Forum: Politik
Massenprotest in Hongkong: China verbittet sich Einmischung des Westens
AFP

In Hongkong fordern Zehntausende Demonstranten Chinas KP heraus. Die Regierung in Peking warnt das Ausland davor, den Massenprotest zu unterstützen. Die lokale Verwaltung dementiert Gerüchte, wonach ein Militäreinsatz bevorsteht.

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lupenreinerdemokrat 29.09.2014, 11:01
1. Durchaus nachvollziehbar

Eine Einmischung des "Westens" ist durchaus denkbar. Wäre auch nicht das erste mal, dass man sich in die inneren Angelegenheiten souveränder Staaten einmischt, wenn es um zukünftige Profite geht.
Daher ist die vorbeugende Maßnahme Chinas, sich eine Einmischung zu verbitten durchaus gerechtfertigt.

China mischt sich ja auch nicht in Massenproteste in Ferguson oder Stuttgart ein, wo die Polizei mit gleichen Mitteln gegen "friedliche" Protestanten aka "Wutbürger" vorgeht.

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wanniii 29.09.2014, 11:08
2. Irgendwann....

merkt auch der letzte freie Bürger, daß man mit jedem Produkt 'made in China' diejenige Partei unterstützt, die sich schon 1989 für das Massaker in Tienanmen verantwortlich zeichneten! Damals Panzer gegen Fahrräder, heute Tränengas gegen Regenschirme...http://www.youtube.com/watch?v=r7ou2-Kv4UA

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nesmo 29.09.2014, 11:09
3. Hongkong

Sollte sich das große China doch noch an dem Happen Hongkong, den es den Britten entzogen hat, verschlucken? Hat der Virus der westlichen Freiheit dort das Volk schon zu sehr befallen, so dass alte Machtmechanismen Chinas dort nicht mehr funktionieren? China muss natürlich mit allen Mitteln verhindern, dass freiheitliche Tendenzen sich breitmachen und dann wohlmöglich auf ganz China überschwappen. Würde mich nicht wundern, wenn in Peking und Schanghai bald auch Studenten auf die Straße gehen.

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derkim 29.09.2014, 11:10
4.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Eine Einmischung des "Westens" ist durchaus denkbar. Wäre auch nicht das erste mal, dass man sich in die inneren Angelegenheiten souveränder Staaten einmischt, wenn es um zukünftige Profite geht. Daher ist die vorbeugende Maßnahme Chinas, sich eine Einmischung zu verbitten durchaus gerechtfertigt. China mischt sich ja auch nicht in Massenproteste in Ferguson oder Stuttgart ein, wo die Polizei mit gleichen Mitteln gegen "friedliche" Protestanten aka "Wutbürger" vorgeht.
Wenn China aber Souveränität einer Autorität entziehen möchte, denke ich, ist es sehr wohl angebracht sich einzumischen als dabei zuzusehen.
Denn darum geht es ja hier, China möchte die demokratischen Elemente in Honkong reduzieren anstatt weiter auszubauen.

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spon-facebook-10000082513 29.09.2014, 11:12
5. Tja...

...mit der Wiedereingliederung Hongkong hat die VR China sich 20 Millionen Menschen in ihr System implantiert, die alle Demokratie und Meinungsfreiheit gewohnt sind. Daran haben die Parteibonzen wohl nicht gedacht, als man die Briten dazu zwang, es wieder abzudrücken.
Interessant auch, wie China Putins Propaganda kopiert - es wird schon mal alles dafür vorbereitet, die Schuld im Zweifelsfall dem Westen in die Schuhe zu schieben, genau wie beim Maidan.
Das Menschen einfach nur aus Protest gegen diktatorische Praktiken auf die Straße gehen, scheint die Phantasie von Autokraten irgendwie zu übersteigen.

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horst krautwurm 29.09.2014, 11:13
6. Bin mal gespannt...

...wer von der Bundesregierung hinfährt. Westerwelle auf dem Maidan und in Hongkong... Ach ne die Demonstranten sind ja im Finanzdistrikt aktiv und demonstrieren gegen China und nicht gegen Russland
, da könnten einem ja die wirklich guten Geschäfte kaputt gehen. Deshalb wird uns Frau Merkl bald erklären, warum China ( Folter, Todesstrafe, Massenexekutionen, Besetzung der japanischen Inseln und Tibest) eine gute Diktatur ist und Russland eine
böse...

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reuanmuc 29.09.2014, 11:13
7.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Eine Einmischung des "Westens" ist durchaus denkbar. Wäre auch nicht das erste mal, dass man sich in die inneren Angelegenheiten souveränder Staaten einmischt, wenn es um zukünftige Profite geht.
Sind Medienberichte und Kommentare von Politikern schon Einmischung? Ist die verbale Unterstützung demokratischer Kräfte schon Einmischung? Ist humanitäre Hilfe schon Einmischung? Das Wort "Einmischung" ist ein beliebter Begriff, um unliebsame Gegnerschaft vom Hals zu halten, zwecks eigener Machterhaltung. Die Menschenrechte erlauben Einmischung und Menschenrechte stehen allemal über dem Völkerrecht.

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frankori 29.09.2014, 11:14
8. Paradis in Gefahr

Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zu größeren Konflikten kommt. Die Menschen aus HK hegen eine tiefe Abneigung gegen das Festland - politisch, aber auch kulturell. Nicht einmal Hochchinesisch möchten viele sprechen, weil es für sie für die VR steht... Hoffentlich bleibt das Paradies HK weiterhin so bestehen - es ist mit das lebenswerteste Fleckchen Erde in Greater China: http://interculturecapital.de/praktikum-in-hongkong-lebenswerte-metropole-zwischen-ost-und-west

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demokratie-troll 29.09.2014, 11:16
9. Es lebe die Demokratie!

Wir erwarten die Zerschlagung des Widerstands der Bevölkerung Hongkongs gegen das diktatorische Regime in China, denn nichts hasst das Regime dort mehr, als den Willen des Volkes. Und natürlich wird die Zensurschraube angezogen werden, denn nichts hasst das Regime mehr, als die freie Willenbildung des Volkes.

Vorsicht vor Leuten, die uns Sand in die Augen streuen wollen über den Charakter der politischen Führung und das Herrschaftssystem dort. Wer das dort akzeptabel und für investorenfreundlich hält, wird auch bei uns nichts Besonderes dabei finden, wenn unser freiheitlich demokratischer Rechtsstaat und unsere Volkssouveränität ausgehebelt werden.

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