Forum: Politik
Mauer ums Westjordanland: Israels Bollwerk gegen den Terrorismus

Ist es eine Mauer, ein Zaun, eine Sperranlage?*Auf 760 Kilometern durchschneidet ein Bollwerk das*Heilige Land. Es*soll Attentäter abschrecken - doch Israel ignoriert mit dem Bau die Waffenstillstandslinie. Und verschärft damit den Nahost-Konflikt.

Seite 1 von 2
pappel 08.08.2011, 10:38
1. Machtverschiebung

Zitat von sysop
Ist es eine Mauer, ein Zaun, eine Sperranlage?*Auf 760 Kilometern durchschneidet ein Bollwerk das*Heilige Land. Es*soll Attentäter abschrecken - doch Israel ignoriert mit dem Bau die Waffenstillstandslinie. Und verschärft damit den Nahost-Konflikt.
vielleicht ändert sich etwas daran wenn die Machtverhältnisse in diesem Gebiet neu geordnet werden. (Mehr Atommächte drum herum und kein Geld mehr von den Amis).
Bis dahin kann Israel machen was es will.

Beitrag melden
Ha Am Gaai 08.08.2011, 10:45
2. fast keine Bombenanschläge

Es gibt fast keine fast keine Bombenanschläge, es ist leicht zu verurteilen. Die Mauer hat seinen Dienst erwiesen

Beitrag melden
werauchimmer 08.08.2011, 10:50
3. Mauer gut, Verlauf schlecht

Was soll man da diskutieren?
Es steht ja alles schon im Artikel: Die Mauer wird zur Abwehr von Selbstmordattentätern dringend gebraucht und leistet dabei gute Dienste, aber sie steht ohne Rechtfertigung nicht auf der Grenze, sondern großenteils jenseits davon im Palästinensergebiet. Von dort muß sie zurückgenommen werden.

Beitrag melden
atherom 08.08.2011, 12:11
4. Die Mauer, die übrigens zu etwa 90% ein Zaun ist,

Zitat von sysop
Ist es eine Mauer, ein Zaun, eine Sperranlage?*Auf 760 Kilometern durchschneidet ein Bollwerk das*Heilige Land. Es*soll Attentäter abschrecken - doch Israel ignoriert mit dem Bau die Waffenstillstandslinie. Und verschärft damit den Nahost-Konflikt.
soll Attentäter nicht "abschrecken" -das dürfte bei zum Selbstmord entschiedenen Menschen kaum etwas bewirken- sondern Attentäter am Eindringen in das Land hindern. Und das tut sie auch, wenn man sich die Zahl der Attentate vor dem Bau und jetzt anschaut. Eine Frage an die Autorin: würde der Nahost-Konflikt entschärft werden, wenn wieder Bomben in israelischen Restaurants und Bussen hochgingen?

Beitrag melden
soylentyellow1 08.08.2011, 12:46
5. Gilo/Beit Jala oder Sperranlage

Ich glaube die letzten Bilder der Fotostrecke (die bunt angemalte Betonmauer, das Bushäuschen und die Betonelemente auf dem Laster) sind NICHT Teil dieser Sperranlage sondern stammen aus Gilo, wo sie zu Anfang der zweiten Intifadah aufgebaut wurden da aus Beit Jala (Ortsteil von Bethlehem) nach Gilo (Siedlung/Ortsteil bei/von Jerusalem) hinübergeschossen wurde.

Irgendwann wurde sie bemalt (stand auch in der Zeitung) da sie die tolle Sicht versperrte. Mit dem Ende der zweiten Intifadah wurde diese Mauer dann abgebaut, deshalb auch das Bild mit dem Laster ;) (stand auch in der Zeitung, deshalb wahrscheinlich die Bilder aus dem Archiv)

@ Thema: Die Mauer verhindert natürlich auch dass man sich illegal auf einer Baustelle in Tel Aviv als Palästinenser etwas dazu verdienen kann, was wirtschaftlich auch negativ für die ausgesperrten ist.

Beitrag melden
Saint_Jimmy 08.08.2011, 13:12
6. 2

Zitat von atherom
Und das tut sie auch, wenn man sich die Zahl der Attentate vor dem Bau und jetzt anschaut. Eine Frage an die Autorin: würde der Nahost-Konflikt entschärft werden, wenn wieder Bomben in israelischen Restaurants und Bussen hochgingen?
1.) Die Bombenanschläge endeten bereits lange bevor die Anlage ihren heutigen Ausbaustand erreicht hatte.

2.) Gegenfrage: Verhindet nur jene Mauer Anschläge, die dort verläuft, wo sie heute verläuft? Die Sperranlage trennt heute keinesfalls Palästinenser von Israelis, sondern Palästinenser von Palästinensern (und ihren Feldern).

Beitrag melden
UHamm 08.08.2011, 13:18
7. Die Geister, die ich rief..

