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May nach Unterhauswahl: Die eiernde Lady
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Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat hoch gepokert - und fast alles verloren. Nach einer denkwürdigen Nacht ist das Land politisch gelähmt. Und es ist völlig unklar, wie es weitergeht.

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rainer82 09.06.2017, 10:05
40.

Das ist ein wichtiger Aspekt dieser Wahl, der sicher alle Demokraten gleichermaßen erfreut. UKIP: 0 Sitze. Und der Hassprediger Farage will neu über den Brexit abstimmen lassen. Viel Spaß dabei! Nochmal werden sich die Briten vom diesem gewissenlosen Populisten nicht aufs Glatteis führen lassen. Der Brexit ist mausetot, aber GB hat kostbare Zeit verloren. Es wird lange dauern, bis der Scherbenhaufen zusammengekehrt ist. Das Land ist bereits jetzt isoliert und wirtschaftlich geschwächt. Der "große Bruder" USA kann auch nicht helfen und hat genug mit seinen Problemen zu tun. Die EU ist der Gewinner, was zu hoffen, aber in diesem Ausmaß nicht immer zu erwarten war.

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architekt09 09.06.2017, 10:06
41. Das Wahlrecht

Prozentual scheinen deutlich mehr Brexitgegner vertreten zu sein, als es das Ergebnis vermuten lässt. Erinnert irgendwie an die 3 Mio unberücksichtigten Wähler von Mrs Clinton

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Nichtraucher 09.06.2017, 10:06
42.

Zitat von Zett
Ach so, die Briten spinnen, weil sie sich demokratisch abgewogener zum Brexit sowie der zumindest stark unglaubwürdigen Chefin geäußert haben und die Bevölkerung (in einer Demokratie im Übrigen der Souverän) manövriert sich dadurch ins Aus? Na dann schaffen wir die Bevölkerung doch einfach ab, Volk stört unsere "Eliten" sowieso immer am regieren.
"...und die Bevölkerung (in einer Demokratie im Übrigen der Souverän)..."

Sie sind also der Meinung, GB wäre keine Demokratie? Der Souverän auf der Insel ist nämlich das Parlament - nicht die "Bevölkerung".

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guy 09.06.2017, 10:08
43. Keine absolute Mehrheit für BREXIT

Wenn man die Wahlbeteiligung von 70% beim Referendum berücksichtigt haben "nur" 37% der britischen Wähler für den Brexit gestimmt. 63% haben nicht für den Bresit bestimmt.

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touri 09.06.2017, 10:09
44.

Zitat von pascht
auch diese krachende Niederlage, die May, unbeliebter als Thatcher, persönlich zu verantworten hat. Von wegen Bestätigung des Brexits, die UKIP, die "britische Unabhängigkeitspartei", hat 0% bei den Wahlen bekommen.
Warum soll die UKIP auch stimmen bekommen? Sie war eine ein Themen Partei, und das eine Thema hat sie durchgesetzt. Eigentlich könnte man die Partei damit abwickeln.

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r2d2x2 09.06.2017, 10:12
45. Labour hat rückkehrende UKIP- Wähler gewonnen???

Zitat von spon-facebook-1049022215
Man kann sicher debattieren, ob das Wahlergebnis den Standpunkt der Britten zum Brexit bestätigt hat oder nicht – so ist der Verlust der SNP weitgehend darauf zurück zu führen, daß Labour dort rückkehrende UKip-Wähler gewinnen und so wieder Mehrheiten gewinnen konnten, die sie bei der letzten Wahl verloren hatten –, aber eines ann man nicht wegidiskutieren: May hat kein Mandat mehr, den Brexit zu verhandelt!
Sagt mal Leute wieviel Unwissenheit ist hier im Umlauf???
Dass die SNP Stimmen verloren hat, könnte wohl eher damit zusammenhängen, das viele SNP - Wähler Labour gewählt haben um eine regierungsfähige Mehrheit für diese Partei zustande zu bringen. Von einer Handvoll SNP- Wähler weiß ich dass sie das genau deswegen getan haben. Ich könnt mir gut vorstellen, dass andere SNP-Wähler dieselbe Idee hatten.
Mit Sicherheit weiß ich aber eines, es war eine TAKTISCHE Wahl (was übrigens überall nachzulesen gewesen ist).

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hartmannulrich 09.06.2017, 10:12
46.

Zitat von Luscinia007
Das war eine krachende Niederlage für die Konservativen.
Nach Wählerstimmen haben die Tories deutlich zugelegt und ein Ergebnis erzielt (42,4%), das bei früheren Wahlen für eine satte Mehrheit gereicht hätte. Daß es anders gekommen ist, liegt an der Stärke von Labour (40,1%).
Wenn ich ein Tory wäre, würde ich allerdings auf den Rücktritt Mays dringen, denn sie ist höchstpersönlich für das Schlamassel verantwortlich.

