Forum: Politik
Maduros Kampf um die Macht in Venezuela: Er ist noch da
Miraflores Palace/Handout via REUTERS

Der neuerliche Aufstand in Venezuela ist vorerst in sich zusammengefallen. Herausforderer Guaidó scheint sich ebenso verkalkuliert zu haben wie seine Unterstützer in der US-Regierung. Machthaber Maduro ist weiterhin im Amt.

Seite 2 von 18
cookie1 01.05.2019, 10:05
10. Tatsachen Verdrehung

Es ist Guaidos Geistermachtkampf . Momentan leidet die Wirtschaft.
Aber schon steigt der Ölpreis und eine Besserung ist in Sicht.
Nach der gestriger Trump Aussage "Er würde alles genau beorbachten"
muss man zwischen den Zeilen lesen können:
Trump ist an äusseren Kriegs Konflikten überhaupt nicht interessiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 01.05.2019, 10:08
11. Warum darf SPON den Bolton NICHT zitieren?

Zitat von Wolfgang H.
glaubt ihr selbst was ihr da schreibt? Zitat:"US-Sicherheitsberater John Bolton behauptete, hohe Mitglieder in Maduros Kabinett, darunter Verteidigungsminister Padrino, hätten ihm zugesichert, dass sie zu Guaidó überlaufen würden." Von wem bekommt ihr solche Infos? Langsam frag ich mich warum ich eure Beiträge noch lese.
Warum darf SPON den Bolton NICHT zitieren?

Bolton stand vor dem Weissen Haus gab eine Pressekonferenz und sagte, dass der Verteidigungsminister, der Chef der Praesidialgarde und der Praesident des Obersten Gerichtes zu Guaido uberlaufen und en Maduro fallen lassen. Dass 25'000 Kubaner die Milizen, welche Maduro schuetzen, steuern.

Pompeo sagte life am TV, dass die Russen die Flucht von Maduro nach Kuba verhinderten.

Warum soll ueber diese amerikanischen "Geschichten" nicht berichtet werden?

Woher die USA wissen, was in Venezuala los ist? Von echten und falschen Ueberlaeufern, Verraetern, Propagandisten und natuerlich dem CIA.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brinke 01.05.2019, 10:09
12. @hausfeen

Fällt mir schwer zu glauben, dass es hier hauptsächlich ums Öl gehen soll, sowohl die Amerikaner als auch die Russen haben Öl im Überfluss. Ein Kampf der Systeme wäre da wahrscheinlicher, ist schon auffällig, dass die USA vorallem sozialistische Regierungen bekämpfen, ob Demokratie oder Diktatur, mit Öl oder ohne scheint da fast zweitrangig. Und für Moskau geht es eher um mehr Einfluss in Lateinamerika und damit vor der Haustür Washingtons, vllt eine kleine Racheaktion für die Ukraine und Syrien? :-D

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cipo 01.05.2019, 10:12
13.

Zitat von Wolfgang H.
glaubt ihr selbst was ihr da schreibt? Zitat:"US-Sicherheitsberater John Bolton behauptete, hohe Mitglieder in Maduros Kabinett, darunter Verteidigungsminister Padrino, hätten ihm zugesichert, dass sie zu Guaidó überlaufen würden." Von wem bekommt ihr solche Infos? Langsam frag ich mich warum ich eure Beiträge noch lese.
Dann schauen Sie sich doch einfach Boltons Pressekonferenz an. Da sagte er nämlich (ab 1:30 min) genau das, was SPON geschrieben hat.

https://www.pbs.org/newshour/world/watch-live-national-security-adviser-john-bolton-to-address-venezuela-unrest

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horst01 01.05.2019, 10:14
14. Ja.

Zitat von erlenstein
Worin bestand/besteht die internationale Hilfe denn? Sanktionen allerorten durch die USA? Anerkennung eines windigen selbsternannten Übergangspräsidenten? Das Land in ein Chaos treiben? Den Bürgerkrieg forcieren? Letztendlich läuft es auf ein militärisches Eingreifen der USA hinaus und das mit der schäbigen völkerrechtswidrigen Unterstützung der deutschen Regierung, die sich eilfertig auf die Seite Guaidos gestellt hat.
Deutschland und die EU gehen nicht den Dritten Weg. Sie springen den USA bei, weil die USA es so wollen. Damit haben wir uns entschieden, Vasall zu bleiben. Mit Gerhard Schröder wäre das nicht passiert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 01.05.2019, 10:18
15. Volksaufstand

Zitat von adieu2000
Wahrscheinlich hat Niemand eine genaue Vorstellung ob es eine signifikante Anzahl an Befürwortern eines Putsches in der Bevölkerung gibt. Es beschleicht einen der Verdacht das ein Volksaufstand nur herbei geredet werden soll und mit fragwürdiger Unterstützung inszeniert wird. Schnell wird dann von manipulierten Bürgern und Erpresser Banden fabuliert. Ein Großteil der Bevölkerung weiß aber das die katastrophale Lage nur eine Folge der amerikanischen Sanktionspolitik ist.
Warum soll ein Volksaufstand herbeigeredet werden? Stimmt, der Maduro ist vollgefressen, aber ist es das Volk ausser seinen 3000 Generaelen auch? Sind die Regale der Supermaerkte leer oder ist das leere Propaganda? Die Spitaeler ohne Medikamente? Die urspruenglich hervoragende, venezolanische Landwirtschaft ruiniert und nicht mehr faehig die eigenen Leute zu ernaehren? Alles falsch?

