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Medien im Fall Wulff: Maßlose Jäger
DPA

Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.

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tulius-rex 27.02.2014, 16:27
1. es geht nur darum

Es sollen lediglich Schlagzeilen erzeugt werden, die im Blätterwald zum Kauf der Zeitschrift/Zeitung motivieren. Das wird sich -Gott sei Dank- bei einer freien Presse auch nicht ändern.
Der Wahrheitsgehalt der Meldung ist egal, der angerichtete Flurschaden ebenso und genauso die Zerstörung von Karrieren und Familien.
Die Verleger und Redaktionen setzen im Konkurrenzkampf auf das kurze Gedächtnis des Publikums, was ja meistens auch funktioniert.
Jeder, der sich in die Öffentlichkeit begibt oder ein öffentliches Amt anstrebt, muss dies wissen und mit den Folgen rechnen...oder aber Privatmensch bleiben.

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Tanja Krienen 27.02.2014, 16:31
2. Vor langer Zeit schon

...schrieb ich "Zu Christian Wulff. Ja, alle seine Träume sind hin. Träume, für die er grenzwertig handelte. Gut, er war farblos, mittelmäßig und ein Opportunist. Aber so ist die Mehrheit. Doch auch er darf menschlich Fairness einfordern und darf sich beklagen, wenn er ausgenützt wird. Das ist wohl geschehen. In der Sache sollte man ihm politisch deutlich begegnen - doch irgendwann wurde er AUCH zum Opfer einer Schlammschlacht. Tiere lassen in der Regel von ihrem Opfer ab, wenn sie es nicht fressen wollen. Seit einem Jahr ist CW fertig. Alles was danach kam, stößt mich ab. Ich meine die Kampagne gegen ihn, die einfach nicht endende."

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PointerX 27.02.2014, 16:33
3. Ich sag es ja immer...

...je kleiner das Glied, desto größer der Ehrgeiz und das Mitteilungsbedürfnis. So wenig ich mit dem Herrn W. auch anfangen kann: Schmierige, schleimige und sensationsgeile Redakteure stehen in meiner Gunst ungefähr auf der Stufe einer hungrigen Zecke. Leider arbeite ich gelegentlich sogar mit diesen häufig unter totaler Selbstüberschätzung leidenden Menschen zusammen. Das einzig Gute an Ihnen: Man kann sie herrlich verarrschen und auf die falsche Fährte einer vermeindlichen Topstory führen. Probiert es aus – ein super Spaß!

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verbalix 27.02.2014, 16:33
4. Ach,Herr Fleischhauer!

Wulff ist längst totgeschrieben.Heute,wie zu erwarten glimpflich davon gekommen.Die Medien haben fast alles geleistet,um diese Pfeife nebst holder Gattin in's politische und gesellschaftliche Aus zu befördern.Der Presse sie Dank geschuldet,dieses Aushängeschild eines Präsidentenpaares losgeworden zu sein.

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Kapaun 27.02.2014, 16:35
5. Auch der Spiegel

Zitat von sysop
Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.
Man sollte freilich nicht verschweigen, dass auch der Spiegel maßlos mitgeholzt hat. Es war keineswegs so, als hätte er wenigstens versucht, sich vornehm zurückzuhalten, wie hier zartestens insinuiert wird. Abgesehen davon hat Fleischhauer natürlich recht. Und es ist bedauerlich, dass gewisse Leute dieses Urteil nun nicht verspeisen müssen. Ohne Senf.

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mc_comm 27.02.2014, 16:37
6. Allianz der Verfolger hat viele Bürger gestört

Spricht da nun der geläuterte SPON? Ich erinnere mich noch sehr gut, wie der Spiegel von verweigerten Telefonaten mit dem SPON in einer Weise berichtete, die jeden Ansatz der Unschuldvermutung im Keim ersticken sollte. Nun will man hiervon nichts mehr wissen. Schön, wenn ein Freispruch sogar den SPON zu läutern imstande ist. Vielleicht wird hieraus für die Zukunft gelernt?

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vogelsteller 27.02.2014, 16:39
7.

Zitat von sysop
Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.
Richtig.
Jedoch, wer hat dieser erbärmlichen Meute den Auftrag dazu erteilt.
Das wäre mal ein Fall für beauftragte Ermittler und für einen Staatsanwalt mit Hintern in der Hose.

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Lankoron 27.02.2014, 16:40
8. Das Schlimme

an euch Journalisten ist derzeit nicht nur euer fehlender Respekt. Zur Zeit berichten fast alle nicht mehr neutral, sondern ausserodentlich parteiisch, auch SPon. Ihr braucht nur mal ein paar Tage zurückschauen...Thema Ukraine: Kaum Berichte über auf Gewalttaten vorbereitete Protestler, und ukrainische Faschisten, rechts-wie linksradikale. Kaum neutrale Berichte zum Fall Edathy: Was z.B hätte fenn Friedrich anders machen sollen, um einen Edathy als Nachfolger oder als Staatssekretär zu verhindern? Ihr nehmt mittlerweile den Platz des Bewerters, der Jury und des Richters ein, aber nicht mehr den Platz neutraler Berichterstatter. Auch nicht mehr den Platz wertender Berichterstatter, sondern als urteilende. Und das ist aufgrund des Platzes, den Journalisten durch ihre Presse bekommen, das eigentlich schlimme. Aus dem Fall Wulff kann man für die deutsche Presse eigentlich nur auf einen Selbstlernprozess wie nach dem Gladbecker Geiseldrama hoffen....wobei ich nicht daran glaube.

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Volker von Alzey 27.02.2014, 16:41
9. Selbstkritik?

Zitat von sysop
Wenn sich Journalisten wie Staatsanwälte aufführen, dürfen sie sich nicht wundern, dass sie schlecht aussehen, wenn vor Gericht nichts herauskommt. Vielen Bürgern wird der Fall Wulff als Beispiel für Macht und Machtmissbrauch von Medien in Erinnerung bleiben.
Dass Herr BLome Ihnen diesen Artikel durchgehen ließ wundert mich dann doch. War es nicht Herr Blome, der den Aufzugvergleich publik machte in einer Talkshow? Aber est stimmt, Helmut Schmidts Ausspruch über die Journalisten = Schmeißfliegen war nie so berechtigt wie im Falle Wulff.

Selten wurde in der Nachkriegszeit ein promineneter Mensch, ein Bundespräsdident derart vorgeführt und fertiggemacht wie der Mensch Christian Wulff. Die Einzelheiten sind bekannt.

Ich frage mich nur, wer hat hier aus welchen Gründen diesen Druck aufgebaut? Wer sind die Hintermänner- und Frauen, die diesen Mneschen so fertiggemacht haben?

Das gilt es aufzuklären. Oder ist der Fall Wulff kein Einzelfall? Für mich wird es Zeit, dass ganz im Sinne von Lafontaine die 4. Gewalt in die Schranken gewiesen wird vom Gesetzgeber.

Der Persönlichkeitsschutz der Prominenten bedarf dringend einer gesetzlichen Korrektur, hier ist auch das Bundesverfassungsgericht gefordert.

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