Forum: Politik
Mays politische Bilanz: Drei Jahre in der Hölle
Yui Mok / AP

Theresa May hat sich dem Unvermeidlichen gefügt - nach Jahren des Kampfs gegen den Autoritätsverlust. In London hält sich das Mitleid in Grenzen: Zu stur und uneinsichtig hat sie selbst an ihrem Untergang gearbeitet.

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n.strohm 24.05.2019, 17:24
40. Wenn

Johnson dann PM wird und der harte Brexit kommen, dann werden die Briten sehen wo sie auf der Welt bleiben "Britannia rules again" ist längst vorbei.

Ich befürchte nur eins: Trump stellt sein Ego hinten an, unterstützt Johnson wo es nur geht, damit die Briten wirtschaftlich erfolgreich werden, nur um den anderen EU Ländern zu signalisieren "Ohne die EU geht's euch besser"
Folge: EU fällt auseinander und Trump kann den einzelnen Ländern diktieren wo der Hase lang läuft. Er kann's ja nur gegen schwache Partner; nur dort kann er der größte Dealmaker aller Zeiten sein.

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jujo 24.05.2019, 17:33
41. ...

Zitat von Spiegelleserin57
man sollte den Austritt auch aus britischer Sicht sehen und nicht nach dem deutschen Wunschdenken. Dann erst ein Schuh daraus! Geurteilt ist schnell aus deutscher Sicht aber eine Alternative zur Lösung konnte ich bis heute hier nicht lesen!
Selbstredend gäbe es Lösungen, die sind doch alle früher genannt worden. Das Problem ist, das jede der Lösungen mit mehreren Kröten belastet ist, welche die Briten bislang nicht bereit waren zu schlucken.
Es fehlt an der Einsicht, daß das Empire Geschichte ist und GB eine stinknormale Nation unter vielen in Europa ist. Wenn sich diese Einsicht anfängt durchzusetzen , werden die Kröten eventuell kleiner und könnten geschluckt werden.

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demokroete 24.05.2019, 17:51
42. Bewundernswert

wie diese Frau versucht hat, den Willen des Volkes in einen halbwegs vernenftigen Kompromiss umzusetzen. Leider hat ihr Bruessel wie auch Teile der eigenen Partei zu viele Knueppel zwischen die Beine geworfen. Das sie trotzdem so lange durchgehalten hat, verdient uneingeschraenkte Bewunderung.

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redneck 24.05.2019, 17:52
43.

Frauen und fuehren klappt seit 40 000 Jahren nicht. Nun solls seit 100 Jahren funktionieren? Fakt ist - die zirkulaere funktionierende Frauenherde ist nicht zivilisationsfaehig.

May ist ein sehr gutes Beispiel. Dad panische Festhalten hat x Milliarden und Nerven gekostet.

Zeit das Rad der Geschichte vorwaertszudrehen. Frauen wieder auf Stand 1890 bringen, aus Machtpositionen zu entfernen, Dummfrauen die Geburtslizenz zu entziehen und Vaetern die totale Position zusichern.

Dann gibts auch keine May, Cortez, Thatcher, Merkel, Katharina, Kleopatra mehr und Kaputt Kinder wie Trump und Gen X werden wieder selten.

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M. Vikings 24.05.2019, 18:03
44. Ein Mißtrauensvotum richtet sich gegen eine Regierung.

Zitat von fottesfott
Nehmen wir mal an, die Propheten haben recht, und Johnson wird MP. Und unterstellen ferner - ich denke richtigerweise - dass sich die EU von einem MP BoJo und seinen Brexit-Ideen nicht im geringsten beeinflussen lässt. Dann stellt sich mir folgende Frage: ein Mißtrauensvotum ist ja wohl im House of Commons nur alle 12 Monate erlaubt, und May hatte gerade im Januar. Gilt die Frist dann für BoJo neu? Dann könnte es kurz nach seiner Inthronisierung ein Mißtrauensvotum geben, und die Neuwahlen wären das 2. Brexit-Referendum, wenn es die EU-Freunde schaffen, sich wie UKIP unter einer Fahne zu sammeln. Die Perspektive ist doch gar nicht so schlecht. Oder Johnson kickt die Briten in einen No Deal Brexit samt Bürgerkrieg in Irland und Abspaltung Schottlands. Immerhin bewegt sich was...
Von daher ist es egal wer PM ist, und die Frist bleibt unberührt.

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iffelsine 24.05.2019, 18:21
45. Merkel will ja auch nicht gehen und

merkt nicht, dass schon lange ihr Glanz verdampft ist. Sie hat ja schließlich die Briten mit ihren Willkommensrufen so verunsichert, dass die sich für den BREXIT entschieden haben. Merkel rief und die Migranten rollten über Europas Grenzen hinweg - das wollte kein Brite und viele von uns auch nicht. Die Pastorentochter May muss jetzt gehen - die Pastorentochter Merkel sollte sich ein Beispiel nehmen !!

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Pollowitzer 24.05.2019, 18:22
46. Echt Blödsinn...

...sie ist weder stur noch uneinsichtig, sie hat lediglich versucht die Insel aus der EU zu erlösen und allewelt hat das hintertrieben und den Willen des britischen Volkes ignoriert - ein deutliches Zeichen das die EU nichts wert ist, wer einmal in den Fängen dieses Konstrukts der Bosse und des Großkapitals steckt ist offensichtlich verloren.
Zurück zur EWG und die EU in die Tonne der Geschichte - rot Front

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AlfredZimmer 24.05.2019, 18:25
47. Gestern..

