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May nach Unterhauswahl: Die eiernde Lady
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Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat hoch gepokert - und fast alles verloren. Nach einer denkwürdigen Nacht ist das Land politisch gelähmt. Und es ist völlig unklar, wie es weitergeht.

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platin-iridium 09.06.2017, 12:15
100.

Zitat von testuser2
Die Neuwahl 10 Tage vor Beginn der Brexit-Verhandlungen war mit dem Brexit verbunden. Die Konservativen sind wieder stärkste Kraft geworden, der Brexit ist damit in meinen Augen bestätigt. ....
...offenbar nur in Ihren Augen. Da hat der britische Wähler/die Wählerin mal etwas länger nachgedacht und der - sorry - breiten Großmäuligkeit einer gewissen Mrs. May (ohne jeglichen Inhalt, nur die ständig gleichen Phrasen) mal kurz dasselbe gestopft.

Nun ist sogar die absolute Mehrheit dahin, die Mrs. May ja noch ausbauen wollte.

Die britische Gesellschaft (nebenbei auch die britische Wirtschaft) geht unsicheren Zeiten entgegen - für das Gegenteil wollte Mrs. May ja die Garantin sein.

Jetzt noch eine (Neu-)Wahl, damit das Ergebnis (endlich) stimmt - und die Tories verkommen zu einer kompletten Lachnummer.

Vom Schaden, die eine Demokratie durch solche Eskapaden erleidet, ganz zu schweigen.

Aber Madame ist ja schon auf dem Weg zur Queen, um sich die Erlaubnis zur Regierungsbildung abzuholen. In die Brexit-Verhandlungen wird sie jedenfalls enorm geschwächt gehen, es fällt naturgemäß allen EU-Gegnern schwer, das zu akzeptieren.

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Nichtraucher 09.06.2017, 12:16
101.

Zitat von leberecht27
Nach letzten Informationen haben die Konservativen 5% der Stimmen und 3 Sitze im Unterhaus hinzugewonnen. Da von einer krachenden Wahlniederlage zu reden, schaffen auch nur die staatstreuen deutschen Medien. Verlierer sind die Brexit -Gegner, wie Liberale und schottische Nationallisten. Die Verfechter der Befreiung von der europäischen (deutschen) Wirtschaftsdiktatur sind noch einmal nachdrücklich bestätigt worden. Bleibt die Hoffnung, dass auch die Franzosen sich von den Wahl-Ergebnissen auf der Insel inspirieren lassen und dem Zögling des Kapitals, Macron, die rote Karte zeigen.
"Nach letzten Informationen haben die Konservativen 5% der Stimmen und 3 Sitze im Unterhaus hinzugewonnen.
Da von einer krachenden Wahlniederlage zu reden, schaffen auch nur die staatstreuen deutschen Medien"

....oder diejenigen, die vom britischen Wahlrecht überhaupt keine Ahnung haben. Wo Sie die 3 zusätzlichen Sitze sehen, bleibt Ihnen überlassen.

Was Macron angeht, er wird mit einer überwältigenden Mehrheit seine neue Marche an seine Seite ziehen.

Die rechtsradikale LaPenn mit ihren (und Ihren) verschwurbelten Ansichten ist er erst mal weg.

Gut so.

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pavel1100 09.06.2017, 12:21
102. hässliche Fratze der EU?

Zitat von schoggifuezli
Die EU könnte nun versucht sein, die geschwächte Verhandlungsposition von GB auszunutzen und ein möglichst schlechtes Ergebnis für GB anzustreben - mit dem Ziel künftige Austrittskandidaten abzuschrecken (Friss oder stirb Position).......
Eigentlich müssten doch gerade die Briten Verständnis dafür haben dass die Union ihre Interessen wahrt. Seit Jahrzehnten zeigt UK weder Gemeinsinn noch Empathie und boxt eisern seine Interessen zum Nachteil anderer durch. Jetzt ganz unbritisch loszuheulen ist unangebracht. UK wird im ungünstigsten Fall mit der Union Handel nach WTO Regeln treiben. Das tun viele andere Staaten auch und ist keineswegs unfair. Die EU hat in diesem Sinn keine hässliche Fratze.

