Forum: Politik
Marie Colvins letzte Reportage aus Syrien: "Wir leben in Angst vor dem nächsten Massa
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Das Dauerfeuer der syrischen Armee, die verwüstete Stadt, traumatisierte Familien: Marie Colvin dokumentierte das unermessliche Leid der Menschen in Homs - bis sie selbst tödlich von einer Granate getroffen wurde. Lesen Sie ihre letzte Reportage für die "Sunday Times".

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sorbic 23.02.2012, 23:58
40. Sie, ja Sie meine ich...

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
... schade, dass man Ihnen nicht online das Maul stopfen kann.

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Avaldo 24.02.2012, 00:22
41. Ja, sie ist tod, und?

Wenn man solch einen Job macht, ist es ein ganz normales Berufsrisiko.
Wenn Assad irgendwelche Islamisten zur Räson bringt, die mit 15 Jahren Kinder in die Welt setzen, die sie kaum ernähren können, sollte uns das nicht kümmern.

Besser sie werden dort getötet, als wenn sie hier einwandern wollen, oder wir sie ewig füttern müssen-.
Warten wir mal ab, was uns Libyen, Afg., Tunesien und Ägypten am Ende gekostet haben werden und das sind alles keine Christen!

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Bee1976 24.02.2012, 01:07
42. Warum ?

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
Warum sollte der Rest der Welt etwas unternehmen ? Einmischung von außen hat es bislang noch nie besser gemacht, meist schlimmer. Einfach machen lassen, keinen aus dem Land rauslassen, und wenns vorbei is ma gucken wer gewonnen hat. Ist das beste was man machen kann. Alles andere bringt eh nix.

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alnemsi 24.02.2012, 01:55
43.

Zitat von JacksonBlood
Dazu kommt, dass auch massig andere Journalisten aus dem gebiet berichten, aber das sid warscheinlich eh linksunterwanderte Quergeister.
Mit dieser Art fachfremden, frisch eingeflogenen Journalisten, welche in den letzten 8 Wochen krampfhaft versuchten, die Situation vor Ort irgendwie mit dem zuvor von ihnen verfassten Blödinn zu verbinden, hat man in der Region ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht.
Zitat Peter Scholl Latour, Arabiens Stunde der Wahrheit, Seite 330:
"Die PPS, die ein Vierteljahrhundert später im libanesischen Bürgerkrieg von ahnungslosen westlichen Korrespondenten als progressistische Bewegung hoch gelobt wurde, führte damals schon ein stilisiertes rotes Hakenkreuz mit weißer Scheibe auf schwarzem Hintergrund in ihrem programmatischen Wappen."

Zitat von JacksonBlood
Schlimm. Da werden wiedermal massig unschuldige massakriert und hier kramt jemand Murdochs abhör "Skandal" aus, wie ekelerregend kann es noch werden?
Schämen Sie sich eigentlich nicht dafür, von der Sachlage keine Ahnung zu haben, aber die Posts anderer als "ekelerregend" zu bezeichnen?

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gedankenverbrechen 24.02.2012, 01:57
44.

Zitat von jura12
Es lohnt sich meiner Meinung nach einfach nicht, auf den ganzen Verschwörungskram der Assadbefürworter zu antworten. ....
Welchen Beitrag meinen Sie, der von einem Assad-Befürworter geschrieben wurde? Vielleicht hab ich ja etwas überlesen....

Es ist nur einfach ein Unterschied, zu differenzieren oder gedankenlos die Propaganda der Assad-Gegner zu übernehmen. Das heißt noch lange nicht, ein Assad-Befürworter zu sein.
Wie oft wollen Sie sich noch belügen lassen?
Sind Gleiwitz, Tonkin, Hufeisenplan, die Babys aus den kuwaitischen Brutkästen, Saddams Massenvernichtungswaffen, die Bomben auf die libyschen "Zivilisten", die iranische Atombombe nicht genug?
(Die Aufzählung ist nicht abschließend).
Aber wenn für Freiheit und Demokratie gelogen, gefoltert und gemordet wird, ist es natürlich löblich...

