Forum: Politik
Martin Schulz: SPD schließt Große Koalition aus
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Die SPD bleibt dabei: Trotz der gescheiterten Jamaika-Gespräche stehen die Sozialdemokraten nicht für eine Fortsetzung der großen Koalition bereit. Damit nehmen sie Neuwahlen in Kauf.

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malcom1 20.11.2017, 15:53
40. GroKo

Wer glaubt, dass die SPD bei derzeitigem Stand der Dinge in eine GroKo geht der glaubt auch an den Weihnachtsbaum. Es wird Neuwahlen geben und dann eine Schwarz-Rot-Grüne Regierung. Alles andere ist meiner Meinung nach nicht möglich. Warum sollte die SPD in eine GroKo gehen? Um dann wieder als Verlierer dazustehen? Obwohl sie die meisten Vorhaben durchgebracht hat und dann Frau Merkel sich ans Revers geheftet hat.

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hoppelkaktus 20.11.2017, 15:54
41. Die deutsche Sozialdemokratie braucht einen beherzten Neubeginn

Ich finde, die SPD ist gut beraten, konsequent bei ihrem Nein zu einer Fortsetzung der Großen Koalition zu bleiben. Agenda 20.10 und die bisher zwei mit durchgehechelten GroKos haben die Partei mittlerweile im Wählerzuspruch auf ein Format nahe einer Kleinpartei geschrumpft. Es ist in den letzten Jahren nicht von Ungefähr der Eindruck entstanden, als ob die Sozialdemokratie in Deutschland ausgerechnet unter dem Dachgiebel der SPD kein verlässliches Zuhause mehr findet. Selten in der Geschichte der Bundesrepublik war eine Partei so dringend fällig für eine Reihe von Jahren in der Opposition, um sich durch gründlichen inneren Wieder- und Neuaufbau ihrem eigenen politischen Wesenskern wieder anzunähern. Und sollte den Sozialdemokraten letzteres gut gelingen, dann werden möglicherweise auch etliche Wähler, die derzeit orientierungslos links- oder rechtsverirrt in die falsche Richtung stolpern, in absehbarer Zeit ihre Kreuzchen auf dem Wahlzettel wieder so platzieren, dass unsere Gesellschaft eben nicht durch schwachsinnige Extremideologien versaut und schleichend entdemokratisiert und ihrer lebendigen Vielgestaltigkeit und Vielfalt beraubt wird.

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steffen.ganzmann 20.11.2017, 15:54
42. Falsch so!

Zitat von bigroyaleddi
Die SPD in eine GroKo zwingen zu wollen, ist eine Anmaßung sondergleichen. Und wenn denn evtl. die Seeheimer meinen, man können das vielleicht - unter Umständen - und so ... kann ich nur ganz heftig davor warnen. Das wäre für die SPD tatsächlich das Ende (über den 20%), sie würde zu einer Kleinpartei verkommen wie die anderen europäischen Sozialdemokraten auch. Klare und linke Kante ist jetzt gefragt und vonnöten!
Da die CD/SU einen Koalitionspartner braucht, könnte die SPD so ziemlich alles diktieren, solange die CDU nur an der Macht bleiben kann, höchstwahrscheinlich würde sie sogar den Kanzler - der nicht Schulz heissen sollte - stellen und Merkel zur Aussenministerin degradieren - forciertes Nichtstun lag Ihr ja wie ihrem kürzlich verblichenen politischen Ziehvater eh schon immer am Besten ...

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franz.v.trotta 20.11.2017, 15:55
43.

Diejenigen, die die SPD vor der Wahl bekämpft haben (u.a. der Springer-Konzern, ntv), wollen sie jetzt zu einer Groko drängen. Hässlich. -- Die SPD hat sich klar erklärt. Ein Wortbruch ist das letzte, was ihre Wähler erwarten und wünschen.

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coloneltw 20.11.2017, 15:55
44. das eigentliche Problem ist doch der Wähler

