Forum: Politik
Mecklenburg-Vorpommern: Das passiv-aggressive Land
DPA

In Mecklenburg-Vorpommern ging zuletzt nur jeder zweite Bürger wählen. Gleichzeitig lässt das Land Populisten und Extreme gedeihen. Wer konnte, hat die Region längst verlassen - so wie unsere Autorin.

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gefundenesfressen 02.09.2016, 10:23
50. Nicht wählen gehen

Mit diesem Artikel soll wieder davon abgelenkt werden, dass alle anderen Parteien auch keine Lösungen parat haben. Die auf sämtlichen Wahlplakaten verbreiteten Plattitüden und Phrasen (auch der "gemäßigten" Parteien) sprechen mich nicht an. Mir fällt als Protest keine andere Lösung ein, als nicht wählen zu gehen.

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cs01 02.09.2016, 10:23
51.

Zitat von spon72
Wenn ich mir die Zeilen von Frau Meiritz so durchlese, dann kann ich die Menschen zwischen Kap Arkona und Templin verstehen, ...
Templin liegt in Brandenburg. Zugegebenermaßen dicht an der Grenze zu Mecklenburg.

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Lucky Punch 02.09.2016, 10:23
52. Seltsam! In BILD wird heute berichtet....

....wie gut es MV inzwischen geht, seitdem Rot-Schwarz dort regiert. Nur zufriedene Menschen, nur Rekordzahlen, geringere Arbeitslosigkeit, massenhaft neue Ansiedelungen von Wirtschaftsbetrieben.
Zitat:"Dabei geht es mit dem Land bergauf: Die Arbeitslosigkeit ist von 20 Prozent (2004) auf heute 9 Prozent gesunken. Die Wirtschaft wächst, seit 2006 macht Meck-Pomm keine Schulden mehr"

Beweis:
http://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/wie-weit-rechts-waehlt-meck-pomm-47622996.bild.html
Wer irrt sich denn da?
Also alles klar auf der Andrea Doria? Mitnichten! ARD und ZDF brachten in den letzten Monaten Reports, in denen die wahre Situation dort geschildert wurde. Nur im Wahlkreis von Angela Merkel wurde geklotzt mit Subventionen und Beihilfen.

Ein Schelm, der dabei böses denkt.......

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spon_2999637 02.09.2016, 10:24
53.

Zitat von felix.moeder
Wenn man hier unzufrieden ist, gibt es zwei Möglichkeiten: a) Man geht weg und beschwert sich, wie schlecht es doch in MVP ist. b) Man bleibt hier....
50% Nichtwähler lassen aber zumindest Zweifel am verbreiteten Willen der gemeinsamen Zukunftsgestaltung aufkommen. Das hört sich eher nach Resignation an.

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uli.t 02.09.2016, 10:25
54.

Mein Kommentar wendet sich nicht an die Autorin, sondern an denjenigen, der den Untertitel fabriziert hat. Gedankenlos? Oder arrogant?
Zum Glück sind bei weitem nicht alle, die in den aus Ihrer Blickrichtung gesehen östlichen Problemländern leben, zum Bleiben gezwungen, weil sie die Region nicht verlassen konnten.

Stellen Sie sich vor, so mancher wollte wirklich bleiben! Und das sind nicht nur die Verlierer gewesen, sondern verdammt viele, denen es in ihrer Heimat gefällt, obwohl sie durchaus in der Lage sind, auch in den alten Bundesländern vor mehr als zwei Personen ohne Manuskript mehr als zwei zusammenhängende Sätze zu sagen und denen sogar noch mit offenem Blick zu begegnen.

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spon_2999637 02.09.2016, 10:25
55.

Zitat von mol1969
Wäre ich nochmal jung, würde ich eher Abstriche beim Gehalt machen und eine Ausbildung im Handwerk favorisieren, als hunderte KM entfernt zu studieren und anschließend niemals wiederzukommen. Die Heimat wäre mit mehr wert wie mehr Geld. Aber so denke wohl nur noch ich.
Dann könnten Sie aber nicht in schöne Gegenden in den Urlaub fahren.

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schoenwetterschreiberling 02.09.2016, 10:25
56. Film ab!

Wenn nichts mehr hilft, um ein ungeliebtes Wahlergebnis zu verhindern, wird kurzerhand das Bundesland, in dem die Wahl stattfindet, madig geschrieben. Ganz großes Kino, werte SPON-Redakteurin!

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bicyclerepairmen 02.09.2016, 10:26
57.

Zitat von RenegadeOtis
Das ist doch ausgemachter paranoider Blödsinn. Die junge Dame hat MeckPom tatsächlich auf den Punkt beschrieben.
Absolut. Freunde die vor ca. 15 Jahren von HH in die Nähe von LWL gezogen sind, sind nur noch genervt. Die sogenannte Flüchtlingskrise scheint eine ersehnte Freilegung für den rechten Humus in Form der AFD dort zu sein, eine hohe Anzahl des dort aufgewachsenen
Freundeskreises symphatisiert mit diesen Ideen obwohl kaum jemand jemals Kontakte in irgendein "ausländisches" Umfeld hat. Und wer sich in dieser Richtung dort sozial engagiert ist zumeist selbst zugezogen. Einziger Trost ist das die Kinder bald aus dem Haus sind und dann heißt es bloß weg dort.

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johannesraabe 02.09.2016, 10:27
58.

Erstmal sich für seine Herkunft zu schämen, ist schon eine komische Aussage. Vielleicht ist MV ja so rechts, wie es dargestellt wird, weil jedes Kind weiß, dass man von Tourismus leben kann, aber es deutlich bessere Gehälter gibt. MV ist von der Bundespolitik alleingelassen. Es gibt keine Konzerne, die Werften sind Pleite und saniert. Es ist meiner Meinung nach falsch auf dieses Land aus Berlin, München oder Stuttgart zu schauen und darüber herzuziehen, dass die Leute rechts wählen. Das Problem ist doch klar, MV gehört zu den Bundesländern die am Ende der Nahrungskette stehen. Man hat hier stur SPD und CDU seit der Wende gewählt und es war für die Katz. Kohl hat populistisch versprochen, im Osten blühende Landschaften entstehen zu lassen. Soll dieses MV etwa die Standardpolitiker wählen und dafür beklatschen, das sie nichts für sie machen?

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g0r3 02.09.2016, 10:27
59.

Zitat von persoenlichemeinung
Stolz aufs Fortgehen wäre ich an Stelle der Autorin nun wahrlich nicht. Genau dieses Weglaufen gut ausgebildeter Leute bewirkt ja den Niedergang der Region. Stolz sein können alle diejenigen, die weggegangen sind um dazuzulernen und dann wiedergekommen, .....
Die Meinung ist besonders bequem, wenn man auf der angenehmen Seite des Zauns wohnt und wird ja auch gerne gegenüber den Flüchtlingen als Argument verwendet, warum man sie nicht nach Deutschland lassen sollte. Weil man meint es ja nur gut mit ihnen und dem Land, wo sie herkommen.
Wasser predigen, während man Wein säuft.

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