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Massendemo in Barcelona: Hunderttausende gehen für Einheit Spaniens auf die Straße
AFP

"Barcelona gehört zu Spanien": In der katalanischen Hauptstadt demonstrieren Hunderttausende Bürger gegen die Abspaltung der Region. Einige fordern die Festnahme des abgesetzten Regierungschefs Puigdemont.

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wynkendewild 31.10.2017, 19:23
290. Gunt und schön....

Zitat von syracusa
Die EU schwächt schon durch ihre bloße Existenz die Souveränität der Nationalstaaten, und stärkt durch ihr Subsidiaritätsprinzip die Regionen. Dies soll zumindest nach Meinung vieler EU-Bürger ein fortlaufender Prozess sein. Die Nationalstaaten müssen dabei nicht abgeschafft werden, sondern verlieren einfach immer mehr an Bedeutung, bis sie irgendwann aus dem Bewusstsein verschwinden. Warum sollen die EU-Bürger sich noch an Wahlen zu nationalen Parlamenten beteiligen, wenn diese nationalen Parlamente nichts mehr zu entscheiden haben, weil die Entscheidungsbefugnis in den alltäglichen Dingen in der Region liegt, und bei den großen Werten bei der EU? Die EU fördert diesen Prozess derzeit durch die Bildung und Unterstützung von EURegionen, zu denen sich Regionen verschiedener Nationalstaaten zusammen schließen können, um ihre gemeinsamen regionalen Interessen besser wahrnehmen zu können. Saarland und Lothringen haben wirtschafts- und sozialpolitisch mehr Gemeinsamkeiten, als sie mit den anderen Regionen ihrer Nationalstaaten haben. In ihren jeweiligen Nationalstaaten sind sie aber so klein, dass sie kaum politischen Einfluss entfalten können, um ihre Interessen durchzusetzen. Gemeinsam sind sie stärker, und können sich gemeinsam gegen ihre beiden Nationalstaaten durchsetzen. Diesen Weg hätte ich übrigens auch den Katalanen empfohlen. Warum haben die nicht mit den französischen Katalanen gemeinsame Sache gemacht? Da hätten sie viel mehr erreichen können, und v.a. hätten sie Rückendeckung durch die EU gehabt.
Nur hat sich die EU in diesem Fall klar positioniert und Madrid den Rücken gestärkt und nicht den der Regionen.

Das Subsidiaritätsprinzip ist hier also nicht zur Anwendung gebracht worden. Somit hat sich die EU kalr gezeigt, dass es eine Union der Nationalstaaten ist, welche im Ernstfall jederzeit auf Rückendeckung aus Brüssel hoffen dürfen.

MfG:
wynkendewild

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moistvonlipwik 31.10.2017, 22:48
291.

Zitat von wynkendewild
Wieso sollte man in einer Zivilunion und genau eine solche stellt die EU ja dar, irgendjemand einen bewaffneten Konflikt anzetteln wollen? Das Umfeld gibt die Mittel vor. Und hier ersetzt ein Gang zur Wahlurne den Griff zur Waffe. MfG: wynkendewild
Nur, soweit die Frage abstimmungsfähig ist. Und das ist nun einmal nicht alles.
Das haben die Südstaaten begriffen - und Sie werden es auch noch.

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moistvonlipwik 31.10.2017, 22:48
292.

Zitat von wynkendewild
Nur hat sich die EU in diesem Fall klar positioniert und Madrid den Rücken gestärkt und nicht den der Regionen. Das Subsidiaritätsprinzip ist hier also nicht zur Anwendung gebracht worden. Somit hat sich die EU kalr gezeigt, dass es eine Union der Nationalstaaten ist, welche im Ernstfall jederzeit auf Rückendeckung aus Brüssel hoffen dürfen. MfG: wynkendewild
Das ist auch richtig so.

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