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Massiver Protest gegen Rechtsextreme in Kassel: Kassel zeigt Gesicht - Lübckes Gesich
Uwe Zucchi/dpa

In Kassel wollten Neonazis angeblich gegen die "Instrumentalisierung" des Lübcke-Mordes protestieren. Am Ende kamen statt 500 nur ein paar Dutzend Rechte. Was blieb, war ein jammernder Organisator und viel Gegenprotest.

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peaceonearth 20.07.2019, 22:34
40.

Ich war auf der anfänglichen Kundgebung am Hauptbahnhof, meine alten Knochen konnten aber auf der Demo nicht mehr mitmarschieren, habe dann den restlichen Tag online verfolgt und muss sagen, ich bin stolz auf Kassel und die jungen Menschen, die bis zum Schluss den Nazis die Stirn geboten haben. Kassel ist bunt und weltoffen und hat es heute allen gezeigt. Hier ist kein Platz für Nazis.

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Furchensumpf 20.07.2019, 22:47
41.

Zitat von wemzunutzen
Aufgebauschte Berichte über einen grossen Widerstand der real garnicht existiert, an Hand der Besucherzahl waren an der Gegendemo 3,9 % der Einwohner Kassels beteiligt, nicht berechnet die mit angereisten Krawalltouristen welche eine Korrektur nach unten mit sich führen würde. Im Umkehrschluss bedeutet das aber das es 96,1% entweder nicht interessiert oder sie der Meinung sind es könnte auch richtig sein andere Demonstrationen zu zulassen. Der Bürgermeister nutzt das um sich zu profilieren und vom Niedergang der Sozialdemokratie abzulenken. Reelle Berichterstattung ohne aufzubauschen, das wäre jounalistisch wünschenswert.
Mimimimi...

Mehr ist dazu nicht zu sagen...

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go-west 20.07.2019, 22:51
42. Warum bleibt der Spiegel

bei dieser unverständlichen sprachlichen Entgleisung? Es handelt sich nicht um Rechte, sondern um Rechtsextreme. SPD oder Grüne würde man als Links einordnen, somit könnte man allenfalls die CDU/CSU als Rechts bezeichnen. Rechts ist genauso nah an der politischen Mitte wie Links. Wenn Rechtsextrem oder Rechtsaußen gemeint ist, sollte dies auch entsprechend formuliert werden.

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thobie2 20.07.2019, 23:00
43.

Zitat von wallabi
Das Problem Rechtsextremismus wird seit einiger Zeit hochgejazzt. Man hat ja den Eindruck, Deutschland würde fast nur aus Rechtsradikalen bestehen. Dagegen verwahre ich mich ernsthaft.
Nein, der Rechtsextremismus ist zu einer realen Gefahr für die Demokratie geworden.
Die Rechte der früheren Jahre ist mit Menschen angetreten, die teilweise die Intelligenz einer Scheibe Brot hat. Ich kann mich noch erinnern, als die ersten Rechtsextremisten in einen der ostdeutschen Landtage gewählt wurden. Der Abgeordnete äußerte sich auf die Frage, wie es weitergehen soll in etwa so: Eigentlich wollte ich Lokomotivführer werden. Jetzt bin ich Abgeordneter und ich werde mich für eine deutsche Politik einsetzen. Nachfrage des Reporters: "Was verstehen Sie unter deutscher Politik?" Antwort: "Na ja, genau kann ich Ihnen das auch nicht sagen."
Die Methoden der Braunhemden sind viel subtiler geworden. Man will die Gesellschaft bewußt spalten. Man erzeugt Ängste. Da vertritt eine Bewohnerin einer ostdeutschen Stadt mit voller Überzeugung ihre Meinung, dass durch die Ausländer alles unsicherer geworden ist. Dabei wohnen in dem Landkreis so gut wie gar keine Ausländer. Dieser spaltende Hass ist das Problem. Die Tatsache, dass die freie Presse desovouiert wird, ist das Problem (ganz extrem in Amerika, wo inzwischen Millionen nur noch Fox und Breitbarth konsumieren) Und das rechte G***s wird inzwischen von hoch gebildeten Menschen angeführt. Das ist die Gefahr. Und letztlich muss man den Anfängen wehren.

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ghosthh 20.07.2019, 23:11
44. Danke Kassel

So muss das sein - keinen Fußbreit dem braunen Menschen- und Demokratiefeinden!
Grüße aus Hamburg. #wir sind mehr

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anonlegion 20.07.2019, 23:13
45. Kassel macht Mut

Grossen Dank an jeden einzelnen Demonstranten gegen Nazis in Kassel.
So geht das!
Und weitere Städte sollten nun folgen.
Auch ohne angemeldeten Aufmarsch der Rechten.

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Afro-Mzungu 20.07.2019, 23:55
46.

Zitat von p-touch
nur der Bodensatz der rechten Szene der hier aufgetreten ist. Um die mach ich mir keine größe Sorgen, ein paar Loser die sich an ihrer "Ideologie" festhalten weil sie sonst nicht im Leben haben. Gefährlicher sind in meine Augen die Leute von der IB und dem Flügel. Die verbreiten ihr verbales Gift, testen immer wieder die Grenzen des Sag- und Denkbaren aus. Die Rechten mit Schlips und Anzug muß man im Auge behalten, nicht die Schlägertypen.
Ich stimme Ihren beiden ersten Sätzen zu. Nicht aber Ihrer danach folgenden Wertung.
Die rechtsradikalen intellektuellen Führungsfiguren sind sicherlich gefährlicher als die Muschkoten. Und im Auge muss man diese Führungsfiguren natürlich auch behalten.

Aber wirklich gefährlich sind am Ende eher die wachsweichen, die uninformierten, die uninteressierten, die ängstlichen, die bequemen, die opportunistischen Mitmenschen, die zwar nicht unbedingt mit der Ideologie letztendlich mitgehen - aber sich aus o.a. und weiteren Gründen von rechtsradikalen, populistischen Halb- und Unwahrheiten überzeugen lassen, diese hinnehmen, verinnerlichen und irgendwann vielleicht in einer Art Gruppenangehörigkeitsgefühl, Handlungen der Protagonisten dieser Gruppen / politischen Strömung, die sie sonst niemals goutiert hätten, dulden oder sogar verteidigen. Es entsteht im worst case eine Art äußerer, gesellschaftlicher Druck oder Gruppenzwang, der irgendwann jeden(!) Widerstand in jeder Form zu ersticken in der Lage ist.
Das Gift der einfachen, bequemen Lösungen ist ein schleichenes Gift.
Deshalb tut es not, insbesondere auch auf seinen Nachbarn, seinen Arbeitskollegen, ja, seine Familie etc. zu achten und dort geäußerten, oft leichtfertig formulierten Ausdrücken, Ansichten, Handlungen in offener Weise mit starken Argumenten entgegenzutreten, wenn erforderlich.
Ich denke, genau das ist es, was uns unsere neuere Geschichte gelehrt hat.

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johannmeier 21.07.2019, 00:43
47. Gut so ...

alle Faschisten raus aus Deutschland !

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lomax3030 21.07.2019, 00:53
48.

Leider gibt es gerade auf dem Land in Nordhessen ein Problem mit Rechten, aber die würden sich nie trauen in der Öffentlichkeit als solche aufzutreten. Und das sind die Gefährlichen! Trotzdem: Das war heute ein großer Erfolg. Leider konnte ich nicht dabei sein (gesundheitliche Gründe), aber im Geiste war ich es.

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ulisses 21.07.2019, 01:36
49. danke

Einen schönen Gruß an die alte Heimat Kassel und "Danke" an alle Kasseler, Kasselener und Kasselaner, die Gesicht gezeigt haben. Internationale Friedens-Grüße aus Nevada

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