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Martin Schulz im Umfragetief: Wenn nicht Kanzler - was dann?
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An einen Wahlsieg glaubt kaum noch jemand in der SPD, aber Kanzlerkandidat Martin Schulz muss unermüdlich weiterkämpfen. Denn es geht am 24. September auch um seine Zukunft in der Partei.

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widderfru 11.09.2017, 18:30
1. Schulz-Zukunft uninteressant

Vor der Wahl zählt nur "Wie geht es weiter in "D", nicht das Schicksal der Parteibonzen, die haben im Gegensatz
zu der Mehrheit der Bürger ohnehin ausgesorgt. Wichtig ist, welche Partei kämpft für: Gerechte soz. Gesellschaft,
incl. Bürgerversicherung, Rentenreform (alle auf gleicher Basis), Sicherung Lebensstandard-W-O-M prüfen!

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PaulchenGB 11.09.2017, 18:34
2. Die Wiederwahl als EU-Parlamentspräsident

ging nicht, Bundeskanzler hört sich auch ganz gut, die Chancen auf diesen Posten sind gegen Null, also schiebt man in der SPD ein wenig hin und her, Steinmeier wird Bundespräsident, Gabriel Außenminister und Schulz: Oppositionsführer??? Wo sind bloß die Willy Brandt's und Helmut Schmidt's geblieben?

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Matttthias 11.09.2017, 18:34
3. Warum sollte er sich abmühen ?

Als ehemaliger EU-Parlaments Vorsitzender hat er genug auf dem Konto und sicher auch "nachhaltige" Bezüge.
Und dann kommt auch die Rente / Pension. Auch ohne viel zu googlen, die EU-Parlamentarier werden schon
vorgesorgt haben. Er ist schon 61, da dürften sogar Normalsterbliche mit Abschlag in Bundesrente gehen.
Dann hat er viel Zeit um Bücher zu lesen, kann an seine Zeit als Buchhändler anknüpfen. Ist es sehr Böse wenn ich sage - er hat dann auch Zeit fürs Abendgymnasium ? - Bildung nachholen ist SPD Trend.

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vera gehlkiel 11.09.2017, 18:49
4.

Bitte nicht schon wieder solch eine Diskussion, was man mit sogenannten "gescheiterten" Kandidaten anfängt! Und bitte dieses auch nicht innerhalb der SPD. Was hier zuweilen regiert, sind nicht Gesetzmässigkeiten, sondern Böswilligkeiten. Wenn die Politik sich ehrlicher machen will, ein Anspruch, für den Martin Schulz, bin ich sicher, vollumfänglich einsteht, muss mal damit aufgehört werden, dass die Option, in der Demokratie Wahlen auch verlieren zu könnten, immer in Zusammenhang mit der persönlichen Karriere zu einem Alleinstellungsmerkmal der politischen Kultur hochgedudelt wird. Es sollte die Haltung grassieren, dass sich um die Demokrate verdient macht, wer sich zur Wahl stellt, selbst aus einer schlechten, eventuell sogar aussichtslosen Position heraus. Wie wetterwendisch diese Dinge laufen, erkennt man am derzeitigen Hoch für Gabriel, an der Tatsache, dass Merkel noch zu Anfang des Jahres als eine Kandidatin galt, die keine Chance hat. Erkennt man auch an vielem anderen. Jedenfalls würde wohl diesmal keiner mehr aus den Pantinen kippen, wenn Schulz das doch noch packt. Wäre dieses dann irgendwie noch sein persönliches Verdienst, hätte er heute auf einmal etwas richtiger gemacht als gestern oder vorgestern, als er noch im Tief feststeckte? Nö, wohl kaum, es wäre halt einfach nur Glück! Es ist in der Tat unwahrscheinlich, zugegeben, aber ganz unabhängig davon sollte Schulz auf jeden Fall SPD-Chef bleiben! Dieses traditionsreiche Amt sollte komplett aufhören, Gegenstand einer Art Zustimmungslotterie sein zu dürfen!

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Osservatore 11.09.2017, 18:58
5. Lachen oder weinen?

Eins muss man Schulz ja lassen: Er kann hervorragend die Realität verdrängen. Und sein Angebot, Merkel könne in seinem Kabinett ja Ministerin werden, löst entweder krachendes Lachen oder morbides Mitleid aus. Ob er nun nach der Wahl an führender Position in der SPD bleibt oder nicht: Das vorgeschlagene Personal - mit oder ohne ihn - ist auch eher dazu angetan, die SPD weit unter die 20%-Marke zu drücken (siehe Nahles' Herablassungen zur Kritik an 2010!!). Oft wurde es kolportiert: Wenn die SPD nicht zu ihren sozialdemokratischen Wurzeln zurückkehrt und weiter glaubt, auf der neoliberalen Schleimspur vorankriechen zu müssen, sieht es für sie und die Demokratie als Ganzes sehr düster aus. Da hilft auch die Schulz'sche Realitätsverweigerung nicht.

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schehksbier 11.09.2017, 19:06
6. Wenn nicht Kanzler, was dann?

Wie wär's denn mit Komiker? Den ersten Gag hat er ja schon abgefeuert, indem er A. Merkel die Vizekanzlerschaft anbot.

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zweiter 11.09.2017, 19:07
7. Ohne Wunder ist Schulz Geschichte

Er hat für Gabriel die Watsche eingefangen, die sich der und die Partei redlich verdient haben. Damit ist die Aufgebe des ausgemusterten EU Politikers erledigt. Nach der Wahl-Schlappe wird er wie Kraft abtreten, die Partei kann ihm dann "angemessen" hinterher trauern und Gabriel hat mal wieder alles richtig gemacht um sich zu retten. "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen ...", frei nach Siggi - nein! Machiavelli äh ... Schiller natürlich!

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grainer16 11.09.2017, 19:10
8. Alternativlos

Martin Schulz ist aktuell m.E. alternativlos. Keiner, trotz EU-Vergangenheit (oder gerade wegen) vertritt die Sozialdemokratischen Werte und die Werte eines vereinten Europa besser als er.
Alternativen: Nahles, Scholz???
Ich glaube der Autor hat einen Witz gemacht. Wenn in die Opposition, dann will ich Schulz auch Opositionsführer sehen, der der Regierung dann richtig Feuer machen kann. Alle anderen Vorschläge gehen in Richtung, dann heul doch oder ich schlaf gleich ein.
Zusätzlich wäre eine kompletter Neustart mit frischen und unverbrannten jungen Leuten wichtig.
Aber jetzt heißt es noch 13 Tage kämpfen und schauen, was am Ende raus kommt. Und hoffen, dass die Menschen bis 70.000 € Einkommen überlegen, welche Partei ihnen am meisten nutzt.
Die Programmziele lesen kann helfen.

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sojus31 11.09.2017, 19:14
9. Dank der Medien...

...sollte Schulz nie eine Chance haben. Einen Tag nach der Wahl zum Parteichef sollte am besten gleich das komplette Programm, alle Fragen der Finanzierung einfach alle vorliegen. Frau Merkels Partei natürlich nicht... nicht mal heute 10 !!! Tage vor der Wahl kam konkretes von Seiten der CDU oder von Frau Merkel. Wer Bewegung und Änderungen in Deutschland will, muss wohl oder übel SPD wählen. Das nicht alle Versprechungen wahr werden... gut..das glaubt ja wohl keiner...aber noch 4 Jahre Merkel heisst Stillstand...und in den Zeiten der Trumps und Kims...kann sich das keiner mehr leisten. Deutschland braucht ein Ruck..

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