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Salozzo 24.02.2012, 02:47
45. Mit derartigen Artikeln hat man schon

früher die Menschen für einen Krieg sensibilisiert. Syrien muss seinen eigenen Weg finden. Eine Einmischung seitens des Westens hat nur mehr Leid zur Folge.

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Narn 24.02.2012, 06:16
46.

Zitat von Trondesson
Ignorant sind wohl eher die, die jetzt bei Syrien einen Aufschrei der Entrüstung verlauten lassen, während sie jahrzehntelang Länder wie Burma oder Zimbabwe ignoriert haben. Nicht nur ignorant, sondern auch heuchlerisch ist das Gebaren dieser Scheinheiligen, von denen es auch hier im Forum nur so wimmelt.
Schon ziemlich perfide, die Situation in Burma oder Zimbabwe mit der derzeitigen Situation in Syrien zu vergleichen. Als ich das letzte Mal aus diesen Ländern eine Nachricht hörte, hat das dortige Regime keine schwere Artillerie gegen die Bevölkerung eingesetzt.

Zitat von dinkybash
Stimmt, es gibt auch keine hungernden Menschen in Afrika, denen würde man ja sonst was zu essen geben. Schrecklich, dass es so viele ignorante Menschen wie Sie gibt! Arme Welt.
Extra für Sie:
Zynismus
und auch:
Fatalismus
Zitat von BurnOut_Generation
In Libyen waren es paar Bezirke in Benghasi,die von islamisten terrorisiert und instrumentalisiert wurden...NATO hat eingegriffen und was ist jetzt? Die Regierung hat keine Kontrolle über das Land und es wird noch Jahre dauern...Gaddafi hat jedem Stamm eine gewisse Summe bezahl..das fehlt jetzt weg...deswegen die Kämpfe in Libyen... jetzt will man in Syrien eine Hochburg der salafisten zur Macht verhelfen..was wird mit dem Rest der Bevölkerung..so wie in Libyen in den Folter-Knästen verschwinden?
Jaja, die pösen, pösen Musl... äh Islam(terror)isten. Die müssen natürlich vor ihren Despoten kuschen und sich abschlachten lassen wie Schafe. Wenn sich aber die Rebellen im Sudan für unabhängig erklären wird gejubelt und die werden auch gleich von der UNO anerkannt.

Und was die ganzen pösen Extremisten betrifft, die ja angeblich bald Ägypten/Libyen/Tunesion in Gottesstaaten verwandeln wollen.
Ein wenig Geschichtsunterricht:

Glorious Revolution -> Oliver Cromwell
Amerk. Revolution -> Sklaverei, Bürgerkrieg etc.
Franz. Revolution -> Robbespierre -> Napoleon
Oktoberrevolution -> Stalin -> ... -> Putin
Novemberrevolution -> Na, Sie wissen schon...

Nein, wir (und damit meine ich nicht nur uns Deutsche) sind wahrlich keine Vorbilder was gelungene Revolutionen betrifft.

Die Franzosen waren übrigens ganz toll im Revolution-Diktator-Kreislauf, hatten nach Napoleon I. nochmal ne Monarchie und danach kam Napoleon III.

Zitat von Trondesson
Ihre "professionelle Reporterin" stand auch eindeutig auf Seiten der Rebellen. Unabhängige Berichterstattung sieht anders aus, aber so etwas gibt es heute ohnehin kaum noch.
Na und? Blöde Aussage. Die TAZ ist links, die FAZ ist rechts, und die BILD, die ist, genau, blöd. Jeder Mensch hat eine Meinung. Wenn sie "objektive" Berichte lesen wollen, dann lesen Sie Nature oder Science. Aber in dem Fall würde auch Reuters oder AP reichen.

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Strandhaus 24.02.2012, 06:52
47. Ja - grausig!

Zitat von widower+2
Ich bin absolut erschüttert über die hier zu lesenden Beiträge. (...) Grauenhaft.
Meine ich auch - grausig, von was für Ideologen das Forum hier besetzt wird - nicht nur in diesem Thread.
In vielen politischen Threads geht es wie eine Seuche um, sich mit Worten zu prügeln, nicht mehr zu argumentieren, sondern zu polemisieren, persönliche Angriffe zu starten, selbstgerecht Meinungen zu präsentieren, die gar nicht erst begründet werden - sooo unangenehm.

