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Martin Schulz gegen Angela Merkel: Überraschung!
REUTERS

Schulz statt Gabriel, damit hatte sie nicht gerechnet: Angela Merkel bekommt einen anderen SPD-Herausforderer als erwartet. Oder als von ihr erhofft. Einfacher wird es für die Kanzlerin nun nämlich nicht.

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Berg 25.01.2017, 09:37
150.

Zitat von think-twice!
Mit der Personalie hat sich die SPD den 12% Platz schon einmal gesichert. Was für eine spooky Personalentscheidung. Siggi hat sich flugs und schlau den Aussenministerposten gesichert und kann so die nächste GroKo relaxt ansteuern. Diese Partei habe ich einmal gewählt. Jetzt ist das nur noch eine zutieftst peinliche Truppe.
Aber Ihre Schlussfolgerung ist unlogisch: Sie haben SPD gewählt und Ihre Partei regiert, und zwar die Außenpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Familien/Soziale Politik, die Justiz usw., Wieso finden Sie das "peinlich"? Soundsoviele andere Parteien regieren NICHT! Da war doch Ihre Stimme an der richtigen Stelle.

Dass nach der nächsten Wahl der Außenminister wieder Gabriel heißt, ist doch nur eine kühne Vermutung.

Richtig ist, dass beide Partreien keine Nachfolger für Parteivorsitz und Kanzleramthervorbringen, z.B. aus Bürgermeisterämtern oder als MP. Wo ist denn der Parteinachwuchs? Und wo sind die ehrenwerten Leute aus Wirtschaft, Kunst, Medizin, Literatur, Wissenschaft, Musik, Sport, Medien, die sich in eine Politikerlaufbahn begeben? Könnte ja auch ein xdeutscher Immobilienmogul sein :-) Hätten wir da einen?

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Maria-Galeria 25.01.2017, 10:43
151. Merke

Merkel hat schon immer potentenztielle Wiedersacher innerhalb ihrer Partei, die ihr Möglicherweise Betreffs ihrer Kanzlerschaft gefährlich hätten werden können ausgeschaltet. Ansonsten die SPD hatte keinen Kandidaten aufzuwarten der ihr hätte gefährlich werden können, keinen mit dem Kaliber Brand, Schröder, Schmidt. Sie hat sich in ihrer Luxusposition gut halten können, samt ihren sie umgebenden Luxuspolitikern, alle ein bisschen von der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland getragen und eingelullt. Martin Schulz, ich hoffe darauf, dass er in die Fußstapfen Schröders tritt. Klare Kante ist, die SPD war immer die Partei die die heißen Kartoffeln, die uns die CDU/CSU eingebrockt haben (z.B. Staatsverschuldung ohne Ende) aus dem Feuer geholt hat. Die Situation heute bietet sich genauso dar, 5 Jahre Gemetzel in Syrien und null Vorkehrungen wurden getroffen um einem möglichen Flüchtlingstrom Herr zu werden, diese Nullkontrollsituation an den Grenzen wäre nicht nötig gewesen, Personalabbau bei der Polizei, die 17 000 Leute haben gefehlt und fehlen heute noch. Ich sags ja, eine eingelullte Luxusgesellschaft mit Luxuspolitikern auf dem wohlfeilen Sparkurs( natürlich auf dem Buckel der ärmeren Bürger) denen der Bezug zur Realität abhanden gekommen ist. Die Realität ist einfach, im Gegensatz zu den vollen Kaufhäusern, gibt es immer mehr Menschen die sich den Luxus in ihnen einkaufen nicht mehr leisten können, siehe Niedriglöhnler usw. und herauf beschwörte zukünftige Altersarmut und noch vieles mehr, Schludereien an allen Ecken, unser verknöchertes teures Beamtensystem. Martin Schulz ist vermutlich in der Lage uns aus einer aus heutiger Sicht weniger hoffnungsvollen Lage heraus zu manövrieren, siehe EU, siehe die Kernspalter AFD, siehe Trump. Jippi, Deutschland geht es gut wie nie, ich kann es nicht mehr hören.

