Forum: Politik
Macron in Nöten: Superstar in Gefahr
AFP

Emmanuel Macron trifft heute in New York Donald Trump. Nur der französische Präsident kann derzeit im Westen seinem US-Kollegen an Starpower noch das Wasser reichen. Doch in Frankreich steht Macron zunehmend in der Kritik.

Seite 1 von 4
arviaja 24.09.2018, 20:58
1. Der Hochmut ist nicht nur bei Macron

sondern der gesamten politischen Mitte, links wie rechts. Macron ist wie Obama nichts weiter als eine zivilisiert daher kommende Form des Neoliberalismus. Obama hat wenigstens noch - erfolglos - versucht, ein paar sozialdemokratische Farbtupfer unterzubringen.

Macron ist wie Tony Blair, Schröder, Clinton und Obama nichts weiter als ein guter Retoriker. Aber die ganze Welt wacht gerade auf und merkt, dass das Reagen'sche und Thatcherische Modell am Limit ist und nur durch Liquiditätsspritzen am Leben erhalten wird.

Und in 3 Jahren werden wir uns verwundert die Augen reiben, wenn eine Frau Le Penn den Präsidentenpalast als Führerin Frankreichs betritt. Dann wird's knallen in Europa. Und meine Familie und ich sind dann weg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
romonat 24.09.2018, 21:03
2.

Warum ist Macron eigentlich ein Superstar?
Mir kommt es so vor, dieser Terminus stammt aus einer Zeit, als die Medien noch sehr, sehr selbstbewußt waren und glaubten die Leser noch erziehen und damit beeinflussen zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank-xps 24.09.2018, 21:05
3. Wie kommt es eigentlich

wie kommt es eigentlich das die Medienschaffenden sich so regelmäßig gravierend und regelmäßig irren bei der Entdeckung immer neuer Helden der Weltenrettung.
gleichzeitig immer vor denen warnen die abliefern was sie versprachen. Das kann doch nur etwas mit den Medienschaffenden zu tun haben. Kompass verloren? Verbalmoralismus war Gestern.
Geht doch mal selber bürgen das können auch Spiegelschaffende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nn280 24.09.2018, 21:15
4. Ich hatte mich schon gewundert,

wochenlang immer Maaßen, Seehofer, CSU, Nahles etc. (Schulz vergessen!)
Kein Wort mehr vom kleinen Napoleon. Wollte der nicht in Frankreich so eine Art Rundum-Sozialabholzung großen Stils nach dem Motto
Schröder-Hartz4 im Handstreich machen?
Dann hörte man nichts mehr von ihm. Nun kommt ans Licht, daß er bei den Franzosen garnicht mehr so gut gelitten wird.
Ach, hätten wir doch mehr Französisches statt vieler linker Randgruppen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gersois 24.09.2018, 21:22
5. Macron

ist tatsächlich arrogant, überheblich und ungeschickt, z.B. wenn er ausgerechnet in Dänemark sein Volk als widerspenstig bezeichnet. Die anderen Politiker sind nicht weniger überheblich und auch seine Vorgänger, auch Mitterrand, waren es. Das einfache Volk ist simpler gestrickt, permanent unglücklich und unzufrieden. Und die Landbevölkerung greift zur Gewalt, wenn sie nicht weiter weiss. Frankreich ist nicht mehr reformfähig. Die letzten großen Reformen waren die Verstaatlichungen Mitterrands, die das Land und seine Wirtschaft an den Rand des Ruins brachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatal.justice 24.09.2018, 21:44
6. Da...

Zitat von arviaja
sondern der gesamten politischen Mitte, links wie rechts. Macron ist wie Obama nichts weiter als eine zivilisiert daher kommende Form des Neoliberalismus. Obama hat wenigstens noch - erfolglos - versucht, ein paar sozialdemokratische Farbtupfer unterzubringen. Macron ist wie Tony Blair, Schröder, Clinton und Obama nichts weiter als ein guter Retoriker. Aber die ganze Welt wacht gerade auf und merkt, dass das Reagen'sche und Thatcherische Modell am Limit ist und nur durch Liquiditätsspritzen am Leben erhalten wird. Und in 3 Jahren werden wir uns verwundert die Augen reiben, wenn eine Frau Le Penn den Präsidentenpalast als Führerin Frankreichs betritt. Dann wird's knallen in Europa. Und meine Familie und ich sind dann weg.
... liegen Sie komplett richtig. Sollte der neoliberale, aber kommode, sympathische Präsident das arbeitende Volk aus den Augen verlieren, wird er zum Steigbügelhalter für seine Nachfolgerin. Der Grundgedanke des Neoliberalismus war schon immer, den substantiellen Demokratiegedanken wegzuschnupfen, wenn es gilt, kapitalistische (auch feudale) Interessen zu befriedigen. Offenbar möchte man das Ganze so weit ausreizen, bis die Gebeutelten die Spitzhacken aus dem Keller kramen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nahatschalah 24.09.2018, 22:01
7. Dümmlicher Beitrag

1. Macron war nie ein Superstar (außer bei Journalisten). Die Franzosen haben bei der Stichwahl vor allem Nicht-Le Pen und weniger Pro-Macron gewählt. 2. Im ganzen Artikel wird die Politik Macrons gar nicht analysiert. Warum sind seine Minister, wie z.B. der sehr populäre Umweltminister, von der Fahne gegangen? 3. Dass Macron nun so unpopulär ist, kann laut Autor nur daran liegen, dass das Volk dumm ist. Das ist aber nicht nur dümmlich sondern arrogant.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adieu2000 24.09.2018, 22:09
8. Wer ist denn Macron?

Vom Tellerwäscher zum Präsident? Nein er ist von der Summe an Anti Le Penn Wähler ins Amt gehieft worden. Er war nicht der beliebteste Präsidentschaftskandidat, er war der Kandidat der am wenigsten unbeliebt war. Die Politikverdrossenheit ist so groß in Frankreich, aber in den Medien kommt das garnicht an. Die Bürger in Frankreich haben den Eindruck das Medien und Politik in einem Parallel Universum existieren. Der Sozialstaat wird dem Gewinn der Reichen und Superreichen geopfert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 24.09.2018, 22:34
9. Unfug

Umfragen bedeuten in Frankreich wenig. Es wird nicht dauernd irgendwo gewählt wie albernerweise in Deutschland.
Und da ich in Frankreich lebe, behaupte ich mal, dass sich hier Journalisten Skandale ausdenken.
Denn in Frankreich sind Journalisten ganz eng am System und Macron ist eben nicht Teil des Sumpfes der Altparteien. Hier sind einige nicht an Veränderungen interessiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4