Ich lese ja immer noch Spiegel online - aber zu häufig schlecht und auf die Schnelle recherchierten Artikeln, die dem aktuellen Geschehen hinterherhetzen, um alle drei Stunden neue Gerüchte wiederzugeben, gesellen sich immer öfter Kommentatoren hinzu, die dieses Forum für ihre ideologischen Polemiken missbrauchen.

Dabei hätte ich gerne echte Pro und Conta -Argumente gelesen, nachvollziehbare Analysen, warum man einer gestandenen Reporterin, die ihren Arbeitseinsatz mit dem Leben bezahlte, unterstellt, sie habe sich naiv oder berechnend instrumentalisieren lassen.

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frubi 24.02.2012, 07:28
48. .

Zitat von peterregen
Ich gehe davon aus, daß sich die Frau das alles aus den Fingern gesaugt hat. Denn wenn die Berichte stimmen würden, würde der Rest der Welt ja etwas unternehmen.
Der Rest der Welt hat einfach was besseres zu tun und das meine ich gar nicht abwertend. Die russische Regierung ist im Wahlkampf und zudem ist Syrien deren Verbündeter. In Ägypten, das Mubarak Regime war auch mal unser Verbündeter (bitte nicht vergessen) und wir sahen zu, wie die Sicherheitskräfte mit Autos über Menschen fuhren und wie tausende von Ägyptern gefoltert wurden. Hat uns auch jahrelang nicht interessiert. Genauso wenig wie die Folterungen von Terror-Verdächtigen in Geheimgefägnissen durch Amerikaner. Die Chinesen und Inder haben genug Probleme mit ihrer Innenpolitik. Wieso sollten die ein Interesse daran haben, eine kleine Stadt in Syrien zu verteidigen? Zudem halten sich die Chinesen generell aus inneren Problemen anderer Staaten heraus und letztlich sorgt dieser Kurs, so schlimm es auch für die Bürger von Homs sein mag, für eine friedlichere Welt denn das militärische intervenieren der Amerikaner geht in den meisten Fällen nach hinten los. Beispiele muss ich wohl nicht mehr aufzählen.

Natürlich ist es wiederlich mit anzusehen, was in Syrien passiert aber in Nordkorea kämpft der Staat nicht mit Waffen sondern mit fehlender Nahrung gegen sein Volk. Zudem sitzen Zehntausende politische Gefagene in Gefägnissen. Juckt uns das? Nein. Wir lachen lieber über inszenierte Trauerkundgebungen etc.

Das was jetzt in Homs passiert basiert meiner Meinung nach auf unserem Fehlverhalten in der Vergangenheit. Wir haben jahrelang mit Despoten zusammengearbeitet und uns einen feuchten ********* um die Menschen dort gekümmert. Jahrelang schwieg die Presse (bis auf wenige Außnahmen) über diese Zustände. Unsere super Demokraten in der Regierung verkaufen hinter unserem Rücken Panzer nach Saudi Arabien und berufen sich auf öffentliches Nachfragen auf die Geheimhaltung. Und es würde sich auch nichts ändern, wenn die Spitzenpolitiker aus der Regierung ein anderes Parteibuch hätten.

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grafheini2 24.02.2012, 08:29
49. Logisch flasch

Zitat von peterregen
Entweder das, oder es wird schon seine Richtigkeit haben, daß man die Menschen dort verhungern läßt. Ich habe jedenfalls schon in den 70ern Geld für Hungernde in der Sahelzone gespendet. Das Thema ist also schon lange bekannt. Und wenn man nicht wollte, daß dort Menschen hungern, dann würde man ja was dagegen unternehmen. Oder?
"Wollen" impliziert, dass man ein aktives Interesse an einem Ereignis hat. Das Nichthelfen der Hungernden fußt wohl kaum auf einem aktiven Interesse (von wem auch immer) dass Menschen leiden, als vielmehr an einem Desinteresse an dem Schicksal dieser Menschen. Ist auch ziemlich schlimm aber, eben was anderes als jemanden aktive Schaden zuzufügen, wie Sie in Ihrer Behauptung implizieren.

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