Forum: Politik
Manipulation: Schöner sprechen mit der ARD
DPA

Die ARD hat eine vertrauliche Expertise in Auftrag gegeben, wie sie das Image verbessern kann. Ein Vorschlag an die Mitarbeiter: weniger über Fakten und Daten sprechen, lieber mehr auf "moralische Argumente" setzen.

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damianschnelle 15.02.2019, 09:25
160. @fördeanwohner

Dann sollten Sie mal nachschauen, was in der Mediathek so alles nicht drin ist oder nach relativ kurzer Zeit wieder rausfliegt. Ich kann das übrigens bei mir recht genau sehen, schon in der Programmvorschau.

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fördeanwohner 15.02.2019, 09:30
161. -

Zitat von benmartin70
Dienstag 20.15 - ZDF Neo glaub ich - dr. who? Seh ich gerne aber nicht die zigste Wiederholung - und anspruchsvoll? Montagskino ZDF - Ader olsen? Glorreiche Sieben Neuverfilmung?Anspruchsvoll? na Gratulation wenn Sie das Anspruchsvoll nennen... Nicht wirklich...... Schön dass Sei wiedermal im Auftrag der ÖR schreiben.
? Netflix kostet nix und hat die besten Nachrichtensendungen mit Schwerpunkt "Deutschland". Amazon, Sky - dito. Ja, ja, alles topaktuell.
Nichts für ungut, aber man sollte immer das große Ganze im Blick haben.

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Kurt-C. Hose 15.02.2019, 09:34
162. Keine schwarz-weiß-Diskussion

Ich glaube es gibt einen relativ breiten Konsens in der Gesellschaft darüber, dass man einen ÖRR haben will.
Die Kritik an unserem vorhandenen System: Zu groß, zu teuer, zu wenig auf den eigentlichen Auftrag fokussiert, zu sehr politisch abhängig (Man schaue sich die Besetzungen von Intendantenposten und der Rundfunkräte an), zu bürokratisch, zu ineffizient bleibt davon jedoch vollkommen unberührt. Man kann den Autrag von Information und Bildung auch mit weniger Geld, kleinerer Verwaltung, weniger Sendern, weniger Personal und klareren Strukturen (Einfahc mal ein Organigramm der ARD anschauen) erfüllen. Das bedingt aber auch, dass die ÖRR nicht quasi selbst beschließen, wieviel Geld sie brauchen, und die Politik aufgrund der hohen Abhängigkeit nicht mal die Möglichkeit hat, das auf ein gesundes Maß zu begrenzen.

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demokrat2 15.02.2019, 09:35
163. Manipulator Fleischhauer und die Manipulation ....

.... und es wird ein "Negativartikel über die Rundfunkgebühren." Offensichtlich würde er viel lieber den privaten Rundfunk- und Fernsehanstalten seine Gebühren überweisen und dafür Werbung im Überfluss einkaufen. Ihm missfällt offensichtlich, dass die öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten mit den Privaten konkurrieren. Eigentlich missfällt ihm wohl allein die Tatsache, dass die Öffentlichen von jedem Haushalt für ihre Programme von jedem Bürger dafür Gebühren erhalten. Auch seine.

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benmartin70 15.02.2019, 09:41
164.

Zitat von fördeanwohner
? Netflix kostet nix und hat die besten Nachrichtensendungen mit Schwerpunkt "Deutschland". Amazon, Sky - dito. Ja, ja, alles topaktuell. Nichts für ungut, aber man sollte immer das große Ganze im Blick haben.
Ich hab weder behauptet dass Netflix kostenlos ist (aber freiwillig) noch dass in den ÖR gar NICHTS sinnvolles läuft. Aber Anspruch ist auch da zuweilen eher weniger zu finden.
Ich bin auch für die ÖR, eine Abschaffung wäre definitiv nicht gut. Aber ein Überdenken des Angebotes und eine Anpassung der Gebühr wäre imho sinnvoll.

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im_ernst_56 15.02.2019, 10:09
165. ARD,ZDF, der Bildungsauftrag und die Privaten

Zitat von bammy
Na unterirdisch schlecht finde ich ARD und ZDF, während ich gerne Phönix und ZDF Info recht interessant finde. Ich aber auch nachvollziehen, das es Fragen aufwirft, wieso der ARD im Millionenpoker um die Bundesligarechte nun mitmachen muß. Warum Sendungen wie Wetten Das so hohe Produktionskosten hat, mit Moderatorgagen im siebenstelligen Bereich.
Das ist genau der Punkt. In seinem Urteil zum Rundfunkbeitrag vom 18.07.2018 hat das Bundesverfassungsgericht den Rundfunkbeitrag mit dem Bildungs- und Informationsauftrag (neutral, unabhängig, die Vielfalt darstellend) begründet. Es hat nichts darüber gesagt, dass ein großer Teil des Budgets für teure Unterhaltungsendungen (Krimis, Herz+Schmerz-Filme, Unterhaltungshows mit Schlager+Volksmusik) ausgegeben wird und hier das Niveau nicht über dem Niveau der Privaten und teilweise sogar darunter liegt (etwa im Vergleicht zu Netflix). Insoweit hat Herr Fleischhauer recht. Nun sagen manche, ARD und ZDF müssten teure Unterhaltungsprogramme anbieten, damit der Zuschauer für den Bildungsauftrag- und Informationsanteil bei der Stange bleibt. Das erscheint mir aber im Zeitalter der Fernbedienung und der Programmzeitschrift in analoger und digitaler Form nicht wirklich überzeugend. Wer am Informationsangebot interessiert ist, wird es finden. Dass der Zuschauer durch Carmen Nebel zu Claus Kleber in das "heute journal" gelotst werden muss, erschließt sich für nicht nicht.

