Forum: Politik
Manager, Gesellschafter, Vorstandsvorsitzende: Deutschlands Bosse fühlen sich politis
AFP

Deutsche Unternehmer halten wenig von der Politik in Berlin, das zeigt eine neue Studie von Göttinger Demokratieforschern. Die SPD wird nicht mehr als Feind wahrgenommen, die CDU aber auch nicht als Freund. Die Medien kommen noch schlechter weg.

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qoderrat 26.03.2015, 12:33
40. Politische Aktivität

Zitat von LustigerLumpi
wie in der Bevölkerung auch ist hier das Credo, Meckern ja, Gestalten nein. Warum sollte man sich auch Politisch engagieren, gibts da Geld für?
Ich glaube nicht, dass das der wirkliche Grund für weniger politisch aktive Unternehmer ist.

Früher mussten sie selbst aktiv werden, wenn sie ihre Interessen vertreten sehen wollten. Heute haben sie diese Funktion an Lobbyverbänder oder dedizierte Lobbyisten ausgelagert.

Ist doch viel effizienter einen Hr. Gorny als Experen im Wirtschaftsministerium unterzubringen. Und das erklärt dann auch gleich mit, warum die SPD nicht mehr als Feind gesehen wird, nicht wahr Hr. Gabriel? Und dann wundert sich die SPD über ein Imageproblem...

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TiloS 26.03.2015, 12:33
41.

Zitat von Alex8
Ich bin zwar kein Unternehmer, finde mich aber in vielen Grundeinstellungen wieder. Das betrifft v.a. den Linksruck in der CDU und die daraus folgende politische Heimatlosigkeit. Auch ich als Angestellter finde den Umgang der Medien mit Unternehmern, Managern und anderen Leistungsträgern häufig unfair bis hetzerisch. Und Probleme wie übertriebene Rücksichtnahme auf Minderheiten und Regulierungswut sind auch Themen, die nicht nur Unternehmern sauer aufstoßen. Grundsätzlich sollte man dieses Ergebnis dahingehend ernst nehmen, dass die hier befragte Personengruppe überdurchschnittlich gebildet und intelligent ist und eben nicht pauschal nur gierig und egoistisch ist. Ohne diese Leute hätten wir alle unseren Wohlstand nicht. Das gilt natürlich auch für Angestellte und Arbeiter, aber diese tragen eben kein persönliches unternehmerisches Risiko bei ihrer Tätigkeit. Das sollte man zumindest mal ein wenig mehr respektieren.
Sehr guter Kommentar, so sehe ich das auch und bin auch kein Unternehmer. Den Linksruck vorallem in den Medien finde ich problematisch.
Es sollte doch klar sein, dass unser Wohlstand auf der Leistungsgesellschaft beruht. Wenn die verwässert wird, gibts auch weniger zu verteilen. Davon haben vielleicht einige kurzfristig was. Aber langfristig leiden dann alle darunter. Den Extremfall Sozialismus sollten wir immer in Erinnerung behalten.

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PowlPoods 26.03.2015, 12:34
42. Könnte

daran liegen, dass Politik und Medien in Deutschland seit längerem nicht mehr stattfinden.

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kroganer 26.03.2015, 12:35
43. Willkommen im Club!

Von der Politik halten die Bürger auch nichts mehr zumindest die, die sich auch mal abseits der Mainstream Medien informieren, aber leider gibt es noch genug Bürger die ihr kreuz da hin malen, wo christlich steht! Aber abgesehen davon halten die Bürger auch nichts mehr von den Vorstandsvorsitzenden und Managern die ohne Skrupel ihren wirtschaftlichen Erfolg auf den Rücken der armen Leute erweitern und ausbauen. Also würde ich sagen, hört auf zu jammern und tut alle etwas mehr für die Bürger dieses Landes und denkt nicht nur an eure eigene Bereicherung!

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forsell 26.03.2015, 12:36
44. Angesichts der...

Zitat von eisbärchen_123
Bei der katastrophalen Wirtschaftspolitik dieser Regierung ist dieses Ergebnis wenig überraschend.
der Profite, die der Staat den Unternehmen in unserem staatskapitalistischen System ("Marktkonforme Demokratie") beschert, ist das Ergbenis sehr überraschend.

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ClausWunderlich 26.03.2015, 12:38
45.

