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Martin Schulz über Europa: Es ist Zeit zu kämpfen
DPA

Martin Schulz sieht die Europäische Union in Gefahr. Es geht um "das Überleben der liberalen Demokratie" - und nicht um "Milliarden mehr oder weniger in Haushalten", schreibt der Ex-SPD-Chef in seinem Gastbeitrag für SPIEGEL ONLINE.

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wotsehell 05.06.2018, 15:12
1. Sagen Sie mal, Schulz...

...wenn Massenarbeitslosigkeit in Europa herrscht, dann ist doch das Modell "EU" grandios gescheitert. Wenn so etwas wie die EU es in 50 Jahren nicht schafft, stabile Verhältnisse herzustellen, dann kann man mit Recht sagen, das taugt nichts, das kann weg.

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alternativlos 05.06.2018, 15:18
2. Helden gesucht

Wer erklärt sich freiwillig zu Captain Europa?

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jens20505 05.06.2018, 15:18
3.

Nach der Abwahl der Briten hatte Schulz mehr Demokratie, weniger Bürokratie und mehr Bürgernähe der EU angemahnt. Verändert hat er allerdings nix. Die EU sitzt als gigantische Verwaltungsbehörde in ihren Mauern. Mich wundert nicht, dass die meisten europäischen Bürger keine Zugang zu einer europäischen Gemeinschaft finden. Sinnvoll und notwendig wäre es ...

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einstweiliger 05.06.2018, 15:20
4. Was wahr und was falsch ist

lässt sich nicht aus Mehrheitsentscheidungen ableiten. Mehrheiten können falsch liegen. Da sich politische Instanzen und Individuen aber vor allem durch und vor Mehrheiten rechtfertigen müssen, wäre ggü der AfD zumindest für Herrn Schulz etwas weniger moralisierende Hybris angebracht. Die können sich Laien und hauptberufliche Publizisten eher leisten.

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Bondurant 05.06.2018, 15:21
5. Ein paar Korrekturen

Das europäische Modell hat es uns ermöglicht, als gleichberechtigtes Mitglied in die demokratische Völkergemeinschaft zurückzukehren, nachdem im deutschen Namen ein Zivilisationsbruch ohne Beispiel erfolgt war.

Nicht "im deutschen Namen", sondern wahrheitsgemäß "durch die Deutschen". Denn die Wissenschaft lehrt uns, Dass die Einigkeit zwischen Regierung und Volk nie größer war, als von 33 bis mindestens 39. Das sollte man sich nicht drum herummogeln, schon gar nicht, wenn man andererseits Gauland weiter wirksam (mit Recht) beschimpfen will.

Nur durch starke europäische Initiativen haben wir die Chance, soziale Schieflagen, Ungerechtigkeit bei der Besteuerung, wirtschaftliche Krisen und Massenarbeitslosigkeit, vor allem von jungen Menschen im Süden Europas, zu beseitigen.

Was heißt das in Euro?

Wir müssen uns bewusst sein: Es geht nicht um Milliarden mehr oder weniger in Haushalten. Es geht um ein epochales Friedensmodell und das Überleben der liberalen Demokratie - und das ist jeden zusätzlichen Euro wert!

eigentlich müsste gerade der gescheiterte Kanzlerkandidat begriffen haben, dass Derartiges heute nicht mehr so gut ankommt. Man hätte das mal gern konkret. Zum Beispiel: wie soll die gemeinsame europäische Armee aussehen und was wird sie kosten?

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Bondurant 05.06.2018, 15:22
6.

Zitat von wotsehell
...wenn Massenarbeitslosigkeit in Europa herrscht, dann ist doch das Modell "EU" grandios gescheitert. Wenn so etwas wie die EU es in 50 Jahren nicht schafft, stabile Verhältnisse herzustellen, dann kann man mit Recht sagen, das taugt nichts, das kann weg.
So kann man es auch sehen, statt immer mehr von dem zu verlangen, was vorher auch nicht funktioniert hat.

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hundogonzalez 05.06.2018, 15:22
7.

Zitat von wotsehell
...wenn Massenarbeitslosigkeit in Europa herrscht, dann ist doch das Modell "EU" grandios gescheitert. Wenn so etwas wie die EU es in 50 Jahren nicht schafft, stabile Verhältnisse herzustellen, dann kann man mit Recht sagen, das taugt nichts, das kann weg.
70 Jahre Frieden taugen nichts und können weg? Unglaublich naiv.

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Kamillo 05.06.2018, 15:23
8. Danke, Herr Schulz!

Dieser Beitrag sollte zeitgleich auf allen Nachrichtenportalen, Tages und Wochenzeitschriften erscheinen! Über das gesamte politische Spektrum hinweg. Aber den Worten müssen Taten folgen! Und das bitte nicht so halbherzig, wie Frau Merkels Antwort auf Macrons Vorschläge zu Europa!

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jozu2 05.06.2018, 15:23
9. EU als Selbstzweck

Lieber Herr Schulz, es sind Leute wie Sie, die die EU zu einem Selbstzweck haben werden lassen. Um die Menschen und um eine Verbesserung der Völkerfreundschaften geht und ging es in Wahrheit noch nie. In der EU und ihren Vorgänger-Konstrukten ging es um politische und wirtschaftliche Interessen. Die EU ist auch nicht Europa. Die EU ist ein dekadenter Selbstbedienungs-Bürokratie-Apparat. Und um es mit Henryk M. Broder (sinngemäß) zu sagen: Die EU ist wie die Sowjetunion in ihren letzten Jahre. Sie ist am Ende und von den Funktionären wird alles getan, um das möglichst lange zu leugnen.

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