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Mays neue Brexit-Strategie: Dann eben mit Jeremy
DPA

Theresa May will nun doch gemeinsame Sache mit der Opposition machen. Das könnte die Brexit-Lösung bringen. Gleichzeitig droht der Premierministerin gewaltiger Ärger mit Brüssel - und sie riskiert den Bruch ihrer eigenen Partei.

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cirus27 03.04.2019, 10:26
30. der schwanz wedelt auch weiterhin mit dem hund, und...

...das wird unendlich so weitergehen, wenn sich die eu nicht den
fortwährenden erpressungsversuchen entzieht und die notbremse
zum 12. 4. auslöst, meinetwegen mit aufschub des harten brexits
bis 22. 5. ach herr altmaier, nichts kann schlimmer sein für uns
und die restluche eu als kasperletheater für die nächsten jahre,
abwechselnd aus brüssel und strasburg...

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spondabel 03.04.2019, 10:42
31. Schluss jetzt

Was soll ein weiterer Aufschub bringen? Ich denke man hatte genügend Zeit. Die EU sollte die Briten am 12. April über die Klinge springen lassen. Wahrscheinlich würde es das Britische Parlament gar nicht bemerken. Die Regierung und das Unterhaus könnten dann ewig weiter debattieren und abstimmen. Sie könnten einen eigenen BrexitTV Kanal einrichten und die Debatten live übertragen. Das könnten Sie dann bis zum St Nimmerleinstag machen oder bis Sie das Volk aus dem Parlament jagt.

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hoffnungstraeger078 03.04.2019, 10:46
32. Perfide

Ich halte das Gesamtverhalten der Protagonisten in GB nach wie vor für abgesprochen. Ziel: die EU in die Zwickmühle zu bringen, um die begehrten Rosinen zu bekommen. Das unsägliche, stumpfsinnige Abstimmungsverhalten ist nicht anders zu erklären.

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klaus.rode 03.04.2019, 10:48
33. Die Hoffnung stirbt zuletzt

Man kann nur hoffen, dass May und Corbyn mehr Substanz haben als die hier sich wieder austobenden AfD-Jünger und andere EU-Hasser. Das Problem der Briten ist momentan, dass sie sich i.S. Brexit in einer Art asterixinischem Krieg befinden, wo jede Gruppe gegen alle anderen Gruppen agiert. Brexetiers, Remainer, Torys, Labour, DUP, SNP, Zollunionisten, Referendumsfreunde..... jede Gruppe meint, dass bei einem Scheitern Mays die erhofften politischen Brosamen abfallen..... Hard Brexit, Verbleib, Neuwahlen, Unabhängigkeit, politische Karriere oder was auch immer.
Eine Treffen May/Corbyn ist natürlich nur sinnvoll, wenn beide aufeinander zugehen. Ich habe die Hoffnung auf wenigstens rudimentär vorhandenen politischen Verstand bei den Kontrahenden. May muss die roten Linien verlassen und Corbyn sein suchtartiges Verlangen nach Neuwahlen zügeln. Herauskommen könnte sowas wie Zollunion+. Die EU wird selbstverständlich über Änderungen des Abkommens in Richtung MEHR EU verhandeln.
Bisher war aufgrund der sturen Haltung der Briten (Mays rote Linien) nicht mehr drin. Ich glaube nicht, dass die EU für den Fall, dass May und Corbyn sich in dieser Richtung einigen, kein Entgegenkommen zeigen wird.

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jens109 03.04.2019, 10:50
34. Sehe ich anders

Zitat von s.l.bln
Die haben sich überraschend kompromißlos gezeigt und tun das noch.
Ich kann bei der EU leider keinerlei Kompromisslosigkeit erkennen! Ganz im Gegenteil, die EU läßt sich durch immer neue Verlängerungen OHNE entscheidende NEUE Pläne geradezu vorführen.
Die EU stellt zwar immer wieder Forderungen auf, an die sie sich dann aber nicht hält. Leider hat keiner der EU27 den Arsch in der Hose etwas dagegen zu unternehmen.
Ich bin kein Freund des Brexit aber so wird die Substanz der EU untergraben.

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pepe-b 03.04.2019, 11:18
35. @ jens109

Welche Forderung meinen Sie denn an die sich die EU nicht gehalten hat? Mir fällt bisher keine ein. Eine Entscheidung über eine weitere Verlängerung gibts ja noch nicht.

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frankcrx 03.04.2019, 11:22
36.