Zitat von scoolodie
Intelligenz und Bildung allein schützen selbst vor Verbrechertum nicht. Ein Beispiel: Nazi-Größe Heidrich. (soll ja ein brillanter Klavierspieler gewesen sein) Es gehört mehr zum Leben als diese beiden Fakten. Als drittes könnte man eine humanistische Erziehung hinzufügen. In der BRD wurde bisher immer einseitig mehr auf Bildung Wert gelegt und die "dialektische Einheit von Bildung und Erziehung" vernachlässig, nebenbei als kommunistisches Teufelswerk abgelehnt. Erst neulich wurde eine Untersuchung erläutert, dass häufig Hochintelligenz mit extremer Rücksichtslosigkeit verbunden ist.
Intelligenz und Bildung macht es noch Gefährlicher! Es sind immer die Intelligenten und Gebildeten die große Verbrechen begehen. Bleiben wir bei den Nazis. Es wird immer so getan als wenn das die Untersten der Gesellschaft waren. Aber das waren sie eben nicht und ohne die Unterstützer aus der Mittel,- und Oberschicht wären die auch nie an die Macht gekommen.

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Tron2002 26.03.2015, 12:39
46. antidemokratisch

Damit zeigen die Bosse nur was viele vermuten. Sie glauben sie stehen über allen und wissen alles besser, sind in Teilen antidemokratisch eingestellt, mögen Migranten nicht aber brauchen sie als Arbeitskräfte und trauern den Möglichkeiten von Raubtierkapitalisten in Diktaturen wie China nach.

Es gab bereits vor wenigen Jahren Berichte darüber dass Teile der Elite ein absolut menschenverachtendes Weltbild haben. Zeigt sich ja alleine schon darin dass nicht wenige der selbsternannten Elite sich bei der AFD einfinden.

Dessen müssen wir uns immer bewusst sein wenn von deren Ecke erklärt wird wie die Zukunft der Gesellschaft und der Menschheit auszusehen hat. Nur mit Anzug, Schlips und elitärem Gehabe aufzutreten sollte niemanden blenden.
Die wollen den neoliberalen Status Quo verfestigen der grade die Welt in die Sch.. reitet. Die Elite in allen Ländern der Erde verachtet die unteren Schichten und hält sich für was besseres, das ist leider die Wahrheit. Man muss ihnen in den politischen Debatten viel energischer begegnen.

Ich kann mir nicht vorstellen dass man in Europa Interesse dran hat dass es irgendwann mal Zustände wie in Südafrika oder Guatemala gibt. Dort kann man als Reicher nur in abgezäunten Wohnblocks leben und die Gesellschaften sind komplett verroht.

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wie-bitte 26.03.2015, 12:43
47. Aus dem Herzen gesprochen

Weder bin ich Unternehmer, noch Politiker, noch Journalist. Die Ergebnisse sprechen mir zu 90 % aus dem Herzen. In meinem sehr gesellschaftsnahen Beruf erlebte ich "die Politik", die Medien und die Gesellschaft genauso. Ich bin dabei, mich von dieser "Gemeinschaft" zu entsolidarisieren. Und Tageszeitungen? Alle gekündigt. Entweder polarisieren sie, oder die manipulieren oder lügen durch Verschweigen von vermeintlich gefährlichen Wahrheitsbestandteilen.
Ich denke, in unserer Gesellschaft hat sich ein unglaublicher Egoismus etabliert, den die Medien aufgreifen und, mit Blick auf ihre geschätzte und zahlende Leserschaft, kanalisieren und weiter führen. Die Politik übernimmt die Egoismen, jede Partei ihren für sie bedeutenden Teil, um der Wählerschaft gefällig zu sein. Unbequem sein und somit Mut zeigen, um eine Gesamtsituation zu verbessern? Das könnte zu Nachteilen / Verlusten an Macht oder finanzieller Art führen. Also: lieber nicht; lassen wir´ s einfach weiterlaufen, mit all seinem Quietschen und Knirschen.

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peeka(neu) 26.03.2015, 12:44
48. Schumpeter

hat sinnvoller Weise zwischen Entrepreneurs und Managern unterschieden.
Wäre hier wohl auch sinnvoll, wer lediglich sein hohes Einkommen sichern will.
Andererseits:
Der Momax-Lindner hat ja auch Unternehmer auf Staatskosten gespielt.

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cm1 26.03.2015, 12:44
49. Unternehmer und leitende Angestellte...

haben sehr wenig gemeinsam. Ein Einzelunternehmer mit fünf Angestellten und ein ein Vorstandsangestellter leben und arbeiten in völlig unterschiedlichen Welten. Der Taxiunternehmer und ein indischer Bürger als Leiter einer großen deutschen Bank sollten daher nicht "in einen Topf geworfen" werden.

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