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Mecklenburg-Vorpommern: Das passiv-aggressive Land
DPA

In Mecklenburg-Vorpommern ging zuletzt nur jeder zweite Bürger wählen. Gleichzeitig lässt das Land Populisten und Extreme gedeihen. Wer konnte, hat die Region längst verlassen - so wie unsere Autorin.

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geando 02.09.2016, 09:39
1. Wie schwach

Weil Meck-Pomm ein hohes AfD-Wähler-Potenzial hat wird nun ein medialer Furor über dieses Bundesland entladen. Wie schwach.

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lupenreinerdemokrat 02.09.2016, 09:40
2. Ich weiß ja nicht....

.... ob die Autorin den nötigen Durchblick hat, warum viele Einwohner Mecklenburg-Vorpommern verlassen haben, aber zumindest ist sicher, dass dies nicht an der Wahlbeteiligung und dem Gedeihen von Populisten liegt ;-)

MV gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Arbeitslosenquote in Deutschland. Logisch, dass man, falls man nicht Rentner ist, sich in ein anderes Bundesland begeben muss, um Arbeit zu finden. Dass gerade in solchen Regionen die extremen politischen Parteien besonders hohen Zuspruch haben, ist ja nun wohl eine Binsenweisheit.

Wenn ich aber zum Beispiel Köln als Vergleich nehme, dann würde ich sagen: MV ist das "passiv-aggressive Land", Köln ist die "aktiv-aggressive Stadt" (Silvesternacht, Pro-Erdogan-Demo usw).

Da ist mir ein passiv-aggressives Land ehrlich gesagt lieber.

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utfcmac 02.09.2016, 09:41
3.

Nicht mehr lang, und es werden sich viele wieder in Richtung MV aufmachen. In westlichen Großstädten ist Hopfen und Malz verloren...

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kaisergarten 02.09.2016, 09:42
4. die Arme...

Ich werde meine Heimat nie vergessen und mich auch nicht ihretwegen schämen. Mecklenburg-Vorpommern erscheint mir nicht als Hölle (nein, nein, nicht meine Heimat) und wenn ich jemand von dort kennengelernt habe hat dieser kein "aber" im satz bedurft (und ich habe keines erwartet). Übrigens erwarte ich das auch nicht von Sachsen, Berlinern, Hamburgern und Pottlern. Es ist auch nicht schlimm, dass andere Menschen anders wählen oder denken als man selbst. Die Gründe dafür darf man sicher auch hinterfragen, aber machen Sie (liebe Autorin) es sich doch bitte nicht so einfach.

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per.newgro 02.09.2016, 09:45
5.

"Ich bin auch gegangen, wie viele meiner Generation, die pünktlich mit 18 Jahren ihre Sachen packten und woanders hin zogen."
&
"Aufwärts geht es nur langsam. Zu langsam, um mehr gut ausgebildete Leute davon zu überzeugen, sich ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft aufzubauen."

Können Sie eventuell einen Zusammenhang sehen?

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felix.moeder 02.09.2016, 09:46
6. In der Überschrift geht der Fehler los

Nämlich mit "Wer konnte, hat die Region längst verlassen - so wie unsere Autorin. " - das stimmt nicht. Wer "musste" oder wer "wollte", hat die Region längst verlassen. Von denjenigen, die die Möglichkeit haben, hier einer gut oder zumindest fair bezahlten Arbeit zu leben, wollen wohl die wenigsten weg. Und das würde ich nicht nur auf die Küstenstädte beziehen.

Wenn man hier unzufrieden ist, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Man geht weg und beschwert sich, wie schlecht es doch in MVP ist.
b) Man bleibt hier und arbeitet an der Zukunft.

Die Autorin hat sich entschieden. Ich auch.

Grüße von der Ostseeküste

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spon_2316845 02.09.2016, 09:47
7. Strandkörbe

Sind das nicht Nordseestrandkörbe auf dem Bild?

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mol1969 02.09.2016, 09:47
8. Wunderschön ist es dort!

Ich weiß, als Urlauber habe ich leicht reden. Ich verbringe seit der Wende regelmäßig Urlaube an der Ostseeküste, am Stettiner Haff oder in der Mecklenburger Seenplatte. Es ist dort wunderschön. Mecklenburg-Vorpommern bietet landschaftlich zusammen mit Bayern eine der schönsten Gegenden in Deutschland.
Mir ist natürlich klar, dass es junge Menschen dort nicht einfach haben, was Jobs angeht. Allerdings wird meiner Meinung nach auch (nicht nur dort) viel übertrieben. Klar, große Industrien mit Tausenden Arbeitsplätzen gibt es nicht. Aber der gesamte Dienstleistungssektor (Handel, Tourismus, Banken, Kfz-Werkstätten) sowie den öffentlichen Dienst gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern. Von daher kann ich es zwar nachvollziehen, dass einige gehen, aber dass dort gar nichts geht, kann ich auch nicht glauben.

Das Problem sehe ich eher darin, dass viele junge Leute nicht mehr mit einem eher schlecht bezahlten Arbeitsplatz zufrieden sind, sondern um jeden Preis studieren. Aber es kann nicht jeder anschließend einen top-bezahlten Arbeitsplatz erhalten. Es wäre vielen damit gedient, anzuerkennen, dass nicht jeder einen hippen Job wie "irgendwas mit Medien" oder so erhalten kann, sondern dass wir eine Friseurin, Krankenschwester oder einen Bäcker, Metzger oder KFZ-Mechatroniker auch weiterhin brauchen, auch in Mecklenburg-Vorpommern.
Wäre ich nochmal jung, würde ich eher Abstriche beim Gehalt machen und eine Ausbildung im Handwerk favorisieren, als hunderte KM entfernt zu studieren und anschließend niemals wiederzukommen.
Die Heimat wäre mit mehr wert wie mehr Geld. Aber so denke wohl nur noch ich.

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stefanmargraf 02.09.2016, 09:50
9. Kein Flughafen=keine Jobs

Der Verkehrsminister dort glaubt, die Flughäfen Berlin oder HH reichen. Da Laage kaum noch angeflogen wird, ist Meck Pomm von Europa abgeschnitten. Überall in Europa kommt man hin, nach Meck Pomm nur mit 7h Zug (FFM). Kein Investor tut sich das an.

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