Forum: Politik
Macrons Syrien-Politik: Der letzte Verbündete der Kurden
AFP

Durch den Abzug der US-Soldaten stellt Frankreich plötzlich das größte westliche Truppenkontingent in Syrien. Den rund 200 Spezialkräften droht eine direkte militärische Konfrontation mit der Türkei.

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der_beste 27.12.2018, 20:20
10. der Grund

Warum Frankreich dort ist, ist nur contra Türkei zu sein. Die Organisation PKK die man Jahrzehnte unter der Hand unterstützt hat, tut man nun offensichtlich. Nicht gegen die IS, da der in Nordsyrien nicht aktiv ist.
Das nimmt Türkei nun zur Kenntnis.
Dieses Gebiet war nie Kurdistan, sondern von einigen Kurden bewohntes Land. Dort lebten Araber und auch Türkmenen unter dem Osmanischen Reich friedlich zusammen.

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joshuaschneebaum 27.12.2018, 20:22
11. Mehr als Zeit

Gut und richtig wäre es, unserem Nato-Partner E. in T. unmissverständlich klar zu machen, dass ein weiterer Angriffskrieg zu seiner Verhaftung durch eine Spezialeinheit sowie zum Kriegsverbrecher-Prozess in Den Haag führen wird.
Seine Gleichsetzung der kurdischen Interessen sowie deren Vertreter mit Terrorismus und Terroristen ist der eigentliche Terrorakt, der sich in all seiner Politik widerspiegelt.
Es ist mehr als Zeit, über einen kurdischen Staat zu reden, da durch das historische Vergessen ihr Gebiet zwischen Irak, Iran, Syrien und der Türkei aufgeteilt wurde und genannte Staaten es völlig vergaßen Minderheitsrechte in Erwägung zu ziehen, vielmehr ignorieren sie sie total.
Doch stattdessen gibt es Verhandlungen über die Form militärischer Aktionen während eines Angriffskriegs als seien wir in der Hochphase des Imperialismus' des 19. Jahrhunderts.

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modemhamster 27.12.2018, 20:22
12. Ooops?

Jetzt ist auf einmal Erdogan der Böse? Möglicherweise kommen die Kurden noch mal davon und müssen nicht für ihre grenzenlose Dummheit bezahlen. Unter Assad hatten sie eine Selbstverwaltung, aber sie mussten sich ja unbedingt den Amerikanern an den Hals werfen. Das lohnt sich nun mal offensichtlich gar nicht. Es sollte uns eine Warnung sein.

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Trivalent 27.12.2018, 20:28
13. Nicht nur

Putin hat seine Trolle, könnte man Angesicht`s der ersten Beiträge hier vermuten.
Ob man in Berlin sich im Klaren ist, dass es eine historische Chance ersten Ranges ist, Frankreich bei zu stehen? Oder lässt man Frankreich im Regen stehen?
Leider verbietet die sogenannte Netikette und die Druckfähigkeit, hier zu schreiben, was ich denke.

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walligundlach 27.12.2018, 20:33
14. PKK und die USA, Kurden im Norden Syriens

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS83MWZkMjg3My1lNmYyLTRiZDgtOTYxNS 0xNjc5ZTcwOTI4NDc/clip

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HeisseLuft 27.12.2018, 20:42
15. Halsabschneider

Zitat von PeaceNow
Ganz abgesehen davon das neben den USA auch die Franzosen weder ein UN Mandat noch die Bewilligung aus Damaskus haben. Denn es sind bereits seit heute Morgen größere Einheiten der 1. Republikanischen Division der SAA auf dem Weg nach Manbij, Infanterie, Artillerie und Panzereinheiten, die ersten sind offenbar bereits eingetroffen und gehen um die Stadt herum in Stellung. Nach langem Ablehnen und Zögern endlich ein kluger Zug der Kurden, denn eine direkte Konfrontation mit der SAA ist nun kaum zu verhindern, sollte die Türkei vorrücken, dann aber stehen Russland und Iran auf der Matte. Somit könnte dies jetzt einen türkischen Angriff verhindern. Hätten die USA nicht ihren Abzug angekündigt, dann hätten sich die Kurden weiterhin geweigert mit Damaskus zu verhandeln, sowie zur Reintegration der Kurdengebiete unter weitgehender Autonomie, was nun die einzige reale Option bleibt.
Mja, das hätten sie gern, dass der Autokrat Erdogan dem Diktator Assad und seinen Kopfabschneidern von den "Tiger Forces" die Schäfchen zutreibt.

Die mörderischen Clowns haben allerdings militärisch keine Chance gegen einen ernstgemeinten türkischen Angriff. Und wie konsequent Russland zugunsten der YPG eingreift haben wir bereits am Beispiel Afrin gesehen.

Übrigens: die YPG hat die ganze Zeit mit Damaskus verhandelt. Und eine weitgehende Autonomie war bisher gerade von Damaskus nicht zu haben. Assad hat sich stets gegenteilig geäußert.

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geboren1969 27.12.2018, 20:46
16. Terroristen?

