nicht. Behaupten, sie abschaffen zu wollen oder zu können, ist billiger Populismus. Gleichzeitig sind die Franzosen froh darüber, preiswerte Artikel kaufen zu können, die von chinesischen Arbeitern produziert wurden. Zu heimischen Konditionen hergestellte Produkte wären für die meisten von ihnen unbezahlbar und auch im Ausland kaum absetzbar, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen. Selbst ein reiches Land wie die Schweiz hat vor wenigen Jahren entschieden, lieber bei zwei bezahlten Wochen Urlaub zu bleiben als den Verlust von Arbeitsplätzen zu riskieren. Die Deutschen haben als Technologienation die Rente mit 67 ohne Aufstand und Revolte hingenommen, weil sie den demographischen Hintergrund verstanden und akzeptiert haben. Wie weit ist das heutige Frankreich davon entfernt? Wie sehr dominieren Egoismus vor Vernunft und kollektivem Verantwortungsgefühl? Das große Übel Frankreichs besteht darin, dass man lieb gewonnene Errungenschaften und Privilegien aus vergangenen Zeiten um jeden Preis behalten will, und seien sie noch so unrealistisch. Reformen ja, sie dürfen jedoch in keinem Fall irgendwelche negativen Auswirkungen auf mich persönlich haben. Die Lernkurve dürftig schmerzlich werden.

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ausfrankreich 25.11.2018, 00:51
6. Reformen in Frankreich

Leider ist in Frankreich jede Reform von diesen Protestaktionen, Blockaden begleitet, die fast immer in bürgerkriegsähnliche Zustände ausarten und bei denen die kleinen oder mittleren Unternehmen den Schaden tragen. Bisher hat jede Regierung zurück gerudert.....und Frankreich in die Situation gebracht, aus der es so schwer heraus findet.
Übrigens werden Abwrackprämien nicht nur für den Kauf von Elektroautos gezahlt, sondern auch von Gebrauchtwagen (Diesel oder Benzin), die nach 2012 zugelassen wurden, und damit schadstoffärmer sind und auch für weit niedrigere Preise erworben werden können - das hat mit der deutschen Dieselhysterie nichts zu tun.

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joschuawinzmann 25.11.2018, 01:07
7. Vive la révolution!

Die Franzosen haben es immer noch drauf gegen ihre Monarchen vorzugehen

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Kanalysiert 25.11.2018, 01:15
8.

Schande über Jene, die dem Volk nichts gönnen? Die ihren Reichtum horten, niedrige Löhne bezahlen, Arbeitnehmer mit den goldenen Füßen treten und mit PR Blabla unglaubwürdige Politik machen.

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Jugendlicher 25.11.2018, 02:12
9. meine Meinung ?

Wenn man Geld für Kriegseinsätze und Waffen hat, sollte man auch Geld für das Volk, die Wähler haben.

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