..haben unsere britischen Freunde ihre EU Kandidaten gewählt.
Das Ergebnis dieser Wahl werden wir am Montag/Dienstag erfahren.
Ich bin gespannt wie viele EU-Gegner gewählt wurden.

Unabhängigkeit davon:
Das Referendum wurde von David Cameron durchgeführt.
Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 %. 51,9 % stimmten für den Austritt und 48,1 % für den Verbleib.
Cameron schmiss das Handtuch, trat zurück und machte sich aus dem Staub.

Ein wesentlicher Punkt der „Brexit“-Befürworter war, dass die sich von einem EU-Austritt die Eindämmung der Einwanderung ins Vereinigte Königreich aus der EU erhofften, - hat die Arbeitnehmer-Freizügigkeit der EU doch das Ergebnis, dass nicht britische Billig Arbeitnehmer Konkurrenten zu den einheimischen britischen Arbeitnehmer waren.
- Ein Problem, das übrigens alle zentrale EU-Staaten haben.

Ja, Frau May erbte einen Scherbenhaufen, den ihr Männer eingebrockt haben und wir werden sehen, wie Männer diesen Scherbenhaufen auf die Reihe bringen werden - oder auch nicht.

Ich bin gespannt, ob es in Richtung - May gegangen, Referendum vergessen - gehen wird

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Pkaul030 24.05.2019, 18:42
48. Das wars, mit "Britania rules the waves"

Uk wird in Europa in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Ihren tapfere Primeministerin hat alles gegeben, was sie konnte. Aber man wollte ihr nicht zuhören. Die Abgeordneten des Parlaments waren bockig, wie Kleinkinder, das hat man immer wieder in den Debatten über die BBC gehört. Und wieder und wieder hat T.M in Brüssel mit Haltung versucht 27 Staaten umzustimmen oder zumindest kleine Zugeständnisse zu erwirken - vergebens!
Boris Johnson und Nigel Faragh, die eigentlich schuldigen, sind schnell aus ihren Löchern gekrochen, retten werden sie UK jedoch nicht. Was hatte nicht Johnson versprochen, mit seinem roten Bus, das ein Großteil der Beiträge zur EU ins Krankensystem fließen würde. Nichts davon wird davon geschehen, UK wird zum Armenhaus in Europa, nicht der EU! Es ist jammerschade, aber gegen Borniertheit und Ignoranz ist kein Kraut gewachsen.

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Bananenschale 24.05.2019, 18:51
49. Leider haben Sie Recht: Die EU ist der Verlierer

Zitat von claude
Von Seite der EU, war es schwer zu ertragen, einer Verlängerung der Brexit-Frist zuzustimmen. Dass die EU einer Verlängerung bis Oktober zugestimmt hat, lag vor Allem daran, dass May eigentlich erst zurücktreten wollte, nachdem ihr Deal durch das Parlament gelangt ist. Das Allerletzte, was die EU wollte ist, sich nach der EU-Wahl, mit Figuren wie Boris Johnson herumplagen zu müssen. Jetzt ist für die EU der Worst-Case eingetreten, die Hardliner werden die Möglichkeit haben, die EU zu blockieren, wo sie nur können. (May hingegen versprach, sich nicht in Angelegenheiten der Rest-EU einzumischen, das dürfte jetzt hinfällig sein.) Am Ende könnte es für die EU sogar noch schlimmer kommen, wenn die Hardliner selbst den Termin vom Oktober nicht einhalten, dann könnte die EU über Jahre von diesen Idi%#en gelähmt werden. Fazit: Die Verlängerung bis Oktober, war ein grosser taktischer Fehler der EU. Die Versprechen von May an die EU, Grossbritannien würde sich nach der EU Wahl ruhig verhalten, waren keinen Cent Wert.
Es steht schlimm. Warum hat die EU einer Verlängerung zugestimmt? Weil ein z.B. ein Hard-BrExit der das EU das Genick brechen könnte. Warum? Im Falle eines Hard-BrExit muß die EU ein Grenzregime an der Binnengrenze in Irland implementieren. Genauer: Irland i.S. der EU gemäß den Verträgen. Was passiert dann? Der Terror würde wieder aufleben und Irland selbst wäre im starken Maße davon betroffen. Die irische Regierung und das irische Parlament kämen gewaltig unter Druck. Wie reagiert sie? Sie öffnet die Grenzen um den Frieden im Innern zu wahren. Wie regiert die EU? Sie kann Irland nicht vom Binnenmarkt ausschließen. Wer erklärt den Iren, daß das Ausscheiden aus dem Binnenmarkt und eine Wirtschaftsgemeinschaft mit dem UK bei Wahrung seines Stimmrechtes in der EU die einzige Option ist? Ist ein solches Modell überhaupt mit der Agenda der EU vereinbar? Wer ist bereit die Iren zu nötigen? Ohne Perfidie wird es nicht gehen.

Es könnte mittelbar oder unmittelbar der Kollaps der EU bedeuten. Ein Europa ohne die EU? Da darf man auch den Briten vom ganzen Herzen viel Spaß wünschen, egal ob sie EU-Mitglied sind oder nicht. Ihren Einfluß in Kontinental-Europa haben sie jedenfalls verschissen!

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