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Pride & Joy 25.01.2017, 12:09
152. Geschacher

Was mich bei dem ganzen Geschacher wirklich interessiert, sind die Mitglieder. Es ist nicht die Entschiedung der Mitglieder, dass ein Schulz sowohl das Amt, als auch den Posten des "Kanzlers" zugeschoben bekommt und zwar von der Parteispitze.

Was ist das für eine Partei und vor allem was für eine Kultur, wenn hier die Mitglieder keine Stimme, also auch kein Mitspracherecht haben?

Kann und sollte man solche Parteien wählen? (Das gilt natürlich auch für alle anderen Parteien)

Schulz hat kein Mandat! Schulz hat kein Amt, denn dies ist eine Entscheidung entgegen der Geschäftsordnung der SPD und somit engegen jede Demokratie!

Was Garbriel sich ausmalt, ist für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar!

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Berg 25.01.2017, 12:53
153.

Zitat von Maria-Galeria
Merkel hat schon immer potentenztielle Wiedersacher innerhalb ihrer Partei, die ihr Möglicherweise Betreffs ihrer Kanzlerschaft gefährlich hätten werden können ausgeschaltet. Ansonsten die SPD hatte keinen Kandidaten aufzuwarten der ihr hätte gefährlich werden können, keinen mit dem Kaliber Brand, Schröder, Schmidt. Sie hat sich in ihrer Luxusposition gut halten können, samt ihren sie umgebenden Luxuspolitikern, alle ein bisschen von der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland getragen und eingelullt. Martin Schulz, ich hoffe darauf, dass er in die Fußstapfen Schröders tritt. Klare Kante ist, die SPD war immer die Partei die die heißen Kartoffeln, die uns die CDU/CSU eingebrockt haben (z.B. Staatsverschuldung ohne Ende) aus dem Feuer geholt hat. Die Situation heute bietet sich genauso dar, 5 Jahre Gemetzel in Syrien und null Vorkehrungen wurden getroffen um einem möglichen Flüchtlingstrom Herr zu werden, diese Nullkontrollsituation an den Grenzen wäre nicht nötig gewesen, Personalabbau bei der Polizei, die 17 000 Leute haben gefehlt und fehlen heute noch. Ich sags ja, eine eingelullte Luxusgesellschaft mit Luxuspolitikern auf dem wohlfeilen Sparkurs( natürlich auf dem Buckel der ärmeren Bürger) denen der Bezug zur Realität abhanden gekommen ist. Die Realität ist einfach, im Gegensatz zu den vollen Kaufhäusern, gibt es immer mehr Menschen die sich den Luxus in ihnen einkaufen nicht mehr leisten können, siehe Niedriglöhnler usw. und herauf beschwörte zukünftige Altersarmut und noch vieles mehr, Schludereien an allen Ecken, unser verknöchertes teures Beamtensystem. Martin Schulz ist vermutlich in der Lage uns aus einer aus heutiger Sicht weniger hoffnungsvollen Lage heraus zu manövrieren, siehe EU, siehe die Kernspalter AFD, siehe Trump. Jippi, Deutschland geht es gut wie nie, ich kann es nicht mehr hören.
Jetzt bitte ich Sie aber, wenigsten zwei Beispiele zu nennen, wo Merkel "Widersacher ausgeschaltet" haben soll. Fakt ist, dass all die Jahre keiner, also niemand aus den Reihen der CDU gegen Merkel in Parteitagen kandidiert hat, um sich als Parteivorsitzende/r und/oder Kanzlerkandidaten wählen zu lassen. Da war ein Dutzendmal Gelegenheit dazu. Und kein "Ausschalten" hätte jemanden hindern können. Und auch für die nächste Wahl ist dasselbe eingetreten. Und wenn das eine "Luxusposition" wäre, wie Sie es wahrnehmen, dann müssten sich erst recht Männer/Frauen finden, die sich aufstellen und wählen lassen. Und kommen Sie nicht mit Merz und Koch; denn die wollten nie und haben nie kandidiert.

