Forum: Politik
Masse und Macht: Man kann dem Volk nicht trauen

Vielleicht sollten wir zum Dreiklassenwahlrecht zurückkehren: Jeder bekommt so viele Stimmen, wie er Steuern bezahlt. Oder wir gewichten nach verbleibender Lebenszeit. So wie bisher kann das Wahlrecht jedenfalls nicht bleiben.

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einzigerwolpertinger 05.07.2016, 11:58
280. Und welche Fragen

Zitat von Dubbel1971
Ich würde mir eine Qualifizierte Demokratie wünschen, in der man sich vor dem Wahlgang qualifizieren muss und damit zeigt das man sich mit dem Thema der Wahl auskennt. Das können relativ einfache, wie neutrale Fragen sein. Z.B. was ist die Erst- und was ist die Zweitstimme, oder was wird eigentich gewählt (Landtag / Bundestag / Bundeskanzler / Bundesregierung / ...). Es können aber auch generelle Fragen zur Arbeitslosenquote, Beschäftigungsquote, Bildungseinrichtungen, Einkommensverhältnissen oder der Definition des Wortes Armut sein. Wer die Qualifikation erreicht, darf wählen und das unabhängig vom seinem Alter. Wer sich mit dem Thema nicht auskennt, ist eher geneigt Populisten auf den Leim zu gehen und sollte nicht über Dinge abstimmen, welche die ganze Gemeinschaft betreffen.
würden Sie den zur Wahl stehenden Abgeordneten stellen?

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postatspiegel 05.07.2016, 12:00
281. Det

Zitat von Ishibashi
nach Durchsicht der Zuschriften kann ich nur feststellen, dass SPON Leser extrem Probleme haben Satire zu erkennen.
stimmt wahrlich. Viele kriegen den Bogen, den der Text im unteren Drittel nimmt, einfach nicht mit. Damit wird das ein typischer "Perlen-vor-die-Säue"-Text. Armer Herr Fleischhauer.

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Maganay 05.07.2016, 12:03
282.

"Weil sich nach dem Referendum in Großbritannien herausgestellt hat, dass die Alten den Brexit entschieden haben, fragen sich jetzt viele progressiv eingestellte Menschen, ob man das Wahlrecht nicht stärker an die Demografie anpassen sollte. Im Internet gibt es eine Diskussion darüber, das Recht so zu ändern, dass Stimmen künftig proportional zur erwarteten Lebenszeit gewichtet werden. Wer zum Beispiel 20 Jahre alt ist, dessen Stimme zählt dann fünfmal so viel wie die eines 70-Jährigen."

Ein 70-jähriger, der oftmals 45 Jahre gearbeitet und die Gesellschaft aufgebaut hat, soll weniger Stimmen haben als ein 20 jähriger, der überhaupt noch nicht begreift, um was es im Leben geht und noch nichts für die Gesellschaft getan hat?
Ich bin für folgenden Vorschlag: pro Arbeitsjahr eine Wahlstimme und wer ausgewiesener Deutschfeind ist oder nur ein Dünnbrettstudium vorzuweisen hat, bekommt gar keine Stimme.

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einzigerwolpertinger 05.07.2016, 12:04
283. Donnerwetter

Zitat von Denkt mal selber nach
Bei der Überschrift ahnte ich bereits, was kommt. Der Einleitungstext reichte dann, um den Autor zu entlarven, und mir die Zeit zu sparen, den Erguss zu lesen. Kurz zusammengefasst, hält er es also für klug, das jene, die jung sind und viele Steuern Zahlen, mehr Stimmen bekommen, also mehr macht. Hier zeigt mal wieder jemand, der wohl zu den besser betuchten gehört, welches Menschenbild er hat. Es gibt also ein paar Menschen die von Natur aus besser sind als andere. So kann es nicht weitergehen, heißt also, jetzt wo die Masse aufbegehrt, muss eine härtere Gangart gefahren werden. Mich schaudert es vor einer Gesellschaft, in der solche Menschen die Meinung bilden. Kein Wunder, dass so viele Konflikte vor uns liegen.
Für jemanden, der die Kolumne nicht gelesen hat, geben Sie aber in mächtiges Urteil ab.
Von Ihnen und Ihren Ahnungen möchte ich nicht regiert werden, mich schaudert.

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vonlipwig 05.07.2016, 12:08
284.

Zitat von Walter987
Zitat: Jeder bekommt so viele Stimmen, wie er Steuern bezahlt! Das fände ich auch gut. Ich habe nach dem Studium innerhalb der Regelstudienzeit sofort mit dem Arbeiten begonnen. Seit ca. 30 Jahren arbeite ich ununterbrochen für ein Gehalt, an oder über der Beitragsbemessungsgrenze und zahle auch dementsprechend viel Steuern. Laut Statistik zähle ich zu den Stützen unserer Gesellschaft. Und ich wähle AfD, so wie auch die Mehrheit der Leistungsträger in unserem Land wählen würden. Warum sollen die linksgrünen Studienabbrecher und Hartz IV Bezieher das gleiche Mitspracherecht haben wie die Leistungsträger in unserem Land?
Die Höhe der Steuern scheint, zumindest bei Ihnen, nicht mit Kompetenz und Intelligenz zu korrelieren.
Sie leben mit einem nach eigenen Aussagen hohen Einkommen in einem Land, das, trotz aller unbestreitbaren Missstände, zu den reichsten und in jeder Hinsicht sichersten dieses Planeten gehört.
Und das wollen Sie gefährden, indem Sie Ihre Stimme einem Sammelbecken aus Neoliberalen und Ewiggestrigen geben, das außer plumpen, populistischen Phrasen nichts zu bieten hat?

