Forum: Politik
Manuela Schwesig: "Als Frau kann man es niemandem recht machen"
DPA

Kinderlos = egoistisch. Mit Kindern zu Hause = nur Hausfrau. Kinder und Arbeit = Rabenmutter. Familienministerin Schwesig rechnet mit Klischees ab. Der Wirtschaft gibt sie eine Mitschuld an der niedrigen Geburtenrate.

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infonetz 21.06.2015, 00:33
10.

"Als Frau kann man es niemandem recht machen"

Als Mann auch nicht! Ich kann dieses gejammere der Frauen ja nicht mehr hören.

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skoodge 21.06.2015, 00:38
11. Ahhhh!!

Freut euch doch über jedes ungeborene Kind, es gibt viel zu viele von uns! Wie viele Probleme wir weniger hätten mit 5 Mrd. weniger Menschen..

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EvaLutz 21.06.2015, 00:38
12. Frankreichlüge

Der Anteil der Krippenkinder im Säuglings- und Kleinstkindalter (0-3) ist in Frankreich mit gerade mal 13 Prozent sehr gering.

Die meisten französischen Mütter sind bei Ihren Kindern oder haben eine feste Bezugsperson im Haushalt, die im betreut (Familienmitglied oder Nanny). Mehr dazu: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/birgit-kelle/deutsche-krippenluege-frankreich-hat-viel-weniger-kitas-.html

Wahlfreiheit - nicht Everybody´s Darling - ist der springende Punkt. Also: Nicht dauernd neue Kita´s bauen, sondern Familien stärken. Nicht immer nur vom Arbeitsmarkt her denken, sondern der Tatsache "Bindung vor Bildung" folgen.

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ich_sach_ja_nur 21.06.2015, 00:47
13. Falsche Familienpolitik

Das ganze Geld müsste nicht für Kinderbetreuung ausgegeben werden, wenn endlich wieder EIN Gehalt ausreichen würde, eine Familie zu ernähren. Und das unabhängig davon, ob dieses Gehalt von Mann oder Frau verdient wird! erst in dem Moment, wo dieses eine Gehalt ausreicht, besteht echte (Wahl-)Freiheit, wer arbeiten geht und wer sich um die Kinder kümmert. Erst dann können Kinder im gesunden Familienumfeld aufwachsen. Momentan reicht EIN Gehalt leider eben NICHT - und das genau ist ebenfalls ein wichtiger Grund, warum die Geburtenrate so niedrig ist. Die Frauen, die ich kenne und die arbeiten gehen (und daher auf flächendeckende und langzeitige Kinderbetreuung angewiesen sind), tun dies nicht aus Selbstverwirklichungsgründen, sondern aus der schieren wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus.

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smersh 21.06.2015, 00:48
14.

Zitat von Spiegel
Hätte sie ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, würde Schwesig in der Familienpolitik drei Projekte umsetzen: "Deutschlandweit gebührenfreie Kitas und Ganztagsschulen. Eine 32-Stunden-Woche für Eltern als Familienarbeitszeit mit einer kleinen Finanzspritze vom Staat. Ein moderneres Steuerrecht, was alle Familien besser unterstützt und nicht nur einseitig auf das Ehegattensplitting setzt."
Das klingt ja nicht sehr ambitioniert, wenn es selbst für ein unbegrenztes Wunderbudget nur Kleckerkram gibt. Mit einem unbegrenzten Budget würde ich die Steuern abschaffen, ein reichliches Bürgergehalt einführen, die Forschung mit Geld überschütten, und und und.

Wobei, ich vergaß: Wahrscheinlich geht Frau Schwesig davon aus, dass erstmal Griechenland gerettet werden muss, und dann bleibt auch von einer unendlichen Geldmenge nicht mehr viel... ;)

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Prof. Nig Nag 21.06.2015, 00:49
15. Hausfrau?

Die Welt ist so grausam! Eine Frau die nur zuhause auf die Kinder aufpasst usw. ist eine Hausfrau!?! NOES!

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sagichned 21.06.2015, 00:49
16.

"Die Ministerin forderte die Wirtschaft auf, Arbeitnehmer nur noch dann befristet einzustellen..."

Ahaha. Das sollte die Frau Ministerin erst mal von dem öffentlichen Dienst fordern.

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chuckal 21.06.2015, 00:50
17. Aber

als Mann ist das Leben unendlich leicht und wunderbar, wenn nur solche Frauen, wie die Schwesig nicht wären.

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techkritik 21.06.2015, 00:52
18. Niedrige Geburtenrate = Wirtschaft ist schuld? Quatsch.

Die Politik tut immer so, als wäre es die größte Erfüllung "arbeiten" zu dürfen. Ich würde mir wünschen, dass nicht beide von uns arbeiten müssten, sondern das einer von uns auch mal zu hause bleiben kann. Wir können nicht und das liegt nicht an der "Wirtschaft" und irgendwelche "Grenzen", sondern schlicht an den ökonomischen Rahmenbedingungen, die uns die Politik eingebrockt hat.

Was die Politik wirklich mal tun könnte, außer das Kindergeld um lächerliche 2 Euro zu erhöhen: wie wäre es denn mal damit, es den Schweden gleich zu tun? Damit meine ich: dort tut man wenigstens nicht so scheinheilig, als hätten Kinder ein eigenes Einkommen (ab 12 oder 14 Jahren). In der Folge gibt es keine Kinderfahrkarten für Busse und Bahnen, keine Eintrittskarten für Kinder in den Museen und auch vieles Andere ist ebenfalls kostenfrei für die Kinder. Die Eltern werden dadurch merklich entlastet und Kultur ist dadurch auch kein Luxus. Hier "pumpen" wir Millionen in den Kulturbetrieb als Subventionen: Profiteure sind die Rentner (da kommen höchstens 2 Personen zusammen und Zeit haben sie auch). Die Familien müssen hingegen arbeiten bis zum umfallen - und je mehr Kinder, um so weniger kann man sich ein Museumsbesuch leisten. Für die Skeptiker: eine Erwachsenticket im Städel kostet 14 Euro, eines für Kinder 12 Euro.

Ich kenne Kinder in Frankfurt, wo sich die Eltern noch nicht mal die Monatskarte für die Kinder leisten können. Die fahren auf Anweisung ihrer Eltern "schwarz". Bei der Einen sind die Eltern Krankenpfleger (Vollzeit) und es reicht halt nicht mehr hinten und vorne. Die Politik lässt die Eltern (Niedriglöhne) und die Kinder im Stich.

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vitalik 21.06.2015, 00:59
19.

Man findet immer einen Schuldigen, warum etwas nicht klappt. Jetzt ist es der böse Arbeitgeber, der will dass die Mitarbeiter Vollzeit arbeiten.

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