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May vor weiterer Brexit-Debatte im Unterhaus: Warten, warnen, wanken
Jack Taylor / Getty Images

Das britische Unterhaus diskutiert am Nachmittag über Alternativen zum Brexit-Deal. Es will der Regierung nun den Kurs vorgeben. Und Theresa May? Die kämpft weiter um ihr Abkommen mit der EU.

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Pkaul030 27.03.2019, 08:30
1. Mir tut Theresa May leid

Wenn man die Unterhausdebatten verfolgt, hat man den Eindruck, die Abgeordneten lesen keine Zeitung oder sehen Nachrichten. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt und es werden immer wieder und immer neue Forderungen zum Brexit erhoben, von allen Parteien. Dabei ist der Vertrag zum Austritt zwischen EU und UK längst fertig, und wie die verantwortlichen in der EU mitgeteilt haben, nicht mehr verhandelbar - entweder so oder ungeregelt. Man merkt den Verantwortlichen in Brüssel an, die permanenten Besuche Mays nerven. Auch die Premierministerin macht gute Miene zum bösen Spiel, sie hat den undankbarsten Job. Bei den Abstimmungen im britischen Parlament geht's doch nur noch darum: "So, oder nicht so, das ist hier die Frage!", und das kann die Premierministerin offensichtlich den Abgeordneten nicht klar machen. Es gibt zum Vertrag keine Nachverhandlungen, wie in den Debatten immer wieder anklingt. Die Verräter B.Johnson und N.Farage derweil haben sich abgeseilt und lachen sich ins Fäustchen, eine Abstimmung unter falschen Versprechen erreicht zu haben. Die Leidtragenden letzlich sind die britischen Bürger. Britania wird nach einem Austritt nicht mehr die waves rulen.

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kublaikhan2 27.03.2019, 08:40
2. Die unendliche Geschichte

Kann sein, dass die Parlamentarier vor allem der EU zig Monate sinnlos ihre Zeit vergeudet und und unzählige völlig nutzlose Reisen unternommen haben.
Das Klima dankt es ihnen.
Europa ist nur ein Europa OHNE die Briten, ohne diese notorischen Quertreiber.

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benigno 27.03.2019, 08:51
3. Realitätsverlust

Es ist unglaublich, wie manche PMs über Konditionen des Austritts debattieren wollen, die gar nicht mehr zur Verhandlung stehen. Lange habe ich gehofft, dass die Remainer sich noch durchsetzen werden, aber angesichts dieser Zustände bin ich froh, wenn die Briten endlich draußen sind. Eine EU mit Großbritannien, das nur halb dabei ist, funktioniert nicht.

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tucson58 27.03.2019, 09:17
4.

Zitat von Pkaul030
........ Es gibt zum Vertrag keine Nachverhandlungen, wie in den Debatten immer wieder anklingt. Die Verräter B.Johnson und N.Farage derweil haben sich abgeseilt und lachen sich ins Fäustchen, eine Abstimmung unter falschen Versprechen erreicht zu haben. Die Leidtragenden letzlich sind die britischen Bürger. Britania wird nach einem Austritt nicht mehr die waves rulen.
Diese Leittragenden haben das selber mit ihrer Stimmabgabe verursacht , insofern hält sich mein Mitleid arg in Grenzen .

Tatsache ist doch , das jeder Wähler genug Zeit hatte sich umfassend mit Pro und Contra eines EU Austrittes zu befassen .


Tatsache ist auch , das es genügend Leute gab , die vor einem Brexit und den Folgen warnten , diese wurde aber gerne zu oft als Angst;-und Panikmacher hingestellt und man ging den einfachen Weg, der Stammtischpolitik, in der natürlich B.Johnson und N.Farage leichtes Spiel hatten.

Tatsache ist auch das vor allem die jüngere Generation kaum wählen ging , da ja Europaweit die Meinung herrscht , das es sowieso nichts bringt wenn man wählt, weil die da oben machen was sie wollen und alles was wir an Wohlstand haben ist Gott gegeben und bleibt so für immer !

Tatsache ist aber auch , das man den Bürger eben nicht bei jedem politische Thema abstimmen lassen kann, denn dazu fehlt einfach das ausreichende Hintergrundwissen und die Bereitschaft sich auch umfangreich und sachlich über Pro und Contra zu informieren

Volksabstimmungen sind eben auch nicht die Lösung für Alles !

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pizzerino 27.03.2019, 09:26
5. redigiert...

"...Der 29. März war der offizielle Brexit-Termin. Doch schon länger ist klar, dass dieser Termin nicht zu halten ist...."
Von wem nicht zu halten??
Diese Formulierung ist immer wieder irreführend. Ich verstehe nicht warum hier immer wieder der Eindruck erzeugt wird, der Brexit läge in unser aller Verantwortung und Verpflichtung. Am Schluss vermutlich der Verpflichtung zu einseitigen Zugeständnissen.
Bitte hört doch auf mit sowas. Die Briten haben doch längst kapiert, dass die Rest-EU die Hosen bis oben voll hat und dass da bestimmt noch was geht.

