Forum: Politik
Martin Schulz gegen Angela Merkel: Überraschung!
REUTERS

Schulz statt Gabriel, damit hatte sie nicht gerechnet: Angela Merkel bekommt einen anderen SPD-Herausforderer als erwartet. Oder als von ihr erhofft. Einfacher wird es für die Kanzlerin nun nämlich nicht.

Seite 15 von 16
002614 25.01.2017, 00:06
140. Klare Kante?

Zitat von Ron B.
und wo soll die dann erkennbar sein? Eine "klare Kante" würde man im Parteiprogramm vorfinden müssen, nicht aber beim Spitzenkandidaten für eine Kanzlerkadidatur. -Wo findet sich dort ein in-die-Tonne-treten der Aganda 2010? Die noch nicht mal der konservative Kohl gewagt hätte, durchziehen? -Wo findet sich dort eine rundum deutliche Absage an den Irrsinn der sogenannten "Finanzindustrie"? -Wo findet sich dort ein Gegengewicht zur -in weiten Teilen der Bevölkerung empfundenen- unsäglichen Rüstungsspirale? -Wo findet sich dort ein Gegengewicht, nämlich Entspannung, in Bezug zu unserem großen Nachbarn Russland? Gäbe es all dies, nun, vielleicht könnte Schulz das kämpferisch kommunizieren. Kompromisslos, eindeutig. Dann würde sogar ich wieder diese Partei wählen (das letzte Mal war unter Willy Brandt)
Alle vier von Ihnen genannten Punkte finden Sie doch glasklar bei
Die Linke. Da haben Sie doch die Partei mit der "klaren Kante" - kompromisslos und eindeutig.

Die SPD sollte Antworten haben auf die Fragen, die ihre ehemaligen Wähler betrifft, die zur AfD abgewandert sind, weil ihnen die "klare Kante" und glaubhafte Lösungen zur Zuwanderung fehlen, weil sie hauptsächlich die sozial Schwachen belastet. Zu versichern, dass der Wohnungsbau, der gerade anläuft, nicht nur für die Flüchtlinge sondern auch für ärmere Deutsche sein sollen, wird der nicht glauben, der heute oder morgen eine preiswerte Wohnung sucht.
Und wenn er eine gefunden hat, in einem Viertel leben muss, das man nicht mehr als Wohngegend in Deutschland erkennen kann.

Die AfD ist da nämlich nicht die Antwort, wenn sie sich mit
vor-gestrigen Nazi-Träumern abgibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
002614 25.01.2017, 00:26
141.

Zitat von SMN
Dann Wähl die AfD, Ihr (nicht die Wahrscheinlichkeit) habt es in der Hand wer Kanzler(in) wird. Ja ich weis, die AfD wird verhasst, weil wenige das politische Konzept gelesen haben und weil die Medien das so wollen. Aber nehmt es euch zu Herzen, informiert euch und Wählt nicht irgendwass nur damit ein anderer verliert, das hat noch nie funktioniert.
Ihr letzter Satz sollte oben groß auf jedem Wahlzettel stehen.
Frust- oder Denkzettelwahlen sind dumm und können sehr schlechte Auswirkungen haben, die keiner will.

Die Demokratie ist dafür da, dass jeder diejenige Partei wählt, deren Ziele seinen eigenen Interessen im Großen und Ganzen entspricht.

Nun sollte die SPD ihre Ziele, - falls sie gute hat - klar definieren. Dann wird sie gewählt. - Wenn sie aber nur Positionen vertritt, die von der halben CDU und allen Parteien linkswärts vertreten werden, ist die Alternative natürlich nur die AfD, denn die CSU kann außerhalb Bayerns nicht gewählt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
002614 25.01.2017, 00:31
142.

Zitat von tom_von_neukoelln
Schulz wird nur verheizt, nur damit Gabriel 2021 antreten kann. Alles billige Taktik! Gabriel wird 2017 niemals ins offene Messer rennen und dann endgültig als Verlierer dastehen.
Schulz ist vermutlich zu viel Machtmensch, um sich"verheizen" zu lassen. Wenn er nicht Kanzler wird, so bleibt er wenigstens der Parteivorsitzende und in einer "großen" Koalition mit der CDU/CSU wird er Minister und Vizekanzler. Ist das nichts in Deutschland?

