Forum: Politik
Massenprotest in London: Hunderttausende Briten fordern neues Brexit-Referendum
Facundo Arrizabalaga/E PA-EFE/ REX

Kann der Druck auf Theresa May noch wachsen? Er kann. Hunderttausende forderten bei einer Massendemo in London ein neues Brexit-Referendum, Millionen unterstützen eine Internet-Petition gegen den EU-Ausstieg.

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SubjektiveWahrheit 23.03.2019, 18:27
1. Die Gleichen

Das sind die gleichen, die schon gegen den Brexit gestimmt haben. Können Sie keine demokratische Mehrheitsentscheidung anerkennen?
Sind sie im Grunde demokratisch?
Was wäre passiert, wenn die Brexiteers auch so schlechte Verlierer gewesen wären?

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claus7447 23.03.2019, 18:32
2. Wie kommt Theresa da raus?

Irgendwie habe ich ein verstärktes Gefühl, das Theresa sich komplett vergaloppiert hat.

Weder hat sie es versucht ( und damit nicht geschafft) in ihrer Partei und teilen von Labor Unterstützer für den Vertrag zu finden. Dann lehnte sie ein zweites Referendum (was immer das Ergebnis sein wird) ab, und zieht sich diese Woche hinter das "Volk" zurück.

Man oh man und heilige Sch...e, wie doof kann man sich anstellen. Irgendwie bekomme ich aber dss Gefühl "Too alte for correction".

Aber man weiss ja nicht, vermutlich kegeln die Parteien hinter ihrem Rücken schon die Kandidaten für die EU Wahl aus. Oder wie sagte es ein japanischer Pkw Hersteller "Nicht ist unmöglich! "

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tiropites 23.03.2019, 18:32
3. Nein!

Die Briten hatten ihre Gelegenheit und sie haben sich gegen die EU entschieden! Es wäre gegen jedes Demokratieverständnis, wenn man solange wählt, bis das Ergebnis stimmt. Wenn es dazu kommt, braucht sich die EU auch nicht mehr als eine demokratische Institution bezeichnen

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burlei 23.03.2019, 18:40
4. Liebe Briten, Waliser ...

... Schotten und Nordiren, es bringt doch nichts. "Das Volk" (wer auch immer das sein mag) hat mehrheitlich verlangt, aus der EU auszutreten und "der Wille des Volkes" zählt nun einmal. Jetzt ein zweites Referendum, möglicherweise noch eines mit mehr Tiefgang als die unverbindliche Befragung vor drei Jahren wäre nach Ansicht "des Volkes" völlig "undemokratisch". Mag ja sein, dass es heute zu einer überwältigenden Mehrheit für ein Verbleib käme, also wirklich völlig undemokratisch wäre, weil die Gegner eines Austritts sich als Minderheit entpuppen würde. Also lasst "dem Volk " ganz demokratisch seinen Willen, tretet aus und macht für die Folgen "das Volk" und seine Vertreter im Unterhaus verantwortlich. Das wäre dann völlig demokratisch, wenn die Brexit-Befürworter nach der nächsten Wahl zusehen müssten, wo sie bleiben. Merkt euch ihre Namen, merkt euch die Partei, die sie vertreten und wählt einfach mal jemand anderen.

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darthmax 23.03.2019, 18:43
5. Lösung

es erscheint uns Europäern als einzige noch sinnvolle Lösung. Das Parlament sieht es aber bislang ganz anders, die Abstimmung darüber hatte nur eine gringe Befürwortung.
Und so schlittern wir weiter in den Monsterbrexit hinein.
Vergessen wir nicht, dass die EU damals Herrn Cameron hat auflaufen lassen, da niemand daran glaubte , die Abstimmung zu verlieren..
Demnächst werden unsere Beiträge schön erhöht, sparen ist natürlich nicht drin.

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fördeanwohner 23.03.2019, 18:51
6. -

Zitat von SubjektiveWahrheit
Das sind die gleichen, die schon gegen den Brexit gestimmt haben. Können Sie keine demokratische Mehrheitsentscheidung anerkennen? Sind sie im Grunde demokratisch? Was wäre passiert, wenn die Brexiteers auch so schlechte Verlierer gewesen wären?
Der Punkt ist doch wohl eher, dass das Referendum von vornherein so niemals hätte abgehalten werden dürfen. Die Briten haben praktisch über etwas abgestimmt, dessen Konsequenzen sie nur im Ansatz geahnt haben.
Und: Eine Demokratie ist nichts wert, wenn man eine falsche Entscheidung nicht rückgängig machen kann.

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ErwinS 23.03.2019, 18:52
7. Keine demokratische Mehrheitsentscheidung

Zitat von SubjektiveWahrheit
Das sind die gleichen, die schon gegen den Brexit gestimmt haben. Können Sie keine demokratische Mehrheitsentscheidung anerkennen? Sind sie im Grunde demokratisch? Was wäre passiert, wenn die Brexiteers auch so schlechte Verlierer gewesen wären?
Das Referendum über einen Austritt von GB aus der EU war offensichtlich "gekauft", einfach mal informieren. Am Mittwoch Abend kam eine aufschlußreiche Dokumentation im ZDF:
ZDFzoom: Angriff auf die Demokratie Wurde der Brexit gekauft? - Film von Dirk Laabs

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-angriff-auf-die-demokratie-102.html

Darin wird deutlich, wie Milliardäre (Wallstreet!) und ausländische EU-Hasser (z.B. Steve Bannon) mehrstellige, zum Teil illegale Millionenspenden zur Verfügung gestellt haben, und IT- und Werbefirmen (z.B. Cambridge-Analytica) mit Millionen bekanntlich geklauten Facebook-Daten personalisierte Werbung für den Brexit betrieben haben...

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langenscheidt 23.03.2019, 18:54
8.

Auf die Straße gehen und neues Referendum fordern, ist eine Konterrevolution zur Demokratie. Wer Mehrheitsentscheidungen nicht gut findet, sollte Diktatur oder Autokratie fordern. Die EU täte gut daran, ihren Kurs durchzuhalten und nicht auf 2.Referendum zu hoffen. Dies würde Großbritannien und die EU in ihren derzeitigen gesellschaftspolitischen Strukturen auflösen. Großbritannien ist durch das 1.Referendum eh schon auf Jahrzehnte gesellschaftspolitisch gespalten worden. Wenn die Briten auf die Straße gingen und den Initiator des 1.Referendums beim Namen nennen würden (Cameron) und ihn als britischen Staatsfeind identifizieren, wäre ich einer Meinung.

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m.klagge 23.03.2019, 18:55
9. Ja, und die BBC meldet 4 Mio Stimmen

für ein neues Referendum. Irgendwie klappt die Vermeidung des Brexit nicht ganz so flüssig wie die Wirtschaft, die City und deren Freunde in Brüssel sich das wünschen. Frau May hat wirklich getan was menschenmöglich war und trotzdem löcken immer noch MP's und große Teile der Bevölkerung gegen den EU Stachel.
Es könnte wirklich auf eine Situation herauslaufen, in der es entweder auf angewandte Demokratie oder geplante neoliberale Gleichschaltung herausläuft. Letzteres kann aber immer nochmit einem geschickten Austrittsvertrag erreicht werden. Denn ein offizieller Ausstieg aus der Demokrartie in GB bedeutet auch den Ausstieg im Rest Europas und das wäre dann doch vielleicht ein bisschen zu heftig. Jedenfalls zur Zeit noch.

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