Forum: Politik
Martin Schulz bei den Jusos: "Soll sagen: Du kannst mich mal?"
DPA

Keiner hat so vehement eine neuerliche Große Koalition ausgeschlossen wie SPD-Parteichef Martin Schulz. Beim Bundeskongress der Jusos demonstriert er, wie geschmeidig Politiker dann doch sein können, wenn sie unter Druck stehen.

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mick richards 24.11.2017, 23:53
1.

Sry, seh grad auf der rechten seite das titelcover vom neuen spiegel mit Merkel und Lindner.
Ist das jetzt noch up to date ?
Interessiert sich noch jemand für die jamaika-gespräche, oder sind wir nicht schon wieder zwei türen weiter ?

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Tr1ple 24.11.2017, 23:55
2. Ich hoffe das Unterfangen Kroko scheitert

Ich bin ganz klar für Neuwahlen! Merkel muss realisieren das ihre Politik am ende ist. Keiner möchte mit ihr regieren. Es ist Zeit für einen Umschwung, auch um die afd klein zu halten.

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thailand.health.care.2000 24.11.2017, 23:57
3. Stümperhaft

Diese gespielte Kumpelhaftigkeit des Herrn Martin Schulz ist nicht auszuhalten. Und dann am Wahlabend im Fernsehen Frau Merkel für seinen stümperhaften Wahlkampf und das schlechte Wahlergebnis verantwortlich zu halten, dass er selbst verschuldet hatte, war der Gipfel. Er hat diesen Wahlkampf und das Ergebnis der SPD zu verantworten. Dieser Mann trägt die Schuld, nicht die GroKo und nicht Frau Merkel. Ich verstehe nicht, warum die Jungsozialisten diesen Mann feiern?

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Ra's al-'Ayn 25.11.2017, 00:01
4. Ich wünschte, dass es vorwärts ginge!

Die Sozialdemokraten werden wohl kaum einer große Koalition zustimmen können, so verlockende sozialpolitische Zugeständnisse die Unionsparteien auch machen mögen, und zwar erst recht dann nicht, wenn ein Tolerierung einer schwarz-grünen Minderheitsregierung möglich ist. Die SPD hätte aus der Opposition heraus sehr viel mehr politischen Handlungsspielraum, als es ihr in der Regierung als Regierungspartner möglich wäre. Zudem könnte sie so, ohne größere politische Risiken einzugehen, wenigstens einen Teil ihre politischen Programmatik umsetzen und Ihr Profil als sozialpolitisch gestaltende Kraft schärfen. Das Problem der Sozialdemokratie ist ja gerade, dass sie der herrschenden neoliberalen Wirtschaftsideologie nichts mehr entgegenzusetzen weiß. Sie muss an dieser Stelle den Kampf aufnehmen, wenn sie politisch überleben will. Die große Koalition bedeutete hier, diesen Kampf aufzugeben, noch bevor er begonnen hat. Es handelt sich also um eine Richtungsentscheidung, zwischen „Weiter so“ oder „Vorwärts“!

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spmc-135322777912941 25.11.2017, 00:02
5. Du kannst mich mal .....

natürlich kann er das sagen wenn ihm danach ist, es wäre aber besser gewesen, am Wahlabend das Ergebnis sacken zu lassen und nicht gleich wie eine beleidigte Leberwurst zu reagieren. Ich weiss gar nicht was die Sozen wollen, sie sollten doch stolz darauf sein was sie in der GroKo durchgesetzt haben. Die Nahles war doch die erfolgreichte Ministerin.

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Stefan.Q. 25.11.2017, 00:14
6. Spätestens jetzt weiß ich, die SPD ist zurecht da unten !!!

Unfassbar, hat der Schulz gar kein Rückgrat ? Frau Merkel hat fertig und die erwägen sie wieder in den Sattel zu hieven. Ich glaube es nicht. Wenn die SPD das wirklich macht, hoffe ich das die SPD das nächstes Mal an der 5% Hürde scheitern.

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spmc-12355639674612 25.11.2017, 00:15
7. GroKo oder Opposition

Die Position des Hardliners einzunehmen und einen einmal geäußerten Entschluss knallhart durchzuhalten, ist eine ziemlich simple Taktik. Dafür muss man nämlich nicht mehr nachdenken. Man beschließt eine Linie und sagt danach zu allem, was auch nur einen Millimeter davon abweicht, einfach: nein. Sehr primitiv! Ich hoffe, da blitzt, wenn es hart auf hart kommt, ein wenig politische Bauerschläue durch, vielleicht im Stil eines Robert Bosch, der einmal gesagt haben soll: "Was goht mi mei saudomms G'schwätz vo geschtr a"

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Atheist_Crusader 25.11.2017, 00:18
8.

Ich beneide Schulz nicht um seine Situation.

Schließt er die GroKo weiter aus, dann steht er zu seinen früheren Aussagen - aber dann kann man der SPD eben auch vorwerfen, dass sie nicht regieren will. Außerdem erhöht er dramatisch die Chance für Neuwahlen, was der AfD noch mehr Zulauf bringen könnte und eine Große Koalition (oder gar eine Kenia-Koalition) zur einzigen Möglichkeit machen könnte.
Geht er allerdings in die Große Koalition, dann riskiert er seiner Partei noch mehr politischen Schaden zuzufügen als das bisher schon an der Seite Merkels geschehen ist. Und damit könnten sie in der nächsten Wahl noch weiter abstürzen. Gleichzeitig würde dann die AfD stärkste Oppositionspartei.

Allerdings: die FDP stand vor einem ähnlichen Dilemma und es ist noch nicht sicher ob ihnen das "ohne uns!" geschadet hat.

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Sprechreiz 25.11.2017, 00:25
9. die Chance

das wäre doch DIE Chance für die SPD, ihre Ziele durchzusetzen.
In dieser Situation hat sie Möglichkeit, sehr hoch zu pokern und der CDU ihre Bedingungen zu diktieren.
Wer weiß - vielleicht haben wir dann sogar einen anderen Bundeskanzler?

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