Viel wichtiger ist das Parteiprogramm und die Themen, mit der die SPD in den Wahlkampf zieht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murrle01 25.01.2017, 01:05
143. Würde es Herr Schulz...

dann wäre endlich Schluss mit weinerlichen und devoten Reden und Antworten auf wichtige Fragen. Der mann kann mehr Druck machen als Frau Merkel...die immer hilflos und unentschlossen wirkte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bmvjr 25.01.2017, 01:51
144. Falsche Munition

Weder Gabriel noch Schulz taugen als angemessene Munition gegen das Geschuetz Merkel, dass die CDU noch einmal auffahren kann. Die Personalie Schulz statt Gabriel ist ein zwangslaeufiger, opportunistischer Schachzug innerhalb der SPD, verliert aber mangels ueberzeugender Kandidaten an Gewicht. Das kommt eher einem Flicken des Loches im Reifen gleich, wohingegen die SPD dringend einen neuen Reifen gebraucht haette. Die Aussichten gegen Merkel sind damit nicht verbessert, sondern nur weniger schlecht geworden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudolfo.karl.von.wetterst 25.01.2017, 06:42
145. Überraschung

Eine Üerraschung war das nun wirlich nicht. Das war schon abzusehen zu dem Zeitpunkt, als mitgeteilt wurde, dass Herr Schulz in die europäische Kommunalpolitik wechselt. Mit ihm wird sich die SPD Politik noch weiter von den Wählern entfernen. Eine wirklich neue Alternative ist das nicht, nur Strohfeuer. Schade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xantos73 25.01.2017, 07:06
146. Joha genialer Coup!

Der Mann geht ziemlich unbelastet in den Wahlkampf und hat vorallem ZEIT!!! Kein Amt was ihn bindet. Nur Wahlkämpfer. Merkel wird eine getriebene der geopolitischen Winde sein. Wenn Trump ernst macht und einen Schulterschluss mit UK und vorallem Putin sucht, wird Frau Merkel die Anti-Russland-Fahne vom Kanzleramt einholen lassen müssen und oportun auf Kuschelkurs mit Russland gehen müssen. Ein Tiefschlag für Ihre Glaubwürdigkeit. Sie wird es aber tun müssen um Deutschland nicht in die Isolation zu treiben. Wenn die Niederlande und Frankreich bei den anstehenden Wahlen rechts abbiegen, könnte Schulz als EU-Verfächter das nutzen. Merkel steht auch hier stellvertretend für die alte Obama-Zeit. Uh, wenn Schulz es nun auch noch schafft die SPD neu zu erfinden. Herr Wittrock - das könnte sehr spannend werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
echoanswer 25.01.2017, 07:30
147. Bisher nur ein Personalkarussell

In allen Parteien. Von Strategie der Politik war bisher keine Rede. Die Politik ist, wie schon lange, nur noch mit der eigenen Postenvergabe beschäftigt. Das interessiert keinen Wähler. Die rennen in der Zwischenzeit zur AfD. Aufwachen, meine Damen und Herren in Berlin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
läufer2006 25.01.2017, 09:24
148. Parteisoldat

Bald wird die SPD das Schicksal der FDP teilen. Mit diesem Kandidaten ist der weitere Abstieg vorprogrammiert, bei Schulz sehe ich nur eine Stärke, er ist ein braver Parteisoldat, nur ob das der Wähler schätzt? Und bei Führngspersonal mit so wenig Karisma , braucht man sich nicht wundern, dass die Wähler lieber den Populisten folgen. Es ist leider so, Führen heißt auch die Leute begeisten können, wenn man dieses einfach Prinzip von Führung bei den Parteien verstanden hätte, würde man auch bei der Auswahl des Personals, einen Schrit auf den Wähler zugehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kobra21 25.01.2017, 09:32
149. Schön wäre es...

Schön wäre es, wenn es einen echten Wahlkampf zwischen Merkel und Schulz geben würde, der es auch in sich hat. Doch der ist nicht zu erwarten.
Anstatt einem echten Lagerwahlkampf, bei dem die gegensätzlichen Positionen herausgestellt werden, wird es einen Wahlkampf wie folgt geben:
Nichtssagendes Dampfgeplauder gegen Aussitzen, bis sich alles von selbst erledigt hat.
Schuld daran ist die nach links gerückte Politik der CDU von Frau Merkel.
Einzig die CSU könnte noch dagegen halten.
Am Ende wird wieder geherzt, eine neue große Koalition beschlossen und weitere 4 Jahre werden vertan.
Fortschritt sieht anders aus!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 16