Resumieren wir doch mal die letzten 4 Jahre. Was wurde erreicht und wer hat es erreicht bzw. aus welcher Feder stammt es.
Alle die heute den Mindestlohn haben und nicht mehr für 4€ die Stunde anschaffen gehen müssen sollten SPD wählen.
Aber der Wähler vergisst. Er vergisst Merkels Abkehr vom Atomstrom bis Fukushima, er vergisst Merkels nichts tun, er vergisst, dass dank der SPD das Kindergeld erhöht wurde...und vieles mehr.
Er wählt so dumm wie er behandelt wird. Die Frage was ist zu erst kam - der dumme Wähler oder wurden die Wähler dumm weil sie wie Wahlvieh behandelt wurden? Letzteres ist unwahrscheinlich, da man in einer Demokratie, wo der Wähler mitmachen möchte, einen solchen Versuch sofort bestraft hätte. Bleibt also der Wähler, der keinen Bock hat. Fragt euch mal selbst und in eurem Bekanntenkreis - wo könnt ihr über Politik sprechen ohne auf Stöhnen zu treffen? Wo werden bei politischen Gesprächen nicht die Augen verollt oder alles abgetan? Der Bürger hat keine Lust mitzumachen. Er will alles am liebsten schon verdaut vorgesetzt bekommen und genauso wird er behandelt.
Warum z.B. fällt es allen so schwer, dass die Kollegen im Bundestag ihre verfassungsgemäßen Rechte (nicht mitmachen zu wollen) wahrnehmen?
Werfe ich euch vor in der Steuererklärung die Fahrtkosten anzugeben? Nein - es ist euer Recht. Und es ist das gute Recht von Herrn Lindner und seiner FDP und von Herrn Schulz und seiner SPD das gleiche zu tun.
Auch wenn es am Ende bedeutet, dass es etwas Geld kostet und wir als Bürger und Wähler mal was tun müssen für unser Recht über unser eigenes Schicksal selbst bestimmen zu dürfen! Demokratie heißt Arbeit, Jeder einzelne ist berufen und aufgefordert mitzumachen und sein eig. leben damit selbst zu gestalten.
Wenn ihr keinen Bock habt, dann wählt einen 2. Adolf - der nimmt euch alle Sorgen ab. Einer hat es beim Spiegel gut formuliert als es um Trump ging - der Erstschlag wurde vom amerikanischen Wähler verübt und KEINEM ANDEREN!!! Also sucht die Schuld nicht bei den Politikern sondern bei euch. Ich bin Wähler, ich wähle gern und ich beschäftige mich VOR der Wahl damit!

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manicmecanic 20.11.2017, 15:55
45. GroKo sehr wohl abgewählt

Auch wenn das hier so einige oberlehrerhaft arrogant bestimmen wollen,daß dem nicht so wäre.Die kennen wohl alle keine SPD Wähler.Ich als ehemals Stammwähler kenne noch genug,und die meisten sagen klar,wenn die SPD nochmal GroKo machen sollte wäre es für sie das letzte Mal gewesen SPD zu wählen.

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distar99 20.11.2017, 15:56
46.

Zitat von fx33
Kahrs soll die Klappe halten. hat er denn immer noch nciht gemerkt, dass er und seinesgleichen, die rechten Seeheimer, die SPD erst in die Krise geführt haben, in der sie sich aktuell befindet (und damit weit entfernt von einer prägenden Regierungsverantwortung)? Die SPD muss die Seeheimer loswerden, je eher, desto besser.
Da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Dumm nur, dass die SPD-Mitglieder das nicht auch so sehen und endlich diese gesamte Riege zum Teufel jagd um wieder SPD zu werden.

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TonSteineZappa 20.11.2017, 15:56
47. Kurz nach der Wahl

fand ich die Entscheidung der SPD auch richtig, nicht in eine Koalition mit der CDU/CSU zu gehen. Aber nach dem Platzen der Jamaika Sondierungsgespräche finde ich es jetzt zwingend notwendig und auch taktisch geschickt für die SPD in Koalition Gespräche zu gehen. Dringende soziale Probleme warten auf Lösungen und die SPD hat jetzt gegenüber der CDU/CSU eine Verhandlungsmacht - sie muss sie nur nützen. Neuwahlen finde ich falsch.

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lupus_major 20.11.2017, 15:56
48. und wenn das nächste Ergebnis das gleich ist....

wählen wir solange bis es Herrn Schulz passt oder wie?
Was ist das erbärmlich. Den Parteien geht es nur um sich selbst. Das Land(der Wähler) spielt keine Rolle.

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Atheist_Crusader 20.11.2017, 15:58
49.

Die SPD hat ebenso das Recht eine Große Koalition abzulehnen wie die FDP eine Jamaika-Koalition. Dass sie nicht um jeden Preis regieren will (und die AfD nicht zur größten Oppositionspartei werden lässt) ist ja durchaus sympathisch.

ABER...
..ob Neuwahlen die Lage verbessern? Ich fürchte, da kann die AfD ihren Stand dann eher noch ausbauen (gerne auch mit Verweis auf die "Quasselbude", die ja nichts gebacken bekommt). Und diejenigen denen das nicht passt, werden statt Grünen oder FDP dann eher CDU oder SPD wählen. Was damit enden könnte, dass die GroKo dann die einzige realistische Option ist.

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