Forum: Politik
Macron-Sieg bei Parlamentswahl: Der Durchmarche
AP

Triumph für Emmanuel Macron: Seine Partei République en Marche kann mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung rechnen. Der französische Präsident hat damit freie Hand für radikale Reformen.

Seite 9 von 11
kwoik 12.06.2017, 07:50
80. Was soll

Das Gejammer? Macron war gerade mal 4 Jahre bei einer Bank beschäftigt, uiui nu ist er der Teufel in Person. Zum Vergleich wieviel Jahre war Gauland in der CDU und ist am Ende wegen Postenschieberei rausgeflogen? Messen wir da mit zweierlei Maß?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 12.06.2017, 07:50
81. ...

Zitat von 93160
Die Haelfte der Franzosen sind nicht waehlen gegangen. Nicht weil es ein heisser Sonntag war. Und ja, das Wahlsystem der fuenften Republick wird uns noch einmals um die Ohren fliegen. An den Autor der in Paris lebt, was glauben Sie wieviel Franzosen vertreten sind? Was glauben Sie warum man heute nicht waehlen gegangen ist? Sogar unsere Journalisten im TV schauen ganz verdattert drein. Man kann nur hoffen der Macron verdirbt es nicht, was dann kommt will man sich nicht ertraeumen und da geht es nicht nur um den FN.
Man kann es immer wieder nur Gebetsmühlenartig wiederholen. Jeder hat die Möglichkeit zu wählen, sich zu entscheiden. Wer das nicht tut muss mit dem Ergebnis leben und hat eigentlich das Recht verloren sich zu beschweren,. Das gilt für Trump, den Brexit und jetzt eben für Frankreich. Die etablierten Parteien in Frankreich bekommen jetzt die Quittung für jahrzehntelanges Nichts- oder das Falsche tun.
Die Beschwerde von Le Pen sich als kleine, benachteiligte Partei zu bezeichnen ist schon beinahe lustig. Wieviel %te hat sie nochmal bekommen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jjcamera 12.06.2017, 07:50
82. Opfer

Die eigentlichen Opfer dieses Wahlrechts sind die Sozialisten. Vom ersten auf den letzten Platz in nur einer Runde!
Die "Demokratie" steuert auf ihr Ende zu. Die Idee, dass sich die besten Führungskräfte eines Landes per Wahlverfahren, an dem jeder teilnehmen kann, finden lassen, hat sich als Fehler erwiesen.
Und die "besten des Landes" tummeln sich auch nicht im deutschen Bundestag. Die sind in der Wirtschaft, im Kulturbertrieb oder lehren an Universitäten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
!!!Fovea!!! 12.06.2017, 07:54
83.

Zitat von Binideppert?
....scheitern an den französischen Besitzstandswahrern, welche die 35-Stunden-Woche und das gesetzliche Renteneintrittsalter von 60 Jahren mit Zähnen und Klauen verteidigen werden. Wenn daran gerüttelt wird, gibt es die "Französische Revolution" mit brennenden Barrikaden, denn die Mehrheit der Franzosen sieht allein den Staat in der Verantwortung für persönliches Wohlergehen.
Wenigstens hat das Volk eine Meinung und vertritt die auch, genau das vermisst man beim Deutschen, der alles abnickt, egal was die in Berlin erzählen.

Kein Wunder, dass lauter "Zitronen" in der Politik sind, keine Ahnung vom richtigen Leben, aber meinen, anderen vorschreiben zu müssen, wie man zu leben hat.

Aber laufen Sie ruhig blind Merkel und Co. hinterher. Wenn Sie selber mal Hilfe vom Staat brauchen, wünsche ich Ihnen, dass Sie mal anfangen über die Hartz Gesetze nachzudenken, wenn am Ende des Geldes soviel Monat übrig ist.

Ich erinnere Sie dann: "Kostet nur" und werfe Ihnen dann "Sozialneiddebatte" vor.

Ach so, ich bin auch für 35 Std. Woche bei vollem Lohnausgleich, gerade jetzt, da wir doch profitieren können von den X-tausend Facharbeitern mit Migrationshintergrund, die ins Land strömen. Unsere Bundeskanzlerin hat zwar nicht gesagt wie, aber das wie das Schaffen. Na dann mal los, warum soll ich 40 Std./Woche schaffen, wenn wir einen solchen Bevölkerungszuwachs haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xantos73 12.06.2017, 07:58
84. Nur 50% Wahlbeteiligung?

