Forum: Politik
Mays neue Brexit-Strategie: Dann eben mit Jeremy
DPA

Theresa May will nun doch gemeinsame Sache mit der Opposition machen. Das könnte die Brexit-Lösung bringen. Gleichzeitig droht der Premierministerin gewaltiger Ärger mit Brüssel - und sie riskiert den Bruch ihrer eigenen Partei.

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kritischer-spiegelleser 03.04.2019, 09:35
20. Strategie? Da ist keine Strategie!

Einen Tag vor Fristende zum Austritt hat das Unterhaus angefangen über die Brexitalternativen und Brexitfolgen nachzudenken und zu diskutieren. Es gibt doch jetzt nur die Alternativen den Austrittsbeschluss erst einmal zurückzunehmen oder einen harten Brexit zu machen. Eine kurzfristige Terminverschiebung wird auch zu keinen anderen Alternativen führen.

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Knack5401 03.04.2019, 09:37
21. Immer schön bei der Stange bleiben

Es ist ja schon soweit wie man am Text sieht: viel zu viel Corbyn, viel zuwenig Verantwortung bei der Regierung (wenn man das noch so bezeichnen kann) und den Mitgliedern der regierenden Komödianten. Keine Zugeständnisse und Verschiebungen mehr. Die Affen hatten genug Öffentlichkeit, jetzt sollen sie nach Hause in ihre Wahlkreise und den Dank der Wählerinnen und Wähler abholen.

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stefan.martens.75 03.04.2019, 09:39
22. Zollunion und Brexit?

Da stellt sich für mich die Frage was das noch mit einem Brexit zu tun hat.

Im Grunde heisst das alles zu tun was die EU entscheidet ohne noch mitbestimmen und blockieren zu können.

Hätten sich die Briten mal vorher mit Schweitzern und Norwegern unterhalten sollen. :-)

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bert1966 03.04.2019, 09:41
23.

Zitat von Beat Adler
Nach der Ratifizierung des 585 seitigen Austrittsvertrages braucht Grossbrirtanien Zeit, um das ganze in Gesetze zu giessen. Deswegen der Termin vom 22. Mai, WENN und nur WENN das Austrittsabkommen VOR dem 10 April vom House of Commons ratifiziert ist. Wenn der Corbin und seine Leute zusammen mit der Theresa May mit ihren Leuten eine Mehrheit zu Stande bringt. WENN! mfG Beat
Das "Gießen in Gesetze" könnte längst vorbereitet sein, müsste längst vorbereitet sein, wenn GB es mit irgendeiner Lösung ernst meinte. Glaubt wirklich irgendjemand, dass sich erst NACH politischen Entscheidungen eine Horde von Staatsangestellten Juristen mit gespitzten Bleistiften hinsetzt und "Gesetze gießt" und nicht alle Eventualitäten längst planbar und vorzubereiten wären?

Der gleiche hoax wird ja auch zu einem zweiten Referendum verbreitet: "dazu bräuchte man mindestens ein halbes Jahr Vorbereitungszeit" - bullocks! Von der Verkündung des ersten Referendums bis zu dessen Abhaltung waren kaum drei Monate vergangen - und da soll ein zweites Referendum doppelt so lange Vorbereitungszeit benötigen? Hinhaltetaktik.

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jcla 03.04.2019, 09:42
24. Teatime

Vielleicht besucht Hr. Corbyn schon heute nachmittag die tapfere Fr. May. Es besteht u.a. die Möglichkeit, den Fahrplan für Neuwahlen abzustecken.
Das eigentliche Ergebnis dieser Unterhaltung wird uns jedoch vermutlich (zunächst?) nicht offenbart werden.
Und der morgige Donnerstag wird sichlich noch einige interne Besprechungen der "Lager" erfordern. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass es vor dem 5. April etwas wirklich Neues gibt.

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nmare 03.04.2019, 09:43
25.

Der einzige Grund warum sie ploetzlich mit Corbyn reden will ist um die Schuld abzuwaelzen wenn Brexit schief geht. Sie hat ja schon gesagt dass die Withdrawal Agreement steht und nicht mehr geaendert wird. Was also soll Corbyn mit ihr besprechen?

