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Maliki vs Abadi: Irak droht Bruderkampf der Schiiten
DPA

Sunniten gegen Schiiten, der "Islamische Staat" gegen alle - und jetzt Schiiten gegen Schiiten: Der Machtkampf im Irak wird immer verworrener. Mit der Ernennung eines neuen Premierministers droht in Bagdad ein neuer Konflikt aufzuflammen.

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Palmstroem 11.08.2014, 19:04
1. Irans treuer Vasall

Al-Maliki garantierte den Mullahs in Tehran ihren Einfluss im Irak. Und der Iran ist mit Schuld, dass es keine Politik der Versöhnung gab. Kaum waren die US-Truppen abgezogen, gab sich Al-Maliki gegen Kurden und Sunniten unversöhnlich.
"Nuri al-Maliki, pro-iranischer Premierminister des Irak, hatte die Parlamentswahlen 2010 trotz massiven Wahlbetrugs verloren. Die irakische Bevölkerung wählte damals mehrheitlich das Al-Irakiya-Bündnis von Ayad Allawi, welches ein Ende der Einmischung des iranischen Regimes im Irak und eine Versöhnung der Stämme und Volksgruppen des Irak anstrebte.

Doch Maliki paktierte lieber mit den iranischen Mullahs als mit der irakischen Bevölkerung, um sich an der Macht zu halten, und so erstarrte das Land fast ein Jahr lang in einer politischen Pattsituation. Anstatt die Chance wahrzunehmen, eine große nationale irakische Koalition zu bilden, drängte Maliki mit verbrecherischen Methoden politische Gegner aus dem Amt, ließ sie verhaften oder töten. So wurde der Grundstein für den irakischen Bürgerkrieg gelegt."(WZ.at)

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trienfield 11.08.2014, 19:06
2. Tolle Meisterleistung....

nach mehreren Kriegen, Saddam`s Entmachtung, MRD Investitionen in eine militärisc/politiische Struktur, zerfällt der Irak in alle Teile. The worst case of all.

Mit Saddam wäre die Sach unblutiger abgegangen...

Eine vernünfitge US Ausrichtung sehe ich in diesen Tagen nicht mehr. Blutiges Chaos allenthalben.....

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hobbyleser 11.08.2014, 19:09
3. Hat sich ja gelohnt

Na da hat sich doch der Sturz von Saddam wirklich gelohnt. Menschenrechte, Demokratie, Frieden, Wohlstand! Und da haben ein paar Leute echt geglaubt, der Krieg wäre ungerechtfertigt und kreuzgefährlich, dort sämtlichen Gruppen, die "hier" schreien, mit Waffen zu versorgen. So kann man sich täuschen.

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atech 11.08.2014, 19:10
4. neuer Premier, neues Glück?

Interessanter Schachzug von Präsident Fuad Masum. Schließlich hatte der irakische Gerichtshof ihm nur zur Auflage gemacht, einen Politiker der führenden Dawa-Partei mit der Regierungsbildung zu beauftragen, nicht jedoch explizit al-Maliki. Da wohl auch die Parteikollegen gemerkt haben, dass al-Maliki nur zur Spaltung des Landes beiträgt, war es sicher gut, dass sie jetzt Haidar al-Abadi unterstützen.

Der frisch nominierte Premierminister scheint ein interessanter Mann zu sein:
Ibadi is a low-key figure who spent time in Britain. According to his Facebook biography, his favorite quotation is “the key to leadership is tolerance.” Educated at the University of Manchester, Ibadi served as the head of parliament’s finance committee, a political adviser to the prime minister and minister of communications.
The Godfather and The Matrix are among his favorite movies, according to a Facebook entry.

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Kismett 11.08.2014, 19:12
5. Kriegsziel der USA wurde erreicht

Der Irak wurde als stabiler Staat zerstört und das Öl kann weiter von den US- Sistern abgepumpt werden. Ohne dass das irakische Volk irgend etwas davon hat.

Genau wie in Libyen.

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Peter.A 11.08.2014, 19:16
6. Abadi hat Recht

Interessant wäre es noch, wie die Klage gegen Blackwater (Academi) ausgegangen ist und wo die eingereicht wurde.
Hier ist auch überdeutlich zu sehen, was mit Ländern geschieht, die (ungerechtfertigterweise, was sonst?) von den USA seit den 50er Jahren "besiegt" wurden. Unregierbar, extremistisch und voller Feinde der Demokratie, für die die USA nur ein anderes Wort für "Satan" ist. Mit dieser Politik erzeugt man weltweit unberechenbare Regimes mit einer starken Tendenz gegen USA - ja: und ein hyperinflationäres Wachstum an Terroristen.

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hajode 11.08.2014, 19:20
7. Es wird Zeit

Zitat von sysop
Sunniten gegen Schiiten, der "Islamische Staat" gegen alle - und jetzt Schiiten gegen Schiiten: Der Machtkampf im Irak wird immer verworrener. Mit der Ernennung eines neuen Premierministers droht in Bagdad ein neuer Konflikt aufzuflammen.
Es wird Zeit, den IRAK unter den ethnischen Völkern aufzuteilen. Wenns dann nicht klappt, bleibt uns nur zuzuschauen.

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Pfaffenwinkel 11.08.2014, 19:22
8. Die Welt

sollte genau auf den Irak schauen: Solch ein Chaos hinterläßt Amerika, wenn es einem Land mit Gewalt die Demokratie beibringen will.

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nofreemen 11.08.2014, 19:22
9. Sadam Hussein hatte recht

Sadam muss wieder her. Der ignorante Westen hat in der Region ein riesen Kaos angerichtet. Ohne die Kultuer und Geschichte zu kennen will man allen auf der Welt die westliche Brille auf setuen. Das ist ein Verbrechen. Gerade geschieht es in Nordkorea, Syrien, Iran usw. Der Westen ist einfach zu arrogant und dumm. Auch in Osteuropa werden sie versagen.

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