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adama. 09.06.2017, 10:13
47.

Zitat von testuser2
Die Neuwahl 10 Tage vor Beginn der Brexit-Verhandlungen war mit dem Brexit verbunden. Die Konservativen sind wieder stärkste Kraft geworden, der Brexit ist damit in meinen Augen bestätigt. Da es in England bisher Entweder-oder-Schwenks zu Labour oder Tories gab, ist, war das kein Erdrutschsieg von Labour. Dass die klare Bestätigung der Konservativen nicht kam war angesichts der Spaltung in der Frage des Brexits und angesichts dem Druck, dem May durch die Terrorattentate ausgesetzt war, zu erwarten. Also insgesamt eher eine erneute Zustimmung zum Brexit. Die anderen Parteien sollten den Mumm haben, jetzt die Tories zu unterstützen und sich nicht aus der Verantwortung ziehen.
Das war keine Anti-Brexit Wahl. Alle Parteien wollen sich nicht der Volksabstimmung widersetzen. Nur die Schotten wollen nochmal darüber abstimmen lassen. Der Brexit wird stattfinden. Nur das Wie ist die Frage.
Wenn es nach den Linken geht, wird man zwar aus der EU austreten, aber es wird sich wenig ändern. Wenn es nach den Tories geht, wird es einige Arbeitsplätze im billigen Lohnsegment geben. Das werden die Gewinner sein. Es wird aber viele Arbeitlose bei den gutverdienenden geben. Das werden die Verlierer sein. Die sind übrigensbesser ausgebildet und werden sich um die verbleibenden Jobs bewerben und das wird für Bewegung im Arbeitsmarkt sorgen. Wer glaubt er hätte ohne die EU einen sichern Job, wird sich wundern woher die vielen Engländer kommen die vorher durch die EU einen Job hatten und sich nun um seinen Arbeitsplatz bewerben.

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egoneiermann 09.06.2017, 10:15
48.

Zitat von testuser2
Die Neuwahl 10 Tage vor Beginn der Brexit-Verhandlungen war mit dem Brexit verbunden. Die Konservativen sind wieder stärkste Kraft geworden, der Brexit ist damit in meinen Augen bestätigt.
Gesundbeterei von unseren Brexiteers. Im Gegenteil, das Ergebnis sagt meine Meinung nach ganz klar, wie unwichtig den Engländern der Brexit dann doch war. Es ging doch viel mehr im Innenpolitik und da ganz klar um die Sparmaßnahmen der Rechten, wo letztlich auch die Raus-Rufer aus der Unterschicht merkten, dass Behauptungen von der Daily Mail und den rechtspopulistischen Politikern, dass an allem nur die Ausländer Schuld sind, dann doch Lügen sind und May mit einem Erdrutschsieg das Land noch schneller und härter in eine Klassensystem verwandeln wollte. Ist letztlich bei Rechtspopulisten ja immer so, es wird der Unterschicht ein Feind für ihrer Lage aufgezeigt und wenn die Populisten dann an der Macht sind wird die Lage der Wähler noch weiter verschlimmert, wird in UK nicht anders als in den USA sein,

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carinanavis 09.06.2017, 10:15
49. ship of fools

Zitat von Ontologix II
Bisher galt Großbritannien als DER Hort politischer Stabilität in Europa. Nach dem überflüssigen Brexit-Referendum Camerons und der schief gegangenen Snap Election Mays kann man nur den Kopf schütteln. Vermutlich werden die Franzosen am kommenden Sonntag ihrem Macron eine deutliche Mehrheit verschaffen. Dann wird die Achse Paris-Berlin die europäischen Geschicke lenken. P.S.: Der von Ihnen zitierte "Asterix in Britain" ist übrigens in GB höchst unpopulär und nur schwer zu bekommen. Die Briten machen gerne Witze über sich selbst. Aber wehe, ein Ausländer tut das.
Das UK driftet immer weiter weg von der Realität, gegründet auf Träume vom alten Empire und absurden Wirtschaftsutopien. Dahinter steckt letztlich die unverhohlene Arroganz vieler Briten (offenbar der Mehrheit), alles besser zu wissen und zu können als der Rest der Welt. Ein Grund dafür ist auch die weitverbreitete Verweigerung andere Sprachen und Länder kennenzulernen. Es gibt natürlich Ausnahmen, doch all die genannten Fehler sind tief verwurzelt in der Kultur Englands.

Und was den Humor angeht haben Sie es größtenteils richtig benannt: Die Engländer machen am liebsten Witze über Ausländer, über sich selbst eher weniger und sie hassen es, wenn andere über sie lachen. Deswegen auch die unausrottbare Obsession, dass die Deutschen keinen Humor hätten. Ein weiterer Grund sind hier natürlich auch die mangelnden Sprachkenntnisse der Engländer.

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