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Marie Colvins letzte Reportage aus Syrien: "Wir leben in Angst vor dem nächsten Massa
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Das Dauerfeuer der syrischen Armee, die verwüstete Stadt, traumatisierte Familien: Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde. Lesen Sie ihre letzte Reportage für die "Sunday Times".

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Pizza No.7 23.02.2012, 19:00
1. Ehrenwert, aber nutzlos

Zitat von sysop
Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde.
Das Anliegen von Frau Colvin ist ehrenwert. Aber es ist nutzlos, ebenso wie ihr Tod. Die Welt dreht sich einfach weiter.

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peterregen 23.02.2012, 19:09
2. ...

Zitat von sysop
Das Dauerfeuer der syrischen Armee, die verwüstete Stadt, traumatisierte Familien: Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde. Lesen Sie ihre letzte Reportage für die "Sunday Times".
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.

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falster 23.02.2012, 19:20
3. Menschliche Schutzschilder

Zitat von sysop
Das Dauerfeuer der syrischen Armee, die verwüstete Stadt, traumatisierte Familien: Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde. Lesen Sie ihre letzte Reportage für die "Sunday Times".
"Auf den Dächern der benachbarten Baath-Universität und von den höheren Gebäuden, die Baba Amr umgeben, liegen Scharfschützen, die auf jeden Zivilisten feuern, den sie ins Visier bekommen. In den ersten Tagen der Belagerung sind die Bewohner des Viertels gleich reihenweise umgemäht worden. Inzwischen wissen sie, wo Scharfschützen lauern. Wenn sie aus der Deckung über eine Kreuzung müssen, rennen sie, so schnell sie können. Autos sind auf den Straßen kaum noch zu sehen."
Die Scharfschützen sind warscheinlich Rebellen, die nicht wollen, dass die Zivilisten das Gebiet verlassen, weil sie die Zivilsten als menschliche Schutzschilder benötigen.

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dinkybash 23.02.2012, 19:23
4. Ignorant!

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
Stimmt, es gibt auch keine hungernden Menschen in Afrika, denen würde man ja sonst was zu essen geben.
Schrecklich, dass es so viele ignorante Menschen wie Sie gibt! Arme Welt.

Mir tun die Opfer dieses Sinnlosen Krieges unendlich leid, und ich hoffe, dass unsere Politiker und die der Rest der Welt bald etwas unternehmen werden.

Mein Mitgefühl geht an die Menschen in Homs.

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air plane 23.02.2012, 19:26
5. Mein Profil

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
So einfach ist das wohl nicht.
Der Westen hat nach dem Irak und Afghanistan "die Schnauze voll".
Außerdem sind China und Russland strikt dagegen, einzugreifen. Das ignoriert man nicht einfach so.

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widower+2 23.02.2012, 19:26
6. Zynisch oder dumm?

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
Ihren eigenen Tod hat sie sich dann sicherlich auch "aus den Fingern gesaugt". Oder sie ist bei einer üppigen Mahlzeit im Luxusrestaurant von Homs erstickt.

Warum der Rest der Welt etwas unternimmt oder nicht, ist ein ganz anderes Thema.

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BurnOut_Generation 23.02.2012, 19:39
7. rrtzer

