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Macrons Rede zum Weltkriegsgedenken: "Patriotismus ist das Gegenteil von Nationalismu
REUTERS

Frankreichs Präsident Macron hat seine Rede zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs zu scharfer Kritik an Donald Trump genutzt. Ein Land, das nur an seine eigenen Interessen denke, verliere seine moralischen Werte.

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famon 11.11.2018, 14:33
20. Chapeau, M. le President!

You and the Femen ladies made my day! Und den Rest lieferte das Wetter, das aus Trump, Putin et caterva begossene Pudel machte.

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g.eliot 11.11.2018, 14:33
21.

Zitat von hplanghorst
Erauben Sie mir zu uebersetzen. Das bediutet in deutsch, und zwar woertich: “Amerika zuerst”. Das beinhaltet dann auch das danach nochwas kommt, sozusagen als Zweites. Wenn Ich jetzt als Amerikaner ausdruecken wollte, das mich alle Anderen nicht interessieren dann wuerde Ich sagen:” Only America”. Hat aber niemand gesagt. Soviel zu dem Unterschied was mein Praesident gesagt hat und dem was Macron daraus interpretiert hat. Ansonsten hat mich Macron positiv beeindruckt beim Abnehmen seins Militaers und auch YoYoMa war sehr beeindruckend und angemessen. Schade das die deutsch sprechende Jugendliche nicht deutsch war. PS.: In einem anderem Artikel ist die Ueber#chrift das Trump als Nachzuegler kam, dicke Ueberschrift. Im letzten Satz dann dass Putin auch spaeter kam. Find Ich ja Klasse das Ihr Trump als wichtiger einstuft, aber ein wenig Balance saehe besser aus im Rahmen journalistischer Neutralitaet.
1. "Only America" hat niemand gesagt, doch es ist nicht nur Macron, der das so interpretiert. Trump verhält sich so, dass es leider zu dieser Interpretation kommt, jedenfalls seitens der Europäer. Das beruht also auf seinem eigenen Verhalten. Dadurch, dass er sich als stolzer Nationalist geoutet hat, hat er diese Einschätzung nur bestätigt.
2. Putin ist dafür bekannt, dass er eigentlich immer zu spät kommt. Das hat nichts damit zu tun, wer wichtiger ist, sondern damit, inwiefern derjenige seinen Gastgeber respektiert. Diese Einstellung: Wer wichtiger ist, kann zu spät kommen, ist vielleicht ein Teil der russischen Kultur, doch den Europäern ist das fremd. Wir legen großen Wert auf Pünktlichkeit, ob seitens Politikern, Wirtschaftsführern oder ganz normalen Bürgern. Wer dauernd zu spät kommt, verliert am Ansehen, unabhängig davon, welche Position er einnimmt.

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Mr T 11.11.2018, 14:34
22.

Macron hat nicht ueber America first gesprochen sondern ueber Nationalismus und den Verlust von Moral. Das trifft auf die derzeitige Usa zu auch wenn Trump nur first sagt und nicht only....

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Findus_1 11.11.2018, 14:35
23.

Zitat von hugahuga
Eine Veranstaltung der Sieger. Was eigentlich veranlasst den Besiegten, an der Siegesfeier teilzunehmen? Einmalig in der Welt - sehr deutsch. Und - zu welcher Gruppe zählt sich eigentlich Herr Netanjahu? Was macht dieser dort?
ganz einfach: Es war keine Siegesfeier. Es war die Feier "zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs" und an Millionen von Menschen, die in diesem Krieg ums Leben kamen.

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drent 11.11.2018, 14:36
24. Gedenktage, Gedenkfeiern, Gedenkreden

Und immer die gleichen erhabenen Sprüche von immer den selben Leuten. Immer unter sich und streng abgeschirmt. Morgen schon wieder vergessen.

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fkfkalle3 11.11.2018, 14:40
25. Nationen, Völker

können innerhalb des Patriotismus der Völker gegenseitige Interessen zusammenfassen. Man sieht über den Tellerrand. Genau dieses ist im Nationalismus nicht möglich. Ja, es ist richtig an Siegesfeiern teilzunehmen, denn auch wir haben gewonnen. Bleibt nur zu hoffen, dass man endlich begreift, dass der Interessenausgleich , zwar enendlich mühsam ist, aber der letztendlich einzig friedliche Weg, eben im Sinne der Völkerverständigung.

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heino.dengel 11.11.2018, 14:41
26.

Zitat von hugahuga
Eine Veranstaltung der Sieger. Was eigentlich veranlasst den Besiegten, an der Siegesfeier teilzunehmen? Einmalig in der Welt - sehr deutsch. Und - zu welcher Gruppe zählt sich eigentlich Herr Netanjahu? Was macht dieser dort?
Ihr Kommentar zeigt eine Gedankenwelt, die man kaum noch verstehen kann. Ihr Weltbild gehört zu einer Minderheit, erfreulicher Weise.

Wer hat verloren und wer gewonnen? Denken Sie etwa, irgendeiner der millionen Gefallenen oder millionen Verkrüppelten hat gewonnen? Alle haben sie verloren, zu holen gab es da für niemanden etwas.

Danken Sie ihrem Schöpfer dafür, zur richtigen Zeit geboren zu sein. 100 Jahre früher und Sie hätten Dinge erduldet, die Sie sich nicht einmal in ihren widerlichsten Fantasien ausmalen könnten.

