Forum: Politik
Märsche der Anti-Islamisten: Kein Verständnis für Pegida
REUTERS

Ausländerfeinde und Anti-Islamisten wagen sich aus der Deckung. Das ist ein Zeichen der deutschen Krise. Es geht gar nicht um Zuwanderung - sondern um Angst und Armut in einem kälter werdenden Land.

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Kohle&Reibach 18.12.2014, 20:40
600. Leute vom Spiegel

danke das ihr uns heute mal schreiben lasst.
Vielen Dank.

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blodnach 18.12.2014, 20:41
601.

Ich bin auch gegen eine so genannte "Islamisierung". Also lasse ich mich nicht islamisieren. Fertig. Dazu brauche ich keine Horde von Spießern und Angsthasen, die unter diesem verlogenen Motto bierselig die Deutsche Fahne schwenken.

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larsjörge 18.12.2014, 20:41
602. Kennt Augstein Gesine Schwan oder Rosa Luxemburg?

Wenn nun also das Polit-Establishment mit parteiübergreifenden Maßnahmen droht (Maas, Jäger, Özdemir), ohne sich im Detail mit den Sorgen der protestierenden Bürger auseinanderzusetzen, sei an die Mahnung von Gesine Schwan (SPD) in der Talkshow von Günther Jauch erinnert: „Rechtsradikalismus fängt dort an, wo eine Bereitschaft zu Vorurteilen und autoritären Lösungen besteht.“ Dies gilt auch für Journalisten und Politiker, die ein merkwürdiges Demokratie-Verständnis an den Tag legen!
Nach diesem Beitrag, Herr Augstein, will ich Ihnen auch nicht mehr mit Rosa Luxemburg und Ihrer Meinung von Andersdenkenden und deren Freiheit kommen!

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pelourinho 18.12.2014, 20:41
603. Es geht nicht um Angst.

Ich habe keine Angst vor dem Islam. Er ist mir aber extrem unsympathisch weil er anachronistisch ist und per se eine intolerante Doktrin transportiert. Die ganzen Schwimmunterrichts-, Schulausflugs- und Ehrenmorddramen sind in D nicht tragbar, ich will sowas hier nicht haben. Dazu sagt Augstein nichts und in diesem Sinne, den sehr wahren Zeit-Artikel zerpflückend, ignoriert er natürlich auch dessen Schlüsselsatz: "Die Terrorgefahr auf der ganzen Welt ist eine islamistische."

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schnattchen 18.12.2014, 20:42
604.

Zitat von englishbulldog
Was bedeutet das Demonstrationsrecht in einer Demokratie? Darf man nur für mehrheitsfähige Meinungen demonstrieren? Darf man nur politisch korrekte Aussagen skandieren? Bedeutet Demonstrationsrecht, dass man sich als "Nazi" beschimpfen lassen muss wenn man unbequeme Themen anspricht? Setzt man sich so in einer Demokratie mit Menschen auseinander, die eine andere Meinung als man selber haben, indem man sie diffamiert, beleidigt oder ins Lächerliche zieht?
Natürlich darf man in einer Demokratie demonstrieren, wofür man will. Nur sollte man nicht den Anspruch erheben, das ganze Volk zu vertreten, denn das tut PEGIDA gewiss nicht.

Dass es in diesem Land viele Defizite gibt, ist unbestritten. Nur haben Flüchtlinge / Asylbewerber keine Schuld daran - in den Ländern, aus denen diese Menschen kommen, würde man sich über unsere Probleme eher freuen.

Die Islamisierungsangst halte ich hier in Deutschland für übertrieben, das geben die Zahlen einfach nicht her. Dass weltweit viele Menschen unter dem islamistischen Terror leiden, steht natürlich außer Frage.

Im Übrigen ist sind viele PEGIDA-Anhänger selbst extrem intolerant. Das kann man auf deren Facebook-Seite ganz deutlich sehen, auf der ich seit mehreren Tagen mitlese und -diskutiere. Es ist erschreckend, wie dort sachlich argumentierende Kritiker teilweise angegangen und beleidigt werden. Kritische Posts werden zum Teil auch gleich gelöscht. Und auch wenn nicht alle PEGIDA-Leute Nazis sind, symphatisiert doch ein nicht geringer Teil mit rechtsextremen Einstellungen. Und ehrlich gesagt, scheinen diese zumindest auf Facebook mehr und mehr in den Vordergrund zu treten.

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mike48 18.12.2014, 20:42
605. Herr Augstein

Sie verurteilen die 15000 Demonstranten als "Rechte und Idioten" , gehen aber nicht auf die Hintergründe ein. Ihre Objektivität ist voll auf Merkel ausgerichtet.

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sanibonani 18.12.2014, 20:43
606.

