Forum: Politik
Mays Auftritt beim EU-Gipfel: Nice try
REUTERS

Theresa May versucht, in den Brexit-Verhandlungen die Stimmung zu verbessern - bietet aber nichts Neues an. Auf dem Gipfel in Brüssel zeigt sich: Die EU bleibt hart.

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seamus.q.draide 20.10.2017, 22:13
30.

Zitat von Havel Pavel
Mit Sicherheit wären keinem gedient, wenn GB durch den EU Austritt in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten gelangen würde nur weil die EU auf unrealitischen Forderungen bestanden hat.
Welche "unrealistischen Forderungen" meinen Sie?
Das eine Nicht-Mitgliedschaft eben nicht die gleichen Privilegien mit sich bringen darf, wie eine Mitgliedschaft?
Kommen Sie nicht mir CH oder N, die zahlen kräftig dafür, die von der EU beschlossenen Regeln - ohne Mitspracherecht! - zu übernehmen, damit sie am Binnenmarkt teilnehmen können. Inklusive Personenfreizügigkeit.

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seamus.q.draide 20.10.2017, 22:16
31. ist nicht

Zitat von w.diverso
Absagen des Austritts spekulierendes Durchlavieren
GB kann den Brexit nicht einfach absagen. Dazu müssten alle anderen EU Länder zustimmen, und wie groß deren Neigung ist, GB wieder in den Arm zu nehmen, nachdem sie schon auf dem Weg nach draussen waren, können Sie sich vielleicht vorstellen. Ich geb Ihnen einen kleinen Tip: Niemand läßt sich gern verarschen...

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dunnhaupt 20.10.2017, 22:20
32. Boris Johnson sagte: "Wir zahlen keinen Cent."

Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben.

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rainer82 20.10.2017, 22:45
33. Als die Brexit-Verhandlungen begannen,

haben wir uns alle darauf gefreut zu erleben, wie die Briten am langen Arm der EU "verhungern" würden. Nun ist aber leider der Moment gekommen, an dem wir feststellen müssen, dass das mit dem "Verhungern" wörtlich zu nehmen ist angesichts der miserablen Lage der britischen Wirtschaft und der katastrophalen Aussichten für die Zukunft. Dass gewissenlose und auch ahnungslose Populisten ihr Volk in so eine Lage versetzen würden, haben aber selbst jene Briten nicht verdient, die leichtfertig auf die Rattenfänger eingefallen sind.

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pavel1100 20.10.2017, 22:47
34. Ziele

Zitat von capote
Der EU ist das Wichtigste, dass es keine Nachahmer gibt, die dann auch austreten wollen. Dafür ist die EU bereit jeden Preis zu bezahlen.
Man könnte auch sagen, dafür ist die EU bereit UK jeden Preis zahlen zu lassen.

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Bradyman 21.10.2017, 23:00
35. @schwäbische Hausfrau: Erstmal ein Blick auf die Tatsachen

@schwäbische Hausfrau: Allerwerteste, bleiben Sie lieber bei Ihren Töpfen denn Ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Chancen der Brits („. Mittel- und langfristig wird sich der EU-Austritt aber für GB klar auszahlen.“) geht meilenweit an den Tatsachen vorbei. Trotz der heftigen Abwertung des Pfunds legen die Briten Monat für Monat neue Rekord-Defizite in der Handelsbilanz hin und leisten sich schon seit langem Defizite der Leistunggsbilanz (=Nettoneuverschuldung im Ausland), die in Prozent vom BIP regelmäßig doppelt so groß sind wie das Wachstum des BIP. So haben sie es denn ja auch innerhalb weniger Jahre geschafft, die Netto-Auslandsposition (englisch IIP für International Investment Position) vom Netto-Gläubiger zum Nettoschuldner zu drehen. Den Verlauf hat das ONS (das ist das UK-Statistikamt, es handelt sich also um die offiziellen Zahlen der Briten) in der aktuellen Ausgabe zu IIP-Reihe
https://www.ons.gov.uk/economy/nationalaccounts/balanceofpayments/articles/analysisoftheuksinternationalinvestmentposition/2016
festgehalten. Hier # Figure 5 anschauen.
Wie schwach die UK-Wirtschaft tatsächlich ist, sieht man an der erbärmlichen Produktivität, bei der sogar noch Italien einen fühlbaren Vorsprung auf UK hat, wie die neuen Zahlen des ONS gerade gezeigt. Wer es genau wissen will, findet die Vergleich hier https://www.ons.gov.uk/economy/economicoutputandproductivity/productivitymeasures/bulletins/internationalcomparisonsofproductivityfirstestimat es/2016
Womit wollen diese wirtschaftlichen Schwachmaten denn auch nur einen einzigen Blumenpott gewinnen? Lesen, anschauen, nachdenken und dann korrigieren.

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syracusa 21.10.2017, 23:04
36.

Zitat von schwaebischehausfrau
1. Auch Sie tun so, als ob nur die Briten von einem Handel mit der EU profitieren würden. Die EU profitiert genauso daran, weiterhin an ca. 60 Mio. Konsumenten in GB verkaufen zu können. Im Gegenteil: Das Volumen, was die Rest-EU nach GB exportiert, ist deutlich größer als das Volumen, was britische Unternehmen an die Rest-EU verkaufen.
Das ist die Milchmädchenrechnung, die die Brexiteers gerne anstellen. Und hinterher fallen die dann in Ohnmacht, so wie May jetzt wieder.

Relevant ist nämlich nicht, wer wie viel in absoluten Zahlen an wen liefert, sondern wie groß der relative Anteil jeweils ist. Großbritannien liefert mehr als 50% seiner Exporte in die EU, die EU aber nur weniger als 10% ihrer Exporte nach UK. Der Wegfall von 10% Umsatz lässt sich leichter verkraften als der Wegfall von 50%. In dem Fall wäre UK pleite und würde sich ungefähr auf dem wirtschaftlichen Niveau von Ägypten wiederfinden.

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syracusa 21.10.2017, 23:08
37. Briten wünschen Verhältnis wie Schweiz+Norwegen

Zitat von nenntmichishmael
Die Norweger und die Schweizer sind nicht in der EU. Aber sie nehmen am EU-Binnenmarkt teil. Genau das wollen die Briten aber nicht.
Das wissen wir nicht, denn niemand hat die Briten danach gefragt. Aber das Referendum über den Brexit lässt die Vermutung zu, dass ein sehr großer Teil der Briten sich lieber eine vergleichbare Rolle wie die Schweiz oder Norwegen wünscht als einen harten Brexit. Immerhin wollten knapp 50% der Briten ja in der EU bleiben, und von den restlichen gut 50% wollten sicherlich die allermeisten keinen harten Brexit.

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panzerknacker 51 21.10.2017, 23:37
38. Die EU bleibt hart.

Na und? Wen interessiert das? Einfach austreten und fertig.

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loki78 21.10.2017, 00:05
39.

"wenn wir geistig alle klar sind"?

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