Wenn irgendwo auf Erden ein Volksaufstand noetig ist, dann in Venezuela, wo die Chavez nun Maduro Nomenklatura alle Reichtuemer des Landes einsackten und sich trotzdem bei China und Russland massiv verschuldeten.

Die Nachfolgeregierung wird diese Schulden nie und nimmer zurueckzahlen. China kann sich das leisten, bei Russland bin ich mir nicht sicher.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horstenporst 01.05.2019, 10:19
16.

Was man nicht bei SPON liest:

https://theintercept.com/2019/01/30/donald-trump-and-the-yankee-plot-to-overthrow-the-venezuelan-government/

http://cepr.net/press-center/press-releases/report-finds-us-sanctions-on-venezuela-are-responsible-for-tens-of-thousands-of-deaths

https://www.independent.co.uk/news/world/americas/venezuela-us-sanctions-united-nations-oil-pdvsa-a8748201.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horst01 01.05.2019, 10:21
17. Es geht um den Kampf der Systeme.

Zitat von tommachtblau
Ich habe schon viele Ländern dieser Erde besucht. Aber wenn ich in sozialistischen oder kommunistischen Ländern war war eines immer gleich: Es herrschte Armut, Misswirtschaft und ein Übermass an Korruption. Ja man könnte es mit der Formel Sozialismus = Armut zusammen fassen. Aus diesem Grund kann man nur hoffen dass, dieses geschundene, ausgebaute Volk bald eine fähigere und gerechte Regierung bekommt
In Venezuela wird stellvertretend der Krieg zwischen Sozialismus und Kapitalismus ausgetragen. Dabei wird schon seit einiger Zeit darüber in philosophischen Zirkeln nachgedacht, welches Modell von Wirtschaft man braucht, um Wirtschaft und Ökologie zu versöhnen auf dem Hintergrund, dass wir 7,63 Milliarden Menschen angemessen zu versorgen haben.

Bei diesen Rahmendaten ist es heuchlerisch zu behaupten, die Bemühungen der USA seien lobenswert und sinnvoll! Mitnichten! Angesagt ist Wandel durch Handel und Zusammenarbeit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whitewisent 01.05.2019, 10:23
18.

Guaidó hat entweder furchtbar schlechte Berater und Unterstützer, oder ist schlicht unfähig als "führender Oppositionspolitiker". Wenn man sieht, wie wenig Bürgergerechte letztendlich ausgereicht haben, um die Wende in der DDR anzustoßen (obwohl es der im Verhältnis blendend ging), muß man doch zweifeln, wie breit seine Basis ist.

Seit mehr als 200 Jahren kennen die Südamerikaner derartige Regime changes, die ihren Ausgang in der USA nahmen. Meistens wurden dann extrem rechte Politiker an die Macht gebracht, und der Notlage durch schlechte linke Wirtschaftspolitik folgte die Notlage durch kleptokratische Familienbanden, die unter dem Schutz von Militär und USA standen.

Man darf eben nicht vergessen, nicht nur die USA schätzen die geopolitische Lage des Staates, sondern eben auch China und Russland. Wenn die Moral stimmt, reichen erstmal ein paar Tonnen Reis und Bohnen sowie Basismedikamente für die Hauptstadt, um die Macht zu sichern. Etwas Anderes wäre auch nicht mit den LKWs gekommen. Da auch die Venezulaner TV haben, wissen sie, wie es in der Welt aussieht. Überall dort, wo China investiert, boomen bis dahin abgehängte Regionen. Wo die USA investiert, dient man nur als weiterer Rohstofflieferant und Absatzmarkt, auch wenn mans nicht mehr Kolonialismus nennt, die Basis dessen. Die USA braucht mehr das Öl aus Venezuela, als dieses den Weizen und Soja aus dem Norden. Die bekommt man wesentlich preiswerter bei den Nachbarn, oder in Afrika.

Wenn man satt ist, sind Menschenrechte nicht wirklich das Dringenste, um das man sich kümmert. Und sieht in deren Fehlen auch nicht wirklich ein Manko, was einen Putsch rechtfertigt, an dessen Ende die Putschisten beim Militär sich nicht sicher sein dürften, ob sie wirklich noch ihre Posten behalten, oder nicht fremde "Militärberater" die Stäbe übernehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 01.05.2019, 10:25
19. Gerard Schroder haette den Maduro weiter unterstuetzt? Wirklich?

Zitat von horst01
Deutschland und die EU gehen nicht den Dritten Weg. Sie springen den USA bei, weil die USA es so wollen. Damit haben wir uns entschieden, Vasall zu bleiben. Mit Gerhard Schröder wäre das nicht passiert!
Gerard Schroder haette den Maduro weiter unterstuetzt? Wirklich?

Bisher flohen ueber 3 Millionen Venezolaner aus ihrem Land zu den Nachbarn, vorallem nach Kolumbien. Waere es in Venezuela paradiesisch, warum dann fliehen? Maduro verteilt Nahrungsmittelpackete nur an seine treuesten Fanatiker. Was passiert, wenn ihm das Geld dafuer ausgeht? Russland und China keine frischen Kredite mehr geben?
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 18