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aniani 27.03.2019, 09:29
6. Mehrheit

Einfache Abstimmungen, die so knapp wie dieses Referendum ausfallen, führen halt zu weitreichenden Diskussionen und Verzögerungen. Von daher wäre eine Zweidrittel-Mehrheit der geschmeidigere Weg gewesen, weil halt mehr Leute hinter der Entscheidung gestanden hätten. Das Brexit-Drama zeigt intensiv, wie man Abstimmungen solcher Tragweite besser nicht durchführt.

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Beat Adler 27.03.2019, 09:33
7.

Zitat von Pkaul030
Wenn man die Unterhausdebatten verfolgt, hat man den Eindruck, die Abgeordneten lesen keine Zeitung oder sehen Nachrichten. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt und es werden immer wieder und immer neue Forderungen zum Brexit erhoben, von allen Parteien. Dabei ist der Vertrag zum Austritt zwischen EU und UK längst fertig, und wie die verantwortlichen in der EU mitgeteilt haben, nicht mehr verhandelbar - entweder so oder ungeregelt. Man merkt den Verantwortlichen in Brüssel an, die permanenten Besuche Mays nerven. Auch die Premierministerin macht gute Miene zum bösen Spiel, sie hat den undankbarsten Job. Bei den Abstimmungen im britischen Parlament geht's doch nur noch darum: "So, oder nicht so, das ist hier die Frage!", und das kann die Premierministerin offensichtlich den Abgeordneten nicht klar machen. Es gibt zum Vertrag keine Nachverhandlungen, wie in den Debatten immer wieder anklingt. Die Verräter B.Johnson und N.Farage derweil haben sich abgeseilt und lachen sich ins Fäustchen, eine Abstimmung unter falschen Versprechen erreicht zu haben. Die Leidtragenden letzlich sind die britischen Bürger. Britania wird nach einem Austritt nicht mehr die waves rulen.
Pkaul030 Heute, 08:30
1. Mir tut Theresa May leid
.......................

Warum? Sie ist der Leuchtturm in der Brandung!

Mit tut niemand Leid im Brexitchaos, weder die Theresa May, noch die Abgeordneten im House of Commons und schon gar nicht die Briten, die am 23. Juni 2016 stimmberechtigt waren.

Passt Grossbritanien NACH Ende des Brexitchaos, wenn es doch noch dazu kommt, heute oder morgen, oder uebermorgen, ueberhaupt noch in die EU? Antwort: Nein, es wurde zuviel Porzellan zerschlagen. Wirtschaft ist nicht Alles, auch die Politik zaehlt, umso mehr, wie es Macron erklaert und wie er gestern zusammen mit Junker und Merkel beim Besuch von Xi auch handelte!
mfG Beat

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Murmeltier 27.03.2019, 09:34
8. Haben es die Briten immer noch nicht kapiert?

Zitat: "Als Optionen für die Abstimmung am Nachmittag werden verschiedene Varianten einer engeren Anbindung an die Europäische Union gehandelt: unter anderem eine Mitgliedschaft in der Zollunion oder ein Modell nach dem Vorbild Norwegens, das zwar zum Binnenmarkt, nicht aber zur Zollunion gehört."
Nein: Über die künftigen Beziehungen wird verhandelt, wenn das Scheidungsabkommen unterzeichnet ist. Norwegen, Kanada oder was auch immer stehen jetzt NICHT zur Debatte, ebenso wenig Nachverhandlungen mit der EU über einen Brexit à la Carte/Wunschkonzert. Die Wahl besteht jetzt zwischen
1) Austritt ohne Abkommen zum 12. April
2) Austritt mit Abkommen zum 22. Mai
3) Absage des Brexit
4) Lange Verschiebung mit Teilnahme an den Europawahlen
Bitte für eine dieser Optionen entscheiden.

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Bayuware1947 27.03.2019, 09:35
9. Der Brexit ist lächerlich und rational zu nicht begründen

Zugegeben, ich bin nun in einem Alter, wo es mit den Erinnerungen schon schwierig wird. Selbst, wenn ich mich anstrenge kann ich mich an kein auch nur einigermaßen schlüssigem, von erwachsenen und durchschnittlich gebildeten Menschen rational verständlichen Vorteil erinnern, den GB nach dem Austritt aus der EU haben könnte. An was ich mich erinnere, ist kleinkindhaftes Vorgaukeln ehemals empirischer Großmachtsstellung. Es erinnert mich fataler Weise an unreife Kinder, wenn ich aus GB lese und höre, "Wir wollen die Hoheit über unsere Gesetze wieder habe." In Zeiten einer globalen Welt mit den Akteuren China, USA, Russland, Indien u.a. ein lächerlicher und gefährlicher Wunsch. Man darf über die Wirtschaftsabkommen zwischen GB und diesen Ländern gespannt sein. Vor allem dürften die Vorteile interessant sein, die GB gegenüber einer Mitgliedschaft in der EU dann zu bieten haben wird.

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