Zitat von wenne74
Schön und gut, die Briten wollen nun beraten, was sie wollen. Das liest sich immer so, als spiele es keine Rolle, was der andere Vertragspartner, also die EU will. Ist die EU denn wirklich so schwach, dass die Briten scheinbar selbst glauben, sie allein müssten nur für sich eine Lösung finden, Zustimmung in Brüssel ist Formsache? Wahrscheinlich wird die EU tatsächlich am Ende wieder alles mitmachen. Zuerst werden "rote Linien" gesetzt, es wird vollmundig erklärt, jetzt sei aber wirklich Schluss etc., und am Ende kommt es wie es von Anfang an zu vermuten war: Es wird irgendein schwammiger Kompromiss um 23:59 Uhr am 21.05.2019 verabredet, so dass beide Seiten "das Gesicht wahren" können. Als ob es darauf ankäme, wie Frau May und Herr Tusk in den Geschichtsbüchern bewertet werden. Mir ist das jedenfalls vollkommen gleich. Am Ende also wieder eine zahnlose EU, die uns aber glauben machen will, wir bräuchten mehr Zentralstaat, damit die Interessen gegenüber USA, China, Russland etc. besser vertreten werden können. Das Problem ist, dass die aber Zähne haben und im Zweifel auch beißen. Die EU nimmt ihre "Dritten" vor Verhandlungen lieber raus. Könnte ja was drankommen.
Ich kann ehrlich gesagt nicht sehen wo die EU einknickt. Sie denken wohl der Herr Tusk nickt und alle anderen rennen ihm hinterher.
Was ist die EU denn?? 27 Nationalstaaten die irgend einem Kompromiss eben auch zustimmen müssen. Und bisher wägt die EU sehr genau ab, wie sie GB helfen kann endlich mal zu Potte zu kommen. Dabei gibt es natürlich auch von Seiten der EU alles mögliche zu bedenken. Wirtschaftliche Verwerfungen, Frieden in Nordirland. Bis jetzt wurde nichts beschlossen, was der EU weh tut. Und einen schwammigen Kompromiss kann ich beim besten Willen nicht sehen.
Und ja, wir brauchen mehr Kompetenzen bei der EU wenn wir unsere Interessen gegenüber USA, Russland und China durchsetzen wollen.
Wäre nämlich Deutschland nicht in der EU gäbe es längst Zölle von USA auf deutsche Autos. Da hätte DT überhaupt keine Skrupel gehabt.

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themistokles 03.04.2019, 11:45
37.

Wäre dies bei dieser Wichtigkeit und Dringlichkeit der Sachlage nicht von Anfang an notwendig gewesen? Bei dieser Frage müssen doch alle Politiker parteiübergreifend zusammenarbeiten! Es geht doch nicht um irgendeine innländische Gesetzesvorlage sondern um eine Entscheidung von historischer Dimension, die das ganze GB betrifft. Soll das etwa wirklich heißen, die Parteien hätten seit 2 Jahren so gut wie nicht miteinander gesprochen und verhandelt?

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fthoe 03.04.2019, 11:49
38.

Wenn wirklich die Bereitschaft zur Einigung besteht, können die Grundzüge einer solchen Einigung bis zum 12.4. skiziert und festgelegt sein. Wenn diese dann noch mit einer deutlichen Mehrheit Parlament festgelegt werden, sollte man über einen späteren Austrittstermin sprechen. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden soll GB am 12.4. halt ohne Deal ausscheiden.

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s.l.bln 03.04.2019, 11:52
39. Ihr Mißverständnis...

Zitat von jens109
Ich kann bei der EU leider keinerlei Kompromisslosigkeit erkennen! Ganz im Gegenteil, die EU läßt sich durch immer neue Verlängerungen OHNE entscheidende NEUE Pläne geradezu vorführen. Die EU stellt zwar immer wieder Forderungen auf, an die sie sich dann aber nicht hält. Leider hat keiner der EU27 den Arsch in der Hose etwas dagegen zu unternehmen. Ich bin kein Freund des Brexit aber so wird die Substanz der EU untergraben.
...besteht in der Annahme,die gewährten Verlängerungen wären ein Zugeständnis der EU.
Tatsächlich hofft die EU, daß die Briten bis zum sankt Nimmerleinstag um Verlängerungen bitten, zumindest aber bis zu einem neuen Referendum. Jede neue Bitte um Verlängerung ist eine Demütigung der Brexiteers, nicht der EU.
Ich wüßte auch nicht, welche Forderungen die EU aufgestellt hätte, an die sie sich dann selbst nicht hält.
Sie hat von vornherein lange Übergangsfristen in Aussicht gestellt und besteht weiterhin darauf, daß es im Falle des Austrittes zur zwei Varianten gibt: harter Brexit oder die Umsetzung des ausgehandelten Abkommens.
Das hysterische Gekeife hier, nachdem endlich Schluß sein müsse, die EU sich vorführen lasse und man das alles nicht mehr ertragen könne, kommt mehrheitlich aus der Ecke der AFD Jünger, die Angst haben, ihnen könne dieser phantastische Schlag (Brexit) gegen die verhasste EU womöglich noch weggenommen werden.
Bleibt geschmeidig, der Brexit wird wohl kommen. Und er wird keine Erfolgsgeschichte.

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