Es gibt in der ganzen Angelegenheit nur zwei "Terroristen" dort. Erdogan und Assad. Das Erdogan den IS unterstützt hat ist bewiesen. Bei Rohöl kann man über einen sog. chemischen Fingerabdruck sehr leicht feststellen, aus welcher Quelle es stammt. In der Türkei verladenes Öl war immer wieder mit Öl aus dem Gebiet des IS verschnitten. in nicht unerheblicher Menge. Der IS wird das Öl ja wohl nicht selbst auf die Tanker verladen haben?! ..und erzähle hier niemand Erdogan hätte es nicht gewusst. Diese Ausrede wurde im 3. Reich bei uns auch immer benutzt. Der "Führer" weiss davon nix. Wir wissen sehr genau, was einen diktatorischen Staat ausmacht. Die Türkei ist auf einem guten Weg dahin, kurz vorm Ziel. Gebt den Kurden endlich, was ihnen zusteht, ein eigenes Land.

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keine Zensur nötig 27.12.2018, 20:48
17. Syrien - Spielball der Mächte

Die französischen Truppen halten sich völkerrechtswidrig in Syrien auf. So wie auch die Streitkräfte aller der Länder, welche nicht durch die syrische Regierung eingeladen wurden. Also - allez und ab nach Hause.

Die SDF besteht vorwiegend aus kurdischen Kämpfern.

Die Kurden - nicht schlau geworden und masslose Egoisten. Die USA haben bereits einmal die Kurden im Stich gelassen und Saddam zum Fraß vorgeworfen. Unter Assad hatten sie Autonomie. War wohl zu wenig. Stattdessen sinnfreie Abenteuer mit angeblichen Verbündeten. Bereits in Afrin hatte Assad Hilfe angeboten bei gleichzeitiger Unterstellung unter Damaskus. Wollten die Kurden nicht - die Türken sind einmarschiert. Das Gebiet wird jetzt mit den aus anderen Landesteilen vertriebenen Rebellen, Freiheitskämpfern usw. neu besiedelt. Spätestens da hätten die Kurden aufwachen müssen.

Durch den Abzug der US-Truppen haben die Kurden nun die Wahl zwischen türkischer Besetzung oder Rückkehr in den Staat Syrien.

Positiv:
- Trump ist seit Langem der einzige Präsident, der keine Kriege begann, sondern welche beendet.
- Unsere Tornados können endlich heimkehren, was Steuergelder spart und die Gefahr eines Abschusses durch die Syrer ausschliesst.

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reever_de 27.12.2018, 20:51
18. „Freunde“???

Zitat von dirkcoe
Sie scheinen der Letzte zu sein, dem der drohende Völkermord an den Kursen durch Erdogan nicht egal ist. Wären die Merkel nicht so jämmerlich und die vdLeyen nicht so unfâhig, dann wäre es jetzt der richtige Moment für unsere Bundeswehr unsere Freunde aus Frankreich zu unterstützen.
„Wären die Merkel nicht so jämmerlich und die vdLeyen nicht so unfâhig, dann wäre es jetzt der richtige Moment für unsere Bundeswehr unsere Freunde aus Frankreich zu unterstützen.“

Die Franzosen verfolgen überall ihre ganz eigenen und persönlichen Interessen - in Mali beispielsweise dürfen die Deutschen als Erfüllungsgehilfen für die französische (Atom-)Politik herhalten. Und nun sollten die Deutschen „Arm in Arm“ mit den Franzosen einen Kampfauftrag (!) in Syrien erfüllen?

Haben Sie eine Ahnung was Sie da fordern? Die Bundeswehr ist keine Kampftruppe und bräuchte vermutlich letztlich mehr Hilfe vor Ort von den Franzosen als ihnen die „Hilfe“ Wert wäre. Nein, außer Worthülsen, leeren Versprechungen und schönen Worten hat die Bundesrepublik der „Grande Nation“ wenig bis gar nichts zu bieten. Militärisch schon lange nichts. Und das ist auch gut und richtig so.

Wir haben bereits ein „Vietnam“ in Afghanistan am Laufen wo seit 20 Jahren (!) gekämpft wird, wo militärisch nichts zu gewinnen ist und seitdem Multi-Milliarden an Euro und Menschenleben „verbrannt“ worden sind. Wollen Sie wirklich noch ein weiteres ausländisches Disaster unterstützen?

Und, nicht vergessen, das irgendwann mal deutsche Soldaten versehentlich auf Russen schießen ist auch nicht ganz vor der Hand zu weisen. Hatten wir auch schon zweimal und wollen es ganz, ganz bestimmt nicht noch einmal!

Von daher ist die Bundesrepublik in der Tat sehr, sehr gut beraten von einem französischen Abenteuer in Syrien die Finger zu lassen und sich nicht aus falsch verstandener Solidarität in etwas einzulassen, was nicht zu gewinnen ist: weder militärisch noch politisch!

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keine Zensur nötig 27.12.2018, 20:52
19. Moral?

Zitat von go-west
auch nicht der Möchtegern-Sultan aus der Türkei kann einem Volk sein legitimes Recht auf einen eigenen Staat absprechen. Die heutige Türkei besetzt einen Teil des historischen kurdischen Landes. Wenn die Türken meinen, daß diese Besetzung unwiderruflich ist, irren sie gewaltig. Moralisch gesehen sind die Kurden im Recht, während Erdogan einzig das Recht des Stärkeren anwendet.
Seit wann bestimmt Moral? Es gibt Völkerrecht und die Kurden haben sowohl in Syrien wie auch im Irak weitgehende Autonomierechte.

Dass das bei unserem NATO-Partner nicht so ist und der noch Milliarden hinterher geworfen bekommt - das ist unsere Schuld.

Folgt man moralischen Vorstellungen der Unterdrückung einer Minderheit müsste sich im neuen Jahr die sorbische Regierung für unabhängig erklären und Teile Brandenburgs und Sachsens besetzen.

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