Zitat von Izmir..Übül
Früher waren die an allem Schuld seienden Sündenböcke für die deutschen Stammtischspießer die Juden, jetzt sind es die Muslime. Hauptsache, man hat eine Minderheit, an welcher man seinen Frust, seine Ressentiments und Aggressionen abreagieren kann. Meine iranische Freundin weiß schon, warum sie so ungern in die Regionen des ganz nahen Ostens reist, aus welchen die alte Bundesrepublik 1990 klaglos 16 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge auf einen Schlag aufgenommen hat.
Klaglos? Naja, man wurde damals eben nicht gehört - Geschichte wiederholt sich nun mal siehe Pegida!...Ihre Verliebheit und eine damit einhergehender Beschützerinstinkt in allen Ehren, aber eine Aussage, dass es sich bei den ehemaligen DDR-Bürgern um Wirtschaftsflüchtlinge gehandelt habe, ist noch nicht einmal auf dem Stammtischspießerniveau, welches Sie hier anprangern! ...schlechter Versuch, dem sich beleidigt fühlen, eine Retourkutsche verpassen zu wollen, sorry!..eine derartige Aussage kann m.E. nur mit mangelndem Geschichtswissen bzw. -desinteresse erklärbar sein!...und den Inhalt der Präambel des GG vor 1989 kennen Sie offensichtlich auch nicht! Waren die Wurzeln der Eltern Ihrer iranischen Freundin oder selbiger auch deutsch?

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luny 18.12.2014, 20:43
607. Bestimmt nicht

Zitat von marcaurel1957
Sie sprechen mir aus der Seele....Pegida ist eine verschwindend kleine Minderheit von Irregeleiteten, die zwar peinlich ist aber über die in einigen Wochen niemand mehr redet...
Hallo Marcaurel1957,

bestimmt nicht. Die Zukunftsängste, die sich in diesen
Demonstrationen äußern, gehen ja nicht von heute
auf morgen weg. Sie sind durchaus real.

Der Punkt von Herrn Augsteins Kolumne ist doch der,
daß es vordergründig zwar um die Zuwanderung geht,
aber eigentlich geht es um etwas ganz anderes.

Die politische "Elite" reduziert das Anliegen der
Demonstranten auf die Zuwanderung, weil sie die
anderen Probleme nicht angehen will.

LUNY

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prologo1 18.12.2014, 20:44
608. Treffender geht es nicht.....

Zitat von yc4
nicht zu viele Politiker haben resigniert,es sind einfach zu viele die daran teilhaben, sich und ihresgleichen Vorteile schaffen und erhalten wollen, auf Kosten der grossen Masse derBevölkerung. Diesen sind persönlicher Reichtum und Macht einfach wichtiger als soziale Gerechtigkeit. Die eigentliche Katastrophe ist, das gerade diese Unmenschen, nach Wahlergebnissen, den deutschen die liebsten sind. Man wählt hier ständig asoziale, unsoziale und wundert sich gleichzeitig weshalb Armut vorherrscht. Die Masse der deutschen scheint äußerst blöde zu sein, das ertrage ich nun seit Jahrzehnten! Ferkel muss weg! Nicht wirtschaftsgegängelte, sondern ehrliche, soziale Menschen sollten Einfluss haben. Würden nicht permanent über Sklavenhandel, Zeitarbeit unmengen Bürger unter Mithilfe der Regierung leiden, wäre jegliches Resentinmont gegenüber Menschen nicht hiesiger herkunft wesentlich geringer. Und aus welchem Grund wird Asyl genehmigt, Arbeiten oder gar Umziehen nicht? Seit und Dank Kohl ist hier nichts mehr gerecht oder sozial und die Masse will es so. Es ist peinlich ein Teil dessen sein zu müssen!
Hallo yc4

....unsere Politiker als asoziale unsoziale darzustellen. Schlussendlich haben genau diese Politiker der beiden GroKo`s mit ihrer volksverachtenden Politik auch die Parteien Linke und AfD geboren.

Und jetzt ist auch noch die Pegida Bewegegung daraus entstanden. Augstein trifft es doch auf den Punkt. Nur die Masse hat es immer noch nicht kapiert.

Wir steuern auf eine soziale Bombe zu, und es wird genau die treffen, welche diese Politiker gewählt haben. Und uns auch. Aber wir haben die nicht gewählt, das weiß ich sicher.

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Spax73 18.12.2014, 20:45
609. Halbe Zustimmung Herr Augstein

natürlich haben Sie Recht, wenn Sie konstatieren, die wahren Ursachen lägen woanders. Ihrer Verunglimpfung der Demonstranten mag ich aber dann doch nicht folgen. In einer Demokratie sollte jede Meinung zumindest gehört werden, ob man sie mag, oder nicht. Ihre Verunglimfung wird Pegida übrigens nur neuen Zulauf bescheren, sonst wird sie nichts bewirken - aber vielleicht kalkulieren Sie das ja ein, Herr Augstein?

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