Tätigkeiten mit niedrigem Verdienst hat es immer gegeben, und das wird es immer geben - eben für einen Mindestlohn arbeiten. Aber es gibt keine Pflicht, das auf Dauer zu tun! Das sind Übergangszeiten, die jeder für sich zur Weiterqualifizierung für den nächsten besserbezahlten Job ausnutzt. Die Kanzler haben damit überhaupt nichts zu tun.

Und dass man nur mit der gesetzlichen Rente den Lebensstandard aus dem Erwerbsleben nicht weiterfinanzieren kann, ist jedem klar. Das Etikett "Altersarmut" hänge ich mir dafür jedenfalls nicht um. Geschweigedenn, dass ich dafür dem zufällig regierenden Kanzler die Schuld gebe.

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MKAchter 25.01.2017, 14:54
154. Kein Wundermann

Abwarten. Was hat man den Spitzenkandidaten Steinbrück als fähigen sozialdemokratischen Macher einst in den Himmel gelobt (und so schlecht war er ja in der Tat nicht)...
Und was ist in der Wahl (mageres Ergebnis) und danach vom Sozi-Spitzenkandidaten übriggeblieben?

An die politische "Wunderwaffe Schulz" kann ich nicht glauben. Zumal dieser von sehr vielen Bürgern auch noch als typischer Vertreter des Brüsseler EU-Apparates angesehen wird, welcher nicht mehr sonderlich beliebt ist.

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Berg 25.01.2017, 15:16
155.

Zitat von MKAchter
Abwarten. Was hat man den Spitzenkandidaten Steinbrück als fähigen sozialdemokratischen Macher einst in den Himmel gelobt (und so schlecht war er ja in der Tat nicht)... Und was ist in der Wahl (mageres Ergebnis) und danach vom Sozi-Spitzenkandidaten übriggeblieben? An die politische "Wunderwaffe Schulz" kann ich nicht glauben. Zumal dieser von sehr vielen Bürgern auch noch als typischer Vertreter des Brüsseler EU-Apparates angesehen wird, welcher nicht mehr sonderlich beliebt ist.
Solche Bezeichnungen sollten überhaupt nicht verwendet werden:"in den Himmel loben", "mageres Ergebnis", "Wunderwaffe". Die Partei stellt diejenigen auf, die sie hat. Über Koalitionen, also ob Parteien zusammenarbeiten können/wollen, wird NACH der Wahl entschieden. Steinbrück hätte mit den Linken regieren wollen (die sich aber gerade von der SPD abgespaltet hatten) und eine Art Einheitspartei-Regierung stellen können. Das tat er aber nicht - un das war auch richtig.

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mistergarak 25.01.2017, 17:37
156. Wenn denn echte SPD Politik über rein....

Zitat von Berg
Aber Ihre Schlussfolgerung ist unlogisch: Sie haben SPD gewählt und Ihre Partei regiert, und zwar die Außenpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Familien/Soziale Politik, die Justiz usw., Wieso finden Sie das "peinlich"? Soundsoviele andere Parteien regieren NICHT! Da war doch Ihre Stimme an der richtigen Stelle.
....kosmetische oder belanglose Dinge hinaus gemacht würde hätten sie recht. So wie es im Moment ist kann ein echter Sozialdemokrat diese Vasallen Merkels nicht wählen.

Und da es für RRG hinten und vorne nicht reicht und die SPD Spitze das gar nicht wirklich will wird es wieder eine Groko oder Groko+Grün oder FDP je nach Wahlergebnis.

Und dafür soll man der SPD und Schulz die Stimme geben?

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dr.lothar.thuermer 25.01.2017, 17:51
157. Merkel oder Schulz?