Zitat von sysop
Das Dauerfeuer der syrischen Armee, die verwüstete Stadt, traumatisierte Familien: Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde. Lesen Sie ihre letzte Reportage für die "Sunday Times".
In Russland während des Kaukaus wurden die Tchechenen unterdrückt und es gab einen Krieg..was wäre passiert wenn die "unterdrückten" mit Hilfe der NATO in Moskau einmarschiert?
Wären alle Russen endlich frei und Tchechenen ein freies Russland errichtet hätten?
In Libyen waren es paar Bezirke in Benghasi,die von islamisten terrorisiert und instrumentalisiert wurden...NATO hat eingegriffen und was ist jetzt?
Die Regierung hat keine Kontrolle über das Land und es wird noch Jahre dauern...Gaddafi hat jedem Stamm eine gewisse Summe bezahl..das fehlt jetzt weg...deswegen die Kämpfe in Libyen...
jetzt will man in Syrien eine Hochburg der salafisten zur Macht verhelfen..was wird mit dem Rest der Bevölkerung..so wie in Libyen in den Folter-Knästen verschwinden?
Wir müssen über die Zeit "danach" kümmern und nicht Banden mit Waffen versorgen und hoffen,dass es schon gut gehen wird,
Wird es nicht..es gab Angebote zu Reformen,Referendum,Beobachter...alles zählt nicht...hauptsache Assad muss weg,der Luftraum ist frei und was die islamisten da anstellen..schauen wir in paar jahren nach...ist es zynisch oder demokratisch...anderen Ländern vorzuschreiben wie sie zu leben sollen..es ist pervers,was in Nord Afrika abgeht..ich weiss das der Beitreag nicht veröffentlicht wird aber hoffentlich liest der Moderator das..das reicht schon..

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alnemsi 23.02.2012, 19:40
8.

Zitat von widower+2
Ihren eigenen Tod hat sie sich dann sicherlich auch "aus den Fingern gesaugt". Oder sie ist bei einer üppigen Mahlzeit im Luxusrestaurant von Homs erstickt. Warum der Rest der Welt etwas unternimmt oder nicht, ist ein ganz anderes Thema.
Der Arbeitgeber der Dame hat in den 90 Jahren über mehr als 20 Monate hinweg eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, welche die Verbindung zwischen HIV und Aids leugneten. Die Sunday Times gehört Rupert Murdoch, und ist im letzten Jahr vor allem deshalb aufgefallen, weil sie einen Privatdetektiv angeheuert hatte, der im Auftrag der Redaktion mehrfach versucht hat, die Kontostände Gordon Browns einzusehen, in dem er sich als eben dieser ausgab.
Es gibt eine Menge weiterer Beispiele für inhaltlich falschen, qualitativ minderwertigen und äußerst fragwürdig recherchierten "Journalismus" dieser Zeitung.
Insofern sind die Zweifel des Foristen wohl nicht ganz unangebracht, Ihre Beleidigungsversuche hingegen schon.

Die jetzt einsetzende Heldenverehrung ist genauso unangebracht wie das Loben der Bamsreporter, welche damals im Iran inhaftiert wurden.

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Wanax 23.02.2012, 19:50
9. Erbärmlich

..wie sich hier immer wieder einige Foristen äussern.
Da wird immer wieder gefordert möglichst vor Ort zu recherchieren, sich nicht auf Aussagen der Rebellen zu verlassen oder sich sein Bild der Lage aufgrund von Youtube -filmen und Handyfotos zu machen bzw. sich auf Agenturmeldungen zu verlassen. Und wenn dann so etwas geschieht und der Reporter ums Leben kommt, wird dies mit einem zynischen "selber Schuld" kommentiert.
Gleichzeitig wird hier verächtlich unterstellt, dass diese Reporter nur aus reiner Sensationsgier (aka Geldgier soll es wohl bedeuten) sich in gefahr begeben.
Das heisst doch wohl, wenn die entsprechend Reporter "selber Schuld " sind, dass man wohl tunlichst NICHT vor Ort gehen und berichten solle.
Würde man dies einem Feuerwehrmann, der bei einem Einsatz ums Leben kommt, auch zurufen (bzw. seinen Angehörigen)? Tja, selber Schuld, du kanntest das Risiko !

Ich unterstelle solchen Stimmen eher ideologisch motiviert zu sein und die eigentliche Schuld dieser Reporte war es , nicht im Sinne dieser ideologischen Extremisten berichtet (bzw. überhaupt berichtet ) zu haben. das ganze entspringt dann der puren, diffusen, Angst, dass diese Berichte dem eigenen (betonierten) Weltbild entgegen laufen. (Bloss kein Eingreifen von Aussen)

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