Autsch! Wenn man das mal ausrechnet, also wenn nur 50% wählen gegangen sind, waren das 23,8 mio. Menschen. Mit 32,3% hat Macron also 7,68 Stimmen bekommen. Das sind dann rückwärts betrachtet auf die eigentlich 47,6 Wahlberechtigten 16,25% in absoluten Zahlen.
Ui! Und schließt man nun die Gesamtbevölkerung ein, weil die Politik die er machen wird, wird ja schlussendlich auch alle betreffen - also auf 67 Mio. Einwohner, sind diese 7,68 mio Stimmen gerade noch 11,46%.
Im Klartext - etwas mehr als 10 % der Bevölkerung haben für den neuen Mann und seinen Marsch gestimmt und das wird hier als großer Sieg verkauft? Autsch!
Also wenn der Herr Macron jetzt den Schröder machen will...
Das könnte lustig werden. Die Franzosen sind anders als die Deutschen ein ausgesprochen streitbares Völkchen wenns an ihr Bagett geht. Ich hol mir schon mal das Popcorn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
!!!Fovea!!! 12.06.2017, 07:59
85.

Zitat von WolfThieme
Nun lasst ihn doch erst mal machen, anstatt so deutsch-verbiestert zu reagieren.
Und wenn das Gemaule groß ist, rennt jeder deutsch-verbiesterte herum und sagt, ich habe es schon immer gewusst!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 12.06.2017, 08:00
86. Knapp vorbei ist auch daneben ...

Zitat von ackermart
Woher nur kommt diese französische Wortspezialität der Gleichheit von Markt-Marche und Marsch-Marche? Es muss die äusserst bewegte Vergangenheit der Napoleon-Ära gewesen sein, welche diese Wortalliance wortgeschmiedet hat: Eine Vielhunderttausendmannarmee brauchte einen gigantischen mitmarschierenden Marketender-Markttross, um den Durchmarsch bis ins Elysium zu begleiten. Sollte man darin etwa ein Gleichnis zur Globalisierung erkennen, wo eben die längste Zeit nur Waren auf dem Weg waren? Nun, ein regierender Investmentglobalisierer wird es sicher wissen.
Also, Phantasie haben Sie, aber zwischen MARCHE und MARCHÉ gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied, den man zwar nicht gleich sieht, aber deutlich hört. Auf jeden Fall erhalten Sie den heutigen Preis der Volksetymologie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
InesH 12.06.2017, 08:01
87.

Zitat von ackermart
Woher nur kommt diese französische Wortspezialität der Gleichheit von Markt-Marche und Marsch-Marche?
Die Unterschiede liegen im Sexus der Worte und einem accent aigu.
Und in der Aussprache ...
Und überhaupt ist da gar nichts gleich, es wird nicht mal gleich geschrieben, Sie toller Französichkenner.
La marche --> der Marsch
Le marché --> der Markt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Edgard 12.06.2017, 08:06
88. Nur gut daß Sie...

Zitat von Martha Cannary
Für mich als Linker kein Grund zu jubeln. Soll jetzt die ganze EU Hartz 4 werden, wo soll das enden? Macron zieht jetzt sicher sein neoliberales Programm durch, Merkel und Schulz sind schon am jubeln und haben ihm schon gratuliert.
... kein(e) typische(r) Linke sind, denn das würde bedeuten "Links=Brett vor´m Kopf".
Erstens - können Sie sein ageblich "neoliberales Programm" mal etwas Näher beschreiben?
Zeigen Sie uns Unbeleuchteten doch mal Merkels "Jubel"..
und daß man - unabhängig vom poloitischen Standpunkt - dem Sieger gratuliert hat etwas mit Anstand zu tun.
Aber - davon kennen viele Linke ebensowenig wie vom Wohlstand für alle. Oder irre ich mich da?
Zeigen Sie mir bitte EINEN sozialistisch regierten Staat in den es den Menschen besser geht als bei uns...

"Martha", mit Ihrem Kommentar und den gestrigen Hannoveraner Beschlüssen zeigen LINKE wie Sie nur eins - Ihre Unfähigkeit Politik zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 12.06.2017, 08:06
89. Recht haben Sie, aber ...

Zitat von Wunderläufer
Für mein Verständnis ist jede Form des Mehrheitswahlrechts ungerecht, da in jedem Stimmbezirk alle Stimmen der Verlierer in der Tonne landen, d.h. theoretisch könnten 50,0001% Ja-Stimmen zu 100% der Abgeordneten führen. Die schwache Wahlbeteiligung in der ersten Runde sehe ich entspannt, keinenfalls als Stimme gegen Macron. Wer nicht abstimmt akzeptiert jegliches Wahlergebnis
Es ist viel schlimmer: 33% der Stimmen können bei einem Mehrheitswahlrecht zu 100% der Sitze im Parlament führen (und tun das auch dauernd). Und bei der Zahl '33 wird mir immer schlecht ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 11