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fördeanwohner 15.02.2019, 10:47
166. -

Zitat von damianschnelle
Dann sollten Sie mal nachschauen, was in der Mediathek so alles nicht drin ist oder nach relativ kurzer Zeit wieder rausfliegt. Ich kann das übrigens bei mir recht genau sehen, schon in der Programmvorschau.
Inzwischen dürfen die ÖR Sendungen länger im Repertoire haben. Das war bis vor kurzem noch nicht so.
Außerdem kann man viele ÖR-Dokus easily über YouTube schauen, was ich z.B. in meinem Job sehr praktisch finde und oft nutze.
Und außerdem gibt es beispielsweise allein für die ARD zahlreiche Möglichkeiten, Sendungen zu schauen, wie hier nachzulesen:
https://www.daserste.de/specials/ueber-uns/verweildauer-100.html#sprungmarke22

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fördeanwohner 15.02.2019, 10:52
167. -

Zitat von benmartin70
Ich hab weder behauptet dass Netflix kostenlos ist (aber freiwillig) noch dass in den ÖR gar NICHTS sinnvolles läuft. Aber Anspruch ist auch da zuweilen eher weniger zu finden. Ich bin auch für die ÖR, eine Abschaffung wäre definitiv nicht gut. Aber ein Überdenken des Angebotes und eine Anpassung der Gebühr wäre imho sinnvoll.
Ja, wenn alle Menschen in Deutschland Intellektuelle von 36 bis 60 wären ...
Viele vergessen auch immer, dass es sehr viele Rentner gibt, die mit den ÖR aufgewachsen sind. Und nach denen, weil sie die größte Gruppe bilden, richtet sich die Programmzusammenstellung.
Wenn's nach mr ginge, würde kein Fußball gezeigt, "Rote Rosen" ... Aber zum Glück geht es nicht nach mir. Letztendlich kann niemand verlangen, dass ausgerechtnet nur seine/ihre Vorlieben bedient werden.
Jedes Mal, wenn ich diese Foren zum Thema ÖR lese, denke ich, dass es heutzutage viel mehr Egoisten gibt als früher.

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lektra 15.02.2019, 11:17
168. Vorsicht mit den Beispielen

"Auch die hartnäckige Verwendung des Wortes "Atomkraft" statt "Kernenergie" galt nicht als Trick, um eine semantische Nähe zur Atombombe herzustellen, sondern als angemessene Zustandsbeschreibung."

Das verdreht die eigentlichen Abläufe, lieber Herr Fleischhauer. Das Wort "Atomkraft" war die ursprüngliche, von jedermann benutzte Bezeichnung. Franz Josef Strauß wurde 1955 z.B. "Bundesminister für Atomfragen". 1959 gründete sich die Lobbyorganisation für die Atomkraft/Kernkraft unter dem Namen "Deutsches Atomforum". Das schlechter werdende Image hat die Sprachdesigner auf Seiten der Nuklearenergie-Befürworter dazu gebracht, auf das schöne neue Wort "Kernenergie" zu setzen. Und - da haben Sie recht - diese wunderbare Wortinnovation wurde auf Seiten der Nuklearenergie-Kritiker hartnäckig ignoriert. Aber als "Zeitzeuge" (und das sind Sie, wenn Ihr Geburtsjahr bei Wiki nicht falsch sein sollte) müssen Sie in Ihrer Jugendzeit mitbekommen haben, wie von konservativer Seite versucht wurde, den Begriff "Kernkraft" mit Macht in der politischen Diskussion durchzudrücken.

Ich lese Ihren pointierten Kommentare gerne. Sehr schade, dass Sie hier die Möglichkeit nicht genutzt haben zu zeigen, dass die Manipulation durch schöneres Sprechen auf allen Seiten zu finden ist. Wenn Sie bewusst nur Beispiele für Sprachdesign auf der Linken suchen - nun gut, auch wenn es eine nicht genutzte Chance ist. Aber ein so schönes Beispiel für politisches Sprachdesign einfach zu verdrehen - das muss doch nicht sein.

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im_ernst_56 15.02.2019, 11:20
169.

Zitat von fördeanwohner
Ja, wenn alle Menschen in Deutschland Intellektuelle von 36 bis 60 wären ... Viele vergessen auch immer, dass es sehr viele Rentner gibt, die mit den ÖR aufgewachsen sind. Und nach denen, weil sie die größte Gruppe bilden, richtet sich die Programmzusammenstellung. Wenn's nach mr ginge, würde kein Fußball gezeigt, "Rote Rosen" ... Aber zum Glück geht es nicht nach mir. Letztendlich kann niemand verlangen, dass ausgerechtnet nur seine/ihre Vorlieben bedient werden. Jedes Mal, wenn ich diese Foren zum Thema ÖR lese, denke ich, dass es heutzutage viel mehr Egoisten gibt als früher.
Ich will Ihnen da nicht grundsätzlich widersprechen. Wenn aber der ÖR schon wieder über eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags nachdenkt (die kommt so sicher wie die Erhöhung der Bahnpreise), dann wird man schon über das Unterhaltungsprogramm des ÖR, dessen Qualität und dessen Kosten diskutieren dürfen und warum der ÖR z.B. bei den von Ihnen erwähnten Seifenopern (Rote Rosen, Sturm der Liebe) den Privaten Konkurrenz auf niedrigen Niveau machen muss. Nochmal: Das Kerngeschäft des ÖR ist die (unabhängige, neutrale, Vielfalt gewährleistende) Information.

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