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imo27 09.06.2017, 12:21
103.

Zitat von brux
May will nun eine Mehrheit mit Hilfe der radikalen Protestanten in Nordirland. Die wollen keine offene Grenze in Irland, wozu sich die EU aber verpflichtet hat.
GB hat keine offenen Grenzen, weil es nicht Schengen angehört

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schwester arno 09.06.2017, 12:24
104.

Zitat von pragmat
Wieso soll das auf "Zugeständnisse" hinaus laufen? Wenn es zum Beispiel Labour nicht paßt, dass 60 Milliarden Euro in die EU fließen, bekommt Ms. May so an die 600 Stimmen im Parlament, wenn sie die Rechnung aus Brüssel ablehnt, denn das Geld können die Briten selber gebrauchen. Dafür hat man Corbyn gewählt.
Na ja, das sollen sie doch mal probieren, die Gefahr als jemand dazustehen der Verträge und Abmachungen nicht einhält, ist kein guter Start für ein Land, bei dem laut Aussage des Brexitministers die halbe Welt ansteht um Freihandelsverträge mit ihnen abzuschliessen, und das am Besten zum britischen Nutzen (Das ist die Denkweise vieler Brexiter living in cloudcuckooland)

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schwerpunkt 09.06.2017, 12:24
105.

Zitat von georgbuehl
... Jetzt wäre die Chance gewesen, den Wahnsinn Brexit noch aufzuhalten. ...
Nein, die Chance wäre nicht da gewesen. Nach Abgabe der Erklärung in Brüssel, gibt es keinen Weg, der alleine in der Hand Großbritanniens läge, den Brexit zu verhindern ... selbst dann nicht, wenn eine Partei zur Wahl gestanden hätte, welche sich zu 100% gegen den Brexit ausspricht und diese auch zu 100% gewählt worden wäre.

Der Zeitpunkt, dass der BREXIT in der alleinigen Entscheidungsgewalt Großbritanniens liegt, ist seit März diesen Jahres vorbei.

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pavel1100 09.06.2017, 12:25
106. Sicher?

Zitat von biobayer
Premierministerin May hat doch soeben eine Wahl gewonnen - mit einem deutlichen Vorsprung von 56 Abgeordneten gegenüber Corbyn.
Wieviel Abgeordnete hatten die Tories vor der Wahl?

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schwester arno 09.06.2017, 12:28
107.

Zitat von Nichtraucher
"Nach letzten Informationen haben die Konservativen 5% der Stimmen und 3 Sitze im Unterhaus hinzugewonnen. Da von einer krachenden Wahlniederlage zu reden, schaffen auch nur die staatstreuen deutschen Medien"
Wenn sie 3 Stitze dazugewonnen hätten, hätten Sie wohl die absoluter Mehrheit nicht verloren, oder erklären das bitte mathematisch.

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schwester arno 09.06.2017, 12:34
108.

Zitat von imo27
GB hat keine offenen Grenzen, weil es nicht Schengen angehört
Irland auch nicht, aber es gibt ein Abkommen zwischen der Republik Irland und Grossbritannien. Sind sie mal mit der Fähre von Wales nach Irland gefahren? Es gibt in Irland dann keine Grenzkontrollen. Wenn Sie von Calais nach Dover fahren, gibt es das schon. Nur zur Info

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der-junge-scharwenka 09.06.2017, 12:50
109. Eindeutige Schlagzeilen

Zitat von leberecht27
Da von einer krachenden Wahlniederlage zu reden, schaffen auch nur die staatstreuen deutschen Medien.
"Entwürdigende Wahlschlappe" (The Independent); "Schockierende Ergebnisse" (The Guardian); "Wahldesaster" (Daily Mail); "Die Rache der jungen Remainers" (The Times); "Erniedrigende Verluste" (Daily Star). Das sind die Schlagzeilen der britischen Zeitungen von heute Vormittag. Die sind alle staatstragend? Und es sind alles deutsche Medien? Mein Gott, Ihre Welt muss wirklich klein sein (und Ihre Sprachkenntnisse wahrscheinlich auch).

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