Ach ja, Israel war dabei , um an die 6 Millionen ermordeten Menschen, jüdischer Abstammung oder Glaubens zu erinnern, die von uns, den Deutschen, kaltblütig umgebracht wurden.
Hoffe Ihre Frage steht damit als beantwortet da.

Frankreich und Deutschland haben in einer überwältigenden Art Versöhnung gesucht und gefunden. Das ist Tatsache. Todfeinde wurden zu Freunden.

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jana45 11.11.2018, 14:41
27. Patriotismus ist gleich Nationalismus

Auch wenn sich der moderne Staat die letzten Jahrzehnte gut bewährt hat, so hat sich doch auch gezeigt, dass Staaten mit kultureller und sprachlicher Diversität sowie Einwanderungsländer - wie USA, Schweiz, Kanada, Australien, Neuseeland oder auch in gewisser Weise Deutschland erfolgreich waren. Der Nationalismus und Patriotismus (das sind nur andere Worte für Rassismus) wie ihn Trump oder die europäische Rechte proglamieren sind völlig hohl. Man nehme nur Trump: er kommt aus einer Migrantenfamilie, hat eine osteuropäische Frau und hetzt gegen Einwanderer aus Mittelamerika - darunter viele Mestizen - Nachkommen von Indianern, den ersten Einwohnern Amerikas - die fremd wären - und Krankheiten einschleppen würden (dabei wurden so viele indianische Stämme ausgerottet von Krankheiten, welche die Europäer mitbrachten). Und Macron - was redet er hier für wirres Zeug - gerade im französischen war Nation mal ein Begriff für eine Wertegemeinschaft - fern von Nationalität und Vaterland. Was macht es für einen Sinn an solch veralteten und gemeingefährlichen Begriffen festhalten zu wollen.

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madameping 11.11.2018, 14:41
28. @ hplanghorst Heute, 13:52

Zitat von hplanghorst
Erauben Sie mir zu uebersetzen. Das bediutet in deutsch, und zwar woertich: “Amerika zuerst”. Das beinhaltet dann auch das danach nochwas kommt, sozusagen als Zweites. Wenn Ich jetzt als Amerikaner ausdruecken wollte, das mich alle Anderen nicht interessieren dann wuerde Ich sagen:” Only America”. Hat aber niemand gesagt. Soviel zu dem Unterschied was mein Praesident gesagt hat und dem was Macron daraus interpretiert hat. Ansonsten hat mich Macron positiv beeindruckt beim Abnehmen seins Militaers und auch YoYoMa war sehr beeindruckend und angemessen. Schade das die deutsch sprechende Jugendliche nicht deutsch war. PS.: In einem anderem Artikel ist die Ueber#chrift das Trump als Nachzuegler kam, dicke Ueberschrift. Im letzten Satz dann dass Putin auch spaeter kam. Find Ich ja Klasse das Ihr Trump als wichtiger einstuft, aber ein wenig Balance saehe besser aus im Rahmen journalistischer Neutralitaet.
Ich versuche es mal mit einfachen Worten zu erklären und übertrage seinen Ausspruch "America first" auf eine Person: Wenn ich also sage "ich zuerst" dann sage ich damit folgendes aus: Ich bin die allergrößte, die beste und schlaueste und stehe in erster Linie an erster Stelle und alle anderen kommen in jedem Fall nach mir, ganz gleich, was sie für Interessen haben. Es interessiert mich nicht die Bohne, was andere denken oder ob ich ihnen schade und was früher ausgehandelt wurde und es ist mir einerlei, ob mein(e) Vorgänger bei den Verhandlungen mit dabei waren oder sie sogar initiiert haben. Ich zuerst, andere Interessen sind mit egal, da ich ja zuerst komme. Danach erst ihr anderen.
Das ist nichts anderes als die etwas abgemilderte Sprachweise für "America only". Aber sie steckt unausgesprochen dahinter. Herr Trump beweist es täglich durch seine Politik der Spaltung. So verprellt man jeden Partner - ob politisch oder privat. Probieren Sie mal aus und sagen einer nahestehenden, Ihnen Vertrauen schenkenden Person in barschem Tonfall: ich zuerst!...

Noch eine Erklärung aus der Geschichte, was es bedeutet, wenn jemand der Meinung ist, nur er oder sein Land ginge in jedem Fall vor:
In Deutschland gab es bis vor 73einhalb Jahren einen Herrn H. Der wollte nach der "Schmach" des 1. Weltkrieges auch sein Land wieder an die erste Stelle bringen. Was daraus geschehen ist, wissen Sie hoffentlich...

Nun mag Ihr Präsident menschlich zwar nicht mit Hitler zu vergleichen sein, seine Gewalt-Rhetorik weist aber gravierende und alarmierende Parallelen auf.

Und es ist immer das gleiche mit den Anhängern solcher Kräfte, denen dieses Geprahle so unglaublich imponiert: entweder verstehen sie es nicht oder sie blenden historische Fakten oder psychologische Binsenweisheiten aus.

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willibaldus 11.11.2018, 14:42
29.

Zitat von Argonne
Patriotismus? Stelle mir gerade vor, das ein deutscher Politiker etwas zu Patriotismus sagt bzw. diesen auch auf Deutschland bezieht. Der kann umgehend seinen Hut nehmen. Aber Sieger dürfen natürlich nach wie vor darüber philosophieren ibs. wenn es damit gegen Trump geht. Was für ein Blödsinn.
Vielleicht haben Sie die Rede des Bundespräsidenten nicht verfolgt, der sprach von Patriotismus.

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