Natürlich wird es wieder Merkel! Wer sonst? Aber wer sollte es eigentlich werden? Grundlegend betrachtet sollte Kanzler/in werden, wer am berechenbarsten, verlässlichsten und vertrauenswürdigsten zu einer umweltverträglichen, vor Krieg, Terror und Gewalt Sicherheit bietenden, sozial befriedenden und wirtschaftlich dynamischen Entwicklung beiträgt. Wer also verspricht am ehesten, in höherem Maße als bisher die dafür nötige internationale Verantwortung zu übernehmen? Dass Trump sich derzeit wie ein Elefant im Porzellanladen der Weltgemeinschaft verhält, sollte auch so zum Ausdruck gebracht werden. Zugleich muss Deutschland aber in Wahrnehmung seiner Verantwortung die tatsächlichen Kosten für seine Verteidigung tragen, d. h. 60 Milliarden statt 35 Milliarden Euro im Jahr. Wer schultert das? Deutschland hat aber auch bei steigenden Verteidigungsausgaben einen nur sehr begrenzten Einfluss auf die Weltpolitik. Doch es hat einen mächtigen Hebel, nämlich die EU. Eine Gemeinschaft dieser Staaten, die an einem Strang zieht und mit einer Stimme spricht, hat weltweit Gewicht. Bevölkerungsmäßig ist sie den USA und Russland deutlich überlegen. Nach den zurückliegenden Spannungen in der EU muss der/die Kanzler/in deshalb dringend eine Führungsrolle bei der notwendigen Einigung unseres Kontinents übernehmen. Die Bewältigung des Brexit darf keine neuen Gräben aufreißen. Dass viele europäische Staaten keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, ist zu respektieren. Und damit es keinen Bruch zwischen Nord- und Südeuropa gibt, müssen die Euro-Länder mit Deutschland an der Spitze das Währungssystem endlich auf eine tragfähige Grundlage stellen. Ohne tiefgreifende Reformen und ohne echte Solidarität wird es hier keine dauerhafte Lösung geben.
Das kann für Deutschland teuer werden. Und doch ist es kein Grund zur Klage, wenn historische Kosten sichtbar und spürbar werden. Im Gegenteil: Zu lange hat es an Transparenz und Mut gefehlt. Mutig vorwärts: Das müsste ein Wahlspruch für die politische Führung in Deutschland sein. Mut bei der notwendigen Härte gegenüber Zuwanderern, die hier keine Perspektive haben. Mut bei der Einschränkung von Freiheitsrechten, wenn die innere Sicherheit dies erfordert. Mut bei der Sicherung des Wohlstandes durch eine moderne Infrastruktur, ein starkes Engagement für Innovationen und eine breit angelegte Qualifikationsoffensive. Diese kann Menschen befähigen, mit den Auswirkungen der Globalisierung und Digitalisierung fertig zu werden. Ohne Überforderung. Ohne abgehängt zu werden. Ohne das Stigma eines Verlierers zu bekommen. Eine offene Gesellschaft freier, selbstbewusster und selbstständiger Bürger ist nicht vereinbar mit einer zu großen Ungleichheit der Vermögen. Wer das nicht zu erkennen vermag und keine vernünftigen Korrekturen vorsichtig anstoßen will, der leistet keinen Beitrag zu einer zukunftsfesten Ordnung.

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Berg 25.01.2017, 19:57
158.

Zitat von mistergarak
Wenn denn echte SPD Politik über rein........kosmetische oder belanglose Dinge hinaus gemacht würde hätten sie recht. So wie es im Moment ist kann ein echter Sozialdemokrat diese Vasallen Merkels nicht wählen. Und da es für RRG hinten und vorne nicht reicht und die SPD Spitze das gar nicht wirklich will wird es wieder eine Groko oder Groko+Grün oder FDP je nach Wahlergebnis. Und dafür soll man der SPD und Schulz die Stimme geben?
Schon einem halben Dutzend Foristen habe ich vorgehalten, dass doch die SPD nicht nur "kosmetische und belanglose Dinge" macht, sondern in der Bundesregierung die Außenpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Sozialpolitik, die Familienpolitik, die Justiz und Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Was wollen Sie denn noch?

Und bei RRG geht es doch nicht nur um die Anzahl von Stühlen, sondern dass die auf diesen Stühlen sitzenden, gegeneinander aufgestellten Abgeordneten gar nicht einigen können und wollen. Und wer will denn ernsthaft das bürgerlich-kapitalistische Deutschland sozialdemokratisch-links-grün ummodeln? Das geht nicht und wird nicht kommen. Oder welchen Bundesministerium würden Sie denn Wagenknecht, Bartsch oder Kipping und Riexinger zuordnen?

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