Wenn Corbyn also das Gespraech ablehnt ist es seine Schuld, wenn er mit ihr redet uns sie koennen sich nicht einigen (weil May ja ihre Meinung nicht aendern wird) ist es auch seine Schuld.

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kenterziege 03.04.2019, 09:44
26. Lieber Ärger mit Brüssel und der eigenen Partei....,

...als ein wirtschaftliches Chaos im Land. Jetzt angesichts der Guillotine kommt das, was man bei so einem entscheidenen Vorhaben hätte von Beginn an machen müssen. Es wäre schön, wenn GB in der EU bleiben würde. Gestern hat sich Macron schon, wie der politische Führer Europas präsentiert.

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nmare 03.04.2019, 09:48
27.

Zitat von Beat Adler
Opposition in Grossbritanien in der sogenannten "Westminister" Demokratie ist immer Fundamentalopposition, die jegliche Kompromisse auschliesst. Die Regierung entscheidet und boxt ihre Entscheidung mit ihrer Mehrheit im House of Commons durch, Das war immer so bis zum Brexit. Das stimmt nun nicht mehr, hat aber NICHTS mit der Unwilligkeit der Theresa May zu tun, die Fundamentalopposition nicht einzuschalten, denn das konnte sie gar nicht, selbst wenn sie wollte! mfG Beat
Natuerlich koennte sie. Die Tories haben ja auch in der Vergangenheit mit der "Opposition" (aka LibDems) zusammen gearbeitet. Und ihre derzeitige Regierung steht auch nur weil sie von der DUP gestuetzt wird. Allerdings stimme ich zu dass Westminster nur die Fundalmentalopposition kennt. Die beiden grossen Parteien sind es einfach nicht gewoeht, einen Konsens zu schliessen.

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rob_anybody 03.04.2019, 10:06
28. It's a bit late for that now, isn't it?

Es ist ja schon beeindruckend, dass die britische Regierung nach jahrelangen Verhandlungen und Gesprächen, ungezählten Abstimmungsniederlagen und nach mehrfach gewährten Verlängerungen nun ENDLICH auf die Idee kommt, dass Gespräche mit dem politischen Gegner und ein Kompromiss ein möglicher Ausweg sein könnte. Glückwunsch zu dieser kognitiven Glanzleistung!
Leider ziemlich spät, aber immerhin noch nicht zu spät. Die EU27 sollte diesmal allerdings hart bleiben und keiner weiteren Verlängerung zustimmen. Wenn die Briten jetzt endlich dem Austrittsvertrag zustimmen, haben ja auch alle noch ein paar Tage Zeit um sich auf den Tag des Ausscheidens vorzubereiten. Wie die künftige Kooperation zwischen EU und UK aussehen wird, kann dann ja immer noch besprochen werden, notfalls auch nach dem dann endlich erfolgten BREXIT. Wenn der BREXIT als solcher feststeht, muss man sich ja auch nicht mehr mit Überlegungen und Diskussionen dazu aufhalten, sondern kann sich der Organisation des Zusammenlebens danach widmen. Und der Druck zu einer Einigung zu kommen, ist dann hoffentlich auch so gross, dass es endlich vorwärts geht. Bestimmt kommen die Briten dann zeitnah zu einer Entscheidung darüber, was sie eigentlich wollen. Zollunion, Binnenmarkt, irgendeine Lösung orientiert an den Vereinbarungen mit der Schweiz, Norwegen, Kanada .. was auch immer.
Der BREXIT muss jedenfalls vor der EU-Wahl vollzogen sein, alles andere wäre die ganz grosse Lachnummer und erhöht die Unglaubwürdigkeit der handelnden Personen auf beiden Seiten ins Unermessliche.

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HanzWachner 03.04.2019, 10:25
29. Es wird immer deutlicher...

...wie die Strategie der Briten für den Brexit aussieht: verzögern, verschleppen, auf Zeit spielen bis sie die EU so weichgeklopft und entnervt haben, dass die alles akzeptiert, Hauptsache das Trauerspiel ist vorbei. Ein Land ohne Plan, aber mit der Chuzpe eines ehemaligen Empires und eine Gemeinschaft, die mit verschiedenen Stimmen spricht, sind Garanten für eine endlose Debatte ohne Ergebnis und die betroffenen Bürger können darüber nur den Kopf schütteln.

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