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turbomix 05.07.2016, 12:10
285.

Zitat von gursky
Ironie und wird sofort von seiner Leserschaft missverstanden. Liegt das Problem bei ihm oder bei seinen Fans?
Für mich war das Ironie. Aber das weiß man bei JF eben nie.

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wolly21 05.07.2016, 12:13
286. menschenverachtend.

Zitat von bekkawei
Was reden Sie da? Wissen Sie, wieviele Menschen es gibt, die rein verstandesmäßig nicht in der Lage sind, sich zu informieren oder die Informationen einzuordnen oder zu verarbeiten. Wollen Sie die alle übergehen, hinter sich lassen, ignorieren? Ihnen das Wahlrecht entziehen? Das ist menschenverachtend.
...war Forist marcaurel1957 schon immer, hat Dieselmotoren vorgezogen :-))

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turbomix 05.07.2016, 12:14
287.

Zitat von Newspeak
Rousseau ist ein Apologet der herrschenden Verhältnisse. Seine Theorien taugen nur zur Verdummung von Schülern im Gemeinschaftskundeunterricht. Robespierre ist mir da weitaus sympathischer. Nur durch den Terror konnte er die Vormachtsstellung des Adels brechen. Ansonsten hätten wir heute noch den Absolutismus von Gottes Gnaden.
Da ist was dran. Inzwischen glaube ich auch, dass man die Eliten alle 100 Jahre entmachten und Ihnen Ihr Geld wegnehmen muss. Sonst landet eine Gesellschaft wie unsere, immer in den Würgegriff der Reichen und Mächtigen. Volksentscheide lehne ich aber ab, sonst haben wir die Diktatur der Dummen.

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marrrkus 05.07.2016, 12:15
288. Wunderbare Satire...

...die leider nicht von allen als Solche erkannt wird.

Im Übrigen ist sowohl für den Konservativen als auch für den Linksorientierten die 'direkte Demokratie' durchaus das Mittel der Wahl, wenn es z.B. darum geht, sich seiner Wahlkampflügen zu entledigen. So geschehen in BaWü, Projekt Stuttgart 21. Nachdem die Ablehnung des Vorhabens das wahlentscheidende Thema der Grünen war, hatte sich der Herr Kretschmann mittels Volksabstimmung und damit aktivierten, vormaligen Nichtwählern ruckzuck selbst an den Haaren aus dem Sumpf gezogen.

Das ist natürlich Denkzetteldemokratie. Interessant aber der hier im Forum genannte Einwand, dass auch Referenden sinnvolle Ergebnisse bringen, wenn das Verfahren geübt ist, das 'Rache'element verblaßt und entfällt - die Schweiz macht es vor.

Wird hierzulande aber nichts, denn sowohl Konservative, Rechte als auch Linke haben bekanntlich im Kern alle das gleiche Menschenbild. Der Mensch ist per se zu dumm, um für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, daher muß er von einem starken Staat beherrscht und kontrolliert werden. Man selbst wäre ja bereit, Funktion zu übernehmen, und sei es nur im eigenen Block, und die damit verbundenen Privilegien gelassen zu ertragen...

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RRR79 05.07.2016, 12:21
289. Regeln notwendig

Es sind Regeln für den Wahlkampf notwendig. Wie das nun konkret aussehen könnte, ich weiß es nicht. Wie das Wettbewerbsrecht, das verbietet hanebüchenen Fehlaussagen, persönliche Beleidigungen und Lügen im Wettstreit um den Kunden. Schlecht für Rechts- oder Linkspopulisten :-) ... Aber beaufsichtigt das in Neutraler Weise? Dass das Wahlvolk das einschätzen kann, was kompletten Lügenschmarren ist und was Fakten entspricht hat man am Brexit gesehen. Die Aktivisten wurde sowas von an der Nase herumgeführt, die Kampagne basierte auf Betrug, Beleidigungen und Lügen. Nicht auf Fakten und Dingen, nachdem normal denkende Menschen wichtige Entscheidungen treffen. Dass man vom dummen, mobilisierbaren Rest regiert wird, sollte nicht sein - da tut man denen unrecht, die tatsächlich ihre Verantwortung tragen und sich mit langweiligen Themen wie Politik bechäftigen und nicht vorgefertigte faktenfremde Vorurteilskonstrukte blind übernehmen.
Also eine Art Qualitätssicherung für einen ordentliche Wahlkampf und kein Politentertainmentspektakel.

Das andere ist eine Begrenzung und Offenlegung von Parteispenden oder Wahlkampfspenden. Zuviel Geld tut Wahlen und den Inhalten im Wahlkampf nicht gut. Da wird zuviel in Präsentation verplempert und man konzentriert sich nicht auf die Inhalte.

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