Die Terroranschläge sind meines Erachtens eine Antwort auf die Unterdrückung und Entmündigung des palästinensischen Volkes. Illegaler Siedlungsbau, Landraub und Vertreibung- das sind die Zutaten, die Terror erst so richtig befeuern.
Dann so zu tun, als ob man gegen den Terror einen Schutzwall brauchte, ist pure Heuchelei.

Einfach gerechte Politik machen, vor allem aber den Palästinensern ihr Land zurückgeben, anders wird dort nie Frieden einkehren.
Das Problem in Nahost sind nicht die anderen Staaten, sondern Israels Politik.
Vielleicht tritt ja irgendwann ein regionales Gleichgewicht der Kräfte ein, was den Frieden erheblich beschleunigen würde.
Aber auch ohne wäre Israel gut beraten, sich des eigenen Bevölkerungsproblems bewußt zu werden.
In absehbarer Zeit werden die Juden in der Minderzahl sein und der arabische Anteil wird Wahlen für sich entscheiden.
Dann ist es allerdings wohl zu spät für Reformpolitik...

Beitrag melden
Mononatriumglutamat 08.08.2011, 14:11
8. Leider...

Zitat von UHamm
Die Terroranschläge sind meines Erachtens eine Antwort auf die Unterdrückung und Entmündigung des palästinensischen Volkes.
Nö. Sie vertauschen Ursache und Wirkung. Den Terror gegen Juden, später gegen Israelis, gibt es schon länger als den Staat Israel -- sogar länger als die jüdische Einwanderung. Insofern verwechseln Sie Ursache und Wirkung.

Die "Unterdrückung und Entmündigung des palästinensischen Volkes" findet übrigens im Wesentlichen durch die eigenen Anführer und korrupten Terrorbanden statt.

Zitat von UHamm
Einfach gerechte Politik machen, vor allem aber den Palästinensern ihr Land zurückgeben, anders wird dort nie Frieden einkehren.
Das haben die Israelis probiert, als sie sich freiwillig aus dem kompletten Gazastreifen zurückgezogen haben. Der "Erfolg" dieses Rückzuges war eine Vervielfachung der terroristischen Gewalt gegen israelische Bürger. Offenbar ist Ihr Vorschlag also nicht dazu geeignet, Frieden einkehren zu lassen, sondern das Gegenteil davon.

Beitrag melden
Nachteuie 08.08.2011, 14:29
9. Bitte realistisch bleiben!

Hallo!

@UHamm:
Zitat:
Vielleicht tritt ja irgendwann ein regionales Gleichgewicht der Kräfte ein, was den Frieden erheblich beschleunigen würde.
Aber auch ohne wäre Israel gut beraten, sich des eigenen Bevölkerungsproblems bewußt zu werden.
In absehbarer Zeit werden die Juden in der Minderzahl sein und der arabische Anteil wird Wahlen für sich entscheiden.
Dann ist es allerdings wohl zu spät für Reformpolitik...

Was in Israel politisch geschieht und was nicht bestimmen (leider?) eben nicht nur die noch etwa 7,6 Millionen Israelischen Einwohner, von denen nur 20% arabischer Herkunft sind (das dauert auch bei deutlich höheren Geburtenraten noch lange bis die wirklich was zu sagen haben...) sondern vor allem auch die im Ausland (sehr gut) lebenden Diaspora-Juden. Die wollen zwar alle in ihren bisherigen Heimatländern weiterhin gute Geschäfte machen und bequem und sicher leben, aber "für den Notfall" soll doch da bitte in einem sicheren und ganz-und-gar-jüdischen Staat noch "ein Platz an der Sonne" für jeden Juden übrig sein. Und vor allem die ca. 7 - 8 Millionen Juden in den USA sind bedingt durch ihre hohe Bildung und ihr hohes Einkommen/Reichtum eine enorme innenpolitische Kraft in den USA. Und gerade die Unterstützung der reichen Diaspora-Juden ist für den Staat Israel lebensnotwendig - denn wenn "Onkel-Sam" den Geldhahn zudreht ist Israel so was von Pleite.....tja und so ein Diaspora-Jude in Manhattan oder in Antwerpen, der muss nicht zum israelischen Militärdienst, der kriegt keine Raketen auf den Kopf, den bedrohen (in der Regel) keine Selbstmordattentäter - da lässt sich dann leicht aus der Ferne ein hartes Vorgehen gegen die Palästinenser und eine ultra-konservative Haltung in der Zwei-Staaten-Frage vertreten. Und die jeweilige israelische Regierung kann sich nur "über Wasser halten" wenn sie den Forderungen dieser Leute und ihrer Erzkonservativen Freunde nachgeben. Das soll keine Entschuldigung für die israelische Politik sein. Also ich glaub nach ein paar tausend Jahren Krieg um diese Gegend - wenn das das heilige Land ist - mann, dann hat unser Herrgott aber eine echt schräge Art von